28 Jan

Patenschaft: Hilfe zur Selbsthilfe

Not kennt keine Grenzen!

Geht es Ihnen auch so? Als Sie vor 5 Jahren von der Not in andern Ländern gelesen und gehört haben, war die Betroffenheit anders als heute. Warum? Weil das alles weit weg war und auch weit weg blieb… Die letzten 2 Jahre haben uns eines Besseren belehrt. Not wird wohl weltweit ein ständiger Gast bleiben. Und sie ist uns näher gekommen als je zuvor. Bei uns sind Menschen, die in grösster Verzweiflung ihre Heimat verlassen haben, in der Hoffnung auf Sicherheit und ein besseres Leben.

Hauptgefahr Angst auf beiden Seiten

Wenn mein Hund Angst hat und auf jemanden trifft, der auch Angst hat, wird die Spannung sicht- und spürbar. Nicht, dass ich Flüchtlinge mit Hunden vergleiche, bewahre, doch wo Unsicherheit herrscht, besteht die Gefahr der Eskalation. Wir dürfen nicht vergessen, dass die jetzige Situation für Menschen aus allen Kulturen eine völlig neue Ausgangslage bedeutet. Eine, die wir bisher nicht kannten. Dass dadurch Unsicherheit entsteht, liegt auf der Hand. Nähe und Distanz können vieles verändern. Verdrängung ist heute nicht mehr möglich.

Patenschaft, die aus Not- zur Selbsthilfe führt
Not kennt keine Grenzen.

Wie wir reagieren, hat verschiedene Auswirkungen

Wer die Heimat verliert, muss sich völlig neu orientieren. Dazu braucht man Menschen, die ihre Kultur und ihre eigenen Wurzeln kennen, sprich stabil sind. Stabilität vermittelt Ruhe, ermöglicht Gelassenheit. So kann man sich öffnen und Begegnungen wagen. Distanz und Urteile sind langfristig keine gute Lösung. Verständnis aufbringen und Verantwortung fordern sind wichtige Leitplanken im Zusammenleben mit anderen Kulturen.

Kommunikation funktioniert besser

Zurück zur Not in fremden Ländern. Was sich weit weg von uns abspielt, kann uns nicht egal sein. Wenn die Not steigt, kann keine Gesellschaft und Kultur mehr überleben. Perspektiven schwinden. Bleibt nur noch die Flucht. Dies spricht sich herum. Führt bei Erfolg zu Nachahmern. Dank sozialer Medien und moderner Kommunikation ist man auf dem Laufenden, wie es im möglichen Zielland aussieht. Wo der Weg zum Ziel durchführt. Wie die Verwandten aufgenommen und verpflegt wurden. Der Blickwinkel wird verschoben. «Dort geht es den Menschen gut, hier herrscht Krieg.» Wer denkt unter diesen Voraussetzungen nicht an Exodus? Nachvollziehbar und doch irgendwie ungesund.

Existenz sichern ermöglicht den Aufbruch zum Bleiben

Jedes Land braucht eine stabile Regierung. Braucht jeden Menschen, der bereit ist, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Hilfe zur Selbsthilfe. «Suche der Stadt Bestes» heisst es in einem Vers der Bibel. Wo ein Land, eine Region oder eine Stadt gemeinsame Ziele erarbeitet und sie gemeinsam zu erreichen versuchen, können sich neue, lebenswerte Perspektiven auftun. Zumindest so lange, wie es um die Ziele geht und nicht darum, um jeden Preis Recht zu haben. Manchmal braucht es Hilfe von aussen. Patenschaften, Entwicklungshelfer, die unterstützend wirken, damit sich Menschen ausbilden lassen können. Damit sie Wasserleitungen aufbauen können, um genug Wasser zu haben. Wer in seiner Not alleine bleibt, sei das im Heimatland oder in der Ferne, wird das tun, was alle orientierungslosen Menschen tun. Sich orientierungslos verhalten. Not führt zu Umwegen. Zu eigenen Auslegungen von Grenzen und Gesetzen.

Patenschaft, die aus Not- zur Selbsthilfe führt

Wir haben es in der Hand, präventiv zu wirken. Mehr als bisher. Zum Beispiel mit Hilfswerken oder einer Patenschaft in Afrika wie sie TearFund anbietet. Mit Hilfe von Patenschaften kann Nahrung bereitstellt, Unterstützung bei der Gesundheitsversorgung geboten und Not eingegrenzt werden. Existenz ermöglichen. So können Perspektiven im eigenen Land erhalten und wieder neu aufgebaut werden. So kann aus Nothilfe wieder Selbsthilfe wachsen. Mit wegsehen, weil’s «weit weg» ist, ist es nicht getan.

1 Feb

Besondere Geschenkideen: anders denken, anders schenken

Ob an Weihnachten, zu Geburtstagen oder sonstigen speziellen Anlässen, die Suche nach einem passenden Mitbringsel oder einer besonderen Geschenkidee kostet jedes Mal Kraft. Nicht, dass ich nicht gerne ein Geschenk mitbringen würde, es liegt vielmehr an der Herausforderung, was ich aussuchen soll.

Männer: Wein oder Schokolade – Frauen: Blumen

Ich denke darüber nach, welches Geschenk mich freuen würde. Einen Treffer landet man bei mir immer mit einer guten Flasche Wein oder einer Pralinenschachtel mit feiner Schokolade. Meine Frau freut sich über Blumen. Besonders Amaryllis‘. Im Moment ist unser Wohnzimmer voll davon. Kein Wunder, so kurz nach Weihnachten. Das sind alles Geschenkideen, die auf der Hand liegen. Mit ihnen ist man auf der so genannt sicheren Seite. Das ändert sich, wenn die zu beschenkende Person zum Beispiel einen eigenen Weinkeller hat. Oder einen Garten voller eigener Blumen. Dann wäre mein Geschenk so etwas wie «Wasser den Rhein geschüttet».

Die Herausforderung heisst anders, praktisch, brauchbar

Auf ein Neues. Was könnte man mir sonst noch schenken? Zum Beispiel ein Eintrittsticket zu einem Fussballspiel vom SC Freiburg oder von der Borussia Dortmund. Das fände ich dann wiederum übertrieben. Anreise, Übernachtung und 90 Minuten Fussball. Lohnt sich das? Nur damit ich einmal dabei gewesen bin? Das Gleiche kann ich mir zu Hause im Fernsehen ansehen. Nicht gerade 90 Minuten, nicht live, dafür alle Rosinen für mich herausgepickt. Gemütlichkeit geht vor. Die Vernunft siegt.

Eigentlich habe ich ja schon alles

Der Blick in den Kleiderschrank, in das Bücherregal, ja überall hin zeigt mir, ich besitze vieles, müsste eigentlich eher wieder mal einiges entsorgen. Wohin also mit all den Geschenken, wenn es nicht Verbrauchswaren sind? Wein und Schokolade. Vielleicht auch noch Kaffee? Weniger ist mehr. Geniessen ist angesagt. Anhalten und sich auf den Moment konzentrieren. Das gefällt mir. Vielleicht mit guten Freunden. Wer gibt, wird beschenkt. Guter Wein wird mit guten Freunden noch besser. Und es entsteht das eine oder andere gute Gespräch. Weniger Materielles im Raum, dafür mehr Beziehung. Wo mehr Leerraum ist, kann kann sich freier bewegen. Beziehungen bewegen auch. Anders. Sie füllen die innere Leere aus. Anderer Ansatz. Andere Wirkung.

Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu
Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu

Fairtrade Produkte, die Steigerung

Dieser Ansatz gefällt mir. Wein, Kaffee, Schokolade und vieles andere sind nicht nur Genussmittel. Sie fördern auch Beziehungen. Ich schenke also jemanden mit diesen Produkten mehr als nur einen kurzen Moment Genuss. Mehr als Kalorien oder Motivation. Kaufe ich diese Produkte zum Beispiel bei Claro fair trade ein, dann unterstütze ich zusätzlich Menschen auf anderen Kontinenten. In deren Existenz. Damit sie leben können. Ihre Familien ernähren und die Kinder zur Schule schicken wie wir auch. Cool! Warum sind wir uns dessen so wenig bewusst? Durch mein Umdenken, durch mein anders Handeln unterstütze ich also Existenz und fördere Beziehung. Das ist definitiv eine besondere Geschenkidee!

18 Nov

Alles bio oder was?

Ich kaufe Bio, da wo möglich. Doch was steckt hinter diesem Begriff genau? Was verspricht er und was hält er wirklich? Ich habe meinen Kollegen Andy Bäumler beauftragt, sich ein Bild über Bio zu machen. Im Sinne von Hintergründe im Vordergrund. (Einleitung Andreas Räber, Inhaber Raeber-Leben-Blog.ch)

Wie vertrauenswürdig ist das Bio-Label eigentlich noch?

Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Wie wohl das klingt in unseren Ohren! Wie richtig sich das anfühlt! Wie gern man ein solches Vorhaben doch mit ein paar Franken mehr pro Kilogramm Kaffee, Käse oder Fleisch unterstützt. Doch manchmal tun sich eben auch kritische Fragen auf: Ist «bio» wirklich nachhaltig, sauber, natürlich? Was ist mit den Skandalen, die aufmerksame Medien immer wieder aufdecken? Ist auf Bio Verlass?

Das Label Bio unter der Lupe
Das Label Bio unter der Lupe

So weit, so bio

Dem Bio-Gedanken ist an sich nichts, aber auch wirklich nichts entgegenzusetzen: Die natürlichen Lebensprozesse sollen gefördert und die Nährstoffkreisläufe möglichst geschlossen werden, ohne dass chemische Spritzmittel oder künstlichen Dünger verwendet werden. Unser Konsum darf das ökologische Gleichgewicht nicht aus der Bahn werfen. Dass das auch wirklich so gemacht wird, dafür garantieren dem Konsumenten bestimmte Labels. Wir bezahlen etwas mehr, aber wissen auch, was wir daran haben. So weit, so bio.

Skandalöse Lügen verunsichern Bio-Konsumenten

Diesen Sommer deckte die deutsche Wochenzeitung DIE ZEIT einen der grössten Bio-Skandale der Geschichte auf: Ein Grosslieferant der Öko-Marke Neuland hatte über Jahre hinweg Industrieware als Biofleisch verkauft und damit eine Menge Geld verdient. Drastisch ist dieser Fall insofern als das Neuland-Siegel stets als besonders vertrauenswürdig gegolten hatte. Die damit verbundenen Vorschriften waren (vermeintlich) streng, es wurde für artgerechte Tierhaltung ­­– grosszügiger Auslauf, Ställe mit grossen Fenstern, strikte Bestandsobergrenzen – garantiert und die Konsumenten haben dies geschätzt. Und jetzt wird klar: Jahrelang haben Tausende von Menschen billiges Industriefleisch statt Hühnchen aus streng kontrolliertem Biolandbau gekauft.

An Bio keimen Zweifel auf…

Solche Skandale lassen daran zweifeln, ob sich das Investment in teure Bioprodukte überhaupt lohnt. Enttäuscht, resigniert und überfordert lassen sie einen zurück. Die guten Vorsätze verblassen, die Hoffnung, im Einklang mit der Natur vernünftig konsumieren zu können, werden in solchen Betrugsfällen erstickt. Was ist also zu tun? Ist Bio überhaupt noch vertrauenswürdig?

Differenzieren statt resignieren!

Die Frage lässt sich natürlich nicht mit ja und nein beantworten. Hier helfen nur kompetente, kritische und bewährte Ratgeber weiter. Der WWF beispielsweise hat online einen Ratgeber publiziert, in dem Lebensmittellabels wie Claro, Migros Bio, Naturaplan oder Bio Suisse sehr weit oben rangieren – kritisch geprüft und ständig aktualisiert von unabhängigen Experten.

Lassen wir uns also nicht davon abhalten, dem Guten, dem Richtigen und dem Nützlichen zuzutragen! Bio ist gut, wichtig und richtig – aber es kommt auf die Glaubwürdigkeit des Labels an.

Die genannten Bio-Anbieter auf einen Blick:

20 Feb

Kaffee oder was bedeutet eigentlich «teurer»?

Sie sind immer mal wieder im Gespräch, die Kaffeekapseln von Nespresso. Das Stück kostet, die Portokosten nicht eingerechnet, 50 Rappen. Einige finden sie teuer, anderen ist der Geschmack wichtiger. Der Ausdruck «teuer» lässt mich innehalten. Ich merke, wie ich in letzter Zeit sensibilisiert bin auf die Aussage, dass etwas teuer sei. Wird dieser Ausdruck gebraucht, ist der Grund oft das fehlende Wissen, was für ein Aufwand hinter der Produktion steckt. Weiter kommt es darauf an, womit man was vergleicht. Ein Beispiel sind Aussagen von älteren Menschen. Das Brot oder die Milch sei sehr teuer geworden. Vergleicht man dies mit dem damaligen Preis, zum Beispiel aus dem Jahre 1970, mag dies stimmen. Nur muss man die Preise zur gleichen Zeit mit ähnlichen Produkten vergleichen. Erst dann lässt sich ein aussagekräfiger Vergleich machen. Fehlendes Wissen und Vergleich: Diese beiden Punkte möchte ich in diesem Blog genauer aufgreifen.

Ist Kaffee teuer oder nicht? Es kommt auf die Sichtweise an.
Ist Kaffee teuer oder nicht? Es kommt auf die Sichtweise an.

Womit vergleiche ich den Preis für einen Kaffee?

50 Rappen kostet eine Kaffeekapsel von Nespresso. Trinke ich den Kaffee auswärts, bezahle ich zwischen Fr. 3.50 bis Fr. 5.-. Natürlich zahle ich dort noch Kosten fürs Ambiente und die freundliche Bedienung. Ich zahle im Restaurant für die Infrastruktur, die ich bei mir zu Hause so nicht habe. Kann einen geschmackvollen Wein aussuchen etc. Ich zahle sozusagen für den Tapetenwechsel. Umgekehrt spare ich diese Kosten, wenn ich den Kaffee in der vertrauten Umgebung zu Hause trinke. Was ist jetzt teuer und was ist günstig?

Fair trade Kaffee: Ich bezahle, damit andere existieren können

Was steckt für Aufwand hinter dem fixfertigen Kaffee, den wir im Laden kaufen oder per Internet bestellen? Was klein und fein ist, muss nicht auch günstig und einfach produzierbar sein. Bei claro fair trade Kaffee bezahlt der Konsument bewusst mehr, weil er gleichzeitig damit auch Menschen in Afrika oder anderen Ländern hilft, eine eigene Existenz zu sichern. Diesen Mehrwert, diesen Nutzen wähle ich bewusst. Beide Seiten profitieren. Das ist fair trade!

Was Kaffee bewirken kann

Wir reden hierzulande gerne vom Kafichränzli. Diskutieren und gemütliches Zusammensein bei Kaffee und Kuchen. Der Kaffee ist ein Teil der Beziehungsförderung. Ein Nebenprodukt mit grossen Auswirkungen. Er ist ein Genussmittel, das ist klar. Geniessen (im Mass) gehört zum Leben. Seit wir uns in der Familie eine Nespresso Kaffeemaschine angeschafft haben, trinken auch unsere erwachsenen Kids gerne einen Kaffee. Dann sitzen wir auf der Polstergruppe und diskutieren. Über Dinge, die sonst im hektischen Alltag untergehen. Und wir geniessen das! Unbezahlbare Beziehungen werden gefördert. Der Preis: lediglich 50 Rappen und sich entsprechend Zeit nehmen…

Kaffee-Online-Shops für Sie ausgesuchtWeiterführende Tipps für Sie ausgesucht:

 

21 Jun

Geschenkideen – was schenkt man wem am besten?

Geschenkideen – was schenkt man wem

Kaum werde ich eingeladen, überlege ich mir, was ich den Gastgebern mitbringen könnte. Oder soll ich vielleicht für einmal mit leeren Händen der Einladung Folge leisten? Ja, es ist üblich, zu einer Einladung etwas mitzubringen. Ich sehe dies als Dank für die Gastfreundschaft. Und doch: Wieso sich nicht einmal ohne Gegenleistung einladen und verwöhnen lassen?

Als Dank etwas schenken

Oft aber bringe ich gerne eine Überraschung mit und will so meinen Dank ausdrücken. Fällt mir für einmal wirklich nichts ein und finde ich auch spontan kein Mitbringsel, habe ich auch kein Problem, dass ich halt mal mit leeren Händen vor der Tür stehe.

Was schenken?

Es kann einem manchmal Kopfzerbrechen machen, was man schenken soll. Und dies nicht nur auf Einladungen hin; auch bei Geburtstags-, Jubiläums- oder Weihnachtsgeschenken. Was soll es diesmal nur sein? Hat der andere eine Vorliebe, vielleicht ein Hobby? Freut er sich wirklich an dem, was ich mir ausgedacht habe? Soll es etwas Vergängliches sein oder etwas zum Aufstellen, vielleicht zum Anziehen? Oder ein Gutschein für einen speziellen Anlass? Immer aussergewöhnlichere und verrücktere Dinge können verschenkt werden.

Zeit schenken

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein vergängliches Mitbringsel oft besser ankommt als etwas zum Aufstellen. Und gemeinsame Unternehmungen und Zeit, die man verschenkt, sind besonders wertvoll, machen Freude und sind durch nichts zu ersetzen.  Inputs für originelle Geschenkideen finden sich auch beim Anbieter für Fair Trade  Produkte: Claro.ch. Mit diesen Produkten verschenkt man bekanntlich doppelte Freude. Dem Beschenkten und dem Produzenten in der Dritten Welt.

Fair Trade Geschenkideen: Da wo uch die Produzenten profitieren können
Fair Trade Geschenkideen: Da wo uch die Produzenten profitieren können
20 Apr

Begriffslexikon: Fair Trade Handel

Aus der Serie Begriffslexikon: Fair Trade Handel

 

Fair Trade

Dieser Begriff ist ein richtiger Trendbegriff. Inzwischen werden schon diverse Fair-Label vergeben. «Fair» hat wie es sich leicht vermuten lässt, mit Fairness zu tun. «Trade» ist aus dem englischen und bedeutet Handel. Gemeint ist also der Faire Handel.

Dahinter versteht sich eine durchaus nachahmenswerte und konkret lebbare Einstellung. Diese sagt, dass sowohl der Käufer wie auch der Produzent für ihre Dienstleistung faire Preise für die Produkte erhalten. Ziel: Sie können sich mit dem erwirtschaften Gewinn eine eigene Existenz aufbauen und so langfristig überleben.

Schokolade, Kaffee, Snacks und sogar Fair-Trade Smartphones

Bekannte Fair Trade Produkte sind Lebensmittel. Schokolade, Kaffee, Snacks und immer mehr auch Kleider. Diese können bei speziellen Fair-Trade-Anbietern und zum Teil auch bei Grossanbietern gekauft werden – online oder im Laden. Wichtig: Grossanbieter führen zwar Fair Trade Produkte, doch diese haben meistens einen geringen Fair Trade Anteil. Das ist zum Beispiel bei einem klaren Fair Trade Anbieter wie Claro.ch wesentlich anders. Neu habe ich auch von einem Fair-Trade-Smartphone gelesen, es gekauft und mit sehr zufrieden mit diesem einfachen Smartphone, das meine Bedürfnisse sehr fair deckt …

Der Fair-Trade-Gedanke ist lebenswert. Er würdigt die Leistung des Herstellers, ob gross oder klein und wirkt darum auch motivierend eine einwandfreie Qualität herzustellen.

Mehr zu Fair-Trade finden Sie auf meinem KMU-Marketing-Blog.ch:

10 Apr

Was steckt hinter dem Begriff Schokolade?

Wenn wir von Schokolade sprechen, wissen die meisten, was damit gemeint ist. Die braunen Tafeln, die in Reihen von Rechteckchen eingeteilt sind, damit man sie gut zerbrechen, beziehungsweise aufteilen kann. Als Kinder haben wir oft eine Reihe Schokolade als Dessert bekommen. Schaut man im Duden nach, steht hinter dem Begriff Schokolade in Klammern <mexik.>. Das weckt meine Aufmerksamkeit. <mexik.> weist in meinen Augen auf das Land Mexiko hin. Das aber ist nun etwas, was ich wirklich nicht erwartet hätte. Da müsste doch <lindt> stehen, oder …

Schokolade = bitteres Wasser

Die Geschichte der Schokolade fängt beim Volk der Maya an.Meine Recherche führt mich, wie schon so oft, in die online Enzyklopädie Wikipedia. Schokolade werde in reiner Form genossen und als Halbfertigprodukt weiterverarbeitet. Das Wort leite sich vom Namen des ersten kakaohaltigen Getränks ab, dem Xocóatl oder Xocólatl (Nahuatl: Xócoc ‚bitter‘, atl ‚Wasser‘; also ‚bitteres Wasser‘ oder ‚Kakaowasser‘) schreibt Wikipedia weiter. Ursprung sind tatsächlich die Azteken in Mexiko. Planet-Wissen.de erwähnt auch den Stamm der Maya. Hinweise dafür seien Texte in Büchern, die auf Papier aus einer Art Baumrinde geschrieben wurden. Weiter hätten die Maya Hinweise auf gravierten Tongefässen hinterlassen und diese den Verstorbenen ins Grab gelegt. Schokolade hatte damals ungefähr den Stellenwert des Champagners in der heutigen Kultur. Sie wurde ausschliesslich von den reichen Familien oder an besonderen Festen wie einer Hochzeit genossen.

Die Schweizer sind Weltmeister

Zumindest im Schokoladeessen sei das so, berichtet Planet-Wissen.de weiter. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die erfolgreichste Schokolade der Welt erfunden – natürlich von Nestlé. Der Chemiker Henri Nestlé entwickelte ein Verfahren, mit dem man Milchpulver herstellen konnte. Seine Motivation: Er wollte eine Alternative zum Stillen für Mütter finden, die ihre Kinder nicht mit Muttermilch versorgen konnten. Er wollte der hohen Kindersterblichkeit durch Mangelernährung entgegenwirken (Nestle.ch). Der Schweizer Schokoladenfabrikant Daniel Peter, der übrigens der Nachbar von Henri Nestlé war, kam auf die Idee, Nestlés Pulver zur Produktion einer neuen Schokoladenart zu benutzen. Er kombinierte Milch und Kakaopulver. Heraus kam dabei die Milchschokolade. Der sehr interessante Artikel kann auf Planet-Wissen.de nachgelesen werden.

Vielfältige Schokolade, zum Beispiel aus der Fair-Trade Produktion

Wer heute im Shoppingcenter ins Schokoladenregal schaut, findet dort eine enorme Auswahl an verschiedenen Sorten. Auch im Bereich Fair Trade ist die Auswahl inzwischen recht gross. Das zeigt ein Blick auf das Fair-Trade-Schokolade-Angebot von Claro.

Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu
Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu

Mir zeigt diese Recherche zum Begriff Schokolade einmal mehr, dass ich oft nicht realisiere, was hinter einem Produkt stehen kann. Eine 2000-jährige Geschichte (erste Berichte liegen von den Maya im Zeitraum zwischen 250 bis 900 vor Christus vor), eine Not, aus der Milchpulver entstand und eine Idee, wie man es noch besser machen kann. Daraus entstand letztendlich das, was zumindest ich unter Schokolade verstehe: die Schweizer Schokolade.

4 Sep

Faires Umdenken erlaubt

Der Tagesanzeiger berichtet in seinem Artikel «Bahnhöfe platzen aus allen Nähten» vom 23. August 2012, dass einige Bahnhöfe aufgrund der wachsenden Passagierströme aus allen Nähten platzen. Auf zwölf Schweizer Bahnhöfen müssten die Publikumsanlagen mittelfristig ausgebaut werden.  Kostenpunkt 3,5 Milliarden Schweizer Franken. Das Gedränge auf den Perrons wird in einer mitgelieferten Umfrage des Tagis, den auch von 34,3 % der befragten Personen kritisiert. Das Gedränge kann auch zu einer Gefahr werden.

Bahnhof Zürich: Gedränge wird als unangenehm empfunden

In der gedruckten Tagi Ausgabe, setzt der Schreiber des Artikels noch einen wichtigen Schlusspunkt. Statt laufend auszubauen, könnten Unternehmen den Mitarbeitern erlauben, einen Tag von Zuhause aus zu arbeiten. Damit würde der wachsende Passagierstrom sicher um eine gewichtige Anzahl reduziert. In der Stadt Zürich wohnen 385’000 Menschen, täglich arbeiten ungefähr gleich viele in dieser Stadt. Ich erlaube mir, dieser These noch etwas nachzugehen. Das wären, wenn alle mitmachen würden, zirka 77’000 Passagiere weniger.

Eine gewisse Spannung ergibt sich natürlich noch bei den entsprechenden Berufsfeldern. Der Verkäufer eines Lebensmittelladens kann natürlich nicht von Zuhause aus arbeiten. Seine Präsenz im Laden vor Ort ist Pflicht. Also wäre diese Zahl natürlich etwas tiefer. Selbstverständlich ist dies nur möglich, wenn Mitarbeiter verantwortungsvoll sind und dieses Angebot nicht missbrauchen. Die heutigen technischen Mittel lassen das Home Office auf jeden Fall problemlos zu.

Neue Wege: möglich oder nicht?

Ob es möglich ist, dass man 20 % von Zuhause aus arbeiten kann, muss jeder Arbeitnehmer selbst entscheiden. Die Gretchenfrage ist lediglich, nimmt er sich Zeit und versucht neue Wege zu sehen und zu gehen. Das kann auch in anderen Bereichen so sein. Der ZVV-9-UHRPASS als Beispiel, ist kostengünstiger und hat das Ziel, den Personenverkehr etwas zu verlagern. Das könnte bedeuten, das Mitarbeiter nach 9 Uhr anfangen zu arbeiten. Sie können auch eine Stunde vom Home-Office arbeiten und erst dann ins externe Büro anreisen. Ob sich das lohnt? Reisen kann Stress bedeuten. Wenn Mensch und Umwelt entlastet werden können, profitieren alle. Es ist wie eine ganzheitliche Fairness. Nicht nur die Menschen profitieren, auch die Umwelt kann geschont werden.

Wo kaufe ich (fair) ein?

Immer mehr Menschen kaufen in grossen Shopping-Centern ein. Grund: weil es dort billiger ist. Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass bei dieser Rechnung nur die Kosten des Einkaufs eingerechnet werden. Das man dazu zum Beispiel auch die Kosten für das Auto mitberücksichtigen sollte, wird nicht leider oft vergessen. Natürlich haben die meisten so oder so ein Auto. Die Kosten müssen nicht unbedingt dem Einkauf zugeordnet werden. Doch da ist noch ein anderer Aspekt. Ein Dorfladen hat eine wichtigere Funktion, als man meint. In Krisenzeiten ist die Versorgung vor Ort sehr wichtig. Kein Laden bedeutet auch mittelfristig kein Lebensmitteleinkauf im eigenen Ort mehr.

Claro Fair Trade Onlineshop: Kaffee - Schokolade - Schmuck - Snacks

Ein Einkauf in Krisenzeiten würde bedeuten, dass alle am gleichen Ort (in den unübersichtlichen grossen Shoppingcentern) einkaufen müssten. Vieles, das so selbstverständlich ist, wird nicht mehr hinterfragt. Kaufe ich Fair-Trade-Produkte ein, unterstütze ich Menschen in armen Ländern und helfe ihnen eine Existenz aufzubauen. Inzwischen bietet der Leader der Fair-Trade-Produkte Claro.ch nebst Kaffee auch Schokolade, Snacks und Schmuck an. Vom fairen Einkauf profitieren Menschen, die Unterstützung brauchen. Als fair kann auch der Einkauf im eigenen Dorfladen bezeichnet werden. Man unterstützt damit auch seine Nachbarn. Im Sinne von «Ich sichere mir Versorgung in meinem Dorf in Krisenzeiten».

Die innere Haltung

Oft stehen uns unsere Gewohnheiten im Weg, um umzudenken. Dabei braucht es gar nicht mal so viel. Entscheidend ist der erste Schritt, entscheidend ist unsere innere Haltung – ob es nur um uns geht, oder um alle Menschen, um das jetzt und um die lebenswerte Zukunft für unsere Kinder.