27 Feb

Steingarten – hier wachsen Steine statt Pflanzen

In einem Steingarten wachsen, wie schon der Name sagt, vorrangig Steine. – Quatsch! Natürlich nicht. Wobei, irgendwie schon… – Wikipedia schreibt sehr schön, dass in Steingärten grosse Steine, Stein- und Kiesschotter dominieren und gute Wachstumsbedingungen für Steingarten- beziehungsweise Alpenpflanzen herrschen. Varianten davon sind der Geröllgarten oder das Kiesbeet. Hier wachsen vor allem Pflanzen, die lieber auf steinigem Boden als auf Erde gedeihen.

Zeiterscheinung mit Vor- und Nachteilen

Ein Trend der letzten Jahre im privaten Garten geht hin zu Steingärten, weil sie vergleichsweise wenig Pflege benötigen. Wo kein Rasen ist, muss auch nicht gemäht werden. Wenn man im Quartier spazieren geht, sieht man immer häufiger modern angelegte Gartenanlagen, bei denen statt grüner Wiesen, graue Steine vorherrschen. Damit kein Unkraut in den malerischen Kiesflächen wächst, wird unter den Steinen Unkrautvlies oder spezielle Folien oder Gewebe verlegt. Und sollten sich doch einmal der ein oder andere Grashalm zwischen die Steine verirren, bieten die grossen Chemiefabriken Unkrautvernichtungsmittel, die nachhaltig dafür sorgen, dass kein Kraut im Garten wächst. Dass die entsprechenden Produkte unter anderem mit Gefahrensymbolen wie «umweltgefährlich» und Gefahrenhinweisen wie «Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung» gekennzeichnet sind, ist sehr beunruhigend und sollte Grund genug für uns sein, auf ihren Einsatz zu verzichten.

Bioterra Naturgarten: gestalten Natürlichkeit anlegen
So schön kann ein Naturgarten sein …

Naturgarten – Heimat für Tiere und Pflanzen

Eine sinnvolle Alternative zum Steingarten, die man beim Anlegen eines neuen Gartens bedenken sollte, ist ein Naturgarten. Auch ein solcher natürlicher Garten bedarf, im Vergleich zum konventionellen Garten mit Rasen und Rosen, nur wenig Pflegeaufwand. Gleichzeitig bietet er grossen und kleinen Tieren, Vögeln, Nagern, Insekten und Würmern, einen schönen Lebensraum. Wildblumen, Stauden, Sträucher und Kräuter ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Ein Teich oder Weiher und naturbelassene Büsche oder Bäume locken Vögel in den Garten.

Durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden hat die biologische Vielfalt an Tieren und Pflanzen, vor allem von Insekten, in den letzten Jahren dramatisch abgenommen. Mit ihrer Entscheidung für einen Naturgarten können Sie in Ihrem Garten Naturschutz betreiben und Einfluss darauf nehmen, dass die Biodiversität zumindest hier nicht abnimmt. Durch die Wahl der richtigen Blumen, Wildblumen und Gräser im Garten können Sie diesen wichtigen nützlichen Insektenarten eine gesunde Nahrungsgrundlage mit Nektar und Pollen bieten. Des Weiteren können Sie Insektenhotels in Ihrem Garten anbringen, in denen die Insekten Schutz und einen Nistplatz finden. Oder Sie könnten auch Imker werden und aktiv zum Erhalt der «Dunklen Biene Schweiz» beitragen.

Bioterra Fachbetrieb Naturgarten

Bioterra ist die führende Schweizer Organisation für Bio- und Naturgärten in der Schweiz. Informationen über die Anlage und Pflege eines Naturgartens bietet Ihnen Ihr «Bioterra Fachbetrieb Naturgarten», die Gartenbau Genossenschaft Zürich (GGZ). Die Spezialisten der GGZ, Gartenbautechniker und Diplom-Gärtner, engagieren sich für die natürliche Gestaltung von Gärten, in denen Pflanzen und Tiere einen natürlichen Lebensraum finden können.

Quellen:

Tipps für die Region Zürich, Ihre Gartenbau-Spezialisten (Werbung)

Weitere Artikel zum Thema Garten auf Raeber-Leben-Blog.ch

© raeber-leben-blog.ch – überarbeitet 25.9.2019 (ar)

13 Aug

Ein Garten für die ganze Familie

Der Garten wird je nach Bedürfnissen gestaltet. Ich (Andreas Räber) mit meinen drei schon fast erwachsenen Kindern, muss auf weniger Gefahrenzonen achten als Familien mit Kleinkindern. Gartenplanung, Gartengestaltung hängt also stark von den Bedürfnissen der Zielgruppe ab. Hier die Einschätzung von Jasmin Taher, wie ein Garten aus ihrer Sicht aussehen müsste.

Ein Garten ist ein Rückzugsort, eine Freizeit-Oase, ein Quell der Erholung und ein bisschen Urlaub direkt vor der Haustür (oder zumindest in der Nähe). Vor allem für Kinder bedeutet Garten naturnahe Freiheit, ungestümes Toben, Spiel und Spass.

Gartenbau und Gartengestaltung als Grundlage für einen kinderfreundlichen Garten
Garten für Kinder: Raum für Spiel, Spass, Erholung und körperliche Entwicklung

Für die Eltern, die sich ums Giessen, Rasenmähen, Pflanzen, Ernten und die Eindämmung von Schädlingen kümmern müssen, ist der Spiel- und Spass-Faktor ungleich geringer, die Erholung ist jedoch trotz der scheinbar nicht enden wollenden, gärtnerischen Aufgaben auch für den Rest der Familie gegeben.

Wie sieht ein kindgerechter Garten aus?*

Bei der Gestaltung eines kindgerechten Gartens sollten Sie beispielsweise auf die folgenden Dinge achten:

  • Ist ausreichend freie Rasenfläche zum Spielen gegeben?
  • Sind die gesetzten Pflanzen und Blumen ungiftig? Könnten sie im Notfall auch bedenkenlos von hungrigen Kindermäulern verspeist werden?
  • Gibt es eventuelle Unfallrisiken (s. u.)?
  • Muss der Teich wirklich sein (s. u.)?

Gibt es eventuelle Unfallrisiken?*

  • Sind Holzstapel gut gesichert, so dass das Holz, sollten die Kinder versuchen daran hochzuklettern, nicht zusammenstürzt?
  • Wurden Stolperfallen (Wurzeln, Absätze, Stufen, Löcher im Boden) möglichst entfernt?
  • Liegt der Gartengrill abseits der Laufwege und ist er gut gesichert, so dass die Kinder sich beim Toben nicht zufällig verbrennen können?
Gartenbau und Gartenplanung vereinen die Bedürfnisse von Mensch und Pflanzen
Garten so gestalten, dass möglichst wenig Unfälle passieren können.

Muss der Teich wirklich sein?

  • Falls Wasserflächen im Garten (Teich, Wasserlauf o. ä.) wirklich gewünscht sind, sind diese gut gesichert, so dass die Kinder nicht hereinfallen und ertrinken können?
  • Ertrinken ist bei Kindern – nach Verkehrsunfällen – die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen. Bitte bedenken Sie hier, dass Wasser eine magische Anziehungskraft auf Kinder ausübt, und dass Kinder auch in flachem Wasser, hier reicht schon eine 20 Zentimeter tiefe Pfütze, ertrinken können.
  • Falls Sie ein Planschbecken oder einen Swimmingpool im Garten auf- oder einbauen, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Kinder beim Baden ununterbrochen beaufsichtigen. Als Alternative zum Schwimm- oder Planschbecken gibt es übrigens zahlreiche andere Wasserspiele, die sich im Sommer zum Abkühlen eignen.

Der private Spielplatz im Garten

Beim Bau eines Spielplatzes mit Rutsche, Schaukel, Wippe und Sandkasten im Garten können sich viele Gefahrenstellen einschleichen. Minimieren Sie deshalb das Risiko und überlassen Sie die Planung und den Bau der Spielplatzecke einem professionellen Gartenbauer (siehe unten), der über vielfältige Erfahrung in diesem Bereich verfügt und legen Sie Wert auf den Einsatz zertifizierter Spielgeräte.

Bauen Sie ein Schlaraffenland!

Erdbeeren, Johannisbeeren, Trauben, Äpfel und Nüsse sind nicht nur gesund und schmackhaft, Kinder lernen durch den Anbau der Leckereien im heimischen Garten, wie der Kreislauf der Natur, wie Säen, Bewässern, Wachsen, Reifen und letztlich auch das Ernten funktionieren.

Vielleicht finden Sie ja in Ihrem Garten auch Platz für ein kleines Beet, in dem Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Karotten, Radiesli, Salat, ein paar Kartoffeln oder Mais anbauen können.

Aber setzen Sie bitte im heimischen Garten keine Pestizide zur Schädlingsbekämpfung ein. Greifen Sie lieber auf Hausmittelchen zurück oder lassen Sie «die anderen» ernten.

*             Anmerkung der Redaktion:

Die aufgeführten Fragen stellen keine vollständige Liste dar, sondern sollen nur als Denkansatz für Ihre eigene Gartengestaltung dienen.

Tipps, das könnte Sie auch noch interessieren:

5 Jun

Umweltbelastung: Statt zusehen handeln – erneuerbare Ressourcen fördern

Folgen der Umweltbelastung

Laut dem Artikel «Chemikalie ändert Verhalten späterer Generationen» vom Nachrichtenmagazin Spiegel, haben US-amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass Nachkommen von Umweltbelastung und Giftstoffen beeinflusst werden können.

«Eine Dosis eines Pflanzenschutzmittels beeinträchtigt nicht nur trächtige Ratten» schreibt Spiegel.de in der Ausgabe vom 22. Mai 2012. Es betreffe auch deren Urenkel. «Ein Experiment mit den Nagern zeigt, was für weitreichende Folgen giftige Chemikalien haben können.» Aus dem Leben (gemeint sind unsere Gedanken), ist eben nicht aus dem Sinn (Realität). Es geht darum erneuerbare Energien zu nutzen und mit Erd- und Rückbau, giftige Stoffe fachgerecht zu entsorgen. Unserer Umwelt zuliebe. Auch wenn Ratten nicht Menschen sind, so sind sie doch Lebenwesen.

Auswirkungen beim Menschen bleiben offen

Die Nachkommen dieser Ratten reagierten noch nach drei Generationen sensibler auf Stress und hatten ein höheres Körpergewicht als Ratten mit unbelasteten Vorfahren. Die Aktivität zahlreicher Gene im Gehirn sei bei diesen Ratten ebenfalls verändert gewesen, schreiben die Forscher um Michael Skinner von der University of Texas in Austin. Der Spiegel schreibt weiter, dass die Studie nicht klärt, ob beim Menschen Ähnliches passiert. Fact ist, dass sich die Umweltbedingungen stark verändert haben und die Lebensqualität negativ beeinflussen können.

Die Zeichen sind deutlich! Was können wir tun?

Muss ein Einfluss auf unsere Nachkommen erst bewiesen werden, damit wir umdenken? Die Signale sind deutlich. Laut swissworld.org werden im Lauf dieses Jahrhunderts 50 bis 90 % der Schweizer Gletscher bei gleichbleibenden Umweltverhältnissen ganz verschwinden. Wir aber leben vom Wasser der Gletscher. Die Welt hat genug Krisenherde, die aufgrund von fatalem Handeln durch den Menschen Natur und Umwelt zerstört haben (Beispiel Fukushima).

Rückgang der Gletscher - ein sichtbares Zeichen der Umweltveränderungen
Foto © swisshippo – Fotolia.com – Rückgang der Gletscher – ein sichtbares Zeichen der Umweltveränderungen

 

Zahlreiche Branchen bieten heute natürliche Alternativen an, oder solche, die die Umwelt schonen. Nachfolgend drei Beispiele:

Photovoltaik Anlage

Die Sonne liefert uns täglich Energie. Wenn wir diese mehr nutzen (können), sinkt die Abhängigkeit durch Atomenergie. Mag sein, dass es noch nicht die grosse Veränderung ist, aber es ist ein Anfang. Jeder Schritt auf natürlich erneuerbare Energie zu, ist auch wie ein Ja zu den nachfolgenden Generationen.

Photovoltaik Anlage: Solarenergie nutzen
Foto © Marina Lohrbach, Fotolia.de – Photovoltaik Anlage: Solarenergie nutzen

Erdbau – Rückbau: schonen und fachgerecht entsorgen

Im Erbau, Rückbau (komplettes oder teilweises Zerstören und Entsorgen von Hoch- und Tiefbauten aller Art) werden verschiedene Baustoffe an der Quelle getrennt. Diese werden geordnet, damit auch die fachgerechte Entsorgung gewährleistet und Wiederverwertbares in den Materialkreislauf zurückgeführt werden kann. Zum Erdbau gehören laut der Internet Enzyklopädie Wikipedia Baumassnahmen, bei denen der Boden in seiner Lage, in seiner Form und in seiner Lagerungsbeschaffenheit verändert wird. Im Erdbau sind starke und sanfte Kräfte gefragt, um den Untergrund zu schonen. Mehr Infos zu Erdbau und Rückbau.

Erdbau und Rückbau: Umwelt schonen und Ressourcen neu verwerten
Foto © Stefan Merkle – Fotolia.de – Erdbau und Rückbau: Umwelt schonen und Ressourcen neu verwerten

Haus bauen mit Holz

Wer sein Haus mit Holz baut, setzt auf einen nachwachsenden Rohstoff. Nicht nur das: Ein Haus aus Holz setzt Akzente und fällt durch einen einzigartigen Stil auf. Holz lässt sich mit vielen anderen Materialien ideal ergänzen. Es vermittelt Behaglichkeit und ein gesundes Wohnklima sowie isolierende, schall- und wärmedämmende Eigenschaften. Ein Haus mit Holz bauen ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll. Mehr Infos zu Haus bauen mit Holz.

Haus bauen mit Holz: nachwachsende Ressourcen nutzen
Haus bauen mit Holz: nachwachsende Ressourcen nutzen

 

Tipp zum Thema Garten: