21 Jun

Erfahrungen mit Produktverpackungen

Mit Produktverpackungen kann man unterschiedliche Erfahrungen machen. Beim einem Verpackungsentwicklungs-Spezialist bin ich auf einen spannenden Satz gestossen. Verpackung sei Botschaft, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Gemeint sind dort nicht auf die typischen Produktverpackungen, die wir im Alltag brauchen. Die genannten Vorgaben für Verpackungen finde ich aber spannend. Daher habe ich eine Kollegin gefragt, welche Erfahrungen sie denn mit Verpackungen macht. Hier ihre Rückmeldung:

Das Handling beim Fleisch

«Die Herdplatte ist heiss, das Fett in der Bratpfanne bereits geschmolzen. Nun müsste man einfach noch das Steak aus der Verpackung bringen. Dieses ist vakuumiert und keine Lasche ist zu finden, mit der man die Verpackung einfach öffnen könnte. So blieb nur noch die Möglichkeit, die Schere zur Hand zu nehmen und die Verpackung ziemlich mühevoll aufzuschneiden. Die dazugehörige Kräuterbutter war ebenfalls gut verpackt. Das Ergebnis: fleischig- und butterverschmierte Finger. Und das Öl in der Pfanne war in der Zwischenzeit total überhitzt. Aber man kann ja nicht erwarten, das man dass Fleisch lange aufbewahren kann und dann die Packung auch noch ohne grossen Aufwand öffnen zu können….»

Verpackungen können manchmal zur Herausforderung für den Endverbraucher werden
Verpackungen können manchmal zur Herausforderung für den Endverbraucher werden

Einfach zu öffnen und wieder verschliessbar

«Eine super Verpackung haben meines Erachtens die Nüsse, die wir in grossen Mengen verzehren. Diese lassen sich an der bezeichneten Stelle ganz einfach öffnen. Zudem kann man den Beutel wieder verschliessen, was wirklich toll ist. Man braucht nichts zuzukleben oder mit Klemmen geschlossen zu halten.»

Recyceln oder entsorgen

«Joghurtbecher gibt es ganz unterschiedliche: bei den gläsernen kann man den Deckel ganz einfach öffnen. Zudem kann man die leeren Gläser recyceln, was aber bedeutet, dass man sie sammeln und zurückbringen muss. Bei andern Bechern geschieht es, dass der Deckel beim Öffnen einreisst und man diesen etwas mühevoll weg bekommt. Dafür kann man die Etikette, die den Plastikbecher umhüllt, leicht lösen und in die Altpapiersammlung geben. Der Becher bei diesen Joghurts ist sehr leicht, ohne Etikette unstabil, dafür lässt er sich gut zusammendrücken, wodurch er wenig Platz im Abfall braucht.»

Tierfutterverpackungen

«Nicht befriedigend finde ich manche Hundefutterverpackungen: Auf der Verpackung steht zwar, dass es ein wieder verschliessbarer Sack sei. Wie das funktionieren sollte, bemerkte ich erst, als ich die Verpackung zu weit unten aufgeschnitten hatte. Leider war nicht bezeichnet, wo und wie ich den Sack öffnen soll, um ihn danach wirklich auch wieder verschliessen zu können.

Dafür hat mich die Verpackung von speziellen Pferdebelohnungswürfeln überrascht: Die sind  in einem Plastiksack, der sage und schreibe mit einem Reissverschluss versehen ist. Dieser lässt sich immer wieder öffnen und schliessen und somit sind die Würfel über längere Zeit gut geschützt.»

Wie verschicke ich empfindliche Ware?

«Früher kannte man bei der Post den Aufkleber für zerbrechlichen Inhalt. Dass es solche Sendungen nicht mehr gibt erfuhr ich, als ich Weinflaschen verschicken wollte, die ich nicht aussergewöhnlich gut verpackt hatte. Gut, fragte mich die Dame am Postschalter danach. Sie war so flott und packte mein Paket in eine noch grössere Schachtel, die sie gut ausstopfte. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn aus meiner schönen Überraschung eine böse geworden wäre …»

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