10 Aug

Bauen: Klare Regelungen und Kontrolle statt reines Vertrauen

Im Schnitt werden pro Baueinheit in der Schweiz 15 Baumängel festgestellt, lese ich im Artikel «Bauschäden» auf hev-schweiz.ch. Das ist, wenn man die Komplexität eines Gebäudebaus betrachtet, durchaus nachvollziehbar. Wären da nicht die Kosten, die beim Hausbau eben sehr hoch sind. Besonders oft betroffen seien Balkone, Terrassen und Aussenwände. Hev-schweiz.ch schreibt, dass die aus Baumängeln entstehenden Kosten mit gut 8% des Investitionsvolumens beziffert werden (Quelle: HEV-Schweiz.ch). Eine sehr gute Übersicht bietet die Grafik des Baumeisterverbands, welche ich auf Baumangel.ch gefunden habe.

Bauen: Klare Regelungen und Kontrolle statt reines Vertrauen
Bauen: Klare Regelungen und Kontrolle statt reines Vertrauen

 

Gründe für Baumängel

HEV-Schweiz.ch nennt 3 Hauptgründe für die Entstehung von Baumängeln:

  • Unsorgfältige Planung
  • Laufende Projektänderungen und
  • eine mangelhafte Bauleitung

Baumangel.ch umschreibt die Mängel so:

  • 60% betreffen die Wasserdichtigkeit der Gebäudehülle.
  • 60% sind Ausführungsmängel, 20% sind Planungsfehler, 6% sind Bauleitungsfehler.

Baumängel bedeuten:

  • Im schlimmsten Fall den rechtlichen Wege beschreiten zu müssen (grosser Aufwand für Nerven, Geld etc.)
  • Hartnäckig sein, bis die Forderungen innert der vereinbarten Frist erfüllt worden sind.
  • Grosses Frustpotenzial. Alles, was nicht bewiesen werden kann, wird ziemlich sicher von niemandem übernommen.

Baumängel sind ein heikles Thema

Das weiss auch Bauszene.ch (Bauwissen im Überblick). Baumängel  seien nicht nur ärgerlich, sondern könnten zum Spiessrutenlauf werden. Besonders, wenn die Garantie im Vertrag mit dem Generalunternehmer nicht eindeutig geregelt ist. Laut Bauszene.ch versuchen Generalunternehmer häufig, die Haftung für Mängel am Objekt auszuschliessen. Mit Folgen: Der Käufer muss Nachbesserungen oder finanzielle Entschädigung (Minderwert) direkt bei den am Bau beteiligten Unternehmen, den sogenannten Subunternehmen, einfordern.

Was man dagegen tun kann

Oft ist es die Einfachheit, die siegt. Diese Aussage ist eine Art Binsenwahrheit. Je komplexer ein Bau wird, desto grösser ist die Gefahr von Baumängeln. Das ist nicht nur im Bauwesen so. Es sind die Spezialwünsche, die die Fehlerquellen steigern. Eine genaue Analyse im Vorfeld, was machbar ist und was nicht, lohnt sich. Eine gute Planung kann einen Grossteil des Erfolges des ganzen Projektes ausmachen. Klare Kommunikation.

Wichtige und zwingende Punkte schriftlich festhalten. Zum Beispiel die SIA-Norm 118. «Mit der vertraglichen Vereinbarung der SIA-Norm 118 ändert sich auch betreffend der Rüge- und Garantiefrist einiges zugunsten des Bauherren.» und «Die SIA-Norm 118 muss aber nur angewendet werden, wenn sie in den Verträgen namentlich erwähnt wird.» (Baumangel.ch)

Natürlich will und soll man voraus denken. Vielleicht will man später ja noch etwas dazu bauen. Wer im Vorfeld denkt, hat es später einfacher. Ganz wichtig sind in diesem Punkt die Referenzen, die eine Baufirma vorzuweisen hat. Wurde ein ähnlicher Kundenwunsch schon einmal umgesetzt? Wenn ja, mit welcher Erfahrung?

Informieren Sie sich im Vorfeld gut.

Nachstehend eine Auswahl an möglichen Adressen, die für den Hausbau nützlich sind:

Quellenangaben:

Das finden Sie auf Raeber-Leben-Blog zum Thema bauen auch noch:

Holzbau ist nachhaltiger Bau

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