22 Nov

Die Vorteile von Prototypenbau

Wieso, weshalb, warum – Prototypenbau als Wettbewerbsvorteil auf dem Vormarsch. Es liegt in der Natur des Menschen, Dinge zu hinterfragen. Hintergrund ist der Wunsch nach Sicherheit als einem unser ureigensten Bedürfnisse. Fühlen wir uns sicher, fühlen wir uns gut. Risiko? Nein danke. Dieses Naturgesetz beeinflusst unsere Entscheidungen zusätzlich zu wirtschaftlichen Faktoren bei einer ausstehenden Produktions- oder Investitionsentscheidung. Der Prototypenbau in der Produktentwicklung liefert genau das – Sicherheit und Vertrauen. Prototypenbau hier im Fokus.

Wir alle kennen sie, die alte chinesische Weisheit:

«Sage mir etwas und ich werde es vergessen. Zeige mir etwas und ich werde es vielleicht behalten. Lasse es mich tun und ich werde es verstehen.»

Genau das ist es: Ein Prototyp lässt verstehen. Keine mündliche Erklärung oder Beschreibung kann auch nur ansatzweise ersetzen, was ein Prototyp kann.

Wieso, weshalb, warum – Prototypenbau als Wettbewerbsvorteil auf dem Vormarsch
Wieso, weshalb, warum – Prototypenbau als Wettbewerbsvorteil auf dem Vormarsch

Was ist Prototypenbau?

Ein Prototyp kann sich vielfältig zeigen. Im Grunde ist er ein Modell eines geplanten Bauteils. Anhand des Prototypen als Vorab – Muster lassen sich das Design oder bestimmte Funktionen des Bauteils oder der Komponente überprüfen. Das Produkt, das später entstehen soll, hat in dieser Phase der Produktentwicklung noch niemand zu Gesicht bekommen. Bis hierhin existiert das, was entwickelt werden soll, ausschliesslich in den Köpfen der Ideengeber oder wird auf Bildern und Animationen in 2- oder 3D visualisiert.

Unsere Vorstellungskraft aber ist nicht unendlich und lässt Fragen offen: Wie fühlt sich das fertige Produkt oder Bauteil an, wie gross oder wuchtig ist es tatsächlich? Ist es zu klein und detailreich? Fehlt ein wichtiges Element oder Bindeglied, ist es zu leicht oder zu schwer? Passt das Teil wirklich bei Montage exakt in die davor vorgesehene Aussparung? Kann das Produkt überhaupt das, was es soll, wirklich leisten?

Dies sind nur einige der zentralen Fragen in der Produktentwicklung, die bei einer rein visuellen Präsentation eines (Bau-)Teils oder Werkzeugs unbeantwortet bleiben.

Für die Produktion eines Teils oder Bauteils werden in der Regel Maschinen als Allgemeininvestition eingesetzt. Diese Maschinen werden mit unterschiedlichen Werkzeugen bestückt, um verschiedene Formen zu fertigen. Diese Werkzeuge wiederum werden später für die Serie materialintensiv und in aufwendigen Prozessen hergestellt. Stellt sich nun erst bei Produktionsstart heraus, dass die damit angefertigten Teile fehlerhaft oder nicht kompatibel sind, ist das problematisch.

Spielwiese Protoypenbau

In einigen Unternehmen nimmt der Prototypenbau deshalb einen ganz eigenen Zweig ein. Auf dieser «Spielwiese» wird erprobt, wie der Ernstfall aussehen kann.

Mittels der Muster oder Prototypen können verschiedene Szenarien durchgespielt und geprüft werden: Ist mein Produkt belastbar, ist es langlebig genug? Jedes Bauteil eines geplanten Gesamtmodells muss mit dem nächsten kompatibel sein. Es dürfen keine Lücken klaffen, alle Verschraubungen und Verzahnungen müssen passen, alle Sicherheitsstandards müssen erfüllt sein. Völlig undenkbar ohne den Einsatz des Prototypenbaus.

Speziell das Rapid Prototyping als schnelle Methode des Prototypenbaus bringt im wahrsten Sinne des Wortes Farbe ins Spiel. Mittels spezieller Druckverfahren werden dabei Materialien wie Kunststoff oder Metall in eine gewünschte Form gebracht. Das kann ein Bauteil sein, aber auch eine Verpackung.

Rapid Prototyping liefert schnelle Lösungen

Das entstandene Muster oder der Prototyp wird verwendet, um das spätere Zusammenspiel der einzelnen Komponenten im Endprodukt zu prüfen. Mit dem Prototyping wird also die spätere Fertigung simuliert.

Dabei ist Rapid Prototyping im Prototypenbau durch seine Geschwindigkeit und dadurch geschaffene Flexibilität extrem effizient: Mit dieser Methode werden in kurzer Zeit Geometrien geschaffen, für die später aufwendige Maschinen benötigt werden.

Mit geeigneten 3D-CAD-Daten können binnen 24 Stunden verschiedene Prototypen entstehen. Das kann in manchen Fällen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen.

Im Prototypenbau mit Kunststoff ist Rapid Prototyping eine attraktive Variante, die in der Produktenwicklung eine entscheidende Rolle spielen kann.

Beim Rapid Prototyping mit Kunststoff können verschiedene Materialzusammensetzungen ausprobiert werden: Welche Zusammensetzung oder auch welche Farbe kommt dem, was benötigt wird, am nächsten? Welche Verstärkung benötigt mein Teil, welche Lagerstellen sind notwendig? Reicht die vorhandene Stabilität aus, um im fertigen Bauteil bestehen zu können?

Sollte der erste Prototyp in der Produktentwicklung noch nicht allen Erwartungen entsprechen, werden Komponenten verändert und ein neuer, verbesserter Prototyp hergestellt – so lange, bis das optimale Ergebnis erreicht ist.

In der Produktentwicklung der Automobilindustrie werden zum Beispiel die ersten Fahrzeugmodelle komplett aus Prototypen gebaut, um an allen Stellen nachbessern und optimieren zu können.

Erst nach diesem Prozess werden teure Maschinen und Werkzeuge für die Serie gebaut.

Prototyping ist eine attraktive Variante, die in der Produktenwicklung eine entscheidende Rolle spielen kann.
Prototyping ist eine attraktive Variante, die in der Produktenwicklung eine entscheidende Rolle spielen kann.

Schnell und sicher – wer will das nicht?

Schnell sein ist gut. Aber Geschwindigkeit allein bringt im Nachhinein häufig Nachteile oder vermehrten Aufwand in der Fehlerbehebung. Also ist schnell und sicher noch besser. Mit Hilfe von Prototypen, insbesondere Rapid Prototyping, kann vor der Produktion einer hohen Stückzahl sichergestellt werden, dass das fertige Teil sich an allen Ecken und Enden auch wirklich genau so zusammenfügt, wie es geplant war. Das kann keine bildhafte Simulation leisten.

Je näher und genauer ein Bauteil, Werkzeug oder Element im Vorfeld betrachtet, beleuchtet, montiert und geprüft werden kann, um so sicherer kann das Endprodukt (s)eine Erfolgsgeschichte starten.

Weiterführende Tipps im Web

Weitere Artikel auf raeber-leben-blog.ch

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13 Apr

Begriffslexikon: Verlustschein – Was ist das?

Aus der Serie Begriffslexikon: Thema Verlustschein

Und was genau und was bedeutet er für KMU

In Deutschland nennt man den Verlustschein «Fruchtlosbescheinigung» – was den Sachverhalt ziemlich gut auf den Punkt bringt. Sie sind die Ergebnisse einer fruchtlosen, weil erfolglosen Betreibung. Doch wie kommt es überhaupt zur Ausstellung eines Verlustscheins? Wie geht man als KMU vor? Und was ist er für den Gläubiger wert?

Verlustscheine: Was versteht man darunter?

Schuldanerkenntnis für Unternehmen und Kunde

Der Verlustschein ist das Ergebnis einer erfolglosen Pfändung nach der Betreibung und damit eine Art Schuldanerkenntnis. So gelten sie einerseits als „Ausweis“ für den Verlust eines Unternehmens, relativieren diesen aber andererseits im strafrechtlichen Sinne wieder. Es kann aufgrund des Verlustscheins wohl zu einer zweiten Betreibung kommen. Verbessert sich die Lage (Bonität) des Schuldners innerhalb eines halben Jahres jedoch kaum oder gar nicht, so muss ein Fortsetzungsbegehren gestellt werden. Die Betreibung wird dann aufs Neue durchgeführt.

Verlustscheine: Bares Geld oder nur heisse Luft?

Verlustscheine sind theoretisch bares Geld wert, sofern sie auch wirklich eingefordert werden. Das ist der Haken an der Sache, insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen: Fehlt die nötige Konsequenz und vor allem die erforderliche Fachkompetenz bei der Eintreibung, so wird der Verlustschein in Härtefällen womöglich gar nie in Geld umgesetzt.

KMU haben den Kopf beim laufenden Geschäft – und sollten ihn auch da haben. Geld einzutreiben kann neben allem anderen nicht auch noch ihre Sache sein. Deswegen lagern viele Unternehmen diese unangenehme Angelegenheit aus: Professionelle Inkassofirmen übernehmen dann die Überwachung und Realisierung der Verlustscheine. Auch wenn die Verlustscheine eine zeitintensive Bearbeitung erfordern, lohnt sich die Mühe.

Externe Inkasso-Organisation stellen keine Rechnungen

Schuldner sind in aller Regel nicht nur bei einem Unternehmen, sondern gleich bei mehreren verschuldet. Dadurch entstehen für die Inkasso-Organisation Synergien, die wiederum dazu führen, dass Verlustscheine effizienter und erfolgreicher bearbeitet werden können. Für den Inkasso-Kunden hat diese Zusammenarbeit auch den Vorteil, dass die Verlustscheine oftmals auf Erfolgsbasis bearbeitet werden. Es werden von solchen Inkassos dann keine Rechnungen an den Kunden ausgestellt – es geht lediglich die Zahlung des Schuldners ein, sofern die Organisation erfolgreich war.

Insofern lohnt es sich, als KMU nach zuverlässigen und professionellen Inkassofirmen umzusehen, die sich um die Verlustscheine kümmern.

Mehr zum Thema Inkasso und Verlustscheine finden Sie auf meiner Marketing-Plattform für KMU: KMU-Marketing-Blog.ch.

28 Okt

IT-Netzwerk: Kommunikation zwischen Geräten und Niederlassungen

Begriffe rund um die Informatik (IT) sind für mich oft ein Buch mit sieben Siegeln. Darum werfe ich heute einen genaueren Blick auf einen davon: IT-Netzwerk.

Netzwerk = Verbindung zwischen verschiedenen Empfängern und Sendern

So zumindest stelle ich mir ein Netzwerk vor. Da sind Empfänger und Sender. Zwischen ihnen erfolgt ein Informationsaustausch und im Fall von Menschen, Beziehungspflege. Die Comicro Netsys in Wangen (ZH) nennt auf ihrer Webseite zum Beispiel das Installieren von Breitband-Netzwerken im Bereich der Datenkommunikation. Der IT-Spezialist first frame networkers in Baar schreibt: «Networking» bedeute Verbindungen herstellen. Eine besondere Herausforderung ist die Verbindung via WLAN. Diese kabellose und darum sehr praktische Möglichkeit bleibt nicht in den eigenen Geschäftsräumen und braucht daher zuverlässige Sicherheitsmassnahmen.

Was einfach klingt, ist im Hintergrund komplex. Die first frame networkers ag weist darauf hin, dass WLAN-Signale ausgemessen werden müssen. Damit die Anzahl und die Position der Zugangspunkte (Acces-Points) definiert werden können. Das kann auch im Nachhinein der Fall sein. Wenn Funklöcher, schwache oder Störsignale auftreten. Für diese optimale Vorbereitung und Sicherstellung der Verbindungen seien die Grundrisspläne der jeweiligen Gebäudeetagen notwendig. Eine durchdachte und komplexe Sache, so ein IT-Netzwerk.

IT-Outsourcing, der Spezialist weiss mehr

Wie in jedem Beruf braucht es auch bei der Informatik Spezialisten. Hier sogar besonders. Facebook zum Beispiel hatte im Jahr 2011 bestätigt, dass sie täglich 600‘000 vermuteten und tatsächlichen Hackerangriffen standhalten müssen. Datenschutz-Vorstand Thomas Kremer von der Deutschen Telekom spricht von 400‘000 pro Tag (2012). Laut Tages Anzeiger stehen Schweizer Universitäten unter Dauerbeschuss von Hackern. Pro Woche werden Hunderttausende Versuche gezählt. Auch soziale Netzwerke sind ein beliebtes Ziel von Hackern. Diese Zahlen lassen aufhorchen.

Sicherheit muss ein priorisiertes Thema von Klein- bis Grossunternehmen und sogar für Privatpersonen sein. Zwischendurch- oder Billiglösungen sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Es geht um sensitive Daten, unsere Daten! Der IT-Netzwerk- und Security-Spezialist hat tagtäglich mit Sicherheit und mit diesen Angriffen zu tun. Er oder sie sind wie Spitzensportler. Trainiert und fit. Ohne Training und Fitness kein sicheres IT-Netzwerk. Ohne IT-Netzwerk keine digitale Kommunikation …

Quellen und weiterführende Infos:

17 Dez

Begriffslexikon: Umwelttechnik – beschränkte Ressourcen wieder aufbereiten

Ein Begriff, der mir immer wieder auffällt und der, wie mir scheint, auch mit dem zunehmenden Umweltbewusstsein zusammenhängt, ist Umwelttechnik. Bei meiner Recherche im Internet bin ich auf die Webseite der Toggenburger AG mit Sitz in Winterthur gestossen. Diese beschreibt Umwelttechnik als fachgerechte, wirtschaftliche und gesetzeskonforme Bauabfall-Entsorgung. Bauabfall könne Schadstoff belastende Materialien enthalten, die korrekt und nach umweltgerechten Vorgaben entsorgt werden müssen.

Trennung von Schadstoffen und Weiterführung in den Baustoff-Kreislauf

Schadstoffe trennen und korrekt entsorgen ist die eine Seite. Die Rückführung der gereinigten Materialien in den Baustoff-Kreislauf, die andere. Die Umwelt schonen und bewusst mit Ressourcen umgehen, so würde ich die Ziele der Umwelttechnik umschreiben. Trotzdem kann ich mir darunter noch wenig vorstellen. Auch hier greife ich wieder auf die Webseiten von Toggenburger.ch zu. Dort beschreibt man dieses Trennen so, dass verschmutzter Aushub mittels physikalisch-chemischer Bodenwäsche von Erdöl, Teer, Schwermetallen oder anorganischen Verunreinigungen (toxisch wirkende Metalle und Verunreinigungen, die Ursache von Gehirnschäden, Nervenschädigungen und sogar Todesfällen sein können. Quelle bluegreenwater.de/wasserverunreinigung). Möglichkeiten für die Trennung seien Mikrobiologie, Bodenluftabsaugung (Erzeugung einer Luftströmung, Mobilisierung der Schadstoffe im Boden, absaugen) oder Immobilisierung (Verfestigung von Abfällen).

Toggenburger hat zu diesem Zweck eine Abteilung für Umwelttechnik, die mit der Abteilung für Erdbau und Rückbau zusammenarbeitet. Der Rückbau trennt verschiedene Baustoffe direkt an der Quelle, während der Erdbau den Untergrund schonend bearbeitet. Die Aufbereitungsanlage der Toggenburger AG biete Platz für eine Zwischenlagerung von 10‘000 Tonnen Material. Diese Grösse zeigt nicht nur, wie ernst dieses Unternehmen Umwelttechnik nimmt, sondern dass das Thema Umwelt nicht mehr vernachlässigt werden kann.

Weitere Infos zum Thema:

Schweiz-Kantone.ch: Umwelttechnik – Handeln im Jetzt und Prävention für die Zukunft

11 Mrz

Pralinenverpackungen: Edle Produkte, edel präsentiert

Aus der Serie Begriffslexikon: Pralinenverpackungen.

Sich verkaufen können

Es gibt Momente im Leben eines Jeden, da muss man sich gut verkaufen können. Bei einem Bewerbungsgespräch etwa, bemühen wir uns um einen gepflegten Auftritt. Wir putzen uns raus und ziehen uns gut an. Also Hemd statt T-Shirt, Bluse statt Pulli. Und vielleicht leisten wir uns vorher gar den Gang zum Frisör. Denn wir wissen: Der erste Eindruck entscheidet! Hier gilt es also nicht zu sparen, wenn das Gespräch zum Erfolg werden soll.

Genauso verhält es sich mit den Pralinen im Supermarkt. Ihre Verpackung dient nicht nur dazu, sie vor Hitze und Schlägen zu schützen. Sie trägt ganz massgeblich dazu bei, ob sie sich gut verkauft oder nicht.

Träger eines Lebensgefühls

Denn die Verpackung transportiert das Image der Schokolade: Teure Edelpraline, schlichte Qualitätsschokolade, Schweizer Traditionsprodukt oder Schokospass für Kinder – solche oder ähnliche Labels verteilt der Konsument in Sekundenschnelle, je nach Verpackungsdesign. Verpackung ist also Träger des Namens, des Slogans, des Qualitätsanspruchs, ja gar Träger des Lebensgefühls, welches die Hersteller mit ihrer Praline vermitteln wollen.

Der erste Eindruck entscheidet

Pralinen im Sack zu verkaufen wäre unappetitlich und würde billig daherkommen. Eine Praline soll nicht der Eindruck der Massenware erwecken, sondern edel und einzigartig wirken. Und genau das ist Aufgabe der Verpackung. Die optimale Verpackung stellt das Produkt in den Mittelpunkt, und zwar so vorteilhaft wie möglich. Mit unterschiedlichen Materialoberflächen, von Matt bis Hochglanz, erreicht jeder Hersteller den von ihm gewünschten Effekt. Pralinenverpackungen stehen in dem Sinne für den ersten Eindruck, sie sind die unersetzlich wichtigen begleitenden Verpackungs-Kommunikationsmassnahmen direkt beim Produkt.

Das Thema Pralinenverpackungen habe ich auch auf meinem Blog Raeber-Marketing-Blog.ch thematisiert:

Welche Botschaften Verpackungen vermitteln können