29 Apr

Begriffslexikon: Was ist eigentlich Coaching?

Aus der Serie Begriffslexikon: Coaching

Coaching ist in aller Munde. Insbesondere im Sport hört man diesen Begriff oft. Inzwischen nennen sich darum viele Beratungsarten «Coaching». Grundsätzlich geht es beim Coaching um Beratung. Ein Blick in der Google Suche zeigt mir folgendes Bild:

Wikipedia, an erster Stelle, gefolgt von Suchergebnissen mit Firmen aus der Region. Darunter sind natürlich einige Coaching-Anbieter und auch Yoga. Ein weiterer Exot in den restlichen Suchergebnissen ist die Energie-Coaching-Beratung der Stadt Zürich.

Um den Begriff «Coaching» genauer zu erläutern, werfen wir einen Blick auf den Gründer, den amerikanischen Tennisprofi Timothy Gallwey. Er war als Captain für das Harvard Tennis Team tätig. Seine Erfahrungen in der Sportpädagogik veröffentlichte er im Buch: «Tennis, das innere Spiel».

Die wichtige Erfahrung des Timothy Gallwey

Gallwey hat beobachtet, dass der Gegner im Kopf meist grösser ist als der Gegner auf der anderen Seite des Netzes. Der Mensch lässt sich sehr stark von seinem (oft negativen) Denken leiten. Wie er denkt, so handelt er. Mit Taten und auch mit der eigenen Körperhaltung. Habe ich Angst vor meinem Gegner, kann das einen solch grossen Einfluss auf das Spiel haben, dass ich dieses verliere. Aber auch das Gegenteil ist der Fall. Hier gibt es ein aktuelles Beispiel aus der Fussball Bundesliga. Der SC Freiburg ist die Mannschaft mit dem kleinsten Budget. Im Team junge und «unerfahrene» Spieler. Der Coach Christian Streich versteht es, diese Spieler so auf den jeweiligen Gegner einzustellen, dass die ganze Mannschaft erfolgreich ist. Eine Europa League Teilnahme ist greifbar.

Coaching ist die Kunst neue Sichtweisen zu entdecken

Was nützen neue Sichtweisen? In unserem Beispiel vom SC Freiburg hilft der Trainer den jungen Spielern, zu erkennen, dass sie Stärken haben, der Gegner nicht übermächtig ist und sie als Spieler realistische Chancen haben. Diese Stärken, richtig eingesetzt, können ihnen zum Sieg verhelfen. Streich wurde zum Trainer des Jahres 2013 in der Bundesliga gewählt.

Von der Berufswelt ins private Umfeld

Dank Timothy Gallwey, der Coaching in den oberen Führungsebenen der Wirtschaft etabliert hatte, ist diese Beratungsform inzwischen auch für das private Umfeld oder für KMU möglich. «To coach» bedeutet, jemanden zu betreuen. Von jemandem begleitet zu werden, der die Sicht von aussen einnimmt, ist enorm wertvoll. Ist man mitten drin, sieht man oft die einfachsten Lösungen nicht. Der Blick von aussen hilft darum oft, eine Korrektur durch richtige Massnahmen einzuleiten. Das ist der Sinn, die Stärke des Coaching.

Wenn Sie selbst Coach werden möchten, empfehle ich Ihnen die Ausbildung von Coachingplus. Ich selbst biete logischerweise auch Coaching an. Mehr auf Coaching-Persoenlichkeitsentwicklung.ch.

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