27 Jun

Lebensqualität im Alter wird heute bestimmt

Wenn man die Mitte des Lebens überschritten hat, muss man sich unweigerlich mit dem Alter auseinandersetzen. Sei es durch die Tatsache, dass die eigenen Eltern immer schwächer werden, allenfalls sogar in ein Alters- und Pflegeheim ziehen, sei es, dass einem die eigene Endlichkeit bewusst wird. Dazu kommen die Diskussionen in den Medien zu Themen wie der Finanzierung der AHV, der Erhöhung des Rentenalters sowie Sterbebegleitung und Sterbehilfe. Man wird tagtäglich mit diesen Herausforderungen konfrontiert. Doch wie kann man selbst Einfluss auf die Lebensqualität im Alter nehmen?

Ja zum ganzen Leben - Lebensqualität im Alter wird heute bestimmt
Ja zum ganzen Leben – Lebensqualität im Alter wird heute bestimmt

Körper und Beziehungen

Ich möchte zwei für mich wichtige Faktoren aufführen, die im Alter grossen Einfluss auf die Lebensqualität haben. Zum einen ist dies der Körper. Je länger man sich selbst bewegen und ernähren kann, desto besser. Von anderen abhängig sein ist nicht unbedingt das, was ich möchte. Das bedeutet, dass ich meine Ernährung gezielt steuern muss – und zwar bereits heute. Dass fetthaltige Lebensmittel, Rauchen und Süsses im übertriebenen Masse ungesund sind, ist bekannt. Das heisst für mich, dann zu essen, wenn ich wirklich Hunger habe – und zwar nur soviel, wie ich wirklich brauche. Dazu gibt es einen Trick: Aufhören, bevor man genug hat. Einfach ist das nicht! Aber gelingt es einem, ist es eine wichtige Erkenntnis, die das Leben verlängern kann. Und wie ist es mit den Beziehungen?

Beziehungen sind im Alter noch wichtiger

Zuhause, im Altersheim oder in einem Tagesheim. Beziehungen haben mit Vertrauen zu tun. Vertrauen hilft, sich auf einen Lebensabschnitt einzulassen, der nicht einfacher wird und dessen Ziel die Endlichkeit ist. In dieser Phase wird auch Spiritualität immer wichtiger. Vielleicht der Glaube an einen Gott und ein Leben nach dem Tod. Auch das ist eine Beziehungs- und Vertrauensfrage. Die Frage, was einem Halt gibt, was einen trägt, wird im Alter immer dominanter. Lebensfragen, die sich immer wieder aufdrängen.

Lebensqualität im Alter: Leben in Gelassenheit

Jeden Tag geniessen können. Auch im Alter. Ich möchte so lange wie möglich zu Hause leben können, bevor ich ins Altersheim komme. Damit stehe ich ziemlich sicher nicht alleine da. Je länger die Selbstständigkeit erhalten wird und man in der vertrauten Umgebung leben kann, desto grösser ist der Lebenswille. Denn Altersheim hat irgendwie den Touch von «Endstation». Deshalb sind kompetente Pflege und Betreuung in Alters- und Pflegeheimen enorm wichtig. Liebgewonnene Möbel aus der bisherigen Wohnung, die man beim Umzug ins Altersheim mitnehmen kann, helfen, sich besser einzuleben. Betreuung rund um die Uhr durch ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die nahe gelegene Arztpraxis helfen, bestmögliche Sicherheit zu gewähren. Das ist Lebensqualität in einem herausfordernden Lebensabschnitt.

Gibt es eine Sterbequalität?

Lebensqualität erhalten. Das ist ein Ziel unserer Gesellschaft. Doch gibt es auch so etwas wie eine Sterbequalität? Sterben müssen wir bekanntlich alle. Unabhängig von Besitz und Einfluss, einer beeindruckenden Karriere oder einem einfachen Leben. Das Ende oder auch schwere Krankheit machen alle Menschen irgendwie gleich. Ob wir wollen oder nicht. Wer viel zu verlieren hat, hat viel loszulassen. Wer wenig hat, weniger. Sterben hat nichts mit «Machbarkeit» zu tun, eher mit der inneren Grösse eines Menschen, etwas zulassen zu können. Mein Respekt gilt den Menschen, die das begriffen haben und umsetzen können.

Doch ehrlich gesagt: Etwas zu- und loslassen zu können ist nicht etwas, das wir erst im Alter lernen müssen. Das ganze Leben ist doch eine Vorbereitung darauf.

Interesse geweckt? Hier ein Beispiel eines kleinen Pflege- und Altersheims im Zürcher Oberland:Weiterführender Tipp für Sie ausgesucht

Alters- und Pflegeheim Neuhof, Päffikon ZH

 

 

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