25 Aug

Rückbau, Erdbau und Recycling: Massnahmen der Umwelt zuliebe

Die Erde ist unser Tempel. Doch nicht immer behandeln wir sie auch so. Nicht ohne Grund appelliert Greta Thunberg seit Monaten für mehr Umweltbewusstsein. Die wohl jüngste Klimaaktivistin der Welt fordert mehr Nachsicht, Rücksichtnahme und Achtsamkeit – auch vom Bauwesen. Vor allem bei den Baumaterialien ist oberste Vorsicht geboten. Bedenkliche Baustoffe wie Stahl, Gips und Zement, die der Natur zunehmend zur Last fallen, gilt es zu reduzieren. Umweltfreundliche Alternativen wie Stroh und Kork sind jetzt gefragt.

Retourkutsche – die Umwelt schlägt zurück

Das menschliche Fehlverhalten geht nicht spurlos an der Umwelt vorbei. Ganz im Gegenteil: Die Natur ist vom Einfluss des Menschen stark gebeutelt. Ein Beispiel: Die moderne Baubranche bedient sich gerne dem Sand und Kies vom Meeresgrund – mit dramatischen Folgen für die Lebewesen am Meeresboden. Nicht selten tragen die Saugbaggerschiffe Unmengen von Material ab und mit ihm Unmengen von Pflanzen und Tieren. Und das Schlimmste: Nur selten regeneriert sich das angeschlagene Ökosystem wieder vollständig. Zu stark wurde der Meeresboden bei der Abtragung verändert. Und je mehr sich der Lebensraum verändert, desto weniger Lebewesen fühlen sich darin noch wohl. Die Artenvielfalt nimmt ab.

An den Küsten sorgt der extreme Sandabbau sogar für heftige Erosionen. Noch dramatischer sieht es in den Flussbetten aus. Entnehmen die Verantwortlichen zu viel Sand, wandelt sich die ganze Flusslandschaft. Dabei sinkt nicht nur der Wasserspiegel ab, auch der Flusslauf verändert sich.

Die Natur gibt uns ein klares Zeichen: Sie ist nicht mit unserem rücksichtslosen und ausbeuterischen Handeln einverstanden.

Wir müssen unsere Altlasten abbauen, unsere Fehler wieder gutmachen – der Umwelt zuliebe. Und genau hier kommen die bewährten Massnahmen Erdbau, Rückbau und Recycling ins Spiel.

Rückbau, Erdbau und Recycling: Massnahmen der Umwelt zuliebe

Rückbau, Erdbau und Recycling: Massnahmen der Umwelt zuliebe

Rückbau, Erdbau, Recycling – aus Liebe zur Natur

Was bedeutet Rückbau?

Beim Rückbau ist der Name Programm: Hier werden Bauwerke anders als beim klassischen Gebäudeabbruch nicht auf einen Schlag, sondern Schritt für Schritt abgebaut. Vom Dach bis zum Fundament tragen die Verantwortlichen die alte, teils giftige Bausubstanz vorsichtig ab – solange, bis nichts mehr von dem Gebäude übrig ist.

Das Rückbildungsverfahren ist zwar aufwendiger und zeitintensiver als der herkömmliche Gebäudeabbruch, tut aber der Umwelt etwas Gutes. Durch das langsame und sorgfältige Vorgehen setzen sich deutlich weniger belastende Staub- und Schmutzpartikel frei. Und je weniger Schadstoffe sich freisetzen, desto weniger muss die Umwelt am Ende ausbaden. Speziell bei Baustoffen mit giftigen Zusätzen wie zum Beispiel HBCD zahlt sich der schrittweise Gebäudeabbruch aus. Es gelangen merklich weniger schädliche Substanzen in die Umgebung.

Was bedeutet Erdbau?

Wie der Name bereits verrät, fallen unter die Kategorie „Erdbau“ sämtliche Baumassnahmen, die sich auf den Boden auswirken. Ob in seiner Lage, Form oder Beschaffenheit – der Grund verändert sich. Gerade für den Strassen- und Tiefenbau sind Erdbaumassnahmen von zentraler Bedeutung.

Beim Umgang mit unserer Erde ist besondere Umsicht gefragt. So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich – lautet die Devise von Umweltschützern. Schliesslich dient die abgetragene Erde auch unzähligen Lebewesen als Heimat.

Was bedeutet Recycling?

Die Baubranche lebt von natürlichen Rohstoffen wie Sand und Kies. Doch leider stellt uns Mutter Natur nicht unbegrenzt viel davon zur freien Verfügung. Über kurz oder lang geraten die natürlichen Vorräte an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist das Recycling von Baustoffen. Das Prinzip ist einfach: Bauabfälle und Abbruchmaterialien wandern nicht auf die Deponie, sie werden zu neuen Baustoffen weiterverarbeitet. So bleiben uns die kostbaren Rohstoffressourcen der Natur länger erhalten. Ob für Erdbaumassnahmen, Garten- und Landschaftsbau oder den Strassen- und Wegebau – die recycelten Baumaterialien machen sich in den unterschiedlichsten Gebieten nützlich.

Weitere Artikel zum Thema Umwelt auf raeber-leben-blog.ch

Weiterführende Tipps im Web

18 Sep

Nachhaltiges Wirtschaften im Schweizer Wald

Der Begriff Nachhaltigkeit ist ursprünglich verbunden mit dem Holzanbau. Hans Carl von Carlowitz beschrieb im Jahr 1713 erstmals das Prinzip der nachhaltenden Nutzung, des nachhaltigen Wirtschaftens, beim Anbau von Holz in seinem Werk Sylvicultura oeconomica. Seine Kernaussage: Es dürfe nicht mehr Holz geerntet werden als kontinuierlich nachwachsen könne.

Heutzutage prägt dieses nachhaltige Handeln die schweizerische Forstwirtschaft. Die Forstwirte gehen respektvoll und pfleglich mit ihren Bäumen um, es wird kein Raubbau betrieben, so dass auch kommende Generationen den Wald nutzen können.

Folgen des Klimawandels für den Wald

Die diesjährige lange Hitzeperiode hat auch negativen Einfluss auf den Wald. Aufgrund der Dürre sind die jungen Setzlinge, die im Frühjahr 2018 zur Aufforstung der Wälder gepflanzt wurden, grossteils vertrocknet. Und auch der Baumbestand hat durch die andauernde Trockenheit Schaden genommen, die Bäume sind in diesem Sommer vergleichsweise wenig gewachsen, denn für die Photosynthese benötigen die Bäume neben Kohlendioxid auch Wasser.

Was passiert bei der Photosynthese?

Die vereinfachte Summengleichung der Photosynthese lautet:

Aus sechs Kohlendioxid- und sechs Wassermolekülen wird in Pflanzen durch Photosynthese mit Hilfe von Chlorophyll und Licht ein Zuckermolekül (Traubenzucker, Glucose), das erste Syntheseprodukt, gebildet. Dabei wird ein Sauerstoffmolekül frei. Die gebildeten Zuckermoleküle verbinden sich zu Cellulose, dem Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände, die aus etwa 50 % Cellulose bestehen.

Die klimaschützende Wirkung des Waldes

Der Wald hat also eine schützende Wirkung auf unser Klima, aber nur unter der Voraussetzung, dass den Bäumen und Pflanzen ausreichend Wasser für die Photosynthese zur Verfügung steht. Denn bei der Photosynthese binden Pflanzen nur dann freies Kohlendioxid, wenn sie auch wachsen können und dazu brauchen sie Wasser.

Viele Bäume in den schweizerischen Wäldern sind aufgrund der Dürre in einen Schlafmodus – so wie sonst nur im Winter üblich – verfallen, um die Trockenperiode möglichst schadlos überstehen zu können. Deshalb findet man in diesem Sommer schon früh im Jahr Bäume, die ihre Blätter verfärbt und ihr Laub abgeworfen haben. Damit unsere Wälder in Zukunft besser gegen solche extremen Wetterlagen und negative Wettereinflüsse geschützt sind, wird der Schweizer Wald der Zukunft verstärkt auf eine grössere Artenvielfalt und andere Baumarten setzen, die beispielsweise besser mit Trockenperioden umgehen können. Nur so können unsere Wälder den vielfältigen klimatischen Herausforderungen widerstehen und schützend auf das Klima und gegen eine weitere Erderwärmung wirken.

Nachhaltig Bauen mit Holz

In der Schweiz werden Wälder zumeist nachhaltig bewirtschaftet. Im Baubereich liegt der Anteil von Schweizer Holz jedoch nur noch bei 35 – 40 % (Quelle: waldschweiz.ch). Beim Bezug von Holz ohne Herkunftszeichen ist nicht sichergestellt, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen eines Holzbauprojekts oder bei der Verwendung von Holz als nachhaltigen Baustoff auf die Herkunft der hölzernen Baustoffe zu achten.

Ein Beispiel wie Holz auch in der Baubranche eingesetzt werden kann:

Schindler-Scheibling.ch: Woodwall: Mauern aus Holz

Quellen:

  • Waldwissen.net: Nachhaltig wirtschaften im Wald
  • Wikipedia.org: Nachhaltigkeit, Hans Carl von Carlowitz, Photosynthese
  • SRF-Tagesschau 07.08.2018 – Wald im Klimawandel
  • Waldschweiz.ch: Der Schweizer Wald, Waldpolitik 2020, Seminar «Nachhaltig Bauen mit Holz»
  • HOLZO – Original Züri Oberland Holz
  • holz-bois-legno.ch: Herkunftszeichen Schweizer Holz
28 Aug

Holz erleben, geniessen und weiterentwickeln …

Holz bewusst erleben und geniessen. Stellen Sie sich vor, Sie geniessen ein Entspannungsvollbad in der Badewanne, genauer gesagt in einer Holzbadewanne. Statt kalte synthetische Stoffe back to the roots, zurück zum Holzzuber, nur eben viel angenehmer, moderner, sinnlicher. Ganz Natur. Entspannung der besonderen Art.

Rohstoff  Holz, der besondere Wert …

Wer gerne im Wald spaziert, weiss: Die Natur ist ein ganz besonderer Erholungsraum. Holz duftet und ist ein nachhaltiger Rohstoff. Auch im Volksmund hat Holz seinen Platz. Mit «Holz anfassen» oder «Auf Holz klopfen» hofft man, Unglück abzuwehren. Erklärungen, was darunter zu verstehen ist, gibt es einige. In Wikipedia.org werden folgende Beispiele genannt: «In der Seefahrt hatte ein Matrose vor dem Anheuern das Recht, am Mastfuss auf das Holz zu klopfen, um sich ein Bild über den Zustand des Schiffs zu machen. Auch Bergarbeiter klopfen auf das Holz der Stollen, womit diese abgestützt sind, um die Sicherheit des Gangs zu beurteilen. Ein heller Ton signalisiert gutes, trockenes und tragfähiges, ein dumpfer Ton dagegen nasses, faules und morsches Holz.»

Holz sorgt für die ganz besondere Atmosphäre im Raum

Einzelstücke aus Holz verleihen dem Raum eine ganz besondere Atmosphäre. Holz ist ein lebendiger Stoff und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Verarbeitung. Es ist einer der ältesten erneuerbaren Rohstoffe. Holz ist omnipräsent. Wir begegnen ihm tagtäglich. Sei es zuhause oder unterwegs. Überall dort, wo es heimelig ist. Schreibtisch, Kleiderschrank, Holzvertäfelung, Parkettboden etc. Holz gestaltet unseren Wohnraum. Dass Inneneinrichtung mit Holz auch weitergedacht werden kann, zeigt das genannte Beispiel von Holzbadewannen. Ein besonderer Genuss, umweltschonend und nachhaltig.

7 Jun

Respektvoller Umgang mit Ressourcen

Nachhaltigkeit in der Arealentwicklung

Die Tatsache, dass die meisten Ressourcen auf unserem Planeten nur in begrenztem Masse zur Verfügung stehen, verpflichtet zu nachhaltigem Handeln. Verantwortungsvoller und wertschätzender Umgang mit den vorhandenen Rohstoffen sowie mit Wasser und Energie ist im Interesse der gesamten Gemeinschaft. Dazu gehört auch der Erhalt und die Konservierung bestehender Sachwerte, wie beispielsweise von Maschinen und Kraftfahrzeugen aber auch von Immobilien. Die Lösung heisst: Arealentwicklung.

Nachhaltiges Handeln in der Arealentwicklung umfasst neben dem Erhalt historischer Bausubstanz auch die Umsetzung von Massnahmen zum Energiesparen und das Fokussieren auf umweltfreundliche und zukunftsfähige Energiequellen. Das impliziert beispielsweise, dass Immobilien beim Ausbau oder der Sanierung mit Solaranlagen oder Holzschnitzelheizungen ausgestattet werden.

In der Araelentwicklung wichtig: das erhalten der historischen Bausubstanz
Bausubstanz soll wenn möglich erhalten bleiben.

Graue Energie von Bauobjekten

Für den Bau eines Gebäudes wird eine grosse Menge an Energie eingesetzt, die als «graue Energie» bezeichnet wird. Sie beinhaltet unter anderem den Transport der Baumaterialien aber auch die Energiemenge, die bereits bei der Produktion der Baustoffe benötigt und in die Herstellung des Gebäudes und der dazugehörigen Infrastruktur investiert wurde.

Um eine Vorstellung zu bekommen, wie hoch die graue Energie eines einzigen Industriegebäudes ist, nachfolgend ein Beispiel:

Die graue Energie des Rohbaus der Spinnerei III im Kunzareal Windisch, einem Arealentwicklungsprojekt der HIAG, beträgt beispielsweise 10.800.000 kWh. Mit dieser Energiemenge könnte das sanierte Gebäude ungefähr 150 Jahre lang beheizt werden.

Es lohnt sich also aus Gründen der Nachhaltigkeit, historische Bausubstanz zu erhalten und zu pflegen. Bei denkmalgeschützten Objekten kommt noch hinzu, dass sie einen hohen ideellen Wert haben, den es zu bewahren lohnt.

Arealentwicklung und Strom aus Schweizer Solar- und Wasserkraft

Die Arealentwicklerin HIAG ist führend im Bereich der Umnutzung und Entwicklung von ehemals industriell genutzten Arealen in der Schweiz. Sie ist Vorreiterin im Bereich des nachhaltigen Handelns bei der Arealentwicklung. So setzt die HIAG bei der Sanierung der Areale auf Solarenergie und installiert grosse Photovoltaikanlagen. Einige HIAG-Projekte, ehemalige Industrieareale, liegen direkt an Flussläufen.

Beispiel: Das Walzmühle-Areal

Die ehemals ansässigen Industriebetriebe, häufig waren dies Spinnereien, nutzten bereits vor 200 Jahren die Wasserkraft, um ihre Spindeln zu betreiben. So diente beispielsweise die Wasserkraft der Reuss der Baumwollspinnerei Kunz in Windisch als Energiequelle und auch am Standort der ehemaligen Spinnerei Floos in Aathal setzte man bereits Anfang des 19. Jahrhunderts auf Wasserkraft.

Die HIAG hat sich das Ziel gesetzt, an ihren Arealen auch weiterhin das Potenzial der alten Wasserkraftwerke zu nutzen. Deshalb investiert sie intensiv in die Instandsetzung und den Erhalt der teilweise unter Denkmalschutz stehenden Kraftwerke. So produzierten die Anlagen der HIAG an drei Standorten im Zürcher Oberland, in Biberist und in Diesbach im Jahr 2016 insgesamt ca. 6.456.935 kWh Strom, was in etwa dem durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von rund 1.614 Zwei-Personen-Haushalten entspricht.

Links, Quellen und Werbung:

22 Apr

Sie haben etwas Neues gekauft und wollen es auspacken

Mal geht es leicht, mal scheint es fast unmöglich.

Die Öffnungsresistenten

Kaum ein Produkt, das ich kenne, sträubt sich so sehr gegen das Geöffnetwerden, wie CDs und DVDs. Ich kann es nicht fassen, dass eine Verpackung so öffnungsresistent sein kann. Immer wieder suche ich – leider bislang erfolglos – nach einer Öffnungshilfe (egal ob nun in Form einer Sollbruchstelle oder diesen kleinen, feinen Kunststoffbändern zum Aufreissen). Mit abenteuerlichem Werkzeug (ich habe leider kein Taschenmesser im Hosensack; ich bin eine Frau!) versuche ich in gefährlichen Manövern, an den Verpackungsinhalt zu kommen. Bislang glücklicher Weise stets erfolgreich und ohne grössere Verletzungen.

Software Verpackungen sind meist umfangreich, obwohl der Inhalt klein ist.
Software Verpackungen sind meist umfangreich, obwohl der Inhalt klein ist.

Die Gefährlichen

Manchmal bleiben jedoch Verletzungen leider nicht aus: Sicherlich hat der ein oder andere Leser dieses Blogs bereits versucht, diese hochreissfesten Kunststoff-Bänder, die um Kartons geschweisst werden, mit blossen Händen zu zerreissen. Das Resultat war wahrscheinlich ein kaum derangiertes Band, ein ungeöffneter Karton und ein zerfleischter Zeigefinger. (Hier könnte ein Schweizer Offiziersmesser wieder einmal von Vorteil sein!)
Aber auch unscheinbare Verpackungen, die eigentlich ganz einfach zu öffnen sind, bergen Gefahren. Denken Sie nur an den Camembert in der Holzschachtel, bei dem man sich versehentlich einen Holzsplitter unter den Fingernagel rammt – oder wenn man in grösseren Massstäben denkt – der Nagel aus der Holzpalette, in den man versehentlich reintritt.

Und sicherlich haben Sie sich auch schon mal an unscheinbarem, aber superscharfem Papier oder an Pappkartons geschnitten.

Die Verpackung dient der Sicherheit des Inhalts während des Transports
Häufig ist die Verpackung auch gleichzeitig kindersicher… Dies führt oft dazu, dass sie auch für andere Menschen, denken wir an unsere älteren Mitmenschen, kaum zu öffnen ist.

Manchmal passiert – nach erfolgreichem Transport – beim Auspacken ein Unglück und der zerbrechliche Inhalt flutscht – nach anfänglichen Schwierigkeiten – plötzlich aus der Verpackung und statt vor einer schönen neuen French Press (siehe auch: raeber-marketing-blog.ch/der-kaffee-tropft-schluck-fuer-schluck-die-kanne) sitzt man vor einem Scherbenhaufen. Oder man schrammt beim Herauswuchten der Regalbretter, die sich mehreren Lagen an Folie, Karton und Styroporteilen verheddert hatten, versehentlich an der Wand entlang.

Kundenfreundliche Verpackungen?

Häufig sind Verpackungen deutlich stabiler, als sie es vielleicht sein müssten. Aus Herstellersicht, die ihre Produkte schliesslich gut und sicher verpackt zum Kunden bringen wollen, ist dies verständlich. Dass dadurch der Verbraucher beim Auspacken oft vor einer Herausforderung steht, ist leider unvermeidbar. Auf uneingeschränkt kundenfreundliche Verpackungen, die sich zu Hause beinahe wie von selbst öffnen und ihren Inhalt ganz ohne Verletzungsrisiko preisgeben, müssen wir möglicher Weise noch etwas warten.
Wer jedoch ein Sackmesser bei sich trägt, ist bereits jetzt klar im Vorteil!

12 Mrz

Welche Pflanze darf es sein?

Welche Pflanze darf es denn sein? Gartengestaltung und worauf man alles achten sollte.

Wasserpflanzen, Kübel- oder Kletterpflanzen, die Natur hat uns ganz schön viel zur Auswahl gegeben, um unseren Garten zu gestalten. Im Vergleich zu den «Accessoires» im Innenbereich einer Wohnung müssen wir im Aussenbereich in Kauf nehmen, dass sich die Gestaltung laufend von selbst verändern wird. Die meiste Zeit im Jahr (ohne Winter). Abwechselnd bunt, teilweise stark wuchernd und je nach Art ziehen Pflanzen auch Insekten in unserem Aussenwohnbereich an.

Pflanzen ziehen Insekten an, steigern die Biodiverstität
Pflanzen: Gestaltung des grünen Wohnraums

Ein jegliches nach seiner Art

Dieser bekannte Bibelspruch aus der Schöpfungsgeschichte hat noch immer seine Gültigkeit. Auch Pflanzen haben eine schöpferische Originalität. Wir Menschen verändern uns. Sei es nun durch Kleidung und Styling oder auf natürliche Weise im Alterungsprozess. Leben verändert. Innen und aussen. Unser Umfeld ist entscheidend für unsere Entwicklung. Für unser Wohlbefinden. Sind unser Beruf und unsere Lebenssituation stimmig, hat dies positive Auswirkungen auf unsere Motivation. Jeder Mensch ist anders. Hat eine andere Kultur. Andere Voraussetzungen.

Bei Gartenpflanzen ist das ähnlich

Jede hat Vorlieben für Plätze, wo sie sich am wohlsten fühlt. Wo sie besser und schneller wächst. Einen Platz, wo sie sich voll entfalten kann. Artgerecht. Braucht sie mehr Sonne, gehört sie nicht an einen Schattenplatz. Braucht sie viel Wasser, sollte dies im Vorfeld berücksichtigt werden. Laut der Webseite wsl.ch (Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL – eines der Hauptthemen ist die Erforschung der Biodiversität) weiss niemand genau, wie viel Pflanzen-, Pilz- und Tierarten es in der Schweiz gibt. Bekannt seien ca. 46’000 Arten, insgesamt schätze man, dass es 75’000 gebe. Spannend: Von den geschätzten 75‘000 Arten leben 32‘000 im Wald. Pronatura.ch nennt zirka 40 Prozent. Dort sind die Lebensbedingungen anders als in der Zivilisation. Das Bundesamt für Umwelt BAFU nennt die Zahl ohne Tierarten: Mit 25’000 Arten sei die kleine Schweiz erstaunlich reich an Pflanzen, Pilzen und Flechten. Weltweit seien es zirka 380‘000 Pflanzenarten (Pflanzenforschung.de).

Garten gestalten – die richtigen Pflanzen kaufen

Vor einiger Zeit sah ich den Film «More than honey» von Markus Imhoof, der nicht nur viel Aufsehen erregte, sondern auch viele Filmpreise erhielt. Beispiele: Deutscher Filmpreis 2013 in der Kategorie «Dokumentarfilm», Prix Walo 2012 in der Sparte «Filmproduktion», Schweizer Kandidatur für einen Oscar in der Sparte «bester ausländischer Film» und andere (Morethanhoney.ch). Eine der Botschaften, die mir nachhaltig geblieben sind: Bienen brauchen die richtigen Pflanzen. Biodiversität ist ein Muss! Ohne Pflanzen keine Bienen. Ohne Biene gibt es keinen Honig mehr. Morethanhoney.ch zitiert Albert Einstein, der gesagt haben soll: «Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus».

Dank den richtigen Pflanzen überleben nicht nur die Bienen
Dank den richtigen Pflanzen überleben nicht nur die Bienen

Bei der Gartengestaltung können wir vieles mitbestimmen. Zum Beispiel die Wahl der Pflanzen. Dazu braucht es Ziele. Definieren von Wünschen. Was wir vom Garten erwarten. Bedürfnisabklärung für uns und für verschiedene Pflanzen- und Tier-Arten. Lebensraum schaffen. Biodiversität fördern. Siehe dazu auch das PDF «Unser Wald – Kein Leben ohne totes Holz – kein totes Holz ohne Leben». Es ist wie in vielen andern Bereichen im Leben. Wer mit andern teilt, profitiert selbst. Der Garten ist ein Paradebeispiel dafür.

 

17 Dez

Begriffslexikon: Umwelttechnik – beschränkte Ressourcen wieder aufbereiten

Ein Begriff, der mir immer wieder auffällt und der, wie mir scheint, auch mit dem zunehmenden Umweltbewusstsein zusammenhängt, ist Umwelttechnik. Bei meiner Recherche im Internet bin ich auf die Webseite der Toggenburger AG mit Sitz in Winterthur gestossen. Diese beschreibt Umwelttechnik als fachgerechte, wirtschaftliche und gesetzeskonforme Bauabfall-Entsorgung. Bauabfall könne Schadstoff belastende Materialien enthalten, die korrekt und nach umweltgerechten Vorgaben entsorgt werden müssen.

Trennung von Schadstoffen und Weiterführung in den Baustoff-Kreislauf

Schadstoffe trennen und korrekt entsorgen ist die eine Seite. Die Rückführung der gereinigten Materialien in den Baustoff-Kreislauf, die andere. Die Umwelt schonen und bewusst mit Ressourcen umgehen, so würde ich die Ziele der Umwelttechnik umschreiben. Trotzdem kann ich mir darunter noch wenig vorstellen. Auch hier greife ich wieder auf die Webseiten von Toggenburger.ch zu. Dort beschreibt man dieses Trennen so, dass verschmutzter Aushub mittels physikalisch-chemischer Bodenwäsche von Erdöl, Teer, Schwermetallen oder anorganischen Verunreinigungen (toxisch wirkende Metalle und Verunreinigungen, die Ursache von Gehirnschäden, Nervenschädigungen und sogar Todesfällen sein können. Quelle bluegreenwater.de/wasserverunreinigung). Möglichkeiten für die Trennung seien Mikrobiologie, Bodenluftabsaugung (Erzeugung einer Luftströmung, Mobilisierung der Schadstoffe im Boden, absaugen) oder Immobilisierung (Verfestigung von Abfällen).

Toggenburger hat zu diesem Zweck eine Abteilung für Umwelttechnik, die mit der Abteilung für Erdbau und Rückbau zusammenarbeitet. Der Rückbau trennt verschiedene Baustoffe direkt an der Quelle, während der Erdbau den Untergrund schonend bearbeitet. Die Aufbereitungsanlage der Toggenburger AG biete Platz für eine Zwischenlagerung von 10‘000 Tonnen Material. Diese Grösse zeigt nicht nur, wie ernst dieses Unternehmen Umwelttechnik nimmt, sondern dass das Thema Umwelt nicht mehr vernachlässigt werden kann.

Weitere Infos zum Thema:

Schweiz-Kantone.ch: Umwelttechnik – Handeln im Jetzt und Prävention für die Zukunft

10 Okt

Pflanzen kaufen will geplant sein …

Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Wohnzimmer- Pflanzen bereichern unser Leben. Damit wir möglichst lange Freude an ihnen haben, sollten wir bereits im beim Kauf darauf achten, Pflanzen ohne Krankheiten oder Schädlinge zu bekommen.

Pflanzen: Gestaltung des grünen Wohnraums
Mit Pflanzen den grünen Wohnraum gestalten.

Eine gesunde Pflanze lebt in einer gesunden Erde

Gesunde Pflanzen sind unter anderem an ihrer Erde und ihrem Wurzelwerk zu erkennen. Die Erde sollte weder trocken noch nass sein, sondern feucht. Vor allem sollten die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Vor dem Kauf darf man die Pflanzen auch aus dem Topf heben, um das Wurzelwerk zu überprüfen. Die Erde sollte dicht mit stabilen Wurzeln durchzogen sein. Gesundes und aktives Wurzelwerk lässt sich an frischen, weissen Wurzelspitzen erkennen. Vor allem darf der Wurzelballen nicht muffig oder faulig riechen.

Über der Erde lässt sich die Gesundheit einer Pflanze an ihren Blättern erkennen. Diese dürfen auf keinen Fall welk wirken. Trockene Pflanzen erholen sich eventuell nicht mehr und können Ihnen – schliesslich sind Pflanzen vom Umtausch ausgeschlossen – dann keine Freude mehr bereiten. Gelbe oder schlappe Blätter können ein Zeichen dafür sein, dass die Pflanze Frost oder zu viel Nässe abbekommen hat.

Auch Krankheiten oder eventuellen Schädlingsbefall kann man an den Blättern erkennen: Pflanzen mit fleckigen Blattunterseiten, Gespinsten oder Belägen, vor allem auf der Blattunterseite, sollte man nicht kaufen.

Pflanzen gestalten den Garten vielfältig.
Pflanzen gestalten den Garten vielfältig.

In einem gepflegten Betrieb wohnen gesunde Pflanzen

Ebenso wie man beim Kauf eines Hundewelpen oder eines Papageis darauf achtet, dass sie aus einer guten, tierfreundlichen Zucht stammen, sollte man beim Pflanzenkauf auf gute Lebensbedingungen im Gartencenter bzw. in der Gärtnerei achten. Der Betrieb sollte insgesamt einen gepflegten, ordentlichen Eindruck machen – auch unter den Pflanzenständern. Die Pflanzen sollten nicht in Rollcontainern eingequetscht werden. Ausserdem sollten sie ausser Kunstlicht auch Tageslicht erhalten. Die Blumen und Pflanzen sollten keine gelben Blätter haben, abgeknickte Triebe oder welke Blüten sollten von den Gärtnern regelmässig entfernt werden. Auch vergammelte, kranke oder schlaffe Pflanzen sollte es nicht geben.

Um lange Freude an den neuen Blumen zu haben, sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Pflanze neben Blüten auch genügend Knospen haben.

In einem guten Fachbetrieb sollten Kunden zudem detaillierte Informationen über den optimalen Standort der Pflanze – ob drinnen oder draussen, sonnig oder schattig – Wasserbedarf, zu erwartende Grösse – und bei Blumen – über den Zeitpunkt der Blüte und deren Farbe erhalten.

Gute Reise

Auf das Kaufen bzw. den Transport der Pflanzen an sehr heissen, sonnigen oder kalten, frostigen Tagen sollte man lieber verzichten.

Häufig sind Zimmer- und Balkonpflanzen – aber auch manche Gartenpflanzen – nicht frosthart. Schon bei Temperaturen unter +10 °C kann es zu Kälteschäden an den Pflanzen, den Blütenanlagen oder Früchten kommen.

An heissen Tagen sollte man beim Transport der neuen Pflanzen darauf achten, dass sie zum einen vor dem Austrocknen geschützt sind, zum anderen sollte man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, denn auch Pflanzen können Sonnenbrand bekommen.

Damit Pflanzen kaufen einfacher geht, hier ein paar weiterführende Tipps im WWW

13 Aug

Ein Garten für die ganze Familie

Der Garten wird je nach Bedürfnissen gestaltet. Ich (Andreas Räber) mit meinen drei schon fast erwachsenen Kindern, muss auf weniger Gefahrenzonen achten als Familien mit Kleinkindern. Gartenplanung, Gartengestaltung hängt also stark von den Bedürfnissen der Zielgruppe ab. Hier die Einschätzung von Jasmin Taher, wie ein Garten aus ihrer Sicht aussehen müsste.

Ein Garten ist ein Rückzugsort, eine Freizeit-Oase, ein Quell der Erholung und ein bisschen Urlaub direkt vor der Haustür (oder zumindest in der Nähe). Vor allem für Kinder bedeutet Garten naturnahe Freiheit, ungestümes Toben, Spiel und Spass.

Gartenbau und Gartengestaltung als Grundlage für einen kinderfreundlichen Garten
Garten für Kinder: Raum für Spiel, Spass, Erholung und körperliche Entwicklung

Für die Eltern, die sich ums Giessen, Rasenmähen, Pflanzen, Ernten und die Eindämmung von Schädlingen kümmern müssen, ist der Spiel- und Spass-Faktor ungleich geringer, die Erholung ist jedoch trotz der scheinbar nicht enden wollenden, gärtnerischen Aufgaben auch für den Rest der Familie gegeben.

Wie sieht ein kindgerechter Garten aus?*

Bei der Gestaltung eines kindgerechten Gartens sollten Sie beispielsweise auf die folgenden Dinge achten:

  • Ist ausreichend freie Rasenfläche zum Spielen gegeben?
  • Sind die gesetzten Pflanzen und Blumen ungiftig? Könnten sie im Notfall auch bedenkenlos von hungrigen Kindermäulern verspeist werden?
  • Gibt es eventuelle Unfallrisiken (s. u.)?
  • Muss der Teich wirklich sein (s. u.)?

Gibt es eventuelle Unfallrisiken?*

  • Sind Holzstapel gut gesichert, so dass das Holz, sollten die Kinder versuchen daran hochzuklettern, nicht zusammenstürzt?
  • Wurden Stolperfallen (Wurzeln, Absätze, Stufen, Löcher im Boden) möglichst entfernt?
  • Liegt der Gartengrill abseits der Laufwege und ist er gut gesichert, so dass die Kinder sich beim Toben nicht zufällig verbrennen können?
Gartenbau und Gartenplanung vereinen die Bedürfnisse von Mensch und Pflanzen
Garten so gestalten, dass möglichst wenig Unfälle passieren können.

Muss der Teich wirklich sein?

  • Falls Wasserflächen im Garten (Teich, Wasserlauf o. ä.) wirklich gewünscht sind, sind diese gut gesichert, so dass die Kinder nicht hereinfallen und ertrinken können?
  • Ertrinken ist bei Kindern – nach Verkehrsunfällen – die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen. Bitte bedenken Sie hier, dass Wasser eine magische Anziehungskraft auf Kinder ausübt, und dass Kinder auch in flachem Wasser, hier reicht schon eine 20 Zentimeter tiefe Pfütze, ertrinken können.
  • Falls Sie ein Planschbecken oder einen Swimmingpool im Garten auf- oder einbauen, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Kinder beim Baden ununterbrochen beaufsichtigen. Als Alternative zum Schwimm- oder Planschbecken gibt es übrigens zahlreiche andere Wasserspiele, die sich im Sommer zum Abkühlen eignen.

Der private Spielplatz im Garten

Beim Bau eines Spielplatzes mit Rutsche, Schaukel, Wippe und Sandkasten im Garten können sich viele Gefahrenstellen einschleichen. Minimieren Sie deshalb das Risiko und überlassen Sie die Planung und den Bau der Spielplatzecke einem professionellen Gartenbauer (siehe unten), der über vielfältige Erfahrung in diesem Bereich verfügt und legen Sie Wert auf den Einsatz zertifizierter Spielgeräte.

Bauen Sie ein Schlaraffenland!

Erdbeeren, Johannisbeeren, Trauben, Äpfel und Nüsse sind nicht nur gesund und schmackhaft, Kinder lernen durch den Anbau der Leckereien im heimischen Garten, wie der Kreislauf der Natur, wie Säen, Bewässern, Wachsen, Reifen und letztlich auch das Ernten funktionieren.

Vielleicht finden Sie ja in Ihrem Garten auch Platz für ein kleines Beet, in dem Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Karotten, Radiesli, Salat, ein paar Kartoffeln oder Mais anbauen können.

Aber setzen Sie bitte im heimischen Garten keine Pestizide zur Schädlingsbekämpfung ein. Greifen Sie lieber auf Hausmittelchen zurück oder lassen Sie «die anderen» ernten.

*             Anmerkung der Redaktion:

Die aufgeführten Fragen stellen keine vollständige Liste dar, sondern sollen nur als Denkansatz für Ihre eigene Gartengestaltung dienen.

Tipps, das könnte Sie auch noch interessieren:

11 Aug

Welche Pflanze ist die richtige?

Auswahlkriterien für den Einkauf

Man muss keinen besonders grünen Daumen haben, um Pflanzen zu mögen. Und auch nicht, um und zu entscheiden, welche man im Wohnzimmer, auf dem Balkon oder im Garten stehen haben mag. Das ist in erster Linie eine Frage des Geschmacks, der Ästhetik. Nun gibt es aber eine Menge Dinge, die man beim Pflanzenkauf in den Sand respektive in die Erde setzen kann! Denn die Qualität einer Pflanze zeigt sich nicht auf den ersten Blick, sondern oftmals erst im Verlaufe der Zeit. Anhand welcher Kriterien wählt man seine grünen Mitbewohner also aus? Worauf ist beim Einkauf zu achten?

Zeit für eine Neugestaltung. Die richtigen Pflanzen kaufen.
Zeit für eine Neugestaltung. Die richtigen Pflanzen kaufen.

Farben und Grössen können täuschen, Knospen nicht

Die Grösse einer Blumenpflanze taugt als Auswahlkriterium nicht viel. In Gewächshäusern kann eine Pflanze zu beeindruckender Grösse gezüchtet und deren mangelhafte Qualität künstlich hinter sattem Blattgrün verborgen werden. Wichtig ist, dass neben den Blüten auch Knospen vorhanden sind – ein sicheres Indiz für die Gesundheit einer Pflanze. Auch die Blattunterseite gibt Auskunft über deren Zustand: Ist darauf ein weisslicher Belag oder ein seltsames Fadengeflecht zu erkennen, so ist sie vermutlich von einem Schädling befallen. Dann also: Hände weg!

Eine gesunde Wurzel ist entscheidend

Eine weitere Möglichkeit, die Verfassung zu testen, ist das Begutachten der Wurzel: Ist diese stark ausgebildet, fest und stabil, so ist die Pflanze wohl gesund. Stellen Sie einen modrigen und fauligen Geruch fest, lassen Sie die Finger davon. Die Wahrscheinlichkeit, dass Staunässe die Wurzel angefault hat, ist dann gross. Handelt es sich um Kräuterpflanzen, ist ein weiteres Qualitätsmerkmal in der Grösse des Topfs zu erkennen: Hat die Pflanze nämlich von Anfang an über genügend Platz verfügt, um sich auszudehnen, sind die idealen Bedingungen für ein gesundes Wachstum gegeben.

Schweizer Pflanze, ich weiss warum!

Wer überdies darauf achtet, lokale, in der Schweiz hergestellte Pflanzen zu erwerben, tut nicht nur seiner Umwelt, sondern auch sich selbst einen Gefallen: Einerseits gibt es keine langen Transportwege und andererseits profitiert man als Käufer von der Frische des Produktes. Lokale Pflanzen sind nämlich ausgereift und dadurch widerstandsfähiger. Je länger die Pflanzen (beim Transport) gelagert werden, desto höher ist ihre Sterblichkeit. Für Pflanzen gilt also dasselbe wie für Lebensmittel auch: Warum in die Ferne schweifen – das Gute wächst so nah…