Faires Umdenken erlaubt

von raeberl

Der Tagesanzeiger berichtet in seinem Artikel «Bahnhöfe platzen aus allen Nähten» vom 23. August 2012, dass einige Bahnhöfe aufgrund der wachsenden Passagierströme aus allen Nähten platzen. Auf zwölf Schweizer Bahnhöfen müssten die Publikumsanlagen mittelfristig ausgebaut werden.  Kostenpunkt 3,5 Milliarden Schweizer Franken. Das Gedränge auf den Perrons wird in einer mitgelieferten Umfrage des Tagis, den auch von 34,3 % der befragten Personen kritisiert. Das Gedränge kann auch zu einer Gefahr werden.

Bahnhof Zürich: Gedränge wird als unangenehm empfunden

In der gedruckten Tagi Ausgabe, setzt der Schreiber des Artikels noch einen wichtigen Schlusspunkt. Statt laufend auszubauen, könnten Unternehmen den Mitarbeitern erlauben, einen Tag von Zuhause aus zu arbeiten. Damit würde der wachsende Passagierstrom sicher um eine gewichtige Anzahl reduziert. In der Stadt Zürich wohnen 385’000 Menschen, täglich arbeiten ungefähr gleich viele in dieser Stadt. Ich erlaube mir, dieser These noch etwas nachzugehen. Das wären, wenn alle mitmachen würden, zirka 77’000 Passagiere weniger.

Eine gewisse Spannung ergibt sich natürlich noch bei den entsprechenden Berufsfeldern. Der Verkäufer eines Lebensmittelladens kann natürlich nicht von Zuhause aus arbeiten. Seine Präsenz im Laden vor Ort ist Pflicht. Also wäre diese Zahl natürlich etwas tiefer. Selbstverständlich ist dies nur möglich, wenn Mitarbeiter verantwortungsvoll sind und dieses Angebot nicht missbrauchen. Die heutigen technischen Mittel lassen das Home Office auf jeden Fall problemlos zu.

Neue Wege: möglich oder nicht?

Ob es möglich ist, dass man 20 % von Zuhause aus arbeiten kann, muss jeder Arbeitnehmer selbst entscheiden. Die Gretchenfrage ist lediglich, nimmt er sich Zeit und versucht neue Wege zu sehen und zu gehen. Das kann auch in anderen Bereichen so sein. Der ZVV-9-UHRPASS als Beispiel, ist kostengünstiger und hat das Ziel, den Personenverkehr etwas zu verlagern. Das könnte bedeuten, das Mitarbeiter nach 9 Uhr anfangen zu arbeiten. Sie können auch eine Stunde vom Home-Office arbeiten und erst dann ins externe Büro anreisen. Ob sich das lohnt? Reisen kann Stress bedeuten. Wenn Mensch und Umwelt entlastet werden können, profitieren alle. Es ist wie eine ganzheitliche Fairness. Nicht nur die Menschen profitieren, auch die Umwelt kann geschont werden.

Wo kaufe ich (fair) ein?

Immer mehr Menschen kaufen in grossen Shopping-Centern ein. Grund: weil es dort billiger ist. Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass bei dieser Rechnung nur die Kosten des Einkaufs eingerechnet werden. Das man dazu zum Beispiel auch die Kosten für das Auto mitberücksichtigen sollte, wird nicht leider oft vergessen. Natürlich haben die meisten so oder so ein Auto. Die Kosten müssen nicht unbedingt dem Einkauf zugeordnet werden. Doch da ist noch ein anderer Aspekt. Ein Dorfladen hat eine wichtigere Funktion, als man meint. In Krisenzeiten ist die Versorgung vor Ort sehr wichtig. Kein Laden bedeutet auch mittelfristig kein Lebensmitteleinkauf im eigenen Ort mehr.

Claro Fair Trade Onlineshop: Kaffee - Schokolade - Schmuck - Snacks

Ein Einkauf in Krisenzeiten würde bedeuten, dass alle am gleichen Ort (in den unübersichtlichen grossen Shoppingcentern) einkaufen müssten. Vieles, das so selbstverständlich ist, wird nicht mehr hinterfragt. Kaufe ich Fair-Trade-Produkte ein, unterstütze ich Menschen in armen Ländern und helfe ihnen eine Existenz aufzubauen. Inzwischen bietet der Leader der Fair-Trade-Produkte Claro.ch nebst Kaffee auch Schokolade, Snacks und Schmuck an. Vom fairen Einkauf profitieren Menschen, die Unterstützung brauchen. Als fair kann auch der Einkauf im eigenen Dorfladen bezeichnet werden. Man unterstützt damit auch seine Nachbarn. Im Sinne von «Ich sichere mir Versorgung in meinem Dorf in Krisenzeiten».

Die innere Haltung

Oft stehen uns unsere Gewohnheiten im Weg, um umzudenken. Dabei braucht es gar nicht mal so viel. Entscheidend ist der erste Schritt, entscheidend ist unsere innere Haltung – ob es nur um uns geht, oder um alle Menschen, um das jetzt und um die lebenswerte Zukunft für unsere Kinder.

 

 

You may also like

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen