5 Sep

Ferienzeit: Spannende Erfahrungen sammeln durch kulturellen Austausch

Viele Urlauber grenzen sich am Urlaubsort von den Einheimischen ab und verpassen damit einige der spannendsten Erfahrungen, die das Leben zu bieten hat: Das Eintauchen in eine fremde Kultur, das Kennenlernen von Sitten und Bräuchen und das Betrachten des eigenen Lebens aus einer anderen Sicht. Warum Urlaub abseits vom Reiseprospekt genau so viel Spass machen kann, darum geht es in diesem Artikel.

Urlaub und Reisen – was ist was?

Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Urlaub und Reisen.

Wer Urlaub macht, entspannt sich, faulenzt in der Sonne und lädt die Batterien für den stressigen Arbeitsalltag wieder auf.

Wer reist, erweitert seinen Horizont, findet neue Freunde, bildet sich fort und entwickelt seine Persönlichkeit. Nicht selten machen wir auf Reisen einschneidende Erfahrungen, die bestimmte Dinge für den Rest unseres Lebens in ein neues Licht rücken.

Reisen – Erfahrungen fürs Leben sammeln

An unserem Wohnort sind wir häufig keinen oder nur minimalen Veränderungen ausgesetzt. Die Menschen, mit denen wir uns umgeben, sind meist über Jahre dieselben. Der Alltag spielt sich fast ausschliesslich auf der Arbeit und zuhause ab, die meisten Menschen bleiben zudem den Grossteil ihres Lebens in derselben Stadt oder Gemeinde. Selbst wer geschäftlich in anderen Ländern zu tun hat, begegnet dort oft nur Menschen aus demselben Berufsstand mit denselben Werten und Idealen.

Reisen in Fremdekulturen wie Asien können sehr bereichernd sein

Im Folgenden werden vier bereichernden Erfahrungen aufgeführt, die man beim Reisen machen kann.

  1. Menschen kennenlernen und Freunde finden

Jeder, der schon einmal alleine verreist ist, kennt das Phänomen: Man ist automatisch aufgeschlossener und lernt wie von selbst neue Menschen kennen. Aufgrund der intensiven Erfahrung beim Reisen entwickeln sich aus zwanglosen Bekanntschaften manchmal Freundschaften, die ein Leben lang halten.

Vielgereiste haben häufig einen internationalen Freundeskreis und in zahlreichen Ländern Anlaufstellen und Kontakte, die sie dort willkommen heissen. 

  1. Bewerten des eigenen Lebensstils

Viele augenscheinliche Probleme des eigenen Lebens wirken im Vergleich zum Lebensstandard der meisten Länder der Erde erstaunlich klein. Für uns selbstverständliche Dinge wie sauberes Trinkwasser, ausreichend Nahrungsmittel oder ein gewisser Schutz durch den Rechtsstaat sind in vielen Ländern nicht existent. Das zu erleben, kann ein Gefühl der Dankbarkeit zu Tage fördern, welches einen erfüllter und gelassener werden lässt.

  1. Touristenfallen umgehen und Geheimtipps bekommen

Jeder kennt sie: Berüchtigte Touristenfallen, Restaurants, in denen man astronomisch hohe Summen bezahlt oder Tankwarte, die sich das Befüllen des Autos fürstlich entlöhnen lassen.

Durch den freundlichen Austausch mit Ortskundigen kann man sich im vornherein schon Tipps abholen, welche Orte man besser meidet.

Im Umkehrschluss bekommt man von Einheimischen meist auch die besten Empfehlungen abseits der bereits ausgetretenen Touristenpfade und Massenattraktionen.

  1. Mitgefühl und Toleranz entwickeln

Auch wenn es oft anders scheint und uns teilweise auch von den Medien suggeriert wird: Menschen aus anderen Kulturen mögen andere Sitten, Bräuche und Werte haben, im Kern haben wir jedoch alle dieselben Träumen, Ziele und Bedürfnisse. Das ehrliche Kennenlernen fördert den Abbau von Vorurteilen und ein Gefühl der Gemeinschaft, unabhängig von Hautfarbe oder Kultur.

 Andere Länder – andere Sitten

Zum Abschluss gibt es noch eine Liste von skurrilen Sitten und Bräuchen anderer Länder – viel Spass!

  • In Abu Dhabi schenken Kellner so lange unaufgefordert Getränke nach, bis man durch ein leichtes Hin- und Herwackeln des Glases signalisiert, nichts mehr trinken zu wollen
  • Peitschen-Montag in Tschechien: Seit vielen Jahrhunderten klingeln am Ostermontag die Männer bei weiblichen Nachbarn und Verwandten und schlagen die Frauen – leicht- mit geflochtenen Weidenruten auf die Beine. Dies soll angeblich Gesundheit und Jugend bringen.
  • In Thailand steht jeder Wochentag im Zeichen einer anderen Farbe, nach der sich die Bewohner kleiden. Montags trägt man beispielsweise bevorzugt Gelb, Dienstags Rosa.
  • Wer mit einer russischen Frau zum Abendessen verabredet ist und Blumen als Präsent gekauft hat, sollte lieber nochmal genau nachzählen. In Russland verschenkt man nämlich nur eine ungerade Anzahl an Blumen, eine gerade Anzahl steht symbolisch für einen Trauerfall.

Reisen ist eine wunderbare Erfahrung und wer die Sitten und Bräuche anderer Länder kennt, demonstriert zudem Bildung und Weltgewandtheit.

Den Schritt zu wagen und eine andere Kultur wirklich kennenzulernen wird belohnt mit neuartigen Erlebnissen und interessanten Einsichten in das Leben der dortigen Menschen. Wenn man dann wieder zuhause ankommt, ist man nicht nur entspannter, sondern um wichtige Erfahrungen und neue Bekanntschaften reicher.

Quellen:

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