5 Dez

Prävention beim Bauen – Vorbeugen ist besser, als sich ärgern und bezahlen

Was uns wichtig ist, das pflegen wir. Meistens. Je nach Situation, je nach Möglichkeiten. In jedem Fall gilt: Was gepflegt wird, wird vor Schaden bewahrt und hält somit länger. Doch was ist mit den unsichtbaren Mängeln?

Wir Schweizer sind bekanntlich Meister im Versichern. Sicherheit ist uns wichtig und darum auch entsprechend viel Geld wert. «Für den Fall» vorbereitet sein. Verantwortung für die Unsicherheit übernehmen. Es kann schliesslich jeden einmal treffen. Und je grösser die Sicherheit, desto entspannter können wir leben. Dabei hilft eine gute Vorbereitung und gutes Kontrolling, die Kosten zu senken und die Sicherheit zu erhöhen …

Prävention beim Bauen

Prävention in Sachen Gesundheit, bei der beruflichen Vorsorge, bei … Wer vorausdenkt, weiss: Vorbeugen ist meist billiger, als später in den Geldbeutel greifen zu müssen. Nehmen wir als Beispiel das Bauwesen. Bauen kostet Geld. Viel Geld. Kostet noch mehr, wenn schlecht geplant, schlecht ausgeführt und schlecht kontrolliert wird.

Der Hauseigentümer Verband Schweiz (HEV) schreibt auf seiner Webseite:

Pro Wohneinheit werden in der Schweiz im Schnitt 15 Baumängel festgestellt. Rund ein Fünftel ist im Bereich Balkone und Terrassen zu finden, ein Viertel betreffen die Aussenwände. Dabei handelt es sich um Risse im Putz, Schimmelbildungen oder Feuchteeinbrüche. Abdichtungen und Anschlüsse an angrenzende Bauteile sind ebenfalls oft betroffen. Die aus Baumängeln entstehenden Kosten werden mit 8% des Investitionsvolumens beziffert.

Als Gründe nennt der HEV Zeit- und Gelddruck, die zu einer unsorgfältigen Planung führen, laufende Projektänderungen oder eine mangelhafte Bauleitung zu Baumängeln.

Im Artikel «Der Pfusch am Bau verschlingt in der Schweiz Milliarden» aus der Aargauer Zeitung (10.7.2012) sagt Bausanierer Roland Wolfseher, der Immobilien-Boom lasse die Bauqualität sinken. Die Zahl der Baumängel habe massiv zugenommen. Es fehle an Fachkräften. Auch täten sich die Unternehmen schwer, Aufträge wegen Überlastung abzulehnen. Das hat Folgen, wie die AZ im gleichen Artikel berichtet. Eine Familie musste schon nach kurzer Zeit ihre Sachen wieder packen und das neue Heim für drei Wochen verlassen.

Bei der Bauabnahme kamen Bauschäden ans Licht. Der gegossene Boden im ersten Stock wies dermassen gravierende Mängel auf, dass eine Totalrenovation ansteht. Von den Zusatzkosten sprechen wir gar nicht erst.

Beispiel aus dem Kassensturz

Kassensturz von SRF, Thema Baumängel, Bauabnahme
Kassensturz von SRF, Thema Baumängel, Bauabnahme

Wie vorbeugen? Baustellenwebcam oder Baufachmann

Spar- und Zeitdruck haben ihre Folgen. Auch in der Baubranche. Reduzieren kann man solche Risiken mit einer entsprechend gut erfassten Planung und Baudokumentation (zum Beispiel mit einer Webcam) oder mit einer regelmässigen persönlichen Kontrolle durch einen ausgewiesenen Baufachmann. Was rechtzeitig erkannt wird, kann auch einfacher und schneller korrigiert werden.

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Blog zum Thema Haus bauen und Bauabnahme

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