9 Sep

Teakholz unter der Lupe

Das Teakholz zählt zu den Holzarten, die sich durch eine besonders gute Witterungsbeständigkeit auszeichnen. Dieses Holz wird deshalb vor allem zu Tischen, Stühlen, Liegen und anderen Gartenmöbeln verarbeitet. Teak eignet sich ausserdem sehr gut für einen Holzfussboden auf der Terrasse. Es kommt jedoch auch im Innenbereich zum Einsatz, wo es ebenfalls für Fussböden, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände verwendet wird. Seine mittel- bis dunkelbraune Farbe und die schöne Maserung machen es für viele Vorhaben interessant.

(Von Ursula V.) Teakholz stammt vom Teakbaum, der hauptsächlich in den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens wächst und mit botanischem Namen Tectona grandis heisst. Dieser Laubbaum wird bis zu 40 Meter hoch und bildet gleichmässige Stämme ohne Äste, die sich entsprechend gut verarbeiten lassen.

Bis diese Höhe erreicht ist, vergehen beim Anbau auf Plantagen bis zu 40 Jahre.

Dort lassen sich durch ausreichend grosse Abstände zwischen den einzelnen Bäumen optimale Bedingungen schaffen, denn Teakbäume benötigen reichlich Licht für ihr Wachstum.

In Naturbeständen dauert es deshalb meist sehr viel länger, bis die Bäume eine für die Ernte angemessene Höhe erreicht haben.

Die wichtigsten Lieferanten von Teakholz sind die Länder Myanmar und Indonesien.

Der Teakbaum wird bis zu 40 Meter hoch
Der Teakbaum wird bis zu 40 Meter hoch

Die Vorteile von Teakholz

  • Teakholz enthält Öl, das ein Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Zudem ist es dicht und besitzt nur eine geringe Anzahl Poren, die Wasser aufnehmen könnten. Dadurch hat es selbst im Aussenbereich eine lange Lebensdauer. Nach den Kriterien der DIN EN 350-2 wird es in die Dauerhaftigkeitsklasse 1 und damit die höchste Klasse eingestuft. Diese Einstufung erhalten Holzarten mit einer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren.
  • Durch die hohe Witterungsbeständigkeit kommen Teakholz Gartenmöbel und andere Produkte aus diesem Holz ohne einen schützenden Anstrich aus.
  • Vor einem Befall durch Insekten oder Pilze ist das Holz durch die enthaltenen Substanzen Tectol und Tectochinon sowie durch den hohen Siliziumgehalt geschützt.
  • Teakholz ist schwer entflammbar.
  • Selbst in nassem Zustand ist das Holz nicht rutschig. Es kommt deshalb auch im Schiffs- und Bootsbau zum Einsatz und wird dort unter anderem für die Decks verwendet.
  • Teakholz verzieht sich kaum, sodass selbst Klappmöbel über einen langen Zeitraum ihre Funktionsfähigkeit bewahren.
  • Es hat eine hohe Formstabilität und wird deshalb auch als Bauholz und als Konstruktionsholz genutzt.
  • Teakholz lässt sich gut bearbeiten und eignet sich selbst für Drechsel- und Schnitzarbeiten.
  • Die hohe Härte macht das Holz unempfindlich gegenüber Abrieb, der vor allem bei der Verwendung als Fussbodenbelag eine Rolle spielt.
  • Teakholz lässt sich leicht säubern und benötigt nur wenig Pflege.

Beim Teakholz ist der Herkunftsort sehr wichtig

Teakholz und Tropenhölzer sollten aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes möglichst nicht verwendet werden. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte zumindest auf diese Punkte achten:Zertifiziertes Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteter Forstwirtschaft. Besonders weit verbreitet ist das FSC-Siegel vom Forest Stewardship Council.

  • Nur hochwertiges Teakholz hat eine lange Lebensdauer. Wächst der Baum zu schnell oder wird zu früh gefällt, hat er nicht genügend Zeit, Öl und die anderen schützenden Substanzen zu bilden und im Holz einzulagern. Die beste Qualität hat das Teakholz der Klasse A. Es ist naturgemäss teurer als das Holz der Klassen B und C.
Teakholz Gartenmöbel pflegen und aufbereiten
Teakholz Gartenmöbel pflegen und aufbereiten

Teakholz pflegen und ölen

Damit ein Teakholz Tisch und andere Möbel möglichst lange genutzt werden können, sollten sie ein- bis zweimal pro Jahr mit einem Teaköl behandelt werden.

Diese Arbeit ist selbst von weniger erfahrenen Heimwerkern leicht zu bewältigen, denn Teaköl lässt sich ganz einfach mit einem Tuch auf der Oberfläche verteilen. Es erneuert den Schutz vor den Witterungseinflüssen und vor allem vor Feuchtigkeit. Gleichzeitig hält es das Holz geschmeidig und verhindert dadurch, dass sich Risse bilden.

Nicht zuletzt hat das Holz nach der Behandlung mit einem Öl aber auch eine angenehmere Haptik.

Dieser Unterschied ist beispielsweise bei den Armlehnen von Gartenstühlen deutlich spürbar. Ein Öl frischt ausserdem den natürlichen Farbton des Holzes wieder auf. Es bleicht durch Sonneneinstrahlung aus und bekommt durch ein Öl daher wieder seinen ursprünglichen braunen Farbton.

Für die regelmässige Reinigung reicht bei Teakholz Gartenmöbeln, die auf einer überdachten Terrasse stehen, oft ein feuchter Lappen oder eine Bürste. Sind Verschmutzungen zu entfernen, sollte dies mit einem sanften Reinigungsmittel wie zum Beispiel einer Naturseife wie der Grünen Seife geschehen.

Teakholz aufbereiten

Wurden Teakholz Gartenmöbel nicht regelmässig geölt, entsteht oft eine silbergraue Patina. Sie ist keineswegs schädlich und kann den Möbeln sogar einen besonderen Charme verleihen. Soll sie dennoch aus optischen Gründen wieder entfernt werden, hilft ein Entgrauer. Er wird auf die Holzoberflächen aufgetragen, muss einen gewissen Zeitraum einwirken und wird im Anschluss mit Wasser abgewaschen.

Auch das Abschleifen der Oberflächen ist problemlos möglich. Mit feinem Schleifpapier lassen sich Kratzer und andere Gebrauchsspuren sowie hartnäckige Verschmutzungen beseitigen.

Nach dieser Behandlung sehen die Teakholz Gartenmöbel fast wieder wie neu aus.

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