22 Apr

Die grössten Herausforderungen, wenn man in der Schweiz baut

Der Traum vom Eigenheim ist für viele Schweizer einer der zentralen Träume ihres Lebens. Vor allem in Zeiten niedriger Immobilienzinsen spielen immer mehr Menschen in der Schweiz mit dem Gedanken, diesen Traum endlich zu verwirklichen. Die meisten potenziellen Bauherren bauen ihr Traumhaus zuerst in ihren Gedanken. Sobald es um jedoch um die Umsetzung dieser Traumgedanken in der Realität geht, machen Bauherrn meist schnell die Erfahrung, dass aus Träumen Probleme werden.

Kaum ein anderes Projekt im Leben ist mit so vielen konkreten Vorstellungen und Wünschen überladen wie ein Traumhaus: Viel Wohnfläche, lichtdurchflutet, möglichst ökologisch, geringer Energieverbrauch, guter Schallschutz, moderne Materialien und Ausstattung und dabei auch noch preiswert und schnell umzusetzen. Dass all diese Vorstellungen und Wünsche in der Praxis meist mehr oder weniger Geld kosten und sich manchmal sogar gegenseitig ausschliessen, macht den Bau eines Hauses nicht unbedingt zu einer einfachen Angelegenheit.

Der Traum vom Eigenheim - ein online Bauratgeber unterstützt
Der Traum vom Eigenheim – ein online Bauratgeber fördert das eigene Bauwissen.

Die Komplexität des Hausbaus

Wer damit beginnt, sich intensiver mit dem Thema Hausbau zu beschäftigen, stellt schnell fest, dass es eines der komplexesten Themen überhaupt ist. Es fängt bereits mit der Suche nach dem richtigen Grundstück an. Neben der Lage muss das Grundstück auch zur geplanten Form des Hauses passen. In diesem Zusammenhang sollten sich Bauherren auch frühzeitig mit den Bauvorschriften der Schweizer Gemeinde auseinandersetzen, in der sie ihr Haus errichten wollen. Nichts ist ärgerlicher, als am Ende der Hausplanung festzustellen, dass das Vorhaben aufgrund einer bestimmten Bauvorschrift nicht wie beabsichtigt umgesetzt werden kann.

Besonders in der Schweiz ist es beileibe nicht einfach, das richtige Grundstück zu finden. Die verfügbare Fläche der Eidgenossenschaft ist aufgrund ihrer speziellen Topographie begrenzt und viele Kantone bzw. Gemeinden haben strenge Flächennutzungsvorschriften. So kann sich die Suche nach dem passenden Grundstück in der Schweiz durchaus in die Länge ziehen.

Neben der Suche nach einem geeigneten Grundstück muss sich ein Bauherr in der Schweiz natürlich auch Gedanken über das Haus selbst machen. Zuallererst steht die Frage nach dem gewünschten Haustyp. Die Bandbreite der angebotenen Haustypen hat sich in den letzten Jahren enorm vergrößert. Fertighäuser, Holzhäuser und Architektenhäuser sind nur einige der verfügbaren Typen. Auch mit der Konstruktionsweise des Hauses muss sich der Bauherr eingehend auseinandersetzen. Holz-, Massiv-, Stahlbeton- und alle anderen Bauweisen haben ihre Vor- und Nachteile, die im Vorfeld im Detail abgewogen werden sollten.

Bauwissen als Voraussetzung

Vor dem Hintergrund der Komplexität ist Bauwissen eine absolut notwendige Voraussetzungen für einen erfolgreichen und möglichst problemlosen Hausbau. Aspekte wie die Energie- und Ökobilanz, das Raumklima, die Lichtverhältnisse, der Schallschutz, die Beheizung, die Wartungsintensität und der Wiederverkaufswert sollten auf jeden Fall in die Entscheidung eines Bauherrn einfliessen. Die Liste dieser Aspekte ist selbstverständlich nicht abschliessend.

Im Internet finden Bauherrn heutzutage eine unglaubliche Fülle an Websites rund um das Thema Hausbau, auf denen mehr oder weniger qualifiziertes Bauwissen angeboten wird. Bauherrn sollten sich bei der Informationseinholung im Internet jedoch immer die Frage stellen, wer hinter dem jeweiligen Angebot steckt. Nicht selten handelt es sich um Websites, die ein bestimmtes Produkt verkaufen wollen und denen es entsprechend an Objektivität mangelt.

Viel ratsamer ist es deshalb, sich auf den Websites von Bauverbänden und Bauratgebern zu informieren. Sie enthalten in der Regel ein deutlich umfassenderes und zugleich objektiveres Angebot an Wissen rund um den Hausbau.

Der Bauberater als Unterstützung

Bauherren, die sich aufgrund der Fülle an Informationsquellen zum Hausbau unsicher fühlen, sei ein Bauberater als Unterstützung ans Herz gelegt. Bauratgeber gibt es sowohl online und als auch als in Person von Fachleuten. Online Ratgeber Bauen haben in der Regel den Vorteil, dass sie sehr umfangreich sind und Bauherren somit ermöglichen, sich im Detail mit allen Fragen rund um den Hausbau auseinanderzusetzen. Ein Ratgeber Bauen im Internet hilft Bauherrn in der Praxis, die richtigen Fragen zu stellen.

Oftmals steht hinter einem Bauratgeber im Internet ein Fachmann, der als Bauratgeber bzw. Baugutachter arbeiten. Bauherren, die viele offene Fragen zu ihrem Hausbauprojekt haben, sind gut beraten, sich vor dem Beginn ihres Projektes an einen derartigen Fachmann zu wenden. Das Einschalten eines Baugutachters spart in vielen Fällen Zeit, Geld und Nerven. Ein Gutachter unterstützt Bauherren nicht nur in der Projektierungsphase, sondern steht ihnen auch während der Bauphase mit Rat und Tat zur Seite. Für Bauherren bedeutet es immer ein gutes Gefühl, mit ihren täglichen Nöten, Ängsten und Fragen rund um den Hausbau nicht alleine zu sein.

Tipp für einen online Bauratgeber: Bauszene.ch

5 Mrz

Potentielle Probleme bei der Bauabnahme

(Von Jasmin Taher) Endlich ist das langersehnte Eigenheim fertig. Nur noch die Bauabnahme, dann kann das Wunschhaus bezogen werden. Doch aufgepasst: Die Bauabnahme ist extrem wichtig, weil sie später Nerven und Geldbeutel schont! Nachfolgend die wichtigsten Tipps.

Die Bauabnahme ist die finale Abnahme und Kontrolle eines fertiggestellten Bauwerks.

Der Bauherr bescheinigt bei der Bauabnahme den Erstellern des Hauses, dass die Arbeiten korrekt durchgeführt wurden und keine Mängel am Gebäude beziehungsweise den Werk- und Bauteilen erkennbar sind.

Bei der Bauabnahme wird ein Abnahmeprotokoll erstellt. Für unerfahrene Bauherren birgt eine solche Bauabnahme viele Risiken. Werden Mängel bei der Bauabnahme nicht erkannt und somit nicht reklamiert und im Abnahmeprotokoll notiert, können sie später zumeist nicht nachgemeldet werden.

Potentielle Probleme bei der Bauabnahme
Bauabnahme: Fachwissen ist extrem wichtig!

Darauf müssen Sie achten!

  • Mögliche Probleme bei der Bauabnahme können durch Zeitdruck oder einen falsch gesetzten Inspektionszeitpunkt entstehen.
  • Wenn Ihnen nicht genügend Zeit für die Prüfung des neu erbauten Hauses oder der Wohnung bleibt, ist eine sorgfältige Inspektion der Wohnräume sowie aller Nebenräume, des Kellers, der Garage oder der Stellplätze nicht möglich.
  • Zudem sollte das Abnahmeprotokoll ordentlich geführt und geprüft werden, was zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt.
  • Für die gesamte finale Inspektion inklusive Begehung und Kontrolle des Abnahmeprotokolls sollten bei einem Einfamilienhaus mindestens drei Stunden einkalkuliert werden, bei einer Wohnung inklusive Gemeinschaftseigentum mindestens zwei Stunden.
  • Zudem ist der Zeitpunkt der Begehung des Gebäudes wichtig, da manche Mängel nur bei Tageslicht festgestellt werden können. So sieht man Kratzer oder Unebenheiten in Glas oder glatten Oberflächen nur im Hellen.
  • Eine Bauabnahme in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden ist also nicht zu empfehlen. Zusätzlich ist es auch bei Tageslicht ratsam, eine leistungsstarke Taschenlampe mitzunehmen.

Eine detaillierte Erfassung der Mängel ist empfehlenswert

Die Auflistung der Mängel – auch von bereits bekannten Mängeln – sollte möglichst detailliert und gut verständlich formuliert sein. Die aus der Liste resultierenden Mängelrügen an die ausführenden Unternehmer müssen sorgfältig verfasst sein. Bei der Bauabnahme sollte auch protokolliert werden, wie der aktuelle Status von bereits bekannten und gemeldeten Mängeln ist. Am besten gleich nach der Abnahme sollten Sie den Handwerkern etwaige Mängelrügen zukommen lassen.

Üblicherweise laufen Garantie- und Rüge- und Mängelfristen für Handwerksleistungen ab dem Zeitpunkt der Bauabnahme.

Es können jedoch im Werkvertrag abweichende Fristen vereinbart werden.

Und vergessen Sie nicht, nach der Abnahme das Protokoll auch vom Architekten oder Bauleiter unterzeichnen zu lassen.

Ein Berater für die Bauabnahme

Die Bauabnahme ist für Bauherren der wichtigste Moment im Bauprojekt. Das gesamte Bauwerk soll auf Schäden geprüft werden. Wird ein augenfälliger Schaden bei der Gebäudebegehung festgestellt und nicht umgehend gerügt, gilt das Gebäude mit diesem Schaden als abgenommen. Der somit genehmigte Schaden kann später nicht mehr reklamiert werden.

Um dies zu vermeiden, sollten Sie sich für die Bauabnahme einen unabhängigen Bauberater an die Seite holen.

Im Gegensatz zu Bauherren, die zumeist nur einmal in ihrem Leben bauen und nur einmal einen Bau abnehmen, nehmen Bauherrenberater regelmässig an Bauabnahmen teil. Sie bringen Fachwissen und langjährige Branchenerfahrung mit und bieten den Service an, Bauherren bei der Bauabnahme zu unterstützen. Bauberater wissen, wie Arbeiten fachgerecht ausgeführt sein sollten, wo Baumängel versteckt sein können und worauf sie bei der Bauinspektion achten müssen.

Weitere Artikel auf Raeber-Leben-Blog.ch

Weiterführende Tipps aus dem Web

© raeber-leben-blog.ch – 5.3.2020 (jt)

26 Okt

Gartenbau vom Profi – Die Vorteile und aktuelle Trends

Ein Garten steht für einen Ort des Wohlfühlens und der Erholung und befindet sich bei vielen Schweizern ganz oben auf der persönlichen Wunschliste. Ist es dann jedoch soweit und man plant den eigenen Garten, ist man mit zahlreichen Entscheidungen konfrontiert, von der Auswahl der Pflanzen bis hin zur Einschätzung des Pflegebedarfs. In diesem Artikel erhalten Sie Tipps zur erfolgreichen Gartengestaltung sowie einen Überblick über aktuelle Gartentrends.

Nachhaltige Gartengestaltung

Einen Garten so anzulegen, dass er nicht nur schön aussieht, sondern auch nachhaltig gedeiht, sich so einfach wie möglich pflegen lässt und dessen Pflanzen nicht im nächsten Winter schon wieder eingehen, ist eine Kunst für sich. Jeder zur Verfügung stehende Quadratmeter will optimal genutzt werden, Umwelteinflüsse wie Wind und Wetter müssen ebenso berücksichtigt werden wie besondere Grundstücksgegebenheiten, z.B. die Beschaffenheit des Terrains und des Bodens.

Eine erfolgreiche Gartengestaltung fängt schon bei der Planung an. Wo müssen Wasser- und Stromanschlüsse verfügbar sein? Welche Pflanzen passen farblich zueinander? Die Faktoren, die bedacht werden müssen sind schier endlos, weshalb viele Menschen die Gartengestaltung einem professionellen Gartenbauer überlassen.

Vorteile eines professionellen Gartenbauers

Ein professioneller Gartenbauer kennt die Eigenschaften der Pflanzen wie z.B. Wuchsverhalten, Blütezeit und Pflegeintensität und kann daher den Garten als Gesamtwerk gestalten. Die Natur lebt und verändert sich laufend. Plant man den Garten selbst, lässt man sich schnell verführen von Dingen, die zwar schön aussehen, in der langfristigen Pflege jedoch äussert schwierig sind.

Im Folgenden gibt es noch eine Liste mit den grössten Trends in der Gartengestaltung, von denen man sich inspirieren lassen kann.

Aktuelle Trends in der Gartengestaltung

Gartengestaltung verfolgt schon seit Jahren einen bestimmten Trend, und dieser heisst: Natürlichkeit. Viele Menschen sehnen sich nach einem ursprünglichen Lebensstil. Dies äussert sich auch in der Gartengestaltung, wo der Anbau von eigenem Obst und Gemüse sich wachsender Beliebtheit erfreut. Gerne setzt man dabei auf altbewährte, regionale Mischkulturen.

Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln geht ausserdem weiterhin deutlich zurück. Viele Hobbygärtner greifen lieber auf biologische Pflanzenschutzmittel oder alte Hausrezepte, wie z.B. den Brennsesselsud zurück.  

Gartenideen vom Gartenprofi

Tierschutz

Die Bedeutung von Tier- und Naturschutz rückt für Gartenbesitzer immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. Beispiele für eine tierfreundliche Gartengestaltung sind z.B.  die Anlegung von Insektenhotels, Bienenstöcken und kleinen Zufluchtsorten für Igel und Co.

Bepflanzung und Trendfarben

Bei der Bepflanzung wird ganz klar auf Vielfalt gesetzt. Viele unterschiedliche Pflanzenarten werden kombiniert, was wiederum Fauna und Flora zugutekommt. Trendfarben für Blumen sind übrigens eher unkonventionelle Farbtöne, wie z.B. dunkles Violett oder bräunliches Gelb.

Bessere Materialqualität

Seit Jahren steigt der Betrag, den Menschen bereit sind, für ihren Garten auszugeben. Die Qualität der baulichen Materialen von z.B. Terrassen oder Gartenwegen hat ebenso Bedeutung wie deren Herkunft oder ein unbedenkliches Herstellungsverfahren. Daher kommt auch vermehrt Holz aus regionaler Herstellung zum Einsatz. Besonders beliebt: Keramik, woraus z.B. hochwertige Fliesen als Terrassen-Beläge gefertigt werden.

Hochbeete

Ein gepflegtes Hochbeet ist ein attraktiver Blickfang. Hochbeete gibt es zudem in jeder Grösse und Ausführung, sodass auch in der Stadt, auf dem Balkon oder der Terrasse erfolgreich eigenes Gemüse angebaut werden kann.

Outdoorküchen

Die Installation von Outdoorküchen ist 2018 der Trend schlechthin. Sie ermöglichen es Gartenbesitzern, in der freien Natur zu kochen und die eigene Ernte direkt vor Ort zuzubereiten. Outdoorküchen sind in verschiedenen Stilen erhältlich, von rustikal bis modern, sodass für jeden Geschmack etwas Passendes dabei ist.

Fazit: Ein professioneller Gartenbauer liefert Ideen zur Gestaltung des Gartens, dies unter Berücksichtigung der Kundenwünsche, des eigenen Fachwissens und der Erfahrung. Der aktuelle Trend bei der Gartengestaltung geht auf jeden Fall immer mehr in Richtung Naturgarten. Doch auch hier ist eine sorgfältige und detailreiche Planung notwendig, damit es eben nicht nur «wild», sondern auch ästhetisch aussieht.

Weiterführende Tipps zum Thema:

18 Sep

Nachhaltiges Wirtschaften im Schweizer Wald

Der Begriff Nachhaltigkeit ist ursprünglich verbunden mit dem Holzanbau. Hans Carl von Carlowitz beschrieb im Jahr 1713 erstmals das Prinzip der nachhaltenden Nutzung, des nachhaltigen Wirtschaftens, beim Anbau von Holz in seinem Werk Sylvicultura oeconomica. Seine Kernaussage: Es dürfe nicht mehr Holz geerntet werden als kontinuierlich nachwachsen könne.

Heutzutage prägt dieses nachhaltige Handeln die schweizerische Forstwirtschaft. Die Forstwirte gehen respektvoll und pfleglich mit ihren Bäumen um, es wird kein Raubbau betrieben, so dass auch kommende Generationen den Wald nutzen können.

Folgen des Klimawandels für den Wald

Die diesjährige lange Hitzeperiode hat auch negativen Einfluss auf den Wald. Aufgrund der Dürre sind die jungen Setzlinge, die im Frühjahr 2018 zur Aufforstung der Wälder gepflanzt wurden, grossteils vertrocknet. Und auch der Baumbestand hat durch die andauernde Trockenheit Schaden genommen, die Bäume sind in diesem Sommer vergleichsweise wenig gewachsen, denn für die Photosynthese benötigen die Bäume neben Kohlendioxid auch Wasser.

Was passiert bei der Photosynthese?

Die vereinfachte Summengleichung der Photosynthese lautet:

Aus sechs Kohlendioxid- und sechs Wassermolekülen wird in Pflanzen durch Photosynthese mit Hilfe von Chlorophyll und Licht ein Zuckermolekül (Traubenzucker, Glucose), das erste Syntheseprodukt, gebildet. Dabei wird ein Sauerstoffmolekül frei. Die gebildeten Zuckermoleküle verbinden sich zu Cellulose, dem Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände, die aus etwa 50 % Cellulose bestehen.

Die klimaschützende Wirkung des Waldes

Der Wald hat also eine schützende Wirkung auf unser Klima, aber nur unter der Voraussetzung, dass den Bäumen und Pflanzen ausreichend Wasser für die Photosynthese zur Verfügung steht. Denn bei der Photosynthese binden Pflanzen nur dann freies Kohlendioxid, wenn sie auch wachsen können und dazu brauchen sie Wasser.

Viele Bäume in den schweizerischen Wäldern sind aufgrund der Dürre in einen Schlafmodus – so wie sonst nur im Winter üblich – verfallen, um die Trockenperiode möglichst schadlos überstehen zu können. Deshalb findet man in diesem Sommer schon früh im Jahr Bäume, die ihre Blätter verfärbt und ihr Laub abgeworfen haben. Damit unsere Wälder in Zukunft besser gegen solche extremen Wetterlagen und negative Wettereinflüsse geschützt sind, wird der Schweizer Wald der Zukunft verstärkt auf eine grössere Artenvielfalt und andere Baumarten setzen, die beispielsweise besser mit Trockenperioden umgehen können. Nur so können unsere Wälder den vielfältigen klimatischen Herausforderungen widerstehen und schützend auf das Klima und gegen eine weitere Erderwärmung wirken.

Nachhaltig Bauen mit Holz

In der Schweiz werden Wälder zumeist nachhaltig bewirtschaftet. Im Baubereich liegt der Anteil von Schweizer Holz jedoch nur noch bei 35 – 40 % (Quelle: waldschweiz.ch). Beim Bezug von Holz ohne Herkunftszeichen ist nicht sichergestellt, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen eines Holzbauprojekts oder bei der Verwendung von Holz als nachhaltigen Baustoff auf die Herkunft der hölzernen Baustoffe zu achten.

Ein Beispiel wie Holz auch in der Baubranche eingesetzt werden kann:

Schindler-Scheibling.ch: Woodwall: Mauern aus Holz

Quellen:

  • Waldwissen.net: Nachhaltig wirtschaften im Wald
  • Wikipedia.org: Nachhaltigkeit, Hans Carl von Carlowitz, Photosynthese
  • SRF-Tagesschau 07.08.2018 – Wald im Klimawandel
  • Waldschweiz.ch: Der Schweizer Wald, Waldpolitik 2020, Seminar «Nachhaltig Bauen mit Holz»
  • HOLZO – Original Züri Oberland Holz
  • holz-bois-legno.ch: Herkunftszeichen Schweizer Holz
27 Feb

Steingarten – hier wachsen Steine statt Pflanzen

In einem Steingarten wachsen, wie schon der Name sagt, vorrangig Steine. – Quatsch! Natürlich nicht. Wobei, irgendwie schon… – Wikipedia schreibt sehr schön, dass in Steingärten grosse Steine, Stein- und Kiesschotter dominieren und gute Wachstumsbedingungen für Steingarten- beziehungsweise Alpenpflanzen herrschen. Varianten davon sind der Geröllgarten oder das Kiesbeet. Hier wachsen vor allem Pflanzen, die lieber auf steinigem Boden als auf Erde gedeihen.

Zeiterscheinung mit Vor- und Nachteilen

Ein Trend der letzten Jahre im privaten Garten geht hin zu Steingärten, weil sie vergleichsweise wenig Pflege benötigen. Wo kein Rasen ist, muss auch nicht gemäht werden. Wenn man im Quartier spazieren geht, sieht man immer häufiger modern angelegte Gartenanlagen, bei denen statt grüner Wiesen, graue Steine vorherrschen. Damit kein Unkraut in den malerischen Kiesflächen wächst, wird unter den Steinen Unkrautvlies oder spezielle Folien oder Gewebe verlegt. Und sollten sich doch einmal der ein oder andere Grashalm zwischen die Steine verirren, bieten die grossen Chemiefabriken Unkrautvernichtungsmittel, die nachhaltig dafür sorgen, dass kein Kraut im Garten wächst. Dass die entsprechenden Produkte unter anderem mit Gefahrensymbolen wie «umweltgefährlich» und Gefahrenhinweisen wie «Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung» gekennzeichnet sind, ist sehr beunruhigend und sollte Grund genug für uns sein, auf ihren Einsatz zu verzichten.

Bioterra Naturgarten: gestalten Natürlichkeit anlegen
So schön kann ein Naturgarten sein …

Naturgarten – Heimat für Tiere und Pflanzen

Eine sinnvolle Alternative zum Steingarten, die man beim Anlegen eines neuen Gartens bedenken sollte, ist ein Naturgarten. Auch ein solcher natürlicher Garten bedarf, im Vergleich zum konventionellen Garten mit Rasen und Rosen, nur wenig Pflegeaufwand. Gleichzeitig bietet er grossen und kleinen Tieren, Vögeln, Nagern, Insekten und Würmern, einen schönen Lebensraum. Wildblumen, Stauden, Sträucher und Kräuter ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Ein Teich oder Weiher und naturbelassene Büsche oder Bäume locken Vögel in den Garten.

Durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden hat die biologische Vielfalt an Tieren und Pflanzen, vor allem von Insekten, in den letzten Jahren dramatisch abgenommen. Mit ihrer Entscheidung für einen Naturgarten können Sie in Ihrem Garten Naturschutz betreiben und Einfluss darauf nehmen, dass die Biodiversität zumindest hier nicht abnimmt. Durch die Wahl der richtigen Blumen, Wildblumen und Gräser im Garten können Sie diesen wichtigen nützlichen Insektenarten eine gesunde Nahrungsgrundlage mit Nektar und Pollen bieten. Des Weiteren können Sie Insektenhotels in Ihrem Garten anbringen, in denen die Insekten Schutz und einen Nistplatz finden. Oder Sie könnten auch Imker werden und aktiv zum Erhalt der «Dunklen Biene Schweiz» beitragen.

Bioterra Fachbetrieb Naturgarten

Bioterra ist die führende Schweizer Organisation für Bio- und Naturgärten in der Schweiz. Informationen über die Anlage und Pflege eines Naturgartens bietet Ihnen Ihr «Bioterra Fachbetrieb Naturgarten», die Gartenbau Genossenschaft Zürich (GGZ). Die Spezialisten der GGZ, Gartenbautechniker und Diplom-Gärtner, engagieren sich für die natürliche Gestaltung von Gärten, in denen Pflanzen und Tiere einen natürlichen Lebensraum finden können.

Quellen:

Tipps für die Region Zürich, Ihre Gartenbau-Spezialisten (Werbung)

Weitere Artikel zum Thema Garten auf Raeber-Leben-Blog.ch

© raeber-leben-blog.ch – überarbeitet 25.9.2019 (ar)

24 Apr

Wohlfühl-Badezimmer für Körper und Seele

Im Bad verbringt man reichlich viel Zeit. Sicherlich führt auch Ihr erster Weg morgens direkt ins Badezimmer. Grund genug, aus dem häufig steril gefliesten, praktisch eingerichteten Raum mit zweckdienlicher Beleuchtung eine Wellness-Oase mit angenehmer Atmosphäre zu machen. In einem solch schönen Bad, kann Ihr Tag, der vielleicht oft hektisch beginnt, nur ein guter Tag werden.

Luxus pur mit Öl- oder Duftbad

Am Abend oder am Wochenende, wenn der Zeitplan etwas mehr Raum zum Entspannen und Seele baumeln lässt, kann ein Bad in einer schönen und bequemen Badewanne Wunder wirken. Je nach Badezusatz kann eine Pause im warmen Wasser entspannend oder anregend, beruhigend oder kraftspendend wirken. Darüber hinaus haben Badeessenzen, -salze und -öle auch oft eine wohltuende, medizinische oder kosmetische Wirkung. Ein Ölbad mit Jojoba- oder Mandelöl wirkt gegen trockene Haut, ein Duftbad mit Lavendel sorgt für besseren Schlaf, ein Erkältungsbad mit Eukalyptus, Fichtennadeln, Thymian, Kampfer oder Menthol hilft zur schnelleren Genesung, ein Bad in Milch und Honig verwöhnt die Haut und macht sie weich und geschmeidig. Bei Muskel- oder Rückenschmerzen lockert Wacholderöl die Verspannungen, entspannt Teufelskralle die Glieder, Rosmarin oder Ingwer fördern die Durchblutung und Arnika lindert die Schmerzen.

Die richtige Atmosphäre im Bad

Die Raumtemperatur beim Baden sollte mindestens 22 Grad Celsius betragen. Die Temperatur des Badewassers sollte wohlig warm, zwischen 36 und 39 Grad Celsius liegen. Ist das Wasser zu heiss, werden der Kreislauf belastet und die Haut verliert an Feuchtigkeit. Aber nicht nur eine optimale Temperatur sorgt für die perfekte Atmosphäre. Angenehmes Licht, beispielsweise Kerzenschein, und entspannende Musik machen aus dem öden Reinigungsvorgang ein erholsames Wellness-Erlebnis. Wenn man dann noch in einer bequemen Wanne untertauchen kann, dann kann man das herrliche Bad noch besser geniessen.

Holzbadewanne vs. Waschzuber

Vielleicht sassen Sie als Kind auch samstags gemeinsam mit Ihren Geschwistern – natürlich erst nachdem der Vater sein Bad genossen hatte – in der emailierten Stahlbadewanne? Vielleicht stand diese damals sogar noch in der Küche oder in einem kleinen Räumchen daneben? Erinnern Sie sich noch daran, wenn Sie an den Rand des Zubers gestossen sind, wie kalt und ungemütlich er sich angefühlt hat? Von Wellness und Entspannung konnte hier keine Rede sein.

Heutzutage gibt es Badewannen, die wunderschön anzuschauen sind.

Auch die ergonomische Form der Wannen sorgt für ein angenehmes Badeerlebnis. Wannen werden aus unzähligen verschiedenen Materialien hergestellt: aus Porzellan, Kunststoff oder Holz. Dabei bestechen die Holzbadewannen meist dadurch, dass sie eine wunderschön anzuschauen sind und sich nie kalt und rutschig sondern stets warm und weich anfühlen. Hergestellt werden die modernen Badezuber aus zahlreichen verschiedenen Holzsorten – wie Eiche, Wenge, Nussbaum, Lärche oder Mahagoni–und in vielen unterschiedlichen Formen.

Der Schweizer Hersteller Alegna AG aus Basadingen, setzt seine langjährige Erfahrung aus dem Yachtbau beim Bau wunderbarer Holzbadewannen um. Die Firma bietet neben freistehenden Blickfängen auch Modelle an, die ganz einfach in einem bestehenden Badezimmer integriert werden können. Beratung beim Einbau oder Umbau Ihres Bades erhalten Sie beispielsweise von den Spezialisten von Kreis Design. Die Experten für Bäder, Küchen und Wohnen helfen Ihnen gerne dabei, Ihr Badezimmer von einem Körperreinigungsraum in eine Wohlfühloase zu verwandeln.

Links und Quellen:

5 Dez

Prävention beim Bauen – Vorbeugen ist besser, als sich ärgern und bezahlen

Was uns wichtig ist, das pflegen wir. Meistens. Je nach Situation, je nach Möglichkeiten. In jedem Fall gilt: Was gepflegt wird, wird vor Schaden bewahrt und hält somit länger. Doch was ist mit den unsichtbaren Mängeln?

Wir Schweizer sind bekanntlich Meister im Versichern. Sicherheit ist uns wichtig und darum auch entsprechend viel Geld wert. «Für den Fall» vorbereitet sein. Verantwortung für die Unsicherheit übernehmen. Es kann schliesslich jeden einmal treffen. Und je grösser die Sicherheit, desto entspannter können wir leben. Dabei hilft eine gute Vorbereitung und gutes Kontrolling, die Kosten zu senken und die Sicherheit zu erhöhen …

Prävention beim Bauen

Prävention in Sachen Gesundheit, bei der beruflichen Vorsorge, bei … Wer vorausdenkt, weiss: Vorbeugen ist meist billiger, als später in den Geldbeutel greifen zu müssen. Nehmen wir als Beispiel das Bauwesen. Bauen kostet Geld. Viel Geld. Kostet noch mehr, wenn schlecht geplant, schlecht ausgeführt und schlecht kontrolliert wird.

Der Hauseigentümer Verband Schweiz (HEV) schreibt auf seiner Webseite:

Pro Wohneinheit werden in der Schweiz im Schnitt 15 Baumängel festgestellt. Rund ein Fünftel ist im Bereich Balkone und Terrassen zu finden, ein Viertel betreffen die Aussenwände. Dabei handelt es sich um Risse im Putz, Schimmelbildungen oder Feuchteeinbrüche. Abdichtungen und Anschlüsse an angrenzende Bauteile sind ebenfalls oft betroffen. Die aus Baumängeln entstehenden Kosten werden mit 8% des Investitionsvolumens beziffert.

Als Gründe nennt der HEV Zeit- und Gelddruck, die zu einer unsorgfältigen Planung führen, laufende Projektänderungen oder eine mangelhafte Bauleitung zu Baumängeln.

Im Artikel «Der Pfusch am Bau verschlingt in der Schweiz Milliarden» aus der Aargauer Zeitung (10.7.2012) sagt Bausanierer Roland Wolfseher, der Immobilien-Boom lasse die Bauqualität sinken. Die Zahl der Baumängel habe massiv zugenommen. Es fehle an Fachkräften. Auch täten sich die Unternehmen schwer, Aufträge wegen Überlastung abzulehnen. Das hat Folgen, wie die AZ im gleichen Artikel berichtet. Eine Familie musste schon nach kurzer Zeit ihre Sachen wieder packen und das neue Heim für drei Wochen verlassen.

Bei der Bauabnahme kamen Bauschäden ans Licht. Der gegossene Boden im ersten Stock wies dermassen gravierende Mängel auf, dass eine Totalrenovation ansteht. Von den Zusatzkosten sprechen wir gar nicht erst.

Beispiel aus dem Kassensturz

Kassensturz von SRF, Thema Baumängel, Bauabnahme
Kassensturz von SRF, Thema Baumängel, Bauabnahme

Wie vorbeugen? Baustellenwebcam oder Baufachmann

Spar- und Zeitdruck haben ihre Folgen. Auch in der Baubranche. Reduzieren kann man solche Risiken mit einer entsprechend gut erfassten Planung und Baudokumentation (zum Beispiel mit einer Webcam) oder mit einer regelmässigen persönlichen Kontrolle durch einen ausgewiesenen Baufachmann. Was rechtzeitig erkannt wird, kann auch einfacher und schneller korrigiert werden.

Weiterführende Informationen im WWW / Werbung

Blog zum Thema Haus bauen und Bauabnahme

10 Aug

Bauen: Klare Regelungen und Kontrolle statt reines Vertrauen

Im Schnitt werden pro Baueinheit in der Schweiz 15 Baumängel festgestellt, lese ich im Artikel «Bauschäden» auf hev-schweiz.ch. Das ist, wenn man die Komplexität eines Gebäudebaus betrachtet, durchaus nachvollziehbar. Wären da nicht die Kosten, die beim Hausbau eben sehr hoch sind. Besonders oft betroffen seien Balkone, Terrassen und Aussenwände. Hev-schweiz.ch schreibt, dass die aus Baumängeln entstehenden Kosten mit gut 8% des Investitionsvolumens beziffert werden (Quelle: HEV-Schweiz.ch). Eine sehr gute Übersicht bietet die Grafik des Baumeisterverbands, welche ich auf Baumangel.ch gefunden habe.

Bauen: Klare Regelungen und Kontrolle statt reines Vertrauen
Bauen: Klare Regelungen und Kontrolle statt reines Vertrauen

 

Gründe für Baumängel

HEV-Schweiz.ch nennt 3 Hauptgründe für die Entstehung von Baumängeln:

  • Unsorgfältige Planung
  • Laufende Projektänderungen und
  • eine mangelhafte Bauleitung

Baumangel.ch umschreibt die Mängel so:

  • 60% betreffen die Wasserdichtigkeit der Gebäudehülle.
  • 60% sind Ausführungsmängel, 20% sind Planungsfehler, 6% sind Bauleitungsfehler.

Baumängel bedeuten:

  • Im schlimmsten Fall den rechtlichen Wege beschreiten zu müssen (grosser Aufwand für Nerven, Geld etc.)
  • Hartnäckig sein, bis die Forderungen innert der vereinbarten Frist erfüllt worden sind.
  • Grosses Frustpotenzial. Alles, was nicht bewiesen werden kann, wird ziemlich sicher von niemandem übernommen.

Baumängel sind ein heikles Thema

Das weiss auch Bauszene.ch (Bauwissen im Überblick). Baumängel  seien nicht nur ärgerlich, sondern könnten zum Spiessrutenlauf werden. Besonders, wenn die Garantie im Vertrag mit dem Generalunternehmer nicht eindeutig geregelt ist. Laut Bauszene.ch versuchen Generalunternehmer häufig, die Haftung für Mängel am Objekt auszuschliessen. Mit Folgen: Der Käufer muss Nachbesserungen oder finanzielle Entschädigung (Minderwert) direkt bei den am Bau beteiligten Unternehmen, den sogenannten Subunternehmen, einfordern.

Was man dagegen tun kann

Oft ist es die Einfachheit, die siegt. Diese Aussage ist eine Art Binsenwahrheit. Je komplexer ein Bau wird, desto grösser ist die Gefahr von Baumängeln. Das ist nicht nur im Bauwesen so. Es sind die Spezialwünsche, die die Fehlerquellen steigern. Eine genaue Analyse im Vorfeld, was machbar ist und was nicht, lohnt sich. Eine gute Planung kann einen Grossteil des Erfolges des ganzen Projektes ausmachen. Klare Kommunikation.

Wichtige und zwingende Punkte schriftlich festhalten. Zum Beispiel die SIA-Norm 118. «Mit der vertraglichen Vereinbarung der SIA-Norm 118 ändert sich auch betreffend der Rüge- und Garantiefrist einiges zugunsten des Bauherren.» und «Die SIA-Norm 118 muss aber nur angewendet werden, wenn sie in den Verträgen namentlich erwähnt wird.» (Baumangel.ch)

Natürlich will und soll man voraus denken. Vielleicht will man später ja noch etwas dazu bauen. Wer im Vorfeld denkt, hat es später einfacher. Ganz wichtig sind in diesem Punkt die Referenzen, die eine Baufirma vorzuweisen hat. Wurde ein ähnlicher Kundenwunsch schon einmal umgesetzt? Wenn ja, mit welcher Erfahrung?

Informieren Sie sich im Vorfeld gut.

Nachstehend eine Auswahl an möglichen Adressen, die für den Hausbau nützlich sind:

Quellenangaben:

Das finden Sie auf Raeber-Leben-Blog zum Thema bauen auch noch:

Holzbau ist nachhaltiger Bau

22 Jun

Verdichten statt Verschandeln: Wie sieht ein sinnvoller Umgang mit Schweizer Landressourcen aus?

Das Bevölkerungswachstum in der Schweiz setzt sich fort. Und wie! In einigen Jahrzehnten, so rechnet man uns vor (Bundesamt für Statistik), wird unser Land wohl gegen 10 Millionen Einwohner haben. Der Verkehr wird weiter ansteigen (man spricht von bis zu 70%); eine urbane, technische Zukunft erwartet uns. Bis zu 400’000 neue Gebäude und Wohnungen werden gebraucht. Das ist kein Grund zur Furcht. Verdichtetes urbanes Leben, wie es an manchen Pionierorten in der Schweiz bereits umgesetzt wird (z. B. durch Arealentwicklung), verändert unser Zusammenleben zum Positiven.

Arealentwicklung: Bestehende Ressourcen nutzen.
Arealentwicklung: Bestehende Ressourcen nutzen.

Intelligenter Umgang mit (Land)Ressourcen

Die Schweizer Wirtschaft braucht Zuwanderung. Damit einhergehen muss auch ein Wandel im gesellschaftlichen Denken. Es ist ganz entscheidend, schon jetzt die richtigen Fragen zu stellen: Wie können wir in Anbetracht einer stark wachsenden Schweiz sinnvoll und verantwortungsbewusst mit den zur Verfügung stehenden Landressourcen umgehen? Wie kann man einen drohenden Dichtestress verhindern und trotzdem mehr Menschen beherbergen?

Was einige als Krise verstehen, ist für die anderen eine Chance.

Die Herausforderung besteht darin, bestehende Areale intelligent weil ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig, in Form von neuen Quartieren zu nutzen – so werden letztlich Landschaft und Natur geschont.

Verdichten statt Verschandeln!

In der Schweiz ist Platz für eine höhere Bevölkerung. Damit die Lebensqualität mit der Verdichtung nicht abnimmt, sondern im Gegenteil weiter steigen kann, sind sinnvolle, gut durchdachte Wohnformen notwendig. Konkret heisst das, dort zu bauen respektive umzubauen, wo schon etwas war – und die freien Flächen am Stadtrand, im Mittelland und in den Alpen zu wahren. Arealentwicklung ist überzeugender ein Lösungsansatz.

Alte Industrieareale, Silos und Hafenanlagen umzunutzen, bedeutet nicht nur lokale Stadtgeschichte zu erhalten, sondern vor allem auch, brauchbare Bausubstanz nicht verloren zu geben und unnötigen Energieaufwand zu vermeiden.

Sinnvolle Arealnutzung: Geschichte stehen lassen, aktualisieren und weiter schreiben.
Werkplatz Schweiz: Areale gut nutzen.

Graue Energie nutzen

Die Energie, die man für Planung und Abriss eines Gebäudes aufbringen muss, wird sinnigerweise als graue Energie bezeichnet. Die Produktion von Materialien und Infrastruktur der Baustelle braucht Energie, die bei einem Abriss für immer verloren geht.

Dabei könnte die alte Bausubstanz mit kreativer und fähiger Planung für neue Projekte zum Grundstein werden – und zum Alleinstellungsmerkmal.

Denn die graue Energie im Rahmen von Arealentwicklung zu nutzen, bedeutet nicht nur nachhaltig, sondern auch geschichtsbewusst und verantwortungsvoll neuen Raum für Wohnen und Arbeiten zu schaffen.

Es ist eine Frage des bewussten Hinsehens. Statt Gründe zu suchen, dass etwas nicht klappt, die Möglichkeiten entdecken. Es ist mehr möglich als wir glauben.

Mehr zum Thema Arealentwicklung und Ressourcen schonen:

 

© Raeber-Leben-Blog.ch – überarbeitet am 6.11.2019 (ar)

26 Jan

Treffpunkt Baustelle: Sicherheit und Überwachung als Pflicht

Treffpunkt Baustelle: Sicherheit momentan und nachhaltig

Wo gebaut wird, da muss Sicherheit grossgeschrieben werden. Direkt auf der Baustelle und nachhaltig durch eine fehlerfreie Bauweise.

Treffpunkt Baustelle: Überwachung und Bauabnahme durch Profis
Treffpunkt Baustelle: Überwachung und Bauabnahme durch Profis

 

Direkt auf der Baustelle: Mit Werbespots Betroffenheit auslösen

Seit einiger Zeit fallen mir die Werbespots der SUVA auf. Dargestellt werden mögliche Unfälle aus dem Alltag. Eine menschengrosse und –ähnliche Puppe, die von einem Dach herunterfällt, konfrontiert einen mit der Realität. Schockwirkung. In den dargestellten Fällen auch ein absolutes Muss. Auch Baustellen werden zum Thema gemacht. Auf Suva.ch ist nachzulesen, dass es, um Unfälle auf Baustellen zu verhindern, den Einsatz aller Beteiligten brauche. Prävention ist wichtig. Viele Unfälle könnten durch einfache Massnahmen verhindert werden. Jeder Unfall ist einer zu viel. Es geht um Menschenleben, die durch nichts ersetzt werden können. Ein etwa zehnminütiges Trickfilm-Video auf YouTube.com zeigt einige Gefahren auf. Die Darstellung von Praxisfällen sensibilisiert.

Tipp:

SUVA Prävention: Napo auf der Baustelle
SUVA Prävention: Napo auf der Baustelle

 

Nachhaltig bauen: Langfristige Sicherheit durch Überwachung

Unfallverhütung setzt direkt während des Baus an. Geringe Unfallgefahr für Bewohner oder Besucher öffentlicher Gebäude kann zudem auch durch eine saubere Bauweise gewährleistet werden. Fehler- und Pfuscheingrenzung dank Webcams, die zur Überwachung des Bauablaufs dienen. Auch Webcams haben mit Sicherheit zu tun. Sicherheit für den Bauherren, dass er auf eine saubere Dokumentation zugreifen kann. Wie die digitale Überwachung funktioniert, kann man zum Beispiel auf Baustellen-Webcam.ch nachlesen. Das Zeitraffer-Dokument hilft bei späteren Abklärungen oder besser bereits zur Verhinderung von Bauschäden oder Baumängeln. Es dokumentiert detailliert einzelne Bauabschnitte und empfiehlt sich heute für jedes Bauprojekt.

Prävention sorgt vor

Es ist wie in vielen anderen Bereichen: Wer vorgesorgt, kann am Schluss profitieren. Gesundheitlich, finanziell, überhaupt. Vorsorgen ist besser als heilen. Vorsorgen ist besser als streiten. Nicht nur auf der Baustelle!

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