21 Nov

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat

Das Thema Weihnachten habe ich schon in einigen Blogs aufgegriffen. Ich finde, es lässt sich gut in unseren Alltag adaptieren, deshalb greife ich immer mal wieder auf dieses besondere Thema zu.

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat
Hund Aslan und Weihnachten? Was für Gemeinsamkeiten könnte es geben?

«Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat»

Mein Hund Aslan ist vor einigen Jahren in Budapest geboren und dort, wie wir vermuten, alsbald als Wächter eingesetzt worden. Man sagte uns, dass Hunde in Ungarn Mittel zum Zweck sind. Ein Leben vor irgendeinem Haus, angebunden an einer Kette. Auftrag klar: Wachen. Bewegungsfreiheit so gross wie es diese Kette erlaubt. So die Legende. Ich habe sie nie überprüft, aber diese Perspektiven wünsche ich niemandem, auch keinem Tier.

Nur Aslan ist anders. Er hat in Sachen Freiheit so seine eigenen Vorstellungen. Daher hatte er sich losgerissen und zog samt Kette los, in die wilde Freiheit der Metropole dieser neuntgrössten Millionenstadt der Europäischen Union. Mitten drin begegnet ihm ein Engel in Menschengestalt, der sofort wusste, dieser Hund an der Kette muss gerettet werden. Dieser Mensch nahm ihn in seine Obhut und mit in die Schweiz. Dort landete er via Freunde letztendlich bei uns. Damit ist er kein Einzelfall. Mir begegnen viele Menschen, die Hunde aus den europäischen «Hunde-Slums» haben. Alle diese Tiere haben besondere Geschichten. Sie nehmen sich mit. Weil sie schliesslich auch nur Hunde sind … Darum brauchen sie viel Geduld und Liebe. Das Gefühl, im richtigen Rudel zu sein.

Wer hat hier wen adoptiert?

Meine Frau und ich wussten am Anfang nicht so recht, ob wir diesen Hund adoptieren wollen. Diese Frage ist berechtigt und muss gut abgeklärt werden. Denn Hunde brauchen Zeit, brauchen Beziehung. Haben wir diese Zeit? Wollen wir sie für ein Tier investieren? Also machten wir mit unseren Freunden eine dreiwöchige Testphase ab. Ich will ganz ehrlich sein.

Ich bin heute noch der Meinung, dass dieser aussergewöhnliche Hund uns adoptiert hat und nicht umgekehrt.

Das beeindruckt mich auch. Er ist ein Lebensgestalter. Hat sich aus der Gefangenschaft befreit und sich ein neues soziales Umfeld geschaffen. Wo man sich neu kennenlernt, wo sich verschiedene Persönlichkeiten mit verschiedenen Hintergründen begegnen und einen gemeinsamen Weg einschlagen, entstehen Fragen und Spannungen. Wir sind ihn gegangen. Vieles ist selbstverständlich geworden, einiges bleibt eine Herausforderung.

Hunde sind ein gelebtes Symbol für Treue

Rückblickend muss ich sagen: Ich möchte ihn nicht mehr missen. Denn er hat etwas gemacht, was viele Menschen nicht schaffen. Er setzt seine Stärken konsequent ein, übernimmt (manchmal zu viel) Verantwortung und hat seinen Platz bei uns eingenommen, ist Teil einer Gruppe geworden. Seine Stärken sind Einfühlsamkeit und Treue. Geht es jemandem in der Familie schlecht, spürt diese putzige Stück Fell das sofort und legt sich daneben. Stundenlang. Er empfängt uns jeweils mit einer riesigen Freude, die ganz einfach beeindruckt. Er fängt viele Spannung ab, allein dadurch, dass er sich knuddeln lässt und einfach da ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Hunde das Symbol für gelebte Treue sind. Der Nebeneffekt für uns, wir sind mehr an der frischen Luft, haben mehr Bewegung und das bei jedem Wetter. So kann man Neues entdecken. Natur lebt. Statt Frust im Regen eine natürliche Entdeckungstour. Schönheit hat viele Facetten.

Und Weihnachten?

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat, so lautet der Titel dieses Blogs. Bis jetzt ging es nur um Aslan. Oder etwa nicht? Zu der Geschichte von Weihnachten gibt es Parallelen. Und Gegensätze.

Während sich mein Hund von Gefangenschaft und Kette befreit hatte, ist Christus laut biblischem Bericht in die «irdische Gefangenschaft» gekommen.

Der eine wurde gerettet, der andere hat gerettet. Christus ist der, der da ist. Der treu ist. Der sich freut, wenn wir ihn finden, uns finden lassen und zu ihm kommen. Der von Beziehung und Aufmerksamkeit lebt. Vorstellbar? Hmm. Christus können wir nicht sehen, den Hund schon. Doch den Wind sehen wir auch nicht, seine Auswirkungen schon. Wir können ihn nicht er-, aber begreifen. So ist es auch bei Christus.

Aslan wurde ein Teil unseres Lebens. Ja, das kostet einen etwas. Beziehung lebt von Investitionen. Nur sie gibt eben auch viel.

Wenn ein Hund schon so viel geben kann, Leben positiv verändern, was erwartet uns dann erst von Weihnachten bzw. von einer bewussten Beziehung zu Christus?

Lust auf mehr Weihnachten?

Hinweis: Oben aufgeführte Blogs sind Artikel vom gleichen Autor, ausgenommen der Hinweis auf Lifechannel.ch

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