30 Jan

Dank Glauben und Lauftechnik zur Olympischen Medaille

Beim Begriff «Lauftechnik» lesen, kommt mir automatisch der Film «Chariots of fire» (Die Stunde des Siegers) in den Sinn. Es ist die wahre Geschichte der beiden britischen Leichtathleten Harold Abrahams und Eric Lidell, die 1924 für Grossbritannien für die Olympischen Spiele nominiert wurden. Lidell war tief gläubig und verbrachte seine Kindheit in China. Sein Glaube war der Grund, warum er sich weigerte, am 100-Meterlauf teilzunehmen. Die Vorläufe sollten an einem Sonntag stattfinden. Sein Team-Kollege Lord Lindsay überliess ihm darum seinen Startplatz beim 400-Meter-Rennen. Diese Vorläufe und das Finale wurden jeweils an einem Wochentag durchgeführt.

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Chariots of Fire: Lauftechnik und Glauben

Lauftechnik und Prioritäten werden kritisiert

Harlod Abrahams, jüdischer Herkunft, engagierte einen professionellen Trainer, der ihm half, seine Lauftechnik zu verbessern. Für dieses Engagement wurde er von der Universitätsleitung von Cambridge kritisiert, weil es unehrenhaft sei, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Abrahams vermutete hinter dieser Kritik Antisemitismus.

Auch Eric Lidell stand im Vorfeld unter Kritik. Von seiner eigenen Familie. Kritisiert wurde, dass er statt Gott, mehr der Laufvorbereitung Aufmerksamkeit schenkte. Auch Lidell hatte einen eigenen Laufstil. Glaubt man den Aussagen der Zuschauer, war dieser entsetzlich. Seine Arme ruderten, seine Fäuste boxten in die Luft und sein Kopf war zurück geworfen.

Abrahams und Liddell gewannen die Finalläufe über 100 Meter bzw. über 400 Meter und kehrten erfolgreich nach Grossbritannien zurück.

Tuning des Laufstils

Eric Lidell würde heute wohl nicht mehr gewinnen. Seine Lauftechnik ist überaltert. Verständlicherweise. Lauftechnik ist lernbar. Dank einem Personaltrainer. Dieser nimmt zuerst die Ziele auf. Analysiert und beobachtet einen während des Rennens. Dann ist Korrektur angesagt. Der Sieg beginnt im Kopf. Kein Rudern mit den Armen. Der Kopf wird auch nicht zurückgeworfen. Und doch so rennen, wie es jeder am besten kann. Denn beim Laufstil gilt eben immer noch, dass Überzeugung und Glauben zur eigenen Persönlichkeit gehören. Und Persönlichkeit bestimmt den Einsatz. Der Personaltrainer weiss: Korrektur der Lauftechnik so viel wie nötig. Nicht mehr. Kopf und Technik müssen einander begegnen. Müssen die optimale Übereinstimmung finden. Nur so ist die Stunde des Siegers möglich.

Quellen und weiterführende Tipps zum Thema:

21 Okt

Trainingslager, Investition in die Zukunft

Manche Erlebnisse bleiben unvergessen. Im «zarten Alter» von etwa 45 Jahren habe ich mich nochmals aufgemacht und mich eine Woche als Leiter eines Unihockeylagers eingesetzt. Einer der Gründe war sicher, dass meine Jungs in den Ferien nicht einfach zu Hause herumhängen, sondern sich bewegen und neue Freunde kennenlernen. Ein Trainingslager zur Förderung der Sozialkompetenz, der kognitiven Fähigkeiten und natürlich auch, um das Leben ausserhalb des Bildschirms zu fördern.

Förderung der Jugend

Wir können über die Jugend schimpfen oder wir können uns mit ihr beschäftigen. In diesem Trainingslager tat ich letzteres. Es war intensiv und extrem kräfteraubend. Wenn da nicht das gemeinsame Ziel, als Team zu gewinnen, gewesen wäre… Das wiederum machte Mut. Die Kids kamen aus dem Schulalltag. Sie wollten Spass, neue Freunde finden, dabei sein und Erfolg haben. Als Leiterteam war man sehr gefordert. Tag und Nacht. «Kennst du die Kids, so weisst du einiges über die Eltern.» So kam es mir vor. Annehmen, auffangen, korrigieren, begleiten, führen, entlassen. So könnte man die Hauptaufgaben dieser Trainingslager bezeichnen. Am Ende der Woche hatte auch ich profitiert. Jugendliche, gleich welchen Alters, kennenzulernen – das tat einfach gut. Hat mir neue Sichtweisen, nicht nur als Vater oder als Trainer, gegeben: Jugendliche sind liebenswert. Sie brauchen Verständnis und Begleitung.

Fussball, die schönste Nebensache der Welt!
Fussball, die schönste Nebensache der Welt – auch für Jugendliche.

Sport verbindet verschiedene Kulturen – insbesondere Fussball

«Sport verbindet Menschen über Grenzen, Kulturen und Religionen hinweg» ist auf uno-jahrdessports.de nachzulesen. Dem stimme ich zu. Der Blick in die Schweizer Fussballnationalmannschaft zeigt: Es ist möglich, dass Menschen, die aus verschiedenen Kulturen stammen, gemeinsam als Team erfolgreich arbeiten können. Insbesondere Fussball ist dafür ein Paradebeispiel. Viele erfolgreiche Fussballspieler kommen aus ärmlichen Verhältnissen und konnten sich dank des Fussballs eine eigene Existenz aufbauen.

Trainingscamps als Grundlage für Erfolg

Fussball Trainingslager - Invest für die ZukunftDie Jugendförderung in der Schweiz ist auch im Ausland aufgefallen und längstens bekannt. Der Gladbacher Manager Max Eberl, zum Beispiel, beobachte die Entwicklung in der Schweiz seit Jahren, ist im Artikel «Deutschland profitiert vom Schweizer Modell» (NZZ.ch – 30.06.2015) nachzulesen. Eberl hat den «sehr grossen Sprung einer sehr guten Generation nach vorne» im letzten Jahrzehnt früh registriert. Die Schweizer hätten nach einer längeren Dürreperiode in den Achtziger- und Neunzigerjahren die Investitionen im Ausbildungssektor angehoben. Sie haben sich die richtigen Gedanken gemacht, wie die Mängel zu beheben sind, stellt der Manager im Interview fest. Förderung der Jugend, ob im Fussball oder in anderen Sportarten, zahlt sich langfristig aus. Trainingslager zum Beispiel bieten diesbezüglich enorme Möglichkeiten. Bleiben wir dran. Es lohnt sich!

Lesetipps: