25 Aug

Rückbau, Erdbau und Recycling: Massnahmen der Umwelt zuliebe

Die Erde ist unser Tempel. Doch nicht immer behandeln wir sie auch so. Nicht ohne Grund appelliert Greta Thunberg seit Monaten für mehr Umweltbewusstsein. Die wohl jüngste Klimaaktivistin der Welt fordert mehr Nachsicht, Rücksichtnahme und Achtsamkeit – auch vom Bauwesen. Vor allem bei den Baumaterialien ist oberste Vorsicht geboten. Bedenkliche Baustoffe wie Stahl, Gips und Zement, die der Natur zunehmend zur Last fallen, gilt es zu reduzieren. Umweltfreundliche Alternativen wie Stroh und Kork sind jetzt gefragt.

Retourkutsche – die Umwelt schlägt zurück

Das menschliche Fehlverhalten geht nicht spurlos an der Umwelt vorbei. Ganz im Gegenteil: Die Natur ist vom Einfluss des Menschen stark gebeutelt. Ein Beispiel: Die moderne Baubranche bedient sich gerne dem Sand und Kies vom Meeresgrund – mit dramatischen Folgen für die Lebewesen am Meeresboden. Nicht selten tragen die Saugbaggerschiffe Unmengen von Material ab und mit ihm Unmengen von Pflanzen und Tieren. Und das Schlimmste: Nur selten regeneriert sich das angeschlagene Ökosystem wieder vollständig. Zu stark wurde der Meeresboden bei der Abtragung verändert. Und je mehr sich der Lebensraum verändert, desto weniger Lebewesen fühlen sich darin noch wohl. Die Artenvielfalt nimmt ab.

An den Küsten sorgt der extreme Sandabbau sogar für heftige Erosionen. Noch dramatischer sieht es in den Flussbetten aus. Entnehmen die Verantwortlichen zu viel Sand, wandelt sich die ganze Flusslandschaft. Dabei sinkt nicht nur der Wasserspiegel ab, auch der Flusslauf verändert sich.

Die Natur gibt uns ein klares Zeichen: Sie ist nicht mit unserem rücksichtslosen und ausbeuterischen Handeln einverstanden.

Wir müssen unsere Altlasten abbauen, unsere Fehler wieder gutmachen – der Umwelt zuliebe. Und genau hier kommen die bewährten Massnahmen Erdbau, Rückbau und Recycling ins Spiel.

Rückbau, Erdbau und Recycling: Massnahmen der Umwelt zuliebe

Rückbau, Erdbau und Recycling: Massnahmen der Umwelt zuliebe

Rückbau, Erdbau, Recycling – aus Liebe zur Natur

Was bedeutet Rückbau?

Beim Rückbau ist der Name Programm: Hier werden Bauwerke anders als beim klassischen Gebäudeabbruch nicht auf einen Schlag, sondern Schritt für Schritt abgebaut. Vom Dach bis zum Fundament tragen die Verantwortlichen die alte, teils giftige Bausubstanz vorsichtig ab – solange, bis nichts mehr von dem Gebäude übrig ist.

Das Rückbildungsverfahren ist zwar aufwendiger und zeitintensiver als der herkömmliche Gebäudeabbruch, tut aber der Umwelt etwas Gutes. Durch das langsame und sorgfältige Vorgehen setzen sich deutlich weniger belastende Staub- und Schmutzpartikel frei. Und je weniger Schadstoffe sich freisetzen, desto weniger muss die Umwelt am Ende ausbaden. Speziell bei Baustoffen mit giftigen Zusätzen wie zum Beispiel HBCD zahlt sich der schrittweise Gebäudeabbruch aus. Es gelangen merklich weniger schädliche Substanzen in die Umgebung.

Was bedeutet Erdbau?

Wie der Name bereits verrät, fallen unter die Kategorie „Erdbau“ sämtliche Baumassnahmen, die sich auf den Boden auswirken. Ob in seiner Lage, Form oder Beschaffenheit – der Grund verändert sich. Gerade für den Strassen- und Tiefenbau sind Erdbaumassnahmen von zentraler Bedeutung.

Beim Umgang mit unserer Erde ist besondere Umsicht gefragt. So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich – lautet die Devise von Umweltschützern. Schliesslich dient die abgetragene Erde auch unzähligen Lebewesen als Heimat.

Was bedeutet Recycling?

Die Baubranche lebt von natürlichen Rohstoffen wie Sand und Kies. Doch leider stellt uns Mutter Natur nicht unbegrenzt viel davon zur freien Verfügung. Über kurz oder lang geraten die natürlichen Vorräte an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist das Recycling von Baustoffen. Das Prinzip ist einfach: Bauabfälle und Abbruchmaterialien wandern nicht auf die Deponie, sie werden zu neuen Baustoffen weiterverarbeitet. So bleiben uns die kostbaren Rohstoffressourcen der Natur länger erhalten. Ob für Erdbaumassnahmen, Garten- und Landschaftsbau oder den Strassen- und Wegebau – die recycelten Baumaterialien machen sich in den unterschiedlichsten Gebieten nützlich.

Weitere Artikel zum Thema Umwelt auf raeber-leben-blog.ch

Weiterführende Tipps im Web

8 Nov

Andacht / Impuls für jeden Tag – weil’s gut tut.

Jeder von uns kennt es: Der Wecker klingelt, Morgentoilette, Kaffee und Frühstück oder auch nicht, ein Check, ob wir alles dabei haben und anschliessend ab auf den Arbeitsweg. Das alles sind Rituale, die ganz selbstverständlich ablaufen. Eine tägliche Andacht und/oder ein wöchentlicher Impuls können ebenso zu einem wertvollen Ritual werden.

Was ist ein Ritual? Die Online-Enzyklopädie Wikipedia schreibt dazu folgendes: «Ein Ritual ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein.»

Hoher Symbolgehalt

Ja, mein morgendlicher Kaffee ist mir sehr wichtig. Er kurbelt mein Denken an und hilft mir, mich auf den Tag einzustellen. Das Gleiche gilt für das Frühstück. Die Morgentoilette motiviert mich dann, wenn ich sie erledigt habe. Das ist beim Kaffee anders. Er ist unter anderem für mein Innenleben zuständig. Kaffee hat für mich einen hohen Symbolgehalt. Das fällt mir dann auf, wenn er entweder zu schwach war, oder es keinen (mehr) hat…

Kaffee steigert meine Motivation. Für mich ist er unersetzlich. Gibt es denn auch noch andere Massnahmen, die anregend wirken?

Tägliche Andachten, Inputs verändern Sichtweisen
Tägliche Andachten / Inputs verändern Sichtweisen

 

Andacht oder Impulse als Gedankenanstoss

Ein guter Gedankenanstoss löst bei mir ähnliche Gefühle aus. Und doch scheint mir der Impuls, den ich dabei verspüre, anders.

Während mich Kaffee vorantreibt, zieht mich ein Impuls mit Perspektiven mit. Letzteres steigert meine Motivation nachhaltiger.

Kaffee erleichtert mir den Alltag meistens für kurze Zeit, Impulse relativieren Herausforderungen und lassen sie leichter erscheinen. Es ist erstaunlich, welche Wirkung mentale Impulse haben können!

Laut Wikipedia kann ein Ritual auch religiöser Art (Andacht) sein. Glaube bringt eine Dimension mehr ins Leben: Einen Gott, der mit uns ist. Und die Aussicht auf ein Leben nach dem Tod. Glaubenssache, klar.

Eine tägliche Andacht

Eine tägliche Andacht hat das Ziel, den persönlichen Glauben regelmässig zu stärken. Den unsichtbaren Gott besser kennenzulernen. Fünf Minuten als Ritual in den täglichen Ablauf einplanen und sich auf Gott konzentrieren.

Sich loslösen vom Jetzt und abtauchen in eine ganz andere Welt. Dabei geht es nie um die Dauer, sondern um die Qualität der Aufmerksamkeit.

Nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung geschieht in kleinen Schritten.

Dank Impulsen oder einer täglichen Andacht die eigene Persönichkeit entwickeln.
Dank regelmässigen Impulsen oder einer täglichen Andacht, die eigene Persönichkeit entwickeln.

Gibt es ein Zuviel?

Beim Kaffee auf jeden Fall. Zuviel des Guten kann das Gegenteil bewirken. Und bei einer Andacht? Aus meiner Sicht sind Ähnlichkeiten zu beobachten. Mir begegnen Menschen, die sich nur noch mit geistlichen Fragen auseinandersetzen. Die übersteigerte Suche nach Gott und nach seinen Antworten wird zum Dauerlauf. Nichts genügt mehr.

Das Geheimnis eines Rituals ist seine Regelmässigkeit. Doch gerade bei christlichen Werten, sollte man sich bewusst sein, dass unsere Vorstellungskraft und das Aufnahmevermögen Grenzen haben. Der Mensch kann sich nichts vorstellen, was er nicht schon mal gesehen oder erlebt hat. Andachten beziehen sich auf historische Geschichten. Was heisst das?

Je komplexer ein Inhalt ist, desto länger braucht es, um ihn zu verarbeiten. Werden diese Grenzen respektiert, werden Impulse und Andachten zu einem echten Mehrwert in unserem Leben.

Weiterführende Tipps

6 Nov

Soziale Aussenseiter und Helfer

Sozialarbeiter und Sozialpädagogen helfen in verschiedenen Bereichen und übernehmen pädagogische, konzeptionelle und organisatorische Aufgaben. Der Beruf als Sozialpädagoge im Überblick (von Jasmin Taher).

Nachdem unser Sohn in einem grossartigen Kindergarten mit wunderbaren SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen und PraktikantInnen eine unbeschwerte Kindergarten- und Vorschulzeit verbringen durfte, wurde er in diesem Jahr eingeschult. Seine Klassenkameraden an der öffentlichen Primarschule in unserem Quartier stammen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Da gibt es Mädchen und Buben aus gebildeten Akademikerfamilien ebenso wie einen Jungen mit drogenabhängigen, arbeitslosen Eltern. Da gibt es Kinder, die von 7:30 bis 17:00 Uhr im Hort betreut werden und Kinder, deren Mütter sich als Hausfrauen in Vollzeit um die schulischen, körperlichen und sozialen Bedürfnisse ihrer Kleinen kümmern.

Obwohl es kleine Menschen sind, sieht man sofort die Unterschiede in der sozialen Kompetenz der Schulanfänger, erkennt auch bereits soziale Aussenseiter. Da gibt es Kinder, die sich nicht verbal zur Wehr setzen können sondern stattdessen auf die Stärke ihrer Fäuste setzen, da gibt es Aufschneider, Lügner und Mobbing-Opfer und da gibt es Kinder, die sich liebevoll helfend um die anderen kümmern.

Handeln statt zusehen

Betrachtet man in der grossen Pause auf dem Schulhof das Miteinander der Kleinen, erkennt man deutliche Unterschiede in deren Umgang miteinander. Die einen spielen harmonisch zusammen, die anderen tendieren dazu, schnell mit Mitschülern in Streit zu geraten. Und wenn von den Kindern zwei in Streit geraten, dann gibt es diejenigen, die neugierig gaffend zusehen und die anderen, die couragiert in den Streit eingreifen und dabei helfen wollen, ihn rasch beizulegen.

Wer braucht die Hilfe eines Sozialpädagogen?

Viele Menschen in unserem Umfeld haben sozialen Probleme. Sie brauchen Hilfe, damit sie sich (wieder) als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft fühlen und im sozialen Alltag sowie im Umgang mit anderen bestehen können, beispielsweise:

  • Kinder oder Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien
  • Menschen, die straffällig geworden sind
  • Menschen, die Opfer von Straftaten geworden sind
  • Schüler, die Probleme in der Schule oder mit den Mitschülern haben
  • Langzeitarbeitslose
  • Drogenabhängige
  • Obdachlose
  • Flüchtlinge

Sozialpädagogen: Soziale Aussenseiter und Helfer

Welche Aufgaben erfüllen Sozialpädagogen und Sozialarbeiter?

Sozialarbeiter und Sozialpädagogen helfen in verschiedenen Bereichen und übernehmen pädagogische, konzeptionelle und organisatorische Aufgaben.

Schulsozialarbeiter kümmern sich um die Probleme von Schülern. Im Strafvollzug und in der Rehabilitation arbeiten Sozialarbeiter, um straffällige Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren und weitere Straftaten zu verhindern. In der Opferberatung betreuen Sozialpädagogen Opfer von Straftaten, Gewalt- und Sexualdelikten. Job-Coaches kümmern sich um Arbeitslose, zeigen ihnen neue Perspektiven auf und motivieren sie. In Kinder- und Jugendheimen werden Kinder oder Jugendliche ohne Familie oder aus sozial benachteiligten Familien von Sozialarbeiteren betreut. Oft wohnen die Sozialpädagogen auch als Betreuer in stationären Wohngruppen und kümmern sich dort um ihre Schützlinge. Auch ambulante oder temporäre Angebote werden von ihnen betreut, so arbeiten sie in Familien- und Suchberatungsstellen, bei ambulanten sozialen Diensten oder als Streetworker und in Obdachloseneinrichtungen.

Welche Kompetenzen braucht ein Sozialpädagoge?

Als Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge sollte man integer und seriös sein, in der Lage, auf Menschen zuzugehen und einzugehen. Man sollte über eine solide soziale Kompetenz verfügen und keine Angst vor engem persönlichem Kontakt haben. Man sollte mit Nähe distanziert umgehen können, die Probleme der anderen nicht zu nah an sich rankommen lassen.

Man muss klare Grenzen setzen und anderen Menschen Orientierung geben können. Und man braucht eine hohe Frustrationstoleranz.

Denn bei der Arbeit mit anderen Menschen gelingen viele Dinge nicht, dessen muss man sich im Vorfeld bewusst sein. Auch wenn man als Sozialpädagoge helfen möchte; gewisse Menschen wollen sich nicht helfen lassen.

Eingreifen statt daneben stehen

Kürzlich schimpfte ich mit erhobener Stimme mit meiner Tochter, da mischt sich mein Sohn ein und sagt in seiner ruhigen, bedächtigen Art zu mir: «Mama, sprich bitte leise. Ich mag nicht, wenn du schreist.»

Links und Quellen:

18 Sep

Nachhaltiges Wirtschaften im Schweizer Wald

Der Begriff Nachhaltigkeit ist ursprünglich verbunden mit dem Holzanbau. Hans Carl von Carlowitz beschrieb im Jahr 1713 erstmals das Prinzip der nachhaltenden Nutzung, des nachhaltigen Wirtschaftens, beim Anbau von Holz in seinem Werk Sylvicultura oeconomica. Seine Kernaussage: Es dürfe nicht mehr Holz geerntet werden als kontinuierlich nachwachsen könne.

Heutzutage prägt dieses nachhaltige Handeln die schweizerische Forstwirtschaft. Die Forstwirte gehen respektvoll und pfleglich mit ihren Bäumen um, es wird kein Raubbau betrieben, so dass auch kommende Generationen den Wald nutzen können.

Folgen des Klimawandels für den Wald

Die diesjährige lange Hitzeperiode hat auch negativen Einfluss auf den Wald. Aufgrund der Dürre sind die jungen Setzlinge, die im Frühjahr 2018 zur Aufforstung der Wälder gepflanzt wurden, grossteils vertrocknet. Und auch der Baumbestand hat durch die andauernde Trockenheit Schaden genommen, die Bäume sind in diesem Sommer vergleichsweise wenig gewachsen, denn für die Photosynthese benötigen die Bäume neben Kohlendioxid auch Wasser.

Was passiert bei der Photosynthese?

Die vereinfachte Summengleichung der Photosynthese lautet:

Aus sechs Kohlendioxid- und sechs Wassermolekülen wird in Pflanzen durch Photosynthese mit Hilfe von Chlorophyll und Licht ein Zuckermolekül (Traubenzucker, Glucose), das erste Syntheseprodukt, gebildet. Dabei wird ein Sauerstoffmolekül frei. Die gebildeten Zuckermoleküle verbinden sich zu Cellulose, dem Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände, die aus etwa 50 % Cellulose bestehen.

Die klimaschützende Wirkung des Waldes

Der Wald hat also eine schützende Wirkung auf unser Klima, aber nur unter der Voraussetzung, dass den Bäumen und Pflanzen ausreichend Wasser für die Photosynthese zur Verfügung steht. Denn bei der Photosynthese binden Pflanzen nur dann freies Kohlendioxid, wenn sie auch wachsen können und dazu brauchen sie Wasser.

Viele Bäume in den schweizerischen Wäldern sind aufgrund der Dürre in einen Schlafmodus – so wie sonst nur im Winter üblich – verfallen, um die Trockenperiode möglichst schadlos überstehen zu können. Deshalb findet man in diesem Sommer schon früh im Jahr Bäume, die ihre Blätter verfärbt und ihr Laub abgeworfen haben. Damit unsere Wälder in Zukunft besser gegen solche extremen Wetterlagen und negative Wettereinflüsse geschützt sind, wird der Schweizer Wald der Zukunft verstärkt auf eine grössere Artenvielfalt und andere Baumarten setzen, die beispielsweise besser mit Trockenperioden umgehen können. Nur so können unsere Wälder den vielfältigen klimatischen Herausforderungen widerstehen und schützend auf das Klima und gegen eine weitere Erderwärmung wirken.

Nachhaltig Bauen mit Holz

In der Schweiz werden Wälder zumeist nachhaltig bewirtschaftet. Im Baubereich liegt der Anteil von Schweizer Holz jedoch nur noch bei 35 – 40 % (Quelle: waldschweiz.ch). Beim Bezug von Holz ohne Herkunftszeichen ist nicht sichergestellt, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen eines Holzbauprojekts oder bei der Verwendung von Holz als nachhaltigen Baustoff auf die Herkunft der hölzernen Baustoffe zu achten.

Ein Beispiel wie Holz auch in der Baubranche eingesetzt werden kann:

Schindler-Scheibling.ch: Woodwall: Mauern aus Holz

Quellen:

  • Waldwissen.net: Nachhaltig wirtschaften im Wald
  • Wikipedia.org: Nachhaltigkeit, Hans Carl von Carlowitz, Photosynthese
  • SRF-Tagesschau 07.08.2018 – Wald im Klimawandel
  • Waldschweiz.ch: Der Schweizer Wald, Waldpolitik 2020, Seminar «Nachhaltig Bauen mit Holz»
  • HOLZO – Original Züri Oberland Holz
  • holz-bois-legno.ch: Herkunftszeichen Schweizer Holz
23 Mai

Wege aus der Krise: Lebenskrisen bewältigen oder damit umgehen können

Wege aus der Krise

Was ist eine Krise und wie entsteht sie? Kann man sie verhindern? Der Begriff Krise ist in sich sehr allgemein gehalten. Er beinhaltet Wörter wie Lebenskrise, psychische Krise, Finanzkrise, Ehekrise, Identitätskrise etc. Krise bedeutet, etwas läuft nicht rund und wir sind direkt und sehr intensiv davon betroffen. «Es» geschieht mit uns. Wir fühlen uns in einem bestimmten Moment oder während einer Zeitdauer überfordert oder ausgeliefert und können wenig bis gar keinen Einfluss nehmen. Es ist, als ob uns der Boden unter den Füssen weggezogen würde. Widerstand zwecklos.

Wege aus der Krises mit seelsorgerlicher Begleitung

«Weil wir es noch nie erlebt haben…»

Krisen bergen viel Unbekanntes in sich. Man kann sie – je nach Thema und bisher gemachten Erfahrungen – vielleicht im Voraus erahnen und doch sind wir nie zu 100 Prozent vorbereitet – zumindest, wenn ein schweres Ereignis uns trifft, das wir nicht kennen. Wenn wir überrascht werden. Die meisten Menschen sind gerne so gut wie möglich abgesichert. Dafür gibt es Versicherungen. Versichern kann man nur das, was man sich vorstellen kann oder wo die Geschichte uns darauf aufmerksam macht (z. B. Erdbeben).

Wie verstärkt sich eine Krise?

Zum einen sind es Gerüchte oder äussere Einflussfaktoren (zum Beispiel Hungersnot als Folge von Klimaveränderung) und zum andern die immer stärker vernetzte Welt, die eine Krise fördern können. Was verbunden ist, ist im Gesamten betroffen.

Eine Krise kann sich ausweiten. Zum Beispiel in eine Humanitäre Krise, die plötzlich einen grossen Teil der Welt betrifft. Oder wir von Schicksalsschlägen überfordert werden und nichts mehr ist wie vorher. Wenn wir uns neu orientieren müssen. Dann verlassen wir Altes und suchen neuen Halt und Sinn.

Ein prägender und oft sehr hartnäckiger Begleiter in einer Krise ist die Angst. Hilfe ist dann angesagt, wenn wir uns von den Geschehnissen und vielleicht sogar von Mitmenschen überfordert fühlen.

Wie können wir Krisen beeinflussen oder damit besser umgehen?

Angst ist ein bekanntlich ein schlechter Berater. Angst – niemand liebt sie – nimmt einen grossen Einfluss auf unsere Gedanken und auf unser Handeln. Gedanken und Gefühle beeinflussen unser ganzes Leben, lehrt uns bereits die Bibel (im Buch der Sprüche). Sie sind nicht greifbar und doch haben sie einen grossen Einfluss auf unser Leben.

Gedanken haben weder Leitplanken noch Bremsen

Sind sie einmal losgelassen, können wir sie oft nicht mehr stoppen. Unsere Angst wird grösser und grösser und kann bis ins Uferlose anwachsen. Angst hat eine ganz bestimmte Eigenschaft: In den meisten Fällen übertreibt sie. Ihre Chance liegt im Verborgenen. Dort kann sie wachsen. In der nüchternen Auseinandersetzung zieht sie oft den Kürzeren.

Krisen überwinden…

… hat mit Hinsehen zu tun. Mit dem Zusammenführen von Gedanken, Gefühlen und der Realität. Von der gefühlten Wahrheit hin zur Wirklichkeit. Ähnlich ist es mit unseren Plänen. Sobald sie umgesetzt werden sollen, lösen sich viele in Luft auf.

Nicht immer können wir Lebenskrisen zu 100 Prozent meistern, nicht immer haben wir einen Rundumerfolg. Doch oft können wir mit genauem Hinsehen und Relativieren Druck wegnehmen. Mit der Entschärfung erhalten wir neuen Mut und neue Motivation.

Weiterführende Tipps:

29 Jul

Mit Verpackungsmaterialien auf Du und Du

Immer dienstags ist bei uns Kehrichtabfuhr. Das ist der Moment, wo wir nochmals mit dem Abfallsack durch alle Zimmer gehen und die Papierkörbe leeren. Das ist auch der Moment, wo ich mir immer wieder bewusst werde, wieviel Abfall entsteht, um Produkte zu präsentieren und zu transportieren. Und das kommt uns so selbstverständlich vor. Bekanntlich gewöhnen wir uns Menschen sehr schnell an Abläufe, an Luxus. Wegsehen ist dann einfach, wenn man selbst profitieren kann. Das Gegenteil wäre hinsehen. Und das möchte ich mit diesem Blog zum Thema Verpackungsmaterial.

Verpackung präsentiert

Nehmen wir eine Verpackung, die uns ganz nahe liegt. Die Lebensmittelverpackung. Auf Buch-Tipps.ch habe ich mich bereits vor einiger Zeit mit dieser Thematik befasst und das Buch «Sachbuch: Marktanalyse für eine Lebensmittelverpackung – von Michaela Teufner» vorgestellt. Laut der Autorin nehmen Verpackungen nahezu unbemerkt immer grösseren Einfluss auf unsere Kaufentscheidungen. Preisdruck, logistische Anforderungen und auch Ästhetik spielen dabei eine tragende Rolle. Es entstehe ein Spagat zwischen gesetzlichen Regelwerken und Kundenansprüchen. Da wir uns sehr aufs Äussere verlassen, um den Inhalt zu beurteilen, braucht ein Produkt aus der Lebensmittelindustrie ein überzeugendes Design. Doch nicht nur das.

Verpackungen müssen äusseren Bedingungen standhalten
Verpackungen müssen äusseren Bedingungen standhalten

 

Stabilität und Tempo, Tempo

Niemand kauft ein Produkt, das schnell mal kaputt gehen kann. Stabilität muss sein. Das verlangt auch die Post. Automatisierung hat ihre Vor- und Nachteile. Es geht alles schneller. Verpackung muss mal eben auch Schläge und Spannungen aushalten. Das zu einem günstigen Preis. Verschiedene Interessen. Verschiedene Anforderungen.

Der Blick in meinen Abfallsack macht mich nachdenklich. Mir fällt auf, wie zeitlich beschränkt die Aufgabe von Verpackung ist. Nach dem Verbrauch ist in der Regel das Ende angesagt, wenn nicht schon vorher. Besonders bei Lebensmittelverpackungen. Bei mehrfach benutzbaren, wie den gelben Kunststoffboxen der Post, sieht es schon anders aus. Dass sich eine solche Idee am Markt durchsetzen kann, brauch Zeit, Kommunikationsaufwand und viel Bereitschaft seitens der Nutzer. Die Boxen haben Ihren Preis.

Wie kann der Verpackungsaufwand reduziert werden?

Auf bafu.admin.ch lese ich, dass die Schweiz bereits seit über 20 Jahren eine Strategie zur Optimierung von Verpackungen verfolgt. Dabei sollen Zitat: «Verpackungen über den ganzen Lebensweg, von der Herstellung über den Gebrauch bis zur Entsorgung, eine möglichst geringe Umweltbelastung verursachen.» Die Schweiz habe zum Beurteilen von konkreten Verpackungslösungen erstmals 1984 Ökobilanzen von Packstoffen erarbeitet. Laut bafu.admin.ch wurde  dieses Instrument für Handel und Hersteller seither in mehreren Schritten aktualisiert.

Von der Produktion bis zur Entsorgung Umweltbelastung senken.
Von der Produktion bis zur Entsorgung Umweltbelastung senken.

 

Sensibilisierung als wirksamer Ansatz

bafu.admin.ch schreibt, dass dank dieser früh begonnenen Sensibilisierung die Grossverteiler heute für die gebräuchlichen Konsumgüter in der Regel optimierte Verpackungen einsetzen. Diese seien leicht und für das Recycling oder zumindest für eine problemlose Entsorgung mit den Siedlungsabfällen konzipiert.

Sensibilisierung als Ansatz. Ist aus meiner Sicht ein guter Weg zur Veränderung. Bleiben wir alle dran, um diesen sinnlosen Abfallberg mit den zahlreichen Verpackungen, ob aus Karton oder aus Kunststoff, zu reduzieren!

Quellenangaben und weiterführende Links zum Thema:

 

23 Feb

Sozialhilfe: Was aus dem Sinn ist, ist nicht aus dem Leben.

Das Leben ist sehr direkt. Etliche Krisen können nicht verhindert oder abgewendet werden. Not kommt oft unerwartet und man ist, ehe man sich’s versieht, mitten drin. Krisen können dann verhindert bzw. reduziert werden, wenn es bereits ähnliche Ereignisse gab und man daraus gelernt hat. Jeder Mensch definiert und erlebt eine Krise anders. Was die einen als tragisch empfinden, stört andere nicht mal so sehr.

Wir können Krisen auch ganz einfach verdrängen. Aus dem Leben, aus dem Sinn… Wirklich?

Sozialarbeit bedeutet hinsehen.

Alleinerziehende Mütter oder bildungsferne Menschen

Wer viel hat, hat auch viele Möglichkeiten. Gebildete Menschen finden schneller eine Arbeitsstelle. Auch Erfahrung und Vermögen können einen Einfluss auf das Leben haben. Wie aber ist es, wenn Menschen es verpasst haben, sich genügend zu bilden? Wenn sie kein Geld besitzen und ihre Geschichte ihnen nur im Weg steht? Weil sie aus einer anderen Kultur kommen oder schlechte Startbedingungen im Leben hatten? Weil sie unsere Sprache nicht (gut genug) beherrschen?

Es gibt viele Einflüsse, die zu einem Einbruch des Selbstwerts führen können. Grosse Last muss getragen werden, wird schwerer und lähmt. Das kann einzelne Personen und auch ganze Familien treffen. Gemäss «Kampf um Sozialhilfe, ein Leben mit wenig Geld» (Swissinfo – 02.2014) sind vor allem alleinerziehende Mütter oder bildungsferne Menschen Sozialhilfeempfänger. In der Schweiz erhalten etwa 250’000 Personen Sozialhilfe. Das sind laut Swissinfo gut 3% der Bevölkerung.

Selbstwert im Sturzflug

Von der Sozialhilfe zu leben, ist eine Herausforderung. Jeder Mensch möchte sich selbst ernähren, möchte für sich selbst sorgen können. Kann man dies nicht, ist der Selbstwert im Sturzflug. Vielleicht müssten wir wieder etwas mehr zusammenrücken. Mitzutragen ist langfristig für alle besser, als fallenzulassen.

Auch Grauzone existiert. Was aus dem Sinn ist, ist nicht unbedingt aus dem Leben.

Aus den Augen und doch noch da!
Aus den Augen und doch noch da!

 

Auffangen als Lösungsansatz. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Sozialhilfe leisten: mittragen

Manchmal braucht es einfach Beziehung. Sozial schwächere Menschen in Gemeinschaften integrieren. Begegnungen ermöglichen. Dabei sein können. Teil sein. Beziehungen pflegen. Persönlichkeitsentwicklung am Gegenüber ermöglichen. Das fängt mit einer guten Wahrnehmung im eigenen Umfeld an. Eine Begrüssung ist ausgedrückte Wertschätzung. Den Menschen als Original an- und mitnehmen, in den Verein, oder auf eine Wanderung. Immer ohne eine Opferrolle zu unterstützen.

Ausbildung zum Sozialarbeiter

Der zunehmende Flüchtlingsstrom wird Hilfe zur Integration erfordern. Von einer Kultur in eine andere gehen, von einer Not verdrängt zu werden und völlig neu anfangen müssen, das können nicht alle. Die Chancen auf eine Arbeitsstelle sind gering. Viele werden professionelle Hilfe und Begleitung brauchen. Wer als Sozialarbeiter arbeitet oder es zukünftig tut, gehört zu diesen professionellen Hilfspersonen. Sozialarbeiter sind darum auf Weiterbildung angewiesen, in der er oder sie Menschen fördern können.Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu gehört auch die Abgrenzung zu der Not. Da sein. Teil sein. Tragen und gleichzeitig Verantwortung übergeben. Weiterbildung ist ein Schritt von vielen. Wir müssen dran bleiben. Was aus unserem Sinn ist, ist eben nicht aus dem Leben.

Verdrängen geht nicht. Das haben uns die Geschehnisse 2015 sehr eindrücklich gezeigt …

Tipp für Weiterbildung

Sozialarbeiter-Ausbildung.ch: Krisen sind Chancen. Dank einer Coaching-Weiterbildung!

28 Jan

Patenschaft: Hilfe zur Selbsthilfe

Not kennt keine Grenzen!

Geht es Ihnen auch so? Als Sie vor 5 Jahren von der Not in andern Ländern gelesen und gehört haben, war die Betroffenheit anders als heute. Warum? Weil das alles weit weg war und auch weit weg blieb… Die letzten 2 Jahre haben uns eines Besseren belehrt. Not wird wohl weltweit ein ständiger Gast bleiben. Und sie ist uns näher gekommen als je zuvor. Bei uns sind Menschen, die in grösster Verzweiflung ihre Heimat verlassen haben, in der Hoffnung auf Sicherheit und ein besseres Leben.

Hauptgefahr Angst auf beiden Seiten

Wenn mein Hund Angst hat und auf jemanden trifft, der auch Angst hat, wird die Spannung sicht- und spürbar. Nicht, dass ich Flüchtlinge mit Hunden vergleiche, bewahre, doch wo Unsicherheit herrscht, besteht die Gefahr der Eskalation. Wir dürfen nicht vergessen, dass die jetzige Situation für Menschen aus allen Kulturen eine völlig neue Ausgangslage bedeutet. Eine, die wir bisher nicht kannten. Dass dadurch Unsicherheit entsteht, liegt auf der Hand. Nähe und Distanz können vieles verändern. Verdrängung ist heute nicht mehr möglich.

Patenschaft, die aus Not- zur Selbsthilfe führt
Not kennt keine Grenzen.

Wie wir reagieren, hat verschiedene Auswirkungen

Wer die Heimat verliert, muss sich völlig neu orientieren. Dazu braucht man Menschen, die ihre Kultur und ihre eigenen Wurzeln kennen, sprich stabil sind. Stabilität vermittelt Ruhe, ermöglicht Gelassenheit. So kann man sich öffnen und Begegnungen wagen. Distanz und Urteile sind langfristig keine gute Lösung. Verständnis aufbringen und Verantwortung fordern sind wichtige Leitplanken im Zusammenleben mit anderen Kulturen.

Kommunikation funktioniert besser

Zurück zur Not in fremden Ländern. Was sich weit weg von uns abspielt, kann uns nicht egal sein. Wenn die Not steigt, kann keine Gesellschaft und Kultur mehr überleben. Perspektiven schwinden. Bleibt nur noch die Flucht. Dies spricht sich herum. Führt bei Erfolg zu Nachahmern. Dank sozialer Medien und moderner Kommunikation ist man auf dem Laufenden, wie es im möglichen Zielland aussieht. Wo der Weg zum Ziel durchführt. Wie die Verwandten aufgenommen und verpflegt wurden. Der Blickwinkel wird verschoben. «Dort geht es den Menschen gut, hier herrscht Krieg.» Wer denkt unter diesen Voraussetzungen nicht an Exodus? Nachvollziehbar und doch irgendwie ungesund.

Existenz sichern ermöglicht den Aufbruch zum Bleiben

Jedes Land braucht eine stabile Regierung. Braucht jeden Menschen, der bereit ist, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Hilfe zur Selbsthilfe. «Suche der Stadt Bestes» heisst es in einem Vers der Bibel. Wo ein Land, eine Region oder eine Stadt gemeinsame Ziele erarbeitet und sie gemeinsam zu erreichen versuchen, können sich neue, lebenswerte Perspektiven auftun. Zumindest so lange, wie es um die Ziele geht und nicht darum, um jeden Preis Recht zu haben. Manchmal braucht es Hilfe von aussen. Patenschaften, Entwicklungshelfer, die unterstützend wirken, damit sich Menschen ausbilden lassen können. Damit sie Wasserleitungen aufbauen können, um genug Wasser zu haben. Wer in seiner Not alleine bleibt, sei das im Heimatland oder in der Ferne, wird das tun, was alle orientierungslosen Menschen tun. Sich orientierungslos verhalten. Not führt zu Umwegen. Zu eigenen Auslegungen von Grenzen und Gesetzen.

Patenschaft, die aus Not- zur Selbsthilfe führt

Wir haben es in der Hand, präventiv zu wirken. Mehr als bisher. Zum Beispiel mit Hilfswerken oder einer Patenschaft in Afrika wie sie TearFund anbietet. Mit Hilfe von Patenschaften kann Nahrung bereitstellt, Unterstützung bei der Gesundheitsversorgung geboten und Not eingegrenzt werden. Existenz ermöglichen. So können Perspektiven im eigenen Land erhalten und wieder neu aufgebaut werden. So kann aus Nothilfe wieder Selbsthilfe wachsen. Mit wegsehen, weil’s «weit weg» ist, ist es nicht getan.

25 Nov

Dank Patenschaften präventiv mithelfen und aufbauen

Die Flüchtlingskrise 2015 hat es aufgezeigt, die Welt ist kleiner als wir denken, Afrika ist näher als wir glauben. Wer seine Heimat verlässt und derartige Reisestrapazen auf sich nimmt, muss in einer unglaublichen Notlage sein. Während die Regierung Massnahmen zur Soforthilfe lanciert und darum ringt, wie diese Flüchtlingsströme zukünftig verhindert werden sollen,, wird Überforderung ab all der Tragik zur Tagesordnung. Diese Überforderung ist auch in sozialen Medien spürbar. Angst ist und bleibt ein schlechter Berater.

Patenschaft - zum Beispiel in Afrika - Hilfe zur Selbsthilfe

Soforthilfe

Wo Menschen in Not sind, dort ist Soforthilfe Pflicht. Kurzfristig Lebensmittel und Unterkünfte zur Verfügung stellen, damit diese Menschen wieder so etwas wie Ruhe finden können. Ein Grundauftrag. Ohne Diskussion. Helfen ohne Ansehen der Person. Zumindest bis die Gründe der Einreise geprüft sind. Helfen und klären. Entscheiden und Handeln.

Vorausdenken

In all den Diskussionen, die derzeit geführt werden, geht es schwerpunktmässig um Sofortmassnahmen. Dabei dürfen die mittel- und langfristigen Massnahmen nicht aus dem Blickfeld verschwinden. Hilfe zur Selbsthilfe. Sind wir bereit, darin zu investieren? In die Basis vor Ort, damit zum Beispiel Jugendliche, Frauen und Männer einer Arbeit nachgehen können. Damit Kinder eine Ausbildung absolvieren können. Zum Beispiel mithilfe von Patenschaften. Mit Organisationen, die direkt im betreffenden Land tätig sind. Aufbau braucht Zeit. Und Menschen, die bereit sind, Zeit und Geld zu investieren.

Nachhaltig

Um Gewohnheiten zu verändern, braucht es Zeit. Bei Einzelpersonen vielleicht schneller als in der Gruppe, je nachdem. Oft braucht es einen Generationenwechsel (rund 25 Jahre, bis eine Gesellschaft umdenkt). Vielleicht haben wir uns in den letzten Jahren zu wenig Gedanken über die Welt gemacht. Weil Afrika so weit weg liegt und wir uns auf unsere Herausforderungen konzentrieren müssen. Wir haben das eine getan und das andere gelassen. Oder zumindest unterschätzt. Einen Aufbau in Krisengebieten kann es nur geben, wenn alle mitmachen. Das eine tun und das andere nicht lassen. Teilen. Patenschaften. Wenn jede Familie in Europa eine Person in Afrika unterstützt, dann … Ja klar: Eine Milchbüechli-Rechnung, die nicht überzeugt. Oder doch? Wäre es tatsächlich so einfach? Oder geht es darum, dass wir einfach mal damit anfangen?

Tipp: TearFund.ch: Patenschaften in Afrika

 

17 Sep

Drohnen: Über die Chancen und Grenzen dieser neuen Möglichkeiten

Alles Gute kommt von oben. Oben, das ist sozusagen der himmlische Bereich. Der Blick in den Himmel offenbart mir Wolken, Sonne, Vögel und in naher Zukunft wohl auch Drohnen. Die neuen Fluggeräte. Und ihre Anwendung scheint manchmal grenzenlos zu sein. Ihr Einsatzgebiet erweitert sich laufend. Zum Beispiel für Luftaufnahmen zur Unterstützung der Präzisionslandwirtschaft, bei polizeilicher Überwachung, zur Kontrolle von Pipelines und Stromleitungen, bei Katastropheneinsätzen oder im Entertainment- und Newsbereich. So der Einsatz im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Amerika. 400‘000 Drohnen wurden dort 2014 verkauft, 2015 sollen es gar 700‘000 werden. Es ist zu hoffen, dass nie alle auf einmal fliegen oder dass diese gar für Gewaltattacken missbraucht werden.

Drohnen: Über die Chancen und Grenzen dieser neuen Möglichkeiten
Drohnen: Chancen und Grenzen

Ein Boom, der Grenzen braucht

Der Luftraum scheint leer und verspricht eine neue Freiheit. Insbesondere technikbegeisterte Männer sehen in Drohnen nicht nur ein Spielzeug, sondern auch etwas, womit man Geld verdienen kann. Spass und Geld. Warum nicht? Also investieren und im wahrsten Sinne des Wortes abheben. Doch ist der Luftraum nicht etwas, das man einfach so nutzen kann. Deshalb gibt es, zumindest in der Schweiz, gewisse Bestimmungen vom Bundesamt für Luftfahrt (BAZL). Bestimmungen, wie dass der, im Fall von Drohnen, am Boden stehende Pilot das Fluggerät immer im Sichtfeld haben muss. Und dass nicht über grosse Menschenmengen geflogen werden darf. Weitere werden wohl folgen, je nach Entwicklung.

Luftaufnahmen haben etwas Reizvolles

Für ein Hotel kann es sehr interessant sein, auf seinem Webauftritt Luftbilder von der Anlage selbst oder von Touristenattraktionen zu zeigen. Überhaupt ist die Vogelperspektive für den Tourismus oder die Baubranche sehr spannend. Der Reiz einer Drohne ist gegeben. Wie beispielsweise beim Internet, stellt sich auch hier die Frage, wie diese neue Möglichkeit eingesetzt wird. Braucht es mehr Gesetze? Werden Drohnen zur Gratwanderung? Wer sie besitzt, bestimmt selbst, wie sie eingesetzt werden? Diese Entwicklung gilt es zu beobachten. So kann der Einsatz letztendlich gesteuert werden.

Quelle: austrianaviation.net

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Weiterführender Tipp zum Thema: Industrie-Produkte.ch: Drohnen – für den perfekten Überblick