19 Mrz

Christliche Feiertage: Hinsehen lohnt sich.

Jedes Jahr im März oder April ist es wieder soweit: Es ist Karfreitag. Wenn ich ehrlich sein will, geht es mir wie vielen anderen bei diesem christlichen Feiertag: Ich freue mich auf die zusätzlichen freien Tage und überlege mir, ob ich diese willkommene Freizeit nicht sogar mit dem einen oder anderen zusätzlichen Tag verlängern kann. Karfreitag und Ostern geben mir zusätzlichen Raum zum Abschalten.

Christliche Feiertage: Wie sind sie zu verstehen?
Christliche Feiertage: Wie sind sie zu verstehen?

Hintergründe und Bedeutung

Ich habe am Schluss dieses Blogs einige weiterführende Webseiten aufgeschrieben, wo ich oder andere auf die Hintergründe und möglichen Bedeutungen von Karfreitag, Ostern etc. eingehe. Bei der möglichen Bedeutung für die heutige Zeit möchte ich nachfolgend noch eingehen. Ganz einfach, weil ein paar arbeitsfreie Tage der Bedeutung dieser besonderen Tage, nicht gerecht werden können. Dazu braucht es einen gewissen Glauben an Gott. Karfreitag und Ostern nicht unter der Sichtweise des biblischen Weltbilds zu sehen, ist schwierig.

Heute

Der Blick auf das Heute zeigt mir immer wieder viel Dynamik auf. Da sind Kriege und Krisengebiete, da ist ein unersättliches Wirtschaftswachstumsbestreben von globalen Playern, Aufstände, Korruption, «Verhandlungen» und vieles andere. Es läuft etwas und es ist manchmal zum Davonlaufen. Unsere Welt ist vernetzt und komplex geworden. Geplant und gestaltet von uns Menschen. Die einen wollen möglichst viel Macht. Die andern lassen es zu, dass dies möglich ist. Beteiligt sind wir alle – auf irgendeine Weise. Wir gestalten durch Helfen, durch Agieren, durch Nichtagieren, durch Wegsehen etc. Passivität und Aktivität – beides hat Auswirkungen.

Karfreitag – gestern wie heute

Und Karfreitag? Kriege, Krisengebiete, Aufstände, religiöse Players, Gerichtsverhandlungen und vieles andere.

Wo Menschen leben, bewegt sich etwas. Gutes und Herausforderndes. Reiche bestimmen Arme, Machtgierige werden noch machtgieriger. Stille bleiben still.

Das ist heute noch so wie damals, am ersten Karfreitag. Wo Menschen auffallen und anders denken, werden sie kritisch hinterfragt. Haben Anhänger, haben Feinde. Laute und stille. Auch Korruption ist heute noch ein aktuelles Thema. Siehe dazu den Artikel aus Spiegel online «Das sind die korruptesten Länder der Welt» (Spiegel 05.12.2012). Unschuldige werden verurteilt, Schuldige werden freigelassen. Das kommt vor. Gestern wie heute.

Christliche Feiertage - hinsehen, reflektieren
Christliche Feiertage – hinsehen, reflektieren. Was haben die Geschichten mit mir zu tun?

Was können wir tun?

Niemand von uns hat Lust, sich in Streitereien einzulassen. Manchmal fehlt uns ganz einfach die Kraft. Eigentlich möchten wir nur unsere Ruhe haben. Unser Leben leben. Dagegen spricht nichts. Ausser, wenn Unrecht geschieht und wir einfach wegsehen. Verdrängen. Klar, wir können nicht überall Einhalt gebieten. In vielen Fällen wäre das vielleicht sogar unangebracht. Was also tun? Fängt nicht jede Veränderung in der Basis an? Ganz unten? Im Alltag? Statt sich über andere auszulassen, lieber mal genauer hinsehen. Umwelt bewusst wahrnehmen. Mehr Aufmerksamkeit schenken. Besonders den guten Ideen und Handlungen. Sie fördern und Menschen ermutigen.

Ermutigung bedeutet: Wertschätzen, was schon erreicht wurde, obwohl man noch nicht am Ziel ist. Ein Anfang. Ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ein zweiter und ein dritter. Denn Erfolg motiviert.

Wo Einzelne umdenken und Anfänge wagen, beginnt sich die Welt zu verändern. Auch im Stillen.

Christliche Feiertage wie Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten erzählen solches. Was klein und im Stillen begann, wächst heran. Hat Vergangenheit, ist gegenwärtig und wird einmal gross sein. Hinsehen lohnt sich.

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21 Nov

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat

Das Thema Weihnachten habe ich schon in einigen Blogs aufgegriffen. Ich finde, es lässt sich gut in unseren Alltag adaptieren, deshalb greife ich immer mal wieder auf dieses besondere Thema zu.

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat
Hund Aslan und Weihnachten? Was für Gemeinsamkeiten könnte es geben?

«Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat»

Mein Hund Aslan ist vor einigen Jahren in Budapest geboren und dort, wie wir vermuten, alsbald als Wächter eingesetzt worden. Man sagte uns, dass Hunde in Ungarn Mittel zum Zweck sind. Ein Leben vor irgendeinem Haus, angebunden an einer Kette. Auftrag klar: Wachen. Bewegungsfreiheit so gross wie es diese Kette erlaubt. So die Legende. Ich habe sie nie überprüft, aber diese Perspektiven wünsche ich niemandem, auch keinem Tier.

Nur Aslan ist anders. Er hat in Sachen Freiheit so seine eigenen Vorstellungen. Daher hatte er sich losgerissen und zog samt Kette los, in die wilde Freiheit der Metropole dieser neuntgrössten Millionenstadt der Europäischen Union. Mitten drin begegnet ihm ein Engel in Menschengestalt, der sofort wusste, dieser Hund an der Kette muss gerettet werden. Dieser Mensch nahm ihn in seine Obhut und mit in die Schweiz. Dort landete er via Freunde letztendlich bei uns. Damit ist er kein Einzelfall. Mir begegnen viele Menschen, die Hunde aus den europäischen «Hunde-Slums» haben. Alle diese Tiere haben besondere Geschichten. Sie nehmen sich mit. Weil sie schliesslich auch nur Hunde sind … Darum brauchen sie viel Geduld und Liebe. Das Gefühl, im richtigen Rudel zu sein.

Wer hat hier wen adoptiert?

Meine Frau und ich wussten am Anfang nicht so recht, ob wir diesen Hund adoptieren wollen. Diese Frage ist berechtigt und muss gut abgeklärt werden. Denn Hunde brauchen Zeit, brauchen Beziehung. Haben wir diese Zeit? Wollen wir sie für ein Tier investieren? Also machten wir mit unseren Freunden eine dreiwöchige Testphase ab. Ich will ganz ehrlich sein.

Ich bin heute noch der Meinung, dass dieser aussergewöhnliche Hund uns adoptiert hat und nicht umgekehrt.

Das beeindruckt mich auch. Er ist ein Lebensgestalter. Hat sich aus der Gefangenschaft befreit und sich ein neues soziales Umfeld geschaffen. Wo man sich neu kennenlernt, wo sich verschiedene Persönlichkeiten mit verschiedenen Hintergründen begegnen und einen gemeinsamen Weg einschlagen, entstehen Fragen und Spannungen. Wir sind ihn gegangen. Vieles ist selbstverständlich geworden, einiges bleibt eine Herausforderung.

Hunde sind ein gelebtes Symbol für Treue

Rückblickend muss ich sagen: Ich möchte ihn nicht mehr missen. Denn er hat etwas gemacht, was viele Menschen nicht schaffen. Er setzt seine Stärken konsequent ein, übernimmt (manchmal zu viel) Verantwortung und hat seinen Platz bei uns eingenommen, ist Teil einer Gruppe geworden. Seine Stärken sind Einfühlsamkeit und Treue. Geht es jemandem in der Familie schlecht, spürt diese putzige Stück Fell das sofort und legt sich daneben. Stundenlang. Er empfängt uns jeweils mit einer riesigen Freude, die ganz einfach beeindruckt. Er fängt viele Spannung ab, allein dadurch, dass er sich knuddeln lässt und einfach da ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Hunde das Symbol für gelebte Treue sind. Der Nebeneffekt für uns, wir sind mehr an der frischen Luft, haben mehr Bewegung und das bei jedem Wetter. So kann man Neues entdecken. Natur lebt. Statt Frust im Regen eine natürliche Entdeckungstour. Schönheit hat viele Facetten.

Und Weihnachten?

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat, so lautet der Titel dieses Blogs. Bis jetzt ging es nur um Aslan. Oder etwa nicht? Zu der Geschichte von Weihnachten gibt es Parallelen. Und Gegensätze.

Während sich mein Hund von Gefangenschaft und Kette befreit hatte, ist Christus laut biblischem Bericht in die «irdische Gefangenschaft» gekommen.

Der eine wurde gerettet, der andere hat gerettet. Christus ist der, der da ist. Der treu ist. Der sich freut, wenn wir ihn finden, uns finden lassen und zu ihm kommen. Der von Beziehung und Aufmerksamkeit lebt. Vorstellbar? Hmm. Christus können wir nicht sehen, den Hund schon. Doch den Wind sehen wir auch nicht, seine Auswirkungen schon. Wir können ihn nicht er-, aber begreifen. So ist es auch bei Christus.

Aslan wurde ein Teil unseres Lebens. Ja, das kostet einen etwas. Beziehung lebt von Investitionen. Nur sie gibt eben auch viel.

Wenn ein Hund schon so viel geben kann, Leben positiv verändern, was erwartet uns dann erst von Weihnachten bzw. von einer bewussten Beziehung zu Christus?

Lust auf mehr Weihnachten?

Hinweis: Oben aufgeführte Blogs sind Artikel vom gleichen Autor, ausgenommen der Hinweis auf Lifechannel.ch

6 Nov

Christliche Feiertage im Telegramm-Stil

Wir begehen sie jährlich, die christlichen Feiertage. Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Auffahrt, Pfingsten. Geburt, Sterben, Auferstehung, Entrückung und himmlische Lebenshilfe. So ungefähr könnte man ihren Sinn umschreiben. Hier ein Versuch, die christlichen Feiertage nachfolgend im Telegramm-Stil zu beschreiben.

Christliche Feiertage im Telegramm-Stil - Achtung, fertig, los!
Christliche Feiertage im Telegramm-Stil – Achtung, fertig, los!

 

Weihnachten: Die Geburt, der Anfang einer konkreten Handlung

Wir feiern Weihnachten. Wir beschenken uns. Treffen Freunde, Verwandte und Bekannte. Gemeinschaft mit Wertschätzung. Hintergrund dieses bekanntesten Festes: Die Geburt von Jesus Christus. In unserer christlichen Kultur gilt er als Sohn von Gott. Als jemand mit besonderem Auftrag. Menschen zu erlösen. Ihnen Leben bis über den Tod hinaus zu ermöglichen. Ein besonderes Geschenk.

Karfreitag: Sterben, um Leben zu ermöglichen

Wer sich als übernatürlich angekündigt und vor «unseren» Augen gelebt hatte, wird gekreuzigt. Der Sohn von Gott könnte sich vom Kreuz befreien – und macht es nicht. Haben wir etwas falsch verstanden? Ist Christus überhaupt glaubhaft? Zweifel vor Glauben. Ausharren! Damit leben können, dass klare Antworten (noch) nicht möglich sind. Das ging schon den damaligen Menschen so. Ein besonderer Tod, unglaublich hart. Obwohl unschuldig, wird er gekreuzigt. Schon am Ende, oder gar Anfang einer neuen Welt? Ist das nicht möglich oder uns einfach fremd, weil wir es noch nie erlebt haben? Weil wir es für unmöglich halten?

Ostern: Glaubensbeweis mit Timelag

Zurück. Sichtbar. Greifbar. Zumindest bei seinen engsten Freunden. Christus ist wieder da. Auferstanden? War er wirklich tot? Niemand war bisher auferstanden. Ist es ein running Gag aus der damaligen Zeit? Nach 3 Tagen wieder im echten Leben? Verspätung. Timelag. Langsames Begreifen, was Glaube bedeuten könnte. Verstehen seiner Aussagen im Leben vor dem Tod. Christus überrascht. Definitiv. Wo ist der rote Faden für Geburt, Tod und Auferstehung? Oder ist Ostern ein erster Beweis der neuen, anderen Welt?

Auffahrt: Der andere Abgang

Kaum wieder zurück, geht es weiter. Unbegreifbar, die Ankündigung der Entrückung. Wohin des Weges, Gottes Sohn? «Ich bin dann mal weg» auf christliche Art? Return to sender, address i know? Zu dem, der ihn gesandt hat? Transport auf Wolken. Und tschüss … Trotzdem. «Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.» Schon wieder so eine Aussage. Schon wieder so ein ungewöhnlicher Abgang. Spannungsfelder. Was gilt jetzt? Einsamkeit. Nicht Verstehen. Himmlische Logik oder himmlisches Konzept?

Pfingsten: Jetzt schon da

Da war doch etwas. Jünger, Menschen, die in fremden Sprachen sprachen, scheinbar verwirrt. Unverständlich. War das Brausen Wind oder ganz einfach Wahnsinn? Stimmengewirr. Neue Sprache, antiker Google Translator oder gar Auswirkung einer neuen Beziehung; einer besonderen Dimension? Heiliger Geist: Lebensberatung, konkrete Stellvertretung? Auswirkungen sichtbar, aber nicht nachvollziehbar. Neues unter der Sonne? Greift Gottes Geist ein? Als Vermittler anderer Lebens- und Sichtweisen? Andere Welt, andere Gesetze? Statt einsam, neu gemeinsam? Massstab: göttliche Liebe? Tod überwindbar?! Beziehung mit Tiefgang? Gemeinschaft mit Wertschätzung – für immer. Leben unendlich?

Christliche Feiertage im Telegramm-Stil
Christliche Feiertage im Telegramm-Stil

 

Christliche Feiertage, da steckt viel dahinter!

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