16 Jun

Was braucht es, um coole Ferien zu machen?

Zurück aus den Ferien, werde ich oft gefragt, ob ich mich erholen konnte und wie das Wetter war. Zwei Fragen, um die man einfach nicht herum kommt. Zwei Fragen, die bei mir eine gewisse Selbstreflexion ausgelöst haben.

Essen, schlafen, erleben, Gemeinschaft und Wetter

Die nachfolgenden Punkte sind mein interner Kriterienraster, wie ich Ferien beurteile. Natürlich könnten noch viele andere Punkte aufgeführt werden. Ich habe mich auf die wichtigsten konzentriert.

Das Essen war sehr gut. Manchmal war die Umgebung vielleicht ein bisschen laut, manchmal gab es etwas Gewöhnungsbedürftiges, das sonst nicht auf meinem Menüplan steht, insbesondere, wenn ich in einem Hotel war. Punkt 1 war also in den meisten Fällen gut. Was ist mir noch wichtig?

Essen im Hotel
Draussen essen im Restaurant mit Blick auf den See

Die Schlafqualität. Diesbezüglich habe ich in der Regel nach dem zweiten oder dritten Tag Rückenschmerzen. Etwas, was ich in fast jedem Hotel oder in jeder Ferienwohnung erlebe. Heute nehme ich oft auch mein eigenes Kissen mit. Punkt 2 kann ich also fast nicht beantworten, weil ich überall Rückenschmerzen habe.

Das Angebot. Ist in der Regel sehr vielseitig. Und doch spüre ich die Art und Weise, wie man vom Hotelpersonal als Gast wahrgenommen und behandelt wird.

Meine Familie. Da der Mensch bekanntlich ein soziales Wesen ist, ist die Stimmung in einer Gruppe ebenso wichtig. Allerdings muss man sich auch mal abgrenzen können. Ferien sind ja zur Erholung da und nicht primär zum Konflikte austragen.

Das Wetter. Für viele Menschen ist genau dieser Punkt entscheidend, ob die Ferien schön waren oder nicht. Und genau diesen Punkt kann niemand beeinflussen – ausser wir selbst. Bei uns. Sonne im Herzen.

Konnte ich mich erholen?

Ich erinnere mich an Familienferien in Südfrankreich. Unterwegs auf der Saône mit einem Hausboot. Vier Tage Regen, am letzten schien die Sonne. Laut Bordbuch bekommt man nach einem, zwei Tagen Regen den «Bordkoller». Wir hatten keine grösseren Probleme. Als wir das Boot wieder abgaben, hat uns der Vermieter gestanden, er hätte damit gerechnet, dass wir vorzeitig abbrechen würden, was bei uns jedoch nie zur Diskussion gestanden hatte. Das Geheimnis lag wohl darin, dass wir ein gemeinsames Ziel hatten. Unvergessliche Ferien, trotz Spannungen und Herausforderungen. Über Drittpersonen haben wir gehört, es unseren Kindern auf dem Boot sehr gefallen habe. Daraus habe ich eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiche Ferien gelernt: Ich selbst habe grossen Einfluss darauf, wie ich etwas erlebe.

Tipps für erfolgreiche Ferien

Im Vorfeld aufschreiben, welche Erwartungen man an die Ferien hat. Geht man in der Gruppe, z.B. mit der Familie, tut man gut daran, diese im Vorfeld zu besprechen. Gruppe heisst, man muss auch Rücksicht nehmen. Ferien sind eine gute Möglichkeit, den anderen wieder neu zu entdecken. Gruppe bedeutet die Kunst, dass möglichst alle auf ihre Kosten kommen, zu koordinieren.

Essen (für Vegetarier)

Insbesondere als Vegetarier, oder wenn man bestimmte Inhaltsstoffe nicht verträgt, unbedingt im Vorfeld abklären, welche Möglichkeiten bei der Reisedestination bestehen. Auch als Vegetarier darf man gewisse Ansprüche anmelden und sich nicht einfach mit üblichen Menüs, einfach ohne Fleisch, abspeisen lassen. Manchmal braucht es etwas Geduld, um ein geeignetes Restaurant zu finden. Da helfen Tipps von Einheimischen enorm weiter.

Schlechtwetterprogramm gezielt planen

Schönes Wetter bedeutet mehr Flexibilität und Spontaneität, ein allfälliges Schlechtwetterprogramm muss geplant werden. Das Wetter können wir nicht umstellen. Wir haben als Familie in unseren Hausbootferien auch erlebt, dass es sich lohnt, Einheimische bei allfälligen Fragen anzusprechen. Wir waren überrascht, wie hilfsbereit diese Menschen waren. Sie gaben uns ein Stück Sonne ins Herz … Überhaupt ist das Entdecken von Kultur und Mensch etwas sehr Schönes.

Ferien im sonnigen Tessin, Kultur entdecken
Ferien im sonnigen Tessin, Kultur entdecken

Ferienplanung

Je älter die Kids, desto herausfordernder kann die Ferienplanung werden. Wir hatten uns immer sehr schlecht auf ein Reiseziel einigen können. Dann kam ich auf die Idee, ein grosses weisses Blatt an die Innenseite der Haustüre zu hängen. Dort konnten alle ihre Wunschreiseziele eintragen. Wer nicht mitmachte, war selbst schuld. So kamen wir nach 3 Monaten über Reiseziele wie Island, Norwegen, Frankreich, Holland, Deutschland am Schluss auf Dänemark …

Ferien in Dänemark
So schön können Ferien in Dänemark sein …

Mietauto

Wer sich ein Mietauto leistet, vor der Reise unbedingt checken, ob alle Unterlagen – insbesondere der Führerausweis – dabei sind… und natürlich, ob das Auto noch einen Service braucht. Man kann sich damit viel unnötigen Stress und aufwändige Administration ersparen.

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