21 Sep

Naturgarten: Vielfalt und neu geschaffener Lebensraum

Wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, schaue ich mir im Vorbeigehen gerne Gärten an. Manchmal findet sich auch ein Naturgarten darunter. Grüner Lebensraum, der sich selbst organisiert. Sicher? Zu einem grossen Teil ja. Doch auch hier muss gestaltet werden, wie ich in meiner nachfolgenden Recherche festgestellt habe.

Natur befindet sich nicht nur ausserhalb von Städten und Dörfern. Der eigene Umschwung bietet Raum für einen Naturgarten der bestmöglichen Grösse. Ein Blick auf die Voraussetzungen und Möglichkeiten für den outdoor Lebensraum.

Was macht einen Naturgarten aus? Hat man weniger Geld- und Pflegeaufwand? Kann man ihn sich einfach selbst überlassen? Eher nicht. Obwohl man das natürliche Wachstum durch gezielte Auswahl von Pflanzen und die Gartengestaltung bewusst steuert, braucht es weiterhin gute und fachmännische Pflege.

Lebensraum schaffen, Geduld üben und Wachstum erleben

Ein Naturgarten bietet Lebensraum nicht nur für Pflanzen, sondern auch für vielerlei Tiere. Ob Schmetterlinge und zahlreiche andere Insekten, Vögel, Igel und Amphibien  –  sie werden je nach Bedürfnis und Angebot automatisch einwandern. Ganz wichtig: Natur wächst in ihrem Tempo und dies lässt sich nur sehr schwer beschleunigen. Besonders in einem Naturgarten, wo weder irgendwelche Insektengifte noch chemische Düngemittel eingesetzt werden.

Wie kann Leben vorangetrieben werden?

Durch die Wahl der Stauden und des richtigen Gehölzes, vorwiegend Einheimisches, werden Insekten angezogen. Auch Wasser lockt Tiere an. Insbesondere Insekten, Vögel und Frösche. Das Laub kann ruhig liegen gelassen oder zu Haufen zusammengerecht werden, damit auch Igel einen Unterschlupf haben. Blumenwiesen bieten Nahrung für Bienen und Schmetterlinge. So kommt richtig Leben in die biologische Bude.

«Gib mir einen m2 Wiese und ich mache dir tausend schöne Fotos»

Dieses Zitat ist hauptsächlich in Fotografenkreisen bekannt. Es sagt sehr viel über einen Naturgarten aus und darüber, wie wichtig dieser Lebensraum ist. Und nicht nur das. Natur verändert sich dauernd. Ein Naturgarten ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz und darum auch ein Garten, der Sinn macht.

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Blogs /Artikel z. Thema Garten gestalten

12 Aug

Gartengestaltung: Der Garten im Wandel

Ein Garten wandelt sich nicht nur im Laufe der Jahreszeiten. Als Kind, während man im Garten tobt und sich an den Früchten und Beeren labt, verschwendet man kaum einen Gedanken daran, wie der Garten angelegt, wie häufig neu gepflanzt, wann gegossen, gejätet und geerntet werden muss.

Man hat auch kaum Verständnis dafür, dass man auf dem wunderschönen, grün glänzenden, frisch angelegten Rasen momentan nicht Fussball spielen darf. Sobald jedoch der neue Rasen endlich zum Spielen freigegeben wird, wenn das Riesentrampolin aufgebaut ist und jauchzend die ersten Salti gesprungen werden, ist die Freude am Garten riesengross! Als berufstätiger Erwachsener versucht man zwischen seinen eng gesteckten Terminen noch Zeit fürs unerlässliche Giessen und fürs Rasenmähen zu finden und im wohlverdienten Ruhestand dann, kann man sich endlich so umfassend um den geliebten Garten kümmern, wie man es schon immer tun wollte.

Der Garten: Gestaltungs- und Erholungsort
Der Garten: Gestaltungs- und Erholungsort

Arbeit und Auszeit im Garten

Für alle Altersgruppen gilt: Ein Garten ist nicht nur «Arbeitsplatz», sondern bietet vor allem im Sommer Raum zum Erholen. Man kann kaum irgendwo so wunderbar die Seele baumeln lassen wie nach getaner Arbeit im eigenen Garten, am besten abends beim Grillieren, und am allerbesten mit selbstgezogenem und selbstgeerntetem Salat.

Der Wiener Arzt und Psycho- und Gartentherapeut, Dr. Fritz Neuhauser, empfiehlt die Gartenarbeit: «Wer einen Garten hat, braucht weder Fitnessstudio noch Urlaub.»

Neben der sportlichen Betätigung, es werden Muskeln trainiert, das Herz und die Knochen gestärkt, wirkt sich die Arbeit im Garten auch positiv auf das psychische und physische Wohlbefinden aus.

Hochbeet für kleine und grosse Gärtner

Hochbeete sind wunderbar geeignet, um Kinder ans Gärtnern heranzuführen. Ein Hochbeet ist ideal für erste Garten-Erfahrungen. Es ist der Entwicklung der Kinder förderlich, wenn sie sich um eigene Beete kümmern dürfen und wenn sie früh lernen, dass Fleisch, Gemüse und Obst nicht einfach nur aus dem Supermarkt kommen. Um schnell gärtnerische Erfolge erzielen zu können, ist Kresse geradezu perfekt. Nur wenige Tage nach der Aussaat kann sie bereits geerntet werden. Auch Gurken, Zucchetti, Radieschen oder Blattsalate eignen sich sehr gut fürs Kinderhochbeet. Und ein wahrer Genuss für die kleinen Gärtner sind Erdbeeren. Sie sollten in keinem «Kinder-Garten» fehlen.

Gartengestaltung bedürfnisgerecht: ein Hochbeet hat viele Vorteile
Bedürfnisgerechter Garten: ein Hochbeet hat viele Vorteile

Aber auch für ältere Gärtner oder Gartenfreunde mit Knie- oder Rückenproblemen ist ein Hochbeet von Vorteil. Das Arbeiten im Knien oder in gebückter Haltung wird vermieden. Das Hochbeet lässt sich bequem in aufrechter Position rückenschonend bearbeiten. Und wenn man über einen Schlauchanschluss verfügt, dann entfällt auch das schwere Giesskannenschleppen. Man kann Hochbeete auch so anlegen, dass sie selbst von Menschen, die im Rollstuhl sitzen, optimal bearbeitet werden können.

Hochbeete sind auch gut geeignet für Gartenfreunde, die keinen oder nur einen kleinen Garten haben. Ein Hochbeet kann wunderbar auf einem Balkon, einer Terrasse oder in einem Hof aufgebaut und angelegt werden.

Autorin: Jasmin Taher

Quellen:

Weiterführende Tipps rund um Gartengestaltung:

1 Jun

Biodiversität: Gartenplanung und das globale Gleichgewicht

«Retour à la nature» forderte im 18. Jahrhundert der Naturforscher, Schriftsteller, Komponist und Philosoph Jean-Jacques Rousseau und meinte damit Gärten und Parks. Jeden Tag begann er frühmorgens mit einem Spaziergang durch das Grüne, in der Hoffnung, in dieser «Wildnis» zu sich selbst zu finden. Auch wir Menschen des 21. Jahrhunderts haben diesen Anspruch an unsere Gärten, vielleicht mehr denn je: Wir glauben, in ihnen einen Ort der Begegnung von Mensch und Natur zu haben, ein kleines Plätzchen Freiheit und Natürlichkeit inmitten der Alltagshektik und Unterhaltungselektronik. Ein bisschen mehr «Wildnis» würde unseren Gärten heute wahrlich gut tun.

Gartenplanung und das globale Gleichgewicht

Biodiversität und Nachhaltigkeit: Unsere Herausforderung

Mit Wildnis ist hier Biodiversität gemeint; ein Ausdruck, der schon erste Abnutzungserscheinungen aufweist, ähnlich wie derjenige der Nachhaltigkeit. Das tut ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit aber keinen Abbruch: Biodiversität zu fördern ist eine Aufgabe von weltweiter Bedeutung: Dünger, Herbizide und Insektizide sind dafür verantwortlich, dass die Zahl von Honig- und Wildbienen, Fliegen, Käfern und Schmetterlingen in der Schweiz immer weiter zurückgeht. Denn rückwirkend sind nicht nur die Tiere von uns Menschen abhängig – auch wir werden ganz existenziell vom Ökosystem beeinflusst, das uns umgibt.

Einheimische Pflanzen, bienenfreundliche Blumen

Gartenbesitzer haben eine Verantwortung. Sie sind dazu aufgerufen, naturnahe Strukturen zu schaffen, Bestäuber-freundliche Pflanzen und einheimische Wildstauden anzupflanzen. Wer in seinem Garten etwa Glockenblumen statt Petunien, Ochsenaugen oder Ziest statt Geranien, Blausterne statt Hyazinthen oder Weiden und Schwarzdorn statt Forsythien, der leistet einen ungemein wichtigen Beitrag an ein biodiverses Blüten- und Nahrungsangebot.

Gartenplanung – hier steckt viel dahinter!

Diese wenigen Zeilen lassen ein Problem deutlich zutage treten: Beim Thema Gartenplanung sind wir im Nu überfordert und auf externe Hilfe angewiesen. Der professionelle Gartenplaner weiss, wie es am besten gelingt, in ihrem Garten einen nachhaltigen Lebensraum für Bienen und gesunde Voraussetzungen für Pflanzen zu schaffen.

Quelle:

Dr. Claudio Sedivy: Die Artenvielfalt im Garten fördern

Noch mehr Naturgarten auf Raeber-Leben-Blog.ch

 

13 Aug

Ein Garten für die ganze Familie

Der Garten wird je nach Bedürfnissen gestaltet. Ich (Andreas Räber) mit meinen drei schon fast erwachsenen Kindern, muss auf weniger Gefahrenzonen achten als Familien mit Kleinkindern. Gartenplanung, Gartengestaltung hängt also stark von den Bedürfnissen der Zielgruppe ab. Hier die Einschätzung von Jasmin Taher, wie ein Garten aus ihrer Sicht aussehen müsste.

Ein Garten ist ein Rückzugsort, eine Freizeit-Oase, ein Quell der Erholung und ein bisschen Urlaub direkt vor der Haustür (oder zumindest in der Nähe). Vor allem für Kinder bedeutet Garten naturnahe Freiheit, ungestümes Toben, Spiel und Spass.

Gartenbau und Gartengestaltung als Grundlage für einen kinderfreundlichen Garten
Garten für Kinder: Raum für Spiel, Spass, Erholung und körperliche Entwicklung

Für die Eltern, die sich ums Giessen, Rasenmähen, Pflanzen, Ernten und die Eindämmung von Schädlingen kümmern müssen, ist der Spiel- und Spass-Faktor ungleich geringer, die Erholung ist jedoch trotz der scheinbar nicht enden wollenden, gärtnerischen Aufgaben auch für den Rest der Familie gegeben.

Wie sieht ein kindgerechter Garten aus?*

Bei der Gestaltung eines kindgerechten Gartens sollten Sie beispielsweise auf die folgenden Dinge achten:

  • Ist ausreichend freie Rasenfläche zum Spielen gegeben?
  • Sind die gesetzten Pflanzen und Blumen ungiftig? Könnten sie im Notfall auch bedenkenlos von hungrigen Kindermäulern verspeist werden?
  • Gibt es eventuelle Unfallrisiken (s. u.)?
  • Muss der Teich wirklich sein (s. u.)?

Gibt es eventuelle Unfallrisiken?*

  • Sind Holzstapel gut gesichert, so dass das Holz, sollten die Kinder versuchen daran hochzuklettern, nicht zusammenstürzt?
  • Wurden Stolperfallen (Wurzeln, Absätze, Stufen, Löcher im Boden) möglichst entfernt?
  • Liegt der Gartengrill abseits der Laufwege und ist er gut gesichert, so dass die Kinder sich beim Toben nicht zufällig verbrennen können?
Gartenbau und Gartenplanung vereinen die Bedürfnisse von Mensch und Pflanzen
Garten so gestalten, dass möglichst wenig Unfälle passieren können.

Muss der Teich wirklich sein?

  • Falls Wasserflächen im Garten (Teich, Wasserlauf o. ä.) wirklich gewünscht sind, sind diese gut gesichert, so dass die Kinder nicht hereinfallen und ertrinken können?
  • Ertrinken ist bei Kindern – nach Verkehrsunfällen – die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen. Bitte bedenken Sie hier, dass Wasser eine magische Anziehungskraft auf Kinder ausübt, und dass Kinder auch in flachem Wasser, hier reicht schon eine 20 Zentimeter tiefe Pfütze, ertrinken können.
  • Falls Sie ein Planschbecken oder einen Swimmingpool im Garten auf- oder einbauen, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Kinder beim Baden ununterbrochen beaufsichtigen. Als Alternative zum Schwimm- oder Planschbecken gibt es übrigens zahlreiche andere Wasserspiele, die sich im Sommer zum Abkühlen eignen.

Der private Spielplatz im Garten

Beim Bau eines Spielplatzes mit Rutsche, Schaukel, Wippe und Sandkasten im Garten können sich viele Gefahrenstellen einschleichen. Minimieren Sie deshalb das Risiko und überlassen Sie die Planung und den Bau der Spielplatzecke einem professionellen Gartenbauer (siehe unten), der über vielfältige Erfahrung in diesem Bereich verfügt und legen Sie Wert auf den Einsatz zertifizierter Spielgeräte.

Bauen Sie ein Schlaraffenland!

Erdbeeren, Johannisbeeren, Trauben, Äpfel und Nüsse sind nicht nur gesund und schmackhaft, Kinder lernen durch den Anbau der Leckereien im heimischen Garten, wie der Kreislauf der Natur, wie Säen, Bewässern, Wachsen, Reifen und letztlich auch das Ernten funktionieren.

Vielleicht finden Sie ja in Ihrem Garten auch Platz für ein kleines Beet, in dem Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Karotten, Radiesli, Salat, ein paar Kartoffeln oder Mais anbauen können.

Aber setzen Sie bitte im heimischen Garten keine Pestizide zur Schädlingsbekämpfung ein. Greifen Sie lieber auf Hausmittelchen zurück oder lassen Sie «die anderen» ernten.

*             Anmerkung der Redaktion:

Die aufgeführten Fragen stellen keine vollständige Liste dar, sondern sollen nur als Denkansatz für Ihre eigene Gartengestaltung dienen.

Tipps, das könnte Sie auch noch interessieren:

3 Jul

Garten gestalten – da steckt mehr dahinter

Kürzlich habe ich meinen Garten-Sitzplatz wieder einmal geräumt. Altes musste weg, Neues wurde geplant. Neu soll der Sitzplatz mit Verbundsteinen erweitert werden. So, dass der Gartentisch besser platziert werden kann und wir zu einer windstilleren Ecke kommen. Am gleichen Platz sind zwei Einrichtungen für Hängesessel angebracht. Und da das Wetter schon dann und wann schön war, haben wir beides, Gartentisch und Hängesessel, schon oft genossen. Eine Oase ist entstanden, die von einem Gartenbauer noch verfeinert werden wird.

Garten gestalten – da steckt mehr dahinter
Der gepflegte Garten – Reichtum aus der Natur

Gespräche, ein Ort zum Sein

Ich geniesse meinen Garten. Vor allem, weil auch andere aus meiner Familie diesen Ort nützen und so unkomplizierte Gespräche entstehen können. «Leben, so wie ich es mag» lautet ein alter Song. Der kommt mir in den Sinn, wenn ich an dieses gemütliche Outdoor Eckchen denke. Ich muss allerdings zugeben, dass ich bisher keinen grünen Daumen hatte, meinen Garten mittlerweile jedoch mehr wahrnehme, als bisher. Meine Frau hat mir schon x-mal die Namen etlicher Pflanzen erklärt. Ich vergesse sie leider immer wieder. Was ich allerdings wahrnehme, ist, dass hinter jedem Garten eine Ordnung steht. Nicht jede Pflanze kann x-beliebig platziert werden.

Gartenplanung lohnt sich

Ein Garten muss geplant werden. Auch wenn er vielleicht nicht so aussieht, weil es Pflanzen hat, die sich überall hin verteilen. Ein Garten kann wie ein Chaos wirken. Allerdings ein Geplantes. Das meine ich durchaus positiv. Garten bedeutet nicht nur Entspannung für mich, sondern auch Heimat vieler unzähliger kleiner Tiere, die wir schon gar nicht mehr sehen. Er bildet eine Tankstelle für Bienen und andere nützliche Tiere. Sehen wir die bunten Schmetterlinge noch? Ich staune oft, dass ich die Gartenwelt kaum wahrnehme, obwohl sich da einiges tut.

Wenn ich unterwegs bin, sehe ich immer mehr Menschen, die sich den Kopf mit Musik volldröhnen. Ich nehme diese Haltung als Ablenkung vom Leben mit seinen Herausforderungen wahr. Wenn ich wählen kann zwischen lauter Musik und einem Garten, der gepflegt ist und lebt, wähle ich letzteres. Es mag eine kleine Welt sein, die ich da sehe. Tatsache ist, sie ist ein Abbild einer grösseren Welt, einer Welt, von der ich ein Teil bin. Das zu spüren, zu sehen, das tut mir ganz einfach gut!

Tipp: Haus-Planen.ch: Gartenbau – den Garten planen, umsetzen, geniessen und entspannen

 

12 Mai

Mein Garten: Frühlingszeit = Gartenplanungszeit.

Es ist Frühling und der Blick aus dem Fenster zeigt mir, dass ich mir spätestens jetzt Gedanken über meinen Garten machen muss. Meine grüne Oase ist für mich so etwas wie die günstigste Form der Erholung. Ich kann diesen «Erholungsort» fast jederzeit nutzen. Je nachdem, wie der Garten gestaltet ist, kann er auch bei schlechtem Wetter genossen werden. Frühlingszeit ist Gartenplanung-Zeit.

Gartenbau: Zum Beispiel einen naturnahen Garten gestalten
Der Garten, die heimische Oase zum Erholen.

Welche Bedürfnisse und Ziele habe ich mit meinem Garten?

Ein Garten ist je nach Bedürfnissen und Erwartungen ein nicht zu unterschätzendes Projekt. Eines, das gut geplant sein will. Da ist zum Beispiel die Überlegung, ob ich auch dann und wann bei Regen draussen sitzen möchte (ist ein Dach über dem Kopf möglich?). Dürfen mich die Nachbarn sehen, oder brauche ich einen für beide Seiten schönen Sichtschutz? Wie ist die Windsituation? Eine Bise kann einem ganz schön die Lust am «Draussen zu Hause» nehmen. Was nützt einem ein Garten, wenn man dauernd krank wird, weil man den Wetterbedingungen ausgesetzt ist? Weitere Aspekte, die es zu beachten gilt: Möchte ich selbst aktiv den Garten pflegen, habe ich die Zeit dazu oder überlasse ich es dem Gartenprofi? Will ich nur pflegeleichte Pflanzen?

Herausforderung Gartendesign das ganze Jahr über

Als eine der wohl grössten Herausforderungen im Garten empfinde ich die Planung –  beispielsweise, wann welche Pflanzen blühen. Der Garten unterliegt Veränderungen. Er kann in den vier verschiedenen Jahreszeiten völlig unterschiedlich aussehen. Sich den Garten in den Jahreszeiten vorzustellen ist schwierig, wobei der Winter wohl die einfachste ist. Um das zu planen, brauche ich persönlich einfach den Gartenprofi. Ich weiss, ich bezahle dafür. Das mache ich bei anderen Investitionen in Erholung, wie Reisen und Ferien auch. Dort für zwei bis vier Wochen. Beim Garten investiere ich für die ganze Saison. Sich einmal ganz bewusst mit einem Gartenplaner oder Gartenbauer zusammenzusetzen, lohnt sich definitiv.

Garten gestalten, zum Beispiel mit dem Gartenarchitekt
Gartenplanung lohnt sich. So kann Wildwuchs und damit mühsame Arbeit erspart werden.

Das muss man sich bewusst sein

Hinter der Gartengestaltung und dem Gartenbau steckt viel Denk- und Handarbeit. Das kostet. Zeit oder Geld. Oft wählen wir dann den Weg, einen Hobbygärtner anzustellen, was in bestimmten Fällen sicher genügen kann. Ob etwas günstig ist oder mehr kostet, hat immer einen (Hinter-)Grund. Meistens ist dies in der Leistung und der Qualität zu suchen. Teuer bedeutet meistens mehr Leistung und mehr Qualität. Langfristig gesehen lohnt sich der Gartenprofi sicher. Alles in allem hängen die Gartengestaltung und die Investitionen von den persönlichen Zielen und den zur Verfügung stehenden Mitteln ab.

Einen Garten mit hohem Erholungsfaktor zu gestalten ist ein Reichtum, der oft unterschätzt ist. Insbesondere im Sommer, beim gemütlichen Zusammensein, beim Relaxen etc., zeigt sich die Stärke dieser grünen Oase.

© raeber-leben-blog.ch – überarbeitet 25.9.2019

Tipps zum Thema Gartenbau, Gartengestaltung in der Region Zürich

17 Jul

Gartengestaltung: Wer einen eigenen Garten hat, braucht vor allem im Sommer eines: viel Zeit!

Gartengestaltung einfach gemacht? Mauer-Steinkraut, Rosa Katzenpfötchen und die diversen Grasnelken-Sorten sind für sonnige Ecken geeignet. Pflanzen wie das Berghähnlein, Waldanemonen sowie die diversen Akelei-Sorten gedeihen auch im Schatten gut. Damit man die ganze Gartensaison durch einen blühenden Garten hat, sollte man bei der Auswahl von Blumen ausser auf deren Sonnen-/Schatteneignung auch auf deren Blütezeit achten. Gartengestaltung ist enorm vielfältig.

Kleinkinderparadies – Essbare Blumen und Pflanzen

Kleine Kinder entdecken ihre Umgebung und die Natur oral. Alles was interessant erscheint, landet auf direktem Wege im Mund. Wenn die Kinder im Garten spielen sollen, ohne dass man Angst haben muss, dass die lieben Kleinen etwas Giftiges verspeisen, empfiehlt es sich, von vornherein ungiftige Blumen, Kräuter und Gräser zu pflanzen.
Blühende Kräuter wie Melisse, Oregano und Thymian sind dekorative Pflanzen und können nicht nur den Garten sondern auch das Mittagessen bereichern. Auch Wiesen- und Beetblumen wie Veilchen, Nelken, Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Gänseblümchen können problemlos verspeist werden.

Gartengestaltung: Der Garten ist auch eine wichtig Lebensgrundlage für Insekten und Schmetterlinge
Garten auch für Tiere gestalten, da er eine wichtig Lebensgrundlage für Insekten und Schmetterlinge ist.

Insektenrefugium – Farbenfrohe Blumen für Naturliebhaber

Ein naturbelassener Garten mit hohen Blumenwiesen stellt ein Schlaraffenland für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge dar. Weitere «leckere Futterpflanzen» in Beeten, Töpfen oder Schalen gepflanzt, bieten den Insekten weiteren Anreiz den Garten zu besuchen. Wenn man darauf achtet, Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblüher zu pflanzen, kann man den Insekten während der ganzen Flugsaison einen gedeckten Tisch bereithalten. Nachfolgend ein Beispiel für eine optimale Blumenauswahl:

Name: Kornblume
Blütezeit: Mai bis Juli

(Anm. der Autorin: An dieser Stelle wurde in der Tabelle aus Platzgründen auf weitere Beispiele verzichtet.)

Gartengestaltung, da steckt viel Planung und Arbeit dahinter.
Ein Garten zu gestalten, braucht enorm viel Zeit und Geduld.

 

Weiterführende Tipps zum Thema Gartengestaltung, Gartenplanung

Autorin: Jasmin Taher

Trailer Film «Moore than honey»

Überarbeitet am 25.9.2019 (ar)