8 Feb

Was mir mein Garten bedeutet

Als wir vor ziemlich genau zwanzig Jahren unser neues Eigenheim bezogen, hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen eigenen Garten zu bewirtschaften. Halt, stimmt gar nicht, als Kind hatte ich bereits ein eigenes Beetli, welches ich jeweils im Frühling eifrig bearbeitete, bis einmal alles angesät war, und als es dann um Pflege, Unterhalt und Fleissarbeit, wie beispielsweise jäten ging, war kein Elan mehr vorhanden. Aber unterdessen war ich ja erwachsen, das war schliesslich etwas Anderes.

Gartenplanung vom Fachmann?

Als wir also in unser Eigenheim einzogen, hatte ich eine klare Vorstellung davon, wie unser Garten im nächsten Jahr aussehen würde. Vielleicht einen Fachmann beizuziehen, war für mich kein Thema. Ich hatte nicht mal einen Gedanken daran. Ich sah schliesslich schon die Bilder meines Gartens vor mir, in üppigem Grün und wucherndem Wuchs: Ein Meer von Kapuzinerkresse und Zucchettipflanzen, zwei Meter hohe Sonnenblumen, am Zaun hochrankende Wicken in bunten Farben und allerlei Kräuter für die Küche.

Gartengestaltung wo Raum enger wird
Gartengestaltung auf engem Raum.

 

Realität hingegen war harter steiniger Boden und saftig grüne Disteln und Winden, meine Kapuziner und Zucchetti hingegen erfüllten meine Vorgaben nicht so recht. Steppe statt Urwald. Magere Setzlinge ragten aus rissiger Erde. Petersilie und Schnittlauch fanden nur die Schnecken für kurze Zeit toll. Und in einem zweimal handtuchgrossen Garten kann man entweder Blumen züchten oder Ballspielen erlauben. Beides zusammen verträgt sich definitiv schlecht.

Gartenbau will gelernt sein

Auch beim Gärtnern ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es sollte Jahre dauern, bis ich Zeit, Geduld und das nötige Fachwissen aufbringen und dieses Fleckchen Erde in das kleine Paradies, wie ich es doch bereits von Anfang an vor mir sah, verwandeln konnte. Learning by doing, Schritt für Schritt.

Weiser Rat vom Gartenbauer

Ein Gartenbau-Fachmann hätte mir von Anfang an sagen können, dass dort, wo es schattig, feucht und voller Moos ist, keine Zucchetti gedeihen werden. Dafür aber herrlicher Farn, der sich im Frühling wunderschön aufzurollen beginnt, um dann wirklich in saftigstem Grün zu wuchern.

Oder dass man an einer permanent zugigen Passage eine Hecke pflanzen könnte, die den Wind zuverlässig abhält und zudem noch optisch attraktiven Sichtschutz bietet. Und welche Pflanzen sich dafür eignen, deren Wurzeln flach wachsen und nicht durch die Decke der darunterliegenden Tiefgarage. Nicht dass wir, wie unsere Nachbarn letztes Jahr, eine aufwändige Gebüschrodung und kostspielige Sanierungsarbeiten in Auftrag geben müssen, weil in der Garage das Wasser von der Decke tropft.

Zum Glück kam es uns in den Sinn, einen Gartenbauprofi zu engagieren, als wir unseren Sitzplatz etwas verbreitern wollten. Dies wurde umgehend in sehr guter Qualität erledigt, samt Abtransport der übrig gewordenen Bollensteine.

Und welche Erleichterung, als ein Team von Fachleuten uns einen kleinen stabilen Zaun zog, damit sich unser Hund, der sich inzwischen noch zu uns gesellt hatte, ohne Aufsicht im Garten aufhalten konnte.

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