3 Apr

Inkasso als Folge neuer Denkweisen — Änderungen der Verbrauchereinstellungen sind notwendig

Inkassounternehmen erfahren in der Schweiz eine immense Umsatzsteigerung, und das schon seit längerer Zeit. Es stellen sich zwei Fragen: Worin liegen die Gründe? Was können Verbraucherinnen und Verbraucher unternehmen, damit ein Inkassobüro wegen unbezahlter Rechnungen nicht an die Tür klopfen muss? Inbesondere in Zeiten von Corona, ist ein pflichtbewusster Umgang mit den eigenen Finanzen sehr wichtig.

Inkasso: Sichtweise ändern, neue Wege finden
Inkasso: Sichtweise ändern, neue Wege finden

 

Herr und Frau Schweizer kaufen gern und viel

Die Haushalte der Schweiz konsumieren in beträchtlichem Ausmass. Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) aus dem Jahr 2018 zufolge floss mehr als die Hälfte des Durchschnittseinkommens in Konsumgüter. Die Schweizer Bürger investieren demnach viel Geld unter anderem in Restaurantbesuche sowie in ihre Unterhaltung.

Die Statistik des BSF zeigt, dass der Bereich «sonstiger Konsum» einen fast genauso hohen Anteil an den Ausgaben ausmachte, wie die Kosten für Wohnen und Energie.

Hierbei sticht die Schweiz im Ländervergleich zwar nicht heraus, jedoch verdeutlichen die Grössenordnungen, dass hierzulande eine beträchtliche Konsumfreudigkeit vorherrscht. Die Auswertung einer deutschen Online-Mode-Suchmaschine hat 2019 umfassend ergeben, dass die Schweizerinnen durchschnittlich 455,00 Euro für ihre Online-Mode-Einkäufe ausgeben. Damit zeigt sich eine weitere Entwicklung im Verhalten der Schweizer: die steigende Beliebtheit des virtuellen Einkaufens. Bereits 2016 hat Deloitte ermittelt, dass im Detailhandel allein Bekleidung sowie Heimelektronik einen Online-Anteil in Höhe von 17 % respektive 27 % ausmachten. Ebenfalls hat die Erhebung aufgezeigt, dass die Nutzung digitaler Geräte und Geldkarten zum Bezahlen erheblich gestiegen ist. Gemäss einer E-Commerce-Studie von Y&R Wunderman aus dem Jahr 2019 liegt der Grund in der «Convenience». Die Schweizerinnen und Schweizer lieben die Bequemlichkeit beim Einkauf.

Inkassounternehmen im stetigen Aufwind

Millionenfach unbeglichene Rechnungen und eine dementsprechend hohe Anzahl an Betreibungen durch Inkassofirmen verdeutlichen die Notwendigkeit einer Abkehr vom herkömmliche Verbraucherverhalten und -denken. Das Inkasso wird ein immer wichtigerer Bestandteil der Schweizer Wirtschaft. Es verhilft den kleinen, mittleren sowie grossen Unternehmen zu den ihnen zustehenden Kundengeldern. Firmen, die das Inkasso zu ihrem Geschäftsfeld gemacht haben, sorgen für eine Entlastung im Bereich Forderungsmanagement. Zusammengeschlossen in dem im Jahr 1941 gegründeten Verband der Inkassotreuhandinstitute ivs haben sich jedenfalls die Mitglieder einem Kodex unterworfen, der den Schuldnerinnen und Schuldnern eine gesetzeskonforme und moralisch einwandfreie Behandlung ihrer Sachverhalte gewährleistet.

Damit sehen sich diese Unternehmen nicht nur in der Verpflichtung, die Forderung lediglich zu betreiben, sondern auch den betroffenen Personen hilfreich zur Seite zu stehen.

Auch wenn öffentliche Einrichtungen wie beispielsweise Schuldnerberatungen eine solche Unterstützung bieten, stellen Inkassobüros ebenfalls kompetente und die Säumigen unterstützende Ansprechpartner dar. Sie beantworten drängende Fragen, sind verhandlungsbereit und wollen Lösungen erreichen, die sowohl im Sinne der Unternehmen sind als auch deren Kundschaft einen Nutzen verschaffen. Der Hintergrund ist, dass diese in der Regel ja auch weiterhin Einkäufe tätigen sollen.

Konsum ist wichtig, Disziplin jedoch ebenfalls

Die Wirtschaft muss laufen. Dazu gehört auch der Einkauf von Gütern, die nicht unbedingt dazu dienen, mit dem Nötigsten versorgt zu sein. Der Mensch muss sich und andere belohnen können und dürfen, das gehört grundsätzlich seinem Wesen. Auswärts essen, der Kinobesuch oder auch ein Präsent für die Liebsten verschaffen Lebensqualität und steigern das Wohlbefinden aller Beteiligten. Der Inhaber des Restaurants, das Kino sowie der Geschenkartikelladen freuen sich über den Umsatz. Kundinnen und Kunden geniessen das Mahl respektive den Film. Beschenkte und Schenker fühlen sich glücklich.

Bei all diesen positiven Aspekten ergibt es jedoch wenig Sinn, wenn die Relation zwischen den zur Verfügung stehenden Geldmitteln und den Ausgabeverhalten nicht stimmig ist.

Nach einer gewissen Zeit erfolgt ein Zustand, der für alle Seiten negativ ausfällt und die Situation umkehrt. Fehlt den Verbraucherinnen und Verbrauchern das nötige Geld, verzeichnen über kurz oder lang Gaststätten, Kinos und Händler ein Einnahmeminus. Diese Negativspirale gilt es zu verhindern, wobei die Verbraucherseite am ehesten gefordert ist. Ein Umdenken und Maßhalten muss her.

Wie kann die Balance hergestellt werden?

Ziel kann es nicht sein, dass sämtliche Ausgaben (auch wegen der Pandemie) für Konsumgüter zurückgehalten werden und die Schweizer Haushalte sich ein «spartanisches» Leben verordnen.

Um der eigenen finanziellen Überforderung zu entgehen, reicht es schon aus, bei gewissermaßen jeder Finanzaktion zu reflektieren, ob diese tatsächlich und in der Höhe stattfinden muss. Ist das neueste Tablet tatsächlich notwendig oder lohnt sich ein Abwarten mit der Anschaffung? Muss das wöchentliche Treffen mit dem Freundeskreis wirklich im Restaurant stattfinden oder kann das nicht auch alle 2 Wochen der Fall sein? Zurzeit herrscht augenscheinlich die Meinung vor, das nötige Geld für ungezügelten Konsum sei leicht zu beschaffen beziehungsweise es sei quasi bedenkenlos möglich, die eine oder andere Rechnung spät oder eventuell gar nicht zu bezahlen. Das zeigen die nackten Zahlen.

Obwohl es Unternehmen, die unbeglichene Forderungen betreiben, aus den oben angeführten Gründen geben muss, so ist es dennoch unangenehm, wenn ein Mitarbeiter aus diesem Zweck vor der Haustür steht oder ein entsprechendes Betreibungsschreiben ins Haus flattert. Um dem entgegenzuwirken und sich selbst ein gutes Lebensgefühl zu erhalten, sollten die Schweizerinnen und Schweizer allein im Eigeninteresse ein Gleichgewicht von Geld und Ausgabeverhalten herstellen.

Weitere Texte auf Raeber-Leben-Blog.ch

Weiterführende Tipps aus dem Web

17 Feb

Schwarzer Knoblauch (Black Garlic) – für Herz und Hirn

Die Natur hält zahlreiche Heilpflanzen für uns bereit. Eine davon ist der Schwarze Knoblauch. Gesund soll er sein, schreibt die Süddeutsche Zeitung im Artikel «Ein schwarzes Wunder». Er wirkt gegen Erkältung und als Antidepressivum, erleichtert Wundheilung und Verdauung, heilt Hämorrhoiden und Arthritis. Ausserdem ist schwarzer Knoblauch eine wahre Proteinbombe. Grund genug, diese geruchfreie Knoblauch-Variante etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

«Schwarzer Knoblauch stärkt unser Immunsystem und die Blutgefässe, das ist wissenschaftlich belegt», berichtet das ProSieben Wissensmagazin Galileo. Die TV-Sendung besucht auch gleich einen Hersteller von Schwarzem Knoblauch. Ja, richtig.

Schwarzer Knoblauch wächst nämlich nicht in dieser Farbe.

Das Grundmaterial ist der Knoblauch, wie wir ihn mit seinem Aussehen und seinen Wirkungen alle kennen. Dieser wird einem Fermentationsverfahren (Gärungsprozess), in diesem Fall unter Zugabe von Feuchtigkeit und heisser Luft, unterzogen. Das Ganze dauert über 90 Tage, einige fermentieren nur 27 Tage. Den besten schwarzen Knoblauch soll der 6 Monate dauernde Reifeprozess mit Fermentation unter Beihilfe von EM (Effektiven Mikroorganismen) und einer Nachreifung liefern.

Schwarzer Knoblauch: Nahrungsergänzung für Herz und Hirn
Schwarzer Knoblauch: Nahrungsergänzung für Herz und Hirn

 

Studien versprechen gesunde Auswirkungen

Im Jahr 2016 lieferte die Literaturarbeit / Recherche von Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann (Uniklinik Freiburg) (siehe uniklinik-freiburg.de – PDF) sehr erfreuliche Ergebnisse. In dieser Studie wurden Daten aus acht zusammengeführten Studien gemeinsam ausgewertet. So wurden Übereinstimmungen offensichtlich und die positive Wirkung von Schwarzem Knoblauch mehrfach bestätigt.

Das Resultat: Präparate aus schwarzem Knoblauch senken die hohen Fettwerte im Blut, ebenso die Kalkeinlagerungen (Arteriosklerose) in den Herzgefässen, dadurch sinkt der Blutdruck ab und das Risiko für einen Gefässverschluss wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt.

Die Elastizität der Gefässe nimmt laut dieser Studie ebenfalls wieder zu. Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann bezeichnet schwarzen fermentieren Knoblauch als den stärksten Blutdrucksenker der Natur. Die Schwefelverbindungen im Knoblauch entspannen die Gefässmuskulatur, senken den Gefässwiderstand und so den Blutdruck.

Die Geschichte der Zwiebel

Knoblauch gehört zur Gattung der Zwiebelgemüse. Die Urform der Zwiebel wurde bereits vor mehr als 5’000 Jahren in Ägypten, China und Indien als Nahrungs- und Heilmittel angebaut. Von den Griechen und Römern wird überliefert, dass diese den Knoblauch zur Stärkung und zur Behandlung von Krankheiten geschätzt haben.

Bis heute besitzt Knoblauch einen hohen Stellenwert bei der Gesunderhaltung und zum Schutz vor Altersbeschwerden.

Was macht den schwarzen Knoblauch aus?

«Ich fühle mich seitdem viel weniger müde» wird Hans Försterling, Gemüsehändler in Valencia, im Artikel «Ein schwarzes Wunder» (Süddeutsche Zeitung) zitiert.

Försterling vertreibt schwarzen Knoblauch und isst jeden Tag eine Zehe davon. Eine einzige schwarze Knoblauch-Zehe besitzt ungefähr so viel Energie wie eine Knolle herkömmlicher, nicht-fermentierter Knoblauch. Die Universidad de Castilla La Mancha (Ciudad Real, Cdad. Real, Spanien) stellte fest, dass sich alle positiven Eigenschaften von Knoblauch nach einer Räucherung vervielfachen. Durch die Wärmebehandlung werden die Strukturen von 38 Inhaltsstoffen verändert. Im Geschmack finden sich Aromen von Backpflaumen, Feigen, Lakritz, Karamell, Vanille und Balsamico-Essig.

Schwarzer Knoblauch ist geruchslos und ohne Nachgeschmack, Aufstossen, Blähungen oder Ausdünstung.

Trotz der vielversprechenden Auswirkungen gilt auch beim Schwarzen Knoblauch dasselbe wie bei allen Nahrungsmitteln und Medikamenten. Sie wirken unterschiedlich. Kinder mit angeboren hohen Cholesterinwerten, zum Beispiel, sprachen nicht auf Knoblauch an.

Das wird dem Schwarzen Knoblauch nachgesagt

  • Unterstützung der Herzfunktion
  • Senkt hohen Blutdruck / Bluthochdruck
  • Ein Naturstoff zum Abbau von Ablagerungen in den Arterien (Arteriosklerose, Arterienverkalkung)
  • Hilft gegen Zivilisationserkrankungen wie hohe Blutfettwerte oder Diabetes
  • Erhaltung von roten Blutkörperchen
  • Förderung von Eisenstoffwechsel und Nervensystem
  • Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
  • Unterstützung des Energiestoffwechsels
  • Erhaltung normaler Schleimhäute
  • Erhaltung normaler Haut und Sehkraft
  • Zellschutz vor oxidativem Stress
  • Beruhigende Wirkung
  • Antibiotische Wirkung

Schwarzer Knoblauch wird unter anderem auch zur Herstellung von Honig und Bier verwendet.

Schwarzer Knoblauch im Web

8 Nov

Andacht / Impuls für jeden Tag – weil’s gut tut.

Jeder von uns kennt es: Der Wecker klingelt, Morgentoilette, Kaffee und Frühstück oder auch nicht, ein Check, ob wir alles dabei haben und anschliessend ab auf den Arbeitsweg. Das alles sind Rituale, die ganz selbstverständlich ablaufen. Eine tägliche Andacht und/oder ein wöchentlicher Impuls können ebenso zu einem wertvollen Ritual werden.

Was ist ein Ritual? Die Online-Enzyklopädie Wikipedia schreibt dazu folgendes: «Ein Ritual ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein.»

Hoher Symbolgehalt

Ja, mein morgendlicher Kaffee ist mir sehr wichtig. Er kurbelt mein Denken an und hilft mir, mich auf den Tag einzustellen. Das Gleiche gilt für das Frühstück. Die Morgentoilette motiviert mich dann, wenn ich sie erledigt habe. Das ist beim Kaffee anders. Er ist unter anderem für mein Innenleben zuständig. Kaffee hat für mich einen hohen Symbolgehalt. Das fällt mir dann auf, wenn er entweder zu schwach war, oder es keinen (mehr) hat… Kaffee steigert meine Motivation. Für mich ist er unersetzlich. Gibt es denn auch noch andere Massnahmen, die anregend wirken?

Tägliche Andachten, Inputs verändern Sichtweisen
Tägliche Andachten / Inputs verändern Sichtweisen

 

Andacht oder Impulse als Gedankenanstoss

Ein guter Gedankenanstoss löst bei mir ähnliche Gefühle aus. Und doch scheint mir der Impuls, den ich dabei verspüre, anders. Während mich Kaffee vorantreibt, zieht mich ein Impuls mit Perspektiven mit. Letzteres steigert meine Motivation nachhaltiger. Kaffee erleichtert mir den Alltag meistens für kurze Zeit, Impulse relativieren Herausforderungen und lassen sie leichter erscheinen. Es ist erstaunlich, welche Wirkung mentale Impulse haben können!

Laut Wikipedia kann ein Ritual auch religiöser Art (Andacht) sein. Glaube bringt eine Dimension mehr ins Leben: Einen Gott, der mit uns ist. Und die Aussicht auf ein Leben nach dem Tod. Glaubenssache, klar.

Eine tägliche Andacht

Eine tägliche Andacht hat das Ziel, den persönlichen Glauben regelmässig zu stärken. Den unsichtbaren Gott besser kennenzulernen. Fünf Minuten als Ritual in den täglichen Ablauf einplanen und sich auf Gott konzentrieren. Sich loslösen vom Jetzt und abtauchen in eine ganz andere Welt. Dabei geht es nie um die Dauer, sondern um die Qualität der Aufmerksamkeit.

Nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung geschieht in kleinen Schritten.

Dank Impulsen oder einer täglichen Andacht die eigene Persönichkeit entwickeln.
Dank regelmässigen Impulsen oder einer täglichen Andacht, die eigene Persönichkeit entwickeln.

Gibt es ein Zuviel?

Beim Kaffee auf jeden Fall. Zuviel des Guten kann das Gegenteil bewirken. Und bei einer Andacht? Aus meiner Sicht sind Ähnlichkeiten zu beobachten. Mir begegnen Menschen, die sich nur noch mit geistlichen Fragen auseinandersetzen. Die übersteigerte Suche nach Gott und nach seinen Antworten wird zum Dauerlauf. Nichts genügt mehr.

Das Geheimnis eines Rituals ist seine Regelmässigkeit. Doch gerade bei christlichen Werten, sollte man sich bewusst sein, dass unsere Vorstellungskraft und das Aufnahmevermögen Grenzen haben. Der Mensch kann sich nichts vorstellen, was er nicht schon mal gesehen oder erlebt hat. Andachten beziehen sich auf historische Geschichten. Was heisst das? Je komplexer ein Inhalt ist, desto länger braucht es, um ihn zu verarbeiten. Werden diese Grenzen respektiert, werden Impulse und Andachten zu einem echten Mehrwert in unserem Leben.

Weiterführende Tipps

30 Apr

Nägel unter der Lupe

Gestern hatten die Nägel doch noch eine andere Farbe?

Als die Tante eines Schulfreunds meines Sohnes ihren Neffen vorgestern bei uns abgeholt hat, fiel es mir auf: «Gestern hatten Deine Fingernägel doch noch eine andere Farbe?» «Ja», antwortete sie, «ich war gerade im Nagelstudio und habe mir die Nägel machen lassen.» «Aber könnte man die Farbe auch selbst ändern?», fragte ich weiter und bewunderte ihre schön gepflegten Fingernägel.

«Ja, das ist normaler Nagellack. Darunter habe ich farblose Acrylnägel und die haben sie im Studio gerade neu aufgefüllt und manikürt.»

Das war mir neu. Wenn man sich in einem Nagelstudio die Nägel machen lässt, ist man im Nail Design nicht festgelegt. Die Deckschicht kann man ganz einfach selbst variieren und der Gelegenheit und dem Outfit anpassen. So werden die Fingernägel zu einem modischen Accessoire, das man individuell verändern kann.

Nagelpflege, es selbst machen oder ins Nagelstudio gehen?

Warum machen Frauen so einen Hype um ihre Nägel?

Mein Mann kann nicht nachvollziehen, warum Frauen so grossen Aufwand mit ihren Nägeln betreiben. Wenn sie die Fingernägel und Hände meines Mannes hätten, müssten sie das auch nicht. Seine Fingernägel sind rosig und stabil, die Oberflächen glänzen, fast so als wären sie poliert, der Halbmond ist an allen Fingernägeln gut zu sehen, die Nagelhaut ist nirgendwo rissig, die Haut seiner Hände ist nicht schuppig oder spröde. Er hat einfach schöne Hände. Wenn ihn jemand fragt, wie er seine Hände pflegt, antwortet er:

«Ich reibe sie nach dem Händewaschen manchmal mit Olivenöl ein.»

Schöne Nägel sind ein Zeichen guter Gesundheit

An meinem rechten Daumennagel kann man sehr gut sehen, wie es mir geht. Wenn ich krank war oder mein Hormonspiegel durcheinander ist, erkennt man dies an Dellen und Rissen im Nagel. Sowohl Hormonschwankungen als auch Krankheiten oder Stoffwechselstörungen können Querrillen oder Furchen in den Fingernägeln hinterlassen. Auch Mineralstoffmangel oder Durchfall kann sich auf die Qualität der Nägel auswirken, brüchige oder abblätternde Nägel können die Folge sein. Auch weisse Flecken finden sich manchmal an meinen Fingernägeln. Früher erzählte man mir, das liege an einem Calciummangel. Heute aber weiss ich, dass die Flecken völlig harmlos sind. Sie können während des Wachstums entstehen, wenn man sich stösst oder verletzt.

Alle Menschen können schöne Nägel haben

Nicht jeder Mensch hat von Natur aus stabile, perfekte schöne Nägel. Aber man kann glücklicherweise nachhelfen.

Durch die richtige Pflege mit besonderen Nährstoffen oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und dem Einsatz spezieller Präparate kann man Fingernägel mineralisieren und festigen.

Zudem gibt es Nagelspezialisten, die sich bestens mit Maniküre und Nail Design auskennen und dafür sorgen, dass jedermann schöne Nägel haben kann.

Das könnte Sie auch noch interessieren:

 

15 Apr

Biodiversität fördern, Naturgarten anlegen und gestalten

Unsere Natur: Jede Sekunde zählt

Laut SRF verliert die Schweiz jede Sekunde fast 0.7 Quadratmeter Grünfläche. Und laut der roten Liste der Vogelwarte Sempach sind zirka 40 % der Vogelarten sowie zahlreiche Pflanzen- und Insektenarten bedroht. Grund: Die Zivilisation breitet sich immer weiter aus, sei es für Siedlungs- und Wirtschaftsraum oder für intensive Landwirtschaft. SRF hat deshalb die «Mission B» ins Leben gerufen. Ziel von «Mission B» ist es, die Biodiversität in der Schweiz nachhaltig zu fördern. Möglichkeiten gibt es viele. Zum Beispiel einen Naturgarten.

Naturgarten anlegen und gestalten, Ordnung in der Unordnung

Naturgärten sind wunderschön. Sei es mit Biotop oder ohne, mit Wiesen, einheimischen Sträuchern und Bäumen, wo Tiere sich tummeln und das Leben pulsiert etc. Irgendwo vielleicht eine Bank, wo man sich niederlassen und entspannen kann. Wir alle können einen Beitrag leisten, unsere Umgebung natürlicher zu gestalten. Direkt vor der Haustüre.

Jeder Garten verändert sich

Ob eher wild oder akkurat geplant: Garten bedeutet Wachstum und Veränderung. Dort wo die Lebensbedingungen ideal sind, breitet sich unsere Fauna und Flora aus. Zu den natürlichen Lebensbedingungen gehören liegengebliebenes Holz, Steinhaufen, Obstbäume, Hecken, und statt eines typischen englischen Rasens eher eine Wiese mit Wildblumen (teilweise auch Unkraut genannt). Dabei gibt es auch Konkurrenz und Verdrängung. Wucher.

Geplanter Naturgarten

Ein Naturgarten braucht professionelle Gartenpflege, weil der Platz hier beschränkt ist. Damit jede Pflanze zu genug Licht und Raum bekommt und die Unordnung im Lot bleibt. Ein weiterer Faktor bei einem Naturgarten ist auch die Sicherheit für Menschen. Trotz Biodiversität muss diese gewährleistet sein.

Bioterra Naturgarten

Im Zusammenhang mit Naturgärten fällt oft auch der Name Bioterra. Bioterra ist die führende Organisation für den Bio- und Naturgarten in der Schweiz. Sie setzt sich für biologischen Gartenbau ein. Ihr Engagement gilt der Förderung und dem Erhalt der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. Dies tut sie mit  sogenannten Naturgarten-Fachbetrieben als Partnern, welche für Planung, Umgestaltung oder Pflege eines Naturgartens zuständig sind. Bioterra sind schweizweit über 55 zertifizierte Naturgarten-Profis angeschlossen. (Quelle: Bioterra.ch)

4 Feb

Mein paradiesischer Traumgarten

Jasmin Taher über Gartenträume und Ihre Realtität und Umsetzbarkeit.

Ich habe mit meinem Sohn vor einigen Tagen zum Lesen üben die Bibel geschnappt. Und da steht ziemlich am Anfang, direkt nach der Schöpfungsgeschichte, im ersten Buch Mose (Buch Genesis) vom paradiesischen Garten Eden geschrieben:

Dieser Garten in Eden lag gegen Osten und in ihm wuchsen allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen. Und es gab einen Strom, den Garten zu bewässern.

Auch mein Traumgarten wäre ein nahezu paradiesischer Ort, in dem schöne Bäume, Sträucher und Pflanzen wüchsen. Die meiste Zeit im Jahr würden die Vögel und Eichhörnchen, Schmetterlinge und Bienen sowie meine Kinder dort etwas zu essen finden. Und ein Gewässer gäbe es in meinem Traumgarten selbstverständlich auch. Am liebsten wäre mir ein fliessendes Gewässer mit frischem Wasser, das über rundgeschliffene Steine plätschert. Vielleicht würden sogar Fische im klaren Nass wohnen? Kleine, hübsche, geschwungene Brücken würden sich über den Wasserlauf spannen. Ein bezaubernder Pavillon auf der Wiese würde zum Verweilen einladen. Auf schön angelegten Kieswegen könnte der Besucher auch bei Regen sauberen Schuhes durch den idyllischen Garten schreiten.

Gartengestaltung hat ihre Herausforderungen

Wenn der Traum auf die Realität im Garten trifft

Unser Garten ist an einem Hang gelegen – übrigens gen Westen statt Osten – und hat ein Gefälle von 10 bis 20°. Das Wasser eines Wasserlaufs würde in raschem Tempo den Berg hinunterstürzen. Ausser bei extremem Starkregen wären jedoch niemals die nötigen Wassermengen in unserem Garten vorhanden, um ein Bächlein zu formen. Und auf den Einsatz einer leistungsstarken Pumpe, die das Wasser im Kreislauf wieder nach oben befördern würde, würde ich aus Gründen des Energiesparens natürlich verzichten wollen. Damit wäre mein Traum vom klaren Wasserlauf und den pittoresken Brücken gestorben. Selbst die hübschen Kieswege scheinen wenig realistisch.

Damit man aber trotzdem sauberen Schuhs auch bei regnerischem Wetter durch unseren Garten laufen könnte, wäre es dringend nötig, die Treppen und Wege in unserem Garten neu zu verlegen. Die alten – schon nahezu antik zu nennenden – mit Moos bewachsenen Schieferplatten und Sandsteinstufen haben es nach vielen Jahren treuen Dienstes redlich verdient, in den Ruhestand zu gehen. Auch die Einfassungen an den Gemüsebeeten und Blumenrabatten müssten dringend erneuert werden. Das Ganze wird ein umfassendes Gartenbauprojekt, das wir im nächsten Frühjahr angehen werden. Aufgrund der Grösse und des Gefälles unseres Gartens werden wir uns jedoch professionelle Hilfe holen müssen. Denn alleine mit Schaufel, Spitzhacke und Schubkarre würde mein Mann wohl ewig brauchen, bis das Ganze fertig würde.

Der Apfelbaum in der Mitte des Gartens

Von meinem Gartenpavillon werde ich noch eine Weile träumen. Aber eines Tages werden wir den alten Apfelbaum in der Mitte des Gartens – wir haben übrigens keine Schlangen, nur Blindschleichen – wohl fällen müssen. Und dann hat es endlich ausreichend Platz für ein kleines, malerisches Salettl, wo ich es mir mit einer Tasse Tee auf einer bequemen Bank gemütlich machen werde und davon träumen werde, was wir als Nächstes in unserem Garten umgestalten könnten.

Quellen und Tipps:

24 Apr

Aktentürme statt Ablagesystem

Es ist sicherlich ein Vierteljahrhundert vergangen, seitdem ich, Jasmin Taher, das erste Mal bei einem Radiologen war. Ich weiss nicht mehr, wie der Arzt ausgesehen hat, aber sein Besprechungszimmer und Büro habe ich noch bildlich vor Augen. Auf dem Schreibtisch türmten sich Stapel von Arztbriefen, Befunden, Büchern, Ordnern und Schreiben. Statt ein ordentliches Ablagesystem zu verwenden, hatte er im ganzen Raum Unmengen von Papier scheinbar planlos und chaotisch verteilt. Auf Hockern, Regalen, der Behandlungsliege und dem Teppich stapelten sich hohe Türme von Akten.

Während ich eine gefühlte halbe Ewigkeit darauf wartete, dass der Arzt kommt, um mir das Röntgenbild zu zeigen und mit mir die Diagnose zu besprechen, kämpfte ich gegen das dringende Gefühl an, Ordnung in dieses heillose Chaos zu bringen.

Statt Chaos, eine korrekte Aktenablage einrichten

Umsichtiger Umgang mit sensiblen Daten

Besagte Praxis ist schon seit vielen Jahren geschlossen, möglicherweise waren die chaotischen Zustände die Ursache. Vielleicht ist der Arzt inzwischen einfach längst in Pension gegangen. In der Zwischenzeit war ich mehrmals auch mit meinen Kindern bei anderen Ärzten verschiedener Fachgebiete. Doch solche Zustände wie bei meinem ersten Radiologenbesuch habe ich seither nie wieder angetroffen. Die Leute sind im Umgang mit sensiblen Daten viel umsichtiger geworden. Akten von Heimbewohnern, Krankenakten, Personalakten oder Informationen über Kunden, Klienten oder Patienten werden akribisch vor dem unbefugten Zugriff Dritter geschützt. Wenn ich heutzutage in die Sprechstunde zu meinem Hausarzt gehe, dann liegen Briefe, Rezepte und Unterlagen stets mit der Rückseite nach oben, so dass man als Aussenstehender keinen Einblick in vertrauliche Daten bekommen kann.

Ordnungssysteme bringen Ordnung ins System

Es ist wichtig, dass in einem Unternehmen alle verantwortlichen Kollegen effizient und ohne grosses Suchen auf alle notwendigen Unterlagen zugeifen können. Sprich, es muss eine geregelte, systematische Ordnung herrschen, so dass jeder Zugang zu den Akten haben kann und nichts verloren geht. Ein professionelles Ordnungssystem bietet diverse Kennzeichnungs- und Signalisierungsmöglichkeiten, so dass Hängeregister oder Ordner optimal abgelegt und verwaltet werden können. Selbstverständlich müssen alle Beteiligten sich an die vereinbarten Regeln bezüglich der Sortierung und die Ablage betreffend halten. Denn auch ein professionelles Akten-, Ablage- und Ordnungssystem kann nur so ordentlich sein, wie die Menschen, die es verwalten.

Vorsicht bei der digitalen Verwaltung

Für grössere Organisationen, bei denen mehrere Leute gleichzeitig auf die gleichen Daten zu greifen müssen, ist die Verwaltung von Akten in Papierform oft nicht mehr effizient zu meistern. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, Daten nicht mehr in Papierform sondern digital zu archivieren. Dokumente werden dann eingescannt und im digitalen Archiv gespeichert. Über eine entsprechende Software zur Dokumentenverwaltung (Dokumentenmanagementsystem, DMS) kann entweder über das lokale Netzwerk oder auch übers Internet auf die Unterlagen zugegriffen werden. Früher war vor allem die begrenzte Geschwindigkeit ein limitierender Faktor für die elektronische Archivierung und den Remote-Zugriff. Heutzutage steht der Datenschutz im Vordergrund.

Besonders bei sensiblen Informationen ist Vorsicht geboten und die Daten müssen vor dem unbefugten Zugriff Dritter geschützt werden.

So ist für die Verwaltung heikler, personenbezogener Daten im Personalwesen oder bei der Verwaltung von Patienten- oder Heimbewohnerakten, sofern nicht unbedingt ein zeitgleicher Zugriff von verschiedenen Stellen auf die gleichen Datensätze notwendig ist, auch weiterhin eine Verwaltung in einem altbewährten Ablagesystem mit Hilfe von Hängemappen und -registern in einem sicheren, abschliessbaren Aktenschrank zu empfehlen.

3 Jul

Zu- und Abnehmen während der Schwangerschaft

Während ich diesen Blog schreibe, bin ich im neunten Monat schwanger. Selbstredend mache ich mir, wie wohl jede werdende Mutter, Gedanken darüber, wie ich mein zusätzliches Gewicht nach der Geburt wieder loswerden kann. Aber eigentlich ist es momentan nicht wichtig, wieviel ich wiege; Hauptsache dem Kind geht es gut.

Von Jasmin Taher

 Übergewicht ist riskant bei der Geburt

Die Zahl der übergewichtigen Schwangeren steigt immer mehr. Dabei erhöht Adipositas die Gefahr von Komplikationen und die Risiken während der Schwangerschaft und bei der Geburt. Eine Geburt ist eine anstrengende Prozedur, je fitter und schlanker man ist, desto leichter kann man die Entbindung überstehen und umso schneller kann man sich danach von den körperlichen Strapazen wieder erholen.

Während der Schwangerschaft nimmt eine Frau zwangsläufig zu. Das Kind, das Fruchtwasser, die Plazenta, die gewachsene Gebärmutter und das Mehr an Blut im mütterlichen Organismus wiegen einiges. Nehmen wir beispielsweise eine Mutter, die bis zur 40. Schwangerschaftswoche (SSW) 12,5 Kilogramm (kg) zugenommen hat. Das zusätzliche Gewicht teilt sich dann ungefähr folgendermaßen auf:

Mutter Gebärmutter 1,0 kg
Brust 0,5 kg
Blut 1,2 kg
Wassereinlagerungen 1,7 kg
Körperfett 3,2 kg
Kind Fötus 3,4 kg
Plazenta 0,7 kg
Fruchtwasser 0,8 kg

Quelle: verschiedene Internetquellen; z. B. www.liliput-lounge.de

Gewichtszunahme hängt vom BMI vor der Schwangerschaft ab

Je nachdem wie viel eine Frau vor der Schwangerschaft gewogen hat, legt sie bis zur Entbindung mehr oder weniger an Gewicht zu. Für eine eine untergewichtige Frau mit einem vorgeburtlichen BMI von 18 (das wären beispielsweise 52 kg bei 1,70 m Körpergröße), wäre es völlig in Ordnung, wenn Sie im Verlauf der Schwangerschaft 18 kg zunimmt und dann bei der Geburt 70 kg wiegt. Eine leicht übergewichtige Frau mit einem BMI von 26 vor der Geburt (75 kg bei 1,70 m), sollte nicht mehr als 7,0 bis 11,5 kg zunehmen.

In der Broschüre «Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit» des Bundesamts für Gesundheit (BAG) finden sich die folgenden Angaben für die optimale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft in Abhängigkeit vom Ausgangsgewicht der schwangeren Frau:

BMI vor der Schwangerschaft in kg/m² Empfohlene Gewichtszunahme gesamt in kg Empfohlene Gewichtszunahme pro Woche in kg
Untergewicht < 18,5 12,5 – 18,0 0,5 ab der 12. SSW
Normalgewicht 18,5 – 24,9 11,5 – 16,0 0,4 ab der 12. SSW
Übergewicht 25,0 – 29,9 7,0 – 11,5 0,3 ab der 12. SSW
Starkes Übergewicht > 29,9 ≤ 7,0

Quelle: Broschüre «Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit» des BAG, Dezember 2008

Epigenetisch programmiertes Übergewicht

Bereits in der Schwangerschaft wird der Grundstein für die Gewichtsentwicklung des Kindes gelegt. Im Mutterleib werden in den kindlichen Genen epigenetische Marker gesetzt, die in der Folge steuern, ob es tendenziell zu Übergewicht neigt oder nicht. Ständige Überernährung im frühen Entwicklungsstadium, beispielsweise bedingt durch mütterliches Übergewicht, kann zu einer metabolischen Fehlprogrammierung führen. Die so programmierten epigenetischen Strukturen werden dann in der Folge von Zellgeneration zu Zellgeneration weitergegeben. So können epigenetische Eigenschaften, die im Mutterleib erworben wurden, bis ins Alter erhalten bleiben. Wenn das Neugeborene bereits mit Übergewicht zur Welt kommt, bleibt das Risiko übergewichtig zu sein oder zu bleiben bis ins hohe Alter doppelt so hoch, wie bei normalgewichtigen Babys.

Halten Sie sich fit in der Schwangerschaft

Schwangerschaft ist keine Krankheit. Sie können also weiterhin sportlich betätigen und fit halten. Ich selbst versuche für meine alltäglichen Wege so oft wie möglich das Velo zu nehmen und selbstverständlich benutze ich möglichst das Stiegenhaus anstatt des Aufzugs. Joggen wäre jetzt nicht unbedingt der richtige Sport für mich, aber vielleicht fühlen Sie sich gut, wenn Sie laufen, walken oder spazieren gehen. Auch Schwimmen, Gymnastik, Yoga und Fitnesstraining sind geeignet, damit Ihr Körper in Form bleibt. Ein persönlicher Fitnesstrainer kann Sie beispielsweise beraten und Ihnen Tipps geben, welches der richtige Sport für Sie in der Schwangerschaft ist.

Abnehmen nach der Schwangerschaft mit der Hilfe eines Fitnesstrainers

Nach der Geburt sollten Sie nicht gleich ans Abnehmen denken. Während der Stillzeit haben Sie einen erhöhten Kalorienbedarf. Damit die Muttermilch das Kind optimal versorgt, sollten Sie darauf achten, dass Sie sich – ebenso wie während der Schwangerschaft – ausgewogen und gesund ernähren. Wenn Sie sich dann nach einer Erholungspause wieder gut fühlen, können Sie wieder anfangen, Sport zu treiben. Dabei ist natürlich unter anderem das Training des Beckenbodens und der Bauchmuskulatur wichtig. Ein Sport-Coach oder Personal-Trainer, der am Besten zu Ihnen und Ihrem neugeborenen Kind nach Hause kommt, kann Ihnen entsprechende Übungen zeigen und einen speziell auf Ihren Körper und Ihre Bedürfnisse angepassten Trainingsplan für Sie erarbeiten.

Quellen und Links:

4 Mai

Kundenzähler – Statistik bewegt und nützt

Ein Kundenzähler – auch People Counter genannt – erfasst Daten, wann wie viele Personen einen Verkaufsladen betreten. Es geht dabei um unser Verhalten. Wann wie viele Kunden im Laden sind. Mittelfristig erhobene Daten melden, wann Spitzenzeiten und wann Flauten sind. So kann der Arbeitsplan angepasst und verbessert werden. Lange Wartezeiten an der Kasse können so minimiert werden. Wir profitieren von Daten, weil sie Leerläufe verhindern helfen. Nur hat diese Optimierung auch andere Folgen. Wenn Filialen auf solche Art gemessen werden, ist eine Schliessung nicht ausgeschlossen. Besonders dann, wenn die Kundenfrequenz allein das Mass aller Dinge ist.

Wo sind die Grenzen der Erfassung?

Ein Kundenzähler erfasst also sogenannte Offline Daten. Beim Internet sind es Online Daten. Nur wird dort noch mehr erfasst wird. Das digitale Zeitalter bringt es mit sich: Facebook, Google, Microsoft – die Giganten der heutigen Zeit – nutzen Daten, um ihre Services noch besser zu machen und äusserst zielgerichtete Werbung zu ermöglichen. Aus einer gewissen Logik ist das alles sinnvoll. Bleibt die Frage, wo das Ende der Datenerfassung angesetzt werden muss. Genau dies ist letztendlich eine Frage der Einstellung desjenigen, der die Daten erfasst. Denn elektronische Hürden zu umgehen, ist in diesem sich rasant entwickelnden Gebiet leider meistens kein Problem.

Welche Daten sind wirklich nötig?

Statistikprogramme im Internet – besonders erwähnt sei Google Analytics – können enorm viele Daten erfassen. Männlein, Weiblein, Interessen, Seitenbesuche, Zeitabstände, Absprungrate, Geografischer Raum, Alter, etc. Das Internet ist das «Land der unbegrenzten Möglichkeiten». Und da die Währung im Internet Kundendaten sind, wird fleissig gesammelt. Denn Aufwand und Ertrag, Kosten und Nutzen sollen möglichst effizient sein. Das ist verständlich, sofern man auch gewisse Grenzen respektiert. Warum eine App, wenn man sie installiert, auf unsere Fotos zugreift dürfen soll, ist mir bis heute unverständlich. Es sei denn, man will wissen, wofür ich mich interessiere und wo ich mich aufhalte. Denn auch die Bilderkennung ist inzwischen sehr raffiniert.

Datenerfassung, zwischen sinnvoll und schamlos

Wer Daten präsentiert, kann besser Werbung verkaufen. Mit unseren Daten werden andere reich. Auch Facebook liefern wir netterweise freiwillig zahlreiche Daten über unsere Interessen, wenn wir Beiträge liken. So kann Facebook z.B. einen Cookie setzen, über den das soziale Netzwerk auf anderen Internetseiten, die ebenfalls Facebook-Buttons eingebunden haben, erkennen kann, dass man bereits auf den Button geklickt hat. Ist man als Facebook-Nutzer gleichzeitig bei Facebook eingeloggt, ist die Zuordnung eines Seitenabrufs zu Ihrem Profil auf Facebook möglich. (Quelle Welt.de).

Kunden zählen – Wenn der Druck steigt, müssen die Kosten optimiert und das Angebot angepasst werden.

Die Firma Avisec AG im aargauischen Remetschwil schreibt auf ihrer Firmenwebseite, dass der Umsatz pro Fläche im Verkaufsladen maximiert wird. Mit einer Überwachungskamera und Analyse-Software können Ladengestaltung und Produktpräsentation effektiver verglichen werden. Dass wir Daten brauchen, um uns laufend zu verbessern, ist klar. Der Kundenzähler ist, aus meiner Sicht, eine Form von Erfassung, die sich auf ein sinnvolles Minimum beschränkt. Die Frage ist immer, wie viel man erfassen will, wenn der Verkaufs- und Kostendruck steigt. Und der ist, nicht zuletzt dank Billiganbietern aus dem Ausland, am Zunehmen. Das Internet macht vieles möglich und hat eben auch seine Konsequenzen …

Blogtipp: People Counter, wenn statt Bauchgefühl die Statistik bei der Personalplanung hilft

11 Apr

Kurkuma – die bewährte und heilende Zauberknolle

Über den Markt schlendern und die Stände bewundern. Neues entdecken. Zum Beispiel Gewürze. Eines wie Kurkuma, dem viel gesunde Wirkung und Geschmack nachgesagt wird. Was kann Kurkuma, was nicht? Wir schauen genauer hin. 

Neues … dabei scheiden sich ja oft die Geister. Was neu und unbekannt ist, und nicht mit einer vertrauenswürdigen Studie belegt, dem stehen wir oft kritisch gegenüber. Darum hat es Neues manchmal schwer.

Und noch schwerer, wenn Traditionen oder Macht und Geld im Wege stehen.

Das gilt zum Beispiel bei Naturprodukten, denen eine Heilwirkung nachgesagt wird. Aus eigener Erfahrung weiss ich: Jedes Heilmittel wirkt bei jedem Menschen anders. Warum nicht mit natürlichen Heilungsmitteln arbeiten? Zumindest unterstützend.

Vorurteil, Ruf und Wirkung. Ich lasse mich bewusst auf eines der ältesten Heilmittel ein: die Kurkuma Knolle.

Was kann Kurkuma?

Kurkuma wird zum Beispiel als gelbes Färbungsmittel bei Senf eingesetzt. Dort wird es als Lebensmittelzusatzstoff E100 aufgeführt (Quelle: Lifechannel.ch: «Superfood: Kurkuma»). Kurkuma kann noch viel mehr. Als kleinen Check überprüfe ich in Google Books. Ich will wissen, was die Literatur dazu sagt. Es werden etwas über 30‘000 Bücher mit Kurkuma als Haupt- oder Nebenthema aufgezeigt. Die folgenden sind mir speziell aufgefallen:

  • Kurkuma: Die heilende Kraft der Zauberknolle (HEYNE <, Klaus Oberbeil, 2012)
  • Krebs vorbeugen und therapieren: Wie Ernährung helfen kann: So essen … (Axel Springer Schweiz, August, 2013, Marianne Botta)
  • So können Sie Demenz vergessen!: Was das Gehirn schützt und was ihm … (Books on Demand – Juli 2012, Klaus Reder)

Wir lesen von heilender Kraft, von Entzündungshemmung, Zellschutz, Krebs vorbeugen und sogar therapieren. Auch Demenz kann man offensichtlich vergessen. Ich bleibe vorerst bei diesen 3 Büchern und ihren doch sehr starken Behauptungen.

Glaubwürdigkeit der Verlage und Autoren

Da es heute relativ leicht ist, ein Buch zu veröffentlichen, checke ich die Verlage und Autoren dieser Bücher durch. Da ist zum einen HEYNE <. Über diesen Verlag braucht man nicht zu diskutieren. Er ist einer der grössten im deutschsprachigen Raum. Axel Springer kann ebenfalls eine ähnliche Glaubwürdigkeit beigemessen werden und Bookondemand ebenfalls, da bereits seit 1980 am Markt tätig. Testen wir noch kurz die Autoren. Klaus Oberbeil, Medizinjournalist und Fachautor für Gesundheits- und Ernährungsthemen, hat über 35 Bücher herausgegeben. Die Berner Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta (Mbfit.ch) hat ebenfalls einige Bücher zum Thema Ernährung herausgeben und wird in der Presse (Beobachter, Wir Eltern etc) zitiert und interviewt. Ihre Aus- und Weiterbildungen lassen auf Kompetenz schliessen. Bleibt noch Klaus Reder. Dieser Gesundheitsberater befasst sich seit über 30 Jahren mit Fitness, Ernährung und Gesundheit.

Kurkuma Gewürz vielseitig einsetzbar.
Was kann Kurkuma eigentlich alles?

Was Kurkuma alles kann

Das Buch «Kurkuma, die heilende Kraft der Zauberknolle» weist auf die folgende Wirkung der Knolle hin:

  • Entzündungshemmend,
  • hilft gegen Rheuma, Kopfschmerzen und Magendarmprobleme,
  • senkt den Cholesterinspiegel,
  • reguliert den Blutzucker und
  • schützt vor freien Radikalen.

Das Schöne an Kurkuma: Es lässt sich leicht als Gewürz in den Menüplan einbinden. Besonders Liebhaber der ayurvedischen und asiatischen Küche lieben es.

Für Marianne Botta gilt Kurkuma das das krebshemmende Gewürz * schlechthin.

Sie betitelt Kurkuma im Buch «Krebs vorbeugen und therapieren: Wie Ernährung helfen kann: So essen … » (S73), als «gelbe Power». Es wirke antioxidativ und entzündungshemmend (vor allem, wenn es täglich genossen werde) und könne in Krebszellen den programmierten Selbstmord auslösen. Es störe auch die Bildung neuer Blutgefässe zur Versorgung des Tumors. Studien würden ausserdem zeigen, dass Kurkuma das Wachstum von Krebszellen verlangsame. Tipp: Man muss Kurkuma mit Pfeffer und Öl kombinieren.

Klaus Reder schreibt in «So können Sie Demenz vergessen!: Was das Gehirn schützt und was ihm …» (S99)**, dass Wissenschaftler mittlerweile davon ausgingen, dass Alzheimer durch eine Entzündung im Gehirn verursacht würde.

Möglicherweise könne Kurkuma durch seine entzündungshemmende Wirkung diese Entzündungen im Gehirn verhindern.

Auch die TV-Sendung ARD Buffet ging dem Thema Kurkuma nach. «Wunderwurzel Kurkuma» so der Titel der Sendung (vom 5. Oktober 2016). Kurkuma als natürliche Wunderwaffe gegen hohes Cholesterin, gegen Magenschmerzen und eine ganze Reihe weiterer unangenehmer Beschwerden. Wie sie angewendet werden kann, zeigt die Heilpraktikerin Melanie Wenzel in der ARD Sendung.

Gesunde Ernährung ja: Zum Beispiel mit Kurkuma, ob als Kapseln oder als Pulver im Speiseplan
Abwarten und Tee trinken oder mit Kurkuma ergänzen und vorbeugen?

Vorbeugung und Wirkung

Wer krank ist, möchte möglichst schnell gesund werden. Verständlich.

Vielleicht müssen wir es ja gar nicht erst so weit kommen lassen?

  • Indem wir uns möglichst gesund ernähren.
  • Dazu gehört sicher auch ein Gewürz wie Kurkuma.
  • Den Menüplan ändern und bewusster leben.
  • Den Stresspegel senken.

Denn ohne Umdenken und danach Handeln, geht eben vieles nicht.

Es geht um die Chance, mittleren bis schweren Krankheiten vorzubeugen. Vielleicht gelingt uns das nicht immer. Die Garantie auf ein langes Leben hat niemand. Aber jede/r trägt die Verantwortung für einen sorgsamen Umgang mit sich und seinem Umfeld. Dazu gehört auch unsere Ernährung.

Wir müssen nicht immer erst im Nachhinein klüger werden. Es darf durchaus vorher sein …

 

Weiterführende Tipps/Quellenangaben rund um das Thema Kurkuma und Nahrungsergänzung: