3 Apr

Inkasso als Folge neuer Denkweisen — Änderungen der Verbrauchereinstellungen sind notwendig

Inkassounternehmen erfahren in der Schweiz eine immense Umsatzsteigerung, und das schon seit längerer Zeit. Es stellen sich zwei Fragen: Worin liegen die Gründe? Was können Verbraucherinnen und Verbraucher unternehmen, damit ein Inkassobüro wegen unbezahlter Rechnungen nicht an die Tür klopfen muss? Inbesondere in Zeiten von Corona, ist ein pflichtbewusster Umgang mit den eigenen Finanzen sehr wichtig.

Inkasso: Sichtweise ändern, neue Wege finden
Inkasso: Sichtweise ändern, neue Wege finden

 

Herr und Frau Schweizer kaufen gern und viel

Die Haushalte der Schweiz konsumieren in beträchtlichem Ausmass. Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) aus dem Jahr 2018 zufolge floss mehr als die Hälfte des Durchschnittseinkommens in Konsumgüter. Die Schweizer Bürger investieren demnach viel Geld unter anderem in Restaurantbesuche sowie in ihre Unterhaltung.

Die Statistik des BSF zeigt, dass der Bereich «sonstiger Konsum» einen fast genauso hohen Anteil an den Ausgaben ausmachte, wie die Kosten für Wohnen und Energie.

Hierbei sticht die Schweiz im Ländervergleich zwar nicht heraus, jedoch verdeutlichen die Grössenordnungen, dass hierzulande eine beträchtliche Konsumfreudigkeit vorherrscht. Die Auswertung einer deutschen Online-Mode-Suchmaschine hat 2019 umfassend ergeben, dass die Schweizerinnen durchschnittlich 455,00 Euro für ihre Online-Mode-Einkäufe ausgeben. Damit zeigt sich eine weitere Entwicklung im Verhalten der Schweizer: die steigende Beliebtheit des virtuellen Einkaufens. Bereits 2016 hat Deloitte ermittelt, dass im Detailhandel allein Bekleidung sowie Heimelektronik einen Online-Anteil in Höhe von 17 % respektive 27 % ausmachten. Ebenfalls hat die Erhebung aufgezeigt, dass die Nutzung digitaler Geräte und Geldkarten zum Bezahlen erheblich gestiegen ist. Gemäss einer E-Commerce-Studie von Y&R Wunderman aus dem Jahr 2019 liegt der Grund in der «Convenience». Die Schweizerinnen und Schweizer lieben die Bequemlichkeit beim Einkauf.

Inkassounternehmen im stetigen Aufwind

Millionenfach unbeglichene Rechnungen und eine dementsprechend hohe Anzahl an Betreibungen durch Inkassofirmen verdeutlichen die Notwendigkeit einer Abkehr vom herkömmliche Verbraucherverhalten und -denken. Das Inkasso wird ein immer wichtigerer Bestandteil der Schweizer Wirtschaft. Es verhilft den kleinen, mittleren sowie grossen Unternehmen zu den ihnen zustehenden Kundengeldern. Firmen, die das Inkasso zu ihrem Geschäftsfeld gemacht haben, sorgen für eine Entlastung im Bereich Forderungsmanagement. Zusammengeschlossen in dem im Jahr 1941 gegründeten Verband der Inkassotreuhandinstitute ivs haben sich jedenfalls die Mitglieder einem Kodex unterworfen, der den Schuldnerinnen und Schuldnern eine gesetzeskonforme und moralisch einwandfreie Behandlung ihrer Sachverhalte gewährleistet.

Damit sehen sich diese Unternehmen nicht nur in der Verpflichtung, die Forderung lediglich zu betreiben, sondern auch den betroffenen Personen hilfreich zur Seite zu stehen.

Auch wenn öffentliche Einrichtungen wie beispielsweise Schuldnerberatungen eine solche Unterstützung bieten, stellen Inkassobüros ebenfalls kompetente und die Säumigen unterstützende Ansprechpartner dar. Sie beantworten drängende Fragen, sind verhandlungsbereit und wollen Lösungen erreichen, die sowohl im Sinne der Unternehmen sind als auch deren Kundschaft einen Nutzen verschaffen. Der Hintergrund ist, dass diese in der Regel ja auch weiterhin Einkäufe tätigen sollen.

Konsum ist wichtig, Disziplin jedoch ebenfalls

Die Wirtschaft muss laufen. Dazu gehört auch der Einkauf von Gütern, die nicht unbedingt dazu dienen, mit dem Nötigsten versorgt zu sein. Der Mensch muss sich und andere belohnen können und dürfen, das gehört grundsätzlich seinem Wesen. Auswärts essen, der Kinobesuch oder auch ein Präsent für die Liebsten verschaffen Lebensqualität und steigern das Wohlbefinden aller Beteiligten. Der Inhaber des Restaurants, das Kino sowie der Geschenkartikelladen freuen sich über den Umsatz. Kundinnen und Kunden geniessen das Mahl respektive den Film. Beschenkte und Schenker fühlen sich glücklich.

Bei all diesen positiven Aspekten ergibt es jedoch wenig Sinn, wenn die Relation zwischen den zur Verfügung stehenden Geldmitteln und den Ausgabeverhalten nicht stimmig ist.

Nach einer gewissen Zeit erfolgt ein Zustand, der für alle Seiten negativ ausfällt und die Situation umkehrt. Fehlt den Verbraucherinnen und Verbrauchern das nötige Geld, verzeichnen über kurz oder lang Gaststätten, Kinos und Händler ein Einnahmeminus. Diese Negativspirale gilt es zu verhindern, wobei die Verbraucherseite am ehesten gefordert ist. Ein Umdenken und Maßhalten muss her.

Wie kann die Balance hergestellt werden?

Ziel kann es nicht sein, dass sämtliche Ausgaben (auch wegen der Pandemie) für Konsumgüter zurückgehalten werden und die Schweizer Haushalte sich ein «spartanisches» Leben verordnen.

Um der eigenen finanziellen Überforderung zu entgehen, reicht es schon aus, bei gewissermaßen jeder Finanzaktion zu reflektieren, ob diese tatsächlich und in der Höhe stattfinden muss. Ist das neueste Tablet tatsächlich notwendig oder lohnt sich ein Abwarten mit der Anschaffung? Muss das wöchentliche Treffen mit dem Freundeskreis wirklich im Restaurant stattfinden oder kann das nicht auch alle 2 Wochen der Fall sein? Zurzeit herrscht augenscheinlich die Meinung vor, das nötige Geld für ungezügelten Konsum sei leicht zu beschaffen beziehungsweise es sei quasi bedenkenlos möglich, die eine oder andere Rechnung spät oder eventuell gar nicht zu bezahlen. Das zeigen die nackten Zahlen.

Obwohl es Unternehmen, die unbeglichene Forderungen betreiben, aus den oben angeführten Gründen geben muss, so ist es dennoch unangenehm, wenn ein Mitarbeiter aus diesem Zweck vor der Haustür steht oder ein entsprechendes Betreibungsschreiben ins Haus flattert. Um dem entgegenzuwirken und sich selbst ein gutes Lebensgefühl zu erhalten, sollten die Schweizerinnen und Schweizer allein im Eigeninteresse ein Gleichgewicht von Geld und Ausgabeverhalten herstellen.

Weitere Texte auf Raeber-Leben-Blog.ch

Weiterführende Tipps aus dem Web

22 Jan

Wie Inkasso frühzeitig verhindert werden kann

Werbemails: Holen Sie sich… Unser neues Angebot… Verpassen Sie nicht…

Soeben hat mir Amazon wieder eine Nachricht geschickt mit dem Titel «Das Premium Anschnallschloss…». Ich hatte gestern ein ähnliches Produkt auf Amazon gesucht.

In meinem digitalen Papierkorb stapeln sich massenhaft Werbemails mit Titeln wie «Nicht verpassen…» «Holen Sie sich…», «Premium Sonderposten – Alles muss raus», «Happy Hour – 15 % auf…», «Das neue Buch von…».

Online-Anbieter, wie Amazon, merken sich, was ich bereits gekauft habe oder mir irgendwann online angeschaut habe und schlagen mir immer neue Dinge vor, die ich kaufen soll. Mit Hilfe von Cookies verfolgen Sie mich durchs Internet und ihre Algorithmen berechnen, was ich als nächstes brauchen könnte. Wenn ich im Internet unterwegs bin, werden mir an jeder Ecke allerhand Dinge angeboten, die mich zum Kauf verlocken sollen. Egal ob Kleidung, Schuhe, Bücher, Kinderkleider, Computer-Equipment, Autozubehör, Handys und viele weitere Dinge, die die Welt nicht braucht, alles steht zum Verkauf.

Verlockungen und Angeboten widerstehen

Ganz oft verführen solche verlockenden Angebote zum Kauf. Auch ich schlage oft genug unüberlegt zu, wenn ein Paar Schuhe oder eine Bluse mit 50 % Rabatt locken.

Gestern habe ich frustriert festgestellt, dass ich die roséfarbene Strickjacke aus der hochwertigen Seiden-Leinen-Mischung, die ich vor ein oder zwei Jahren gekauft habe, noch kein einziges Mal getragen habe.

Überlegen Sie mal, wie viel Kleidungsstücke Sie im Schrank haben, die sie nur selten tragen oder sogar noch nie getragen haben. Der Durchschnittseuropäer kauft 65 bis 70 neue Teile pro Jahr. Die besagte Strickjacke hätte ich mir also sparen können. Aber nicht nur sparsames Handeln – Preise vergleichen, Angebote abwarten – kann helfen, Geld zu sparen. Am besten spart man Geld, wenn man bedachtsam handelt, sich selbst kontrolliert und seinen Kaufrausch nicht auslebt. So kann man auch die Gefahr minimieren, dass man seine Kreditkarte überzieht oder Rechnungen nicht mehr bezahlen kann und am Ende sogar ein Inkassoverfahren ins Rollen kommt.

Inkasso verhindern durch überlegten Konsum
Inkasso verhindern durch überlegten Konsum

Inkasso verhindern durch überlegten Konsum

Durch überlegten Konsum kann man verhindern, dass man eine Rechnung nicht zahlen kann und am Ende ein Schreiben eines Inkassobüros im Briefkasten landet.

Wenn wieder einmal ein Angebot lockt, sollte man sich die Frage stellen: «Brauche ich wirklich ein neues Paar braune Stiefeletten?»

Und – jetzt kommt eine wichtige Lektion – man sollte sich diese Frage ehrlich beantworten. Oft kann man nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gelangen, dass man sie nicht braucht. Dies kann eine Herausforderung darstellen, aber wenn man ein wenig an sich und seiner Selbstbeherrschung arbeitet, dann klappt es.

Vielleicht sind Sie in letzter Zeit gezügelt? Vor allem, wenn man bei einem Umzug alle Habseligkeiten in Kartons packt, merkt man, wie viele Dinge – ausser der roséfarbenen Strickjacke und den unbequemen braunen Stiefeletten – man eigentlich nie gebraucht hat. Und oft sind die immateriellen Dinge viel wertvoller als materielle Güter, es sei denn, es sind Erinnerungen an Objekte geknüpft.

Erinnerungen sammeln und bewahren

Geniessen Sie also lieber einen schönen Nachmittag mit Freunden (und machen Sie ein Erinnerungsfoto), gehen Sie in ein schönes Konzert (und heben Sie die Tickets auf), besuchen Sie mit Ihrer Familie ein besonderes Museum (und bewahren Sie den Plan). Diese Erinnerungen – zumindest mache ich das so – sind platzsparend in einem Schuhkarton gesammelt. Ich habe jetzt mal blind in meinen Karton gegriffen und hervor kam ein Flyer vom «Teatro sotto le stelle per tutti», einem Freiluft-Sommerfestival mit Theater, Komik und Live-Musik in Verscio (TI). Im August 2016 haben wir wundervolle Ferien im Tessin verbracht.

Weiterführende Tipps und Quellenangaben:

15 Feb

Was bedeutet Inkasso?

Ein penetrantes Klingeln an Ihrer Haustüre. Wenn Sie öffnen, steht ein Gerichtsvollzieher mit dem Bescheid zur Pfändung ihrer Besitztümer im Eingang. Dabei hatten Sie doch nur vergessen, eine Rechnung zu bezahlen…

Solche oder ähnliche Szenarien verbinden wohl die meisten Menschen mit dem Begriff «Inkasso». Doch was genau bedeutet Inkasso und wie lassen sich solch unangenehme Situationen vermeiden?

Was bedeutet Inkasso?

Inkasso beschreibt die Eintreibung fälliger Forderungen, beispielsweise offener Rechnungen. Dies geschieht, wenn ein Schuldner wiederholt seine Rechnungen nicht bezahlt hat. Der Gläubiger beauftragt ein Inkassounternehmen, welches sich um die Eintreibung der Schulden kümmert. Die Eintreibung läuft meist schriftlich ab, der Ton sollte stets höflich und respektvoll bleiben.

Inkassoforderungen – Ein Vergleich zwischen Österreich und der Schweiz

Grundsätzlich läuft das Inkassoverfahren in Österreich und der Schweiz weitestgehend ähnlich ab. Da die Schweiz nicht den EU-Gesetzen unterliegt, ergeben sich jedoch einige Unterschiede.

Was in Österreich die Zwangsvollstreckung darstellt, wird in der Schweiz Betreibung genannt. Demnach kümmern sich in der Schweiz Betreibungsämter um die Zahlung offener Forderungen, in Österreich sind es die Gerichtsvollzieher.

Der wohl grösste Unterschied: In Österreich wird ein vollstreckbarer Titel benötigt, was bedeutet, dass die Zwangsvollstreckung vorher vom Gericht beschlossen worden sein muss. In der Schweiz hingegen braucht man lediglich einen Rechtsgrund, der Schuldtitel an sich wird erst später innerhalb des Rechtsöffnungsverfahrens entschieden.

Inkasso in der Schweiz ist auf eine möglichst schnelle Eintreibung der Schulden ausgelegt. In Österreich wird zuerst höflich und ausführlich um die Zahlung des offenen Betrages gebeten. Es ist  nicht unüblich, dass einige Wochen vergehen, bis die Schulden beglichen werden.

Gründe für Verschuldung in der Schweiz

Warum kommt es überhaupt so weit, dass ein Inkassounternehmen beauftragt werden muss?

Warum verschulden Menschen sich regelmässig und geben Geld aus, das sie nicht haben?

Das Angebot an Konsumgütern wird in unserer Gesellschaft immer grösser, die Werbung immer penetranter und gleichzeitig individualisierter und auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt. Nie war die Verführung durch die Werbung so gross, sich Gebrauchsgegenstände zu kaufen. Es macht ohne jede Frage Spass, sich ein neues Auto oder das modernste Handy auf dem Markt zuzulegen. Durch die Werbung wird uns sogar suggeriert, dass wir diese Dinge brauchen, um glücklich zu sein.

In den traditionellen Bildungseinrichtungen ist der richtige Umgang mit Geld kein Teil des Lehrplans. Daher investieren viele Menschen einen Grossteil ihres Geldes in Dinge, die keinerlei «Return on Investment» bieten.

In Amerika ist es längst üblich, sich am Monatsanfang zu verschulden und den Monat über das Geld zu verdienen, das für die Abbezahlung benötigt wird.

Dieses Verhalten wird auch in der Schweiz immer mehr zur Normalität. Besonders durch den Abschluss von Verträgen über regelmässige Fixkosten entsteht schnell eine Kostenfalle, aus der man nur schwer wieder herauskommt.

Schulden und deren Auswirkungen auf die Gesundheit

Wer verschuldet ist und nichts dagegen tut, gefährdet langfristig gesehen auch seine Gesundheit.

Anfallende Schulden werden oft erst verdrängt, Rechnungen werden nicht geöffnet und auch den ersten Mahnungen schenken viele Menschen keine Beachtung.

Der psychische Druck wird dadurch unbewusst jedoch immer grösser. Stress, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind typische Symptome von Schuldnern und Schuldnerinnen. Ist die Verschuldung besonders hoch und keine finanziellen Mittel zur Tilgung in Aussicht, kann es zu Angstzuständen und Depressionen kommen. Unseriöse Inkassounternehmen arbeiten auch mit psychischem Druck, der zu ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigungen beim Schuldner führen kann.

Soziale Isolation ist ein weiterer Gefahrenpunkt. Aus Scham sondern sich Schuldner von ihrem Umfeld ab. Die Schuldenprobleme werden verschwiegen und gemeinsame Unternehmungen abgelehnt, um die Verschuldung nicht zugeben zu müssen.

Es gilt also, Verschuldung am besten von vornherein zu vermeiden. Wie Sie das schaffen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Tipps und Tricks um Schulden zu vermeiden

 

  1. Haushaltsbuch führen

Tragen Sie in einem Haushaltsbuch alle Einnahmen und Ausgaben ein. So behalten Sie den Überblick. Die Ausgaben sollten dabei die Einnahmen keinesfalls dauerhaft überschreiten! Durch das Zurücklegen eines monatlichen Fixbetrages schaffen Sie sich ein finanzielles Polster, sollten Sie doch einmal in eine Notlage geraten. 

  1. Bar bezahlen

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Menschen, die bar bezahlen, weniger ausgeben. Bargeldlose Käufe erscheinen einfacher und problemloser, verleiten allerdings zu überflüssigen Ausgaben. Besonders das Zahlen per Kreditkarte ist besonders tückisch, da hier oft hohe Zinsen anfallen. 

  1. Preisvergleich für Fixkosten nutzen

Es gibt zahlreiche Preisrechner, mit denen Sie laufende Ausgaben wie Strom, Gas, Versicherung, Telefon etc. vergleichen können. Langfristig gesehen können Sie unter Umständen sehr viel Geld sparen. Gewöhnen Sie sich auch an, die Fixkosten am Anfang des Monats zu überweisen. So wissen Sie direkt, wie viel Geld Ihnen bis Ende des Monats noch zur Verfügung steht. 

  1. Rechnungen sofort bezahlen und Schulden nicht ignorieren

Wenn eine Rechnung im Briefkasten liegt, bezahlen Sie diese nach Möglichkeit sofort. Sie können sich auch eine feste, regelmässige Zeit einplanen, in der sie offene Rechnungen bezahlen. Keinesfalls sollten Sie sich angewöhnen, Rechnungen oder Mahnungen zu ignorieren und aufzuschieben. 

  1. Brauche ich diesen Gegenstand wirklich?

Bevor Sie etwas Neues kaufen, stellen Sie sich die Frage: «Brauche ich diesen Gegenstand wirklich?» Die Gründe für einen Kaufwunsch können vielfältig sein – sei es aus Frust oder um einem Trend zu folgen

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen müssten, sollten Sie sich den Erwerb dieser Sache besonders gut überlegen.

  1. Schuldnerberatung in Anspruch nehmen

Falls sie bereits verschuldet sind, stellen Sie sich der Situation und überlegen Sie, wie Sie am besten vorgehen. Sie sollten keinesfalls einen neuen Kredit aufnehmen, um einen alten zu tilgen. Die Zinslast und der Schuldenberg werden so nur noch grösser. Eine professionelle Schuldnerberatung unterstützt Sie und erörtert mit Ihnen Wege, um wieder schuldenfrei zu werden.

Quelle:

bundesbank.de

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2 Mrz

Geld macht glücklich – Spannungsfeld Luxus bis Inkasso

Für viele von uns ist es selbstverständlich, dass Ende Monat der Lohn überwiesen wird. Eine Sicherheit, an die wir einfach so glauben und die uns erst bewusst wird, wenn das Geld nicht automatisch kommt. Wenn die Rechnungen höher sind als die Einnahmen. Oder wenn Geld an Wert verliert oder gewinnt (Beispiel Euro).

Geld, Inkasso, Luxus und vieles mehr
Macht Geld glücklich?

 

Wieviel Geld brauchen wir?

Eine berechtigte Frage. Und die Antwort ist je nach Mensch, dessen Sichtweisen und Bedürfnissen ganz unterschiedlich. Auch Erwartungen und Ansprüche, die wir uns im Verlauf unseres Lebens angewöhnt haben. Aufbauen ist einfacher als reduzieren. Wer viel Geld besitzt, hat viel zu verlieren. Wo ist die Balance? Die Grenze zwischen Grundbedürfnis und Luxus?

Grundbedürfnis

Leben, arbeiten und wohnen können. Im Internet bin ich auf einen bereits etwas älteren Artikel vom Beobachter gestossen. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass der dort angegebene Betrag nicht tiefer geworden ist (Beobachter.ch). Mit etwas über Fr. 3‘000.- monatlich wird das Grundbedürfnis beziffert, wobei dies sicher je nach Situation, Alter etc. noch variieren kann. Geld, das benötigt wird, um das Notwendigste zu finanzieren. Geld, das uns beruhigt.

Ich erlaube mir hier einen kleinen Szenenwechsel. Ein Spieler vom FC Bayern-München verdient im Durchschnitt im Jahr 5,6 Mio. Euro. Dafür, dass er, etwas überspitzt ausgedrückt, einem Ball nachrennt und Spiele gewinnt. Schizophrenie gehört wohl zu unserem Leben. Ich mag den Bayern Spielern ihren Lohn gönnen. Es ist die Höhe, die mich an unseren Systemen manchmal zweifeln lässt. Und damit wechsle ich zum Thema Luxus.

Luxus

«Swiss Lotto – Niemand macht mehr Millionäre!» lautet der Slogan von Swiss Lotto. Die kleine Unstimmigkeit, dass Otto-Normalverbraucher viel Geld aus dem Sack gezogen wird, geht dezent vergessen. Die Hoffnung auf viel Geld kommt einen mit den Jahren teuer zu stehen. Wer möchte nicht einmal im Leben eine Million gewinnen? Doch aufgepasst: Beispiele gescheiterter Millionäre gibt es genug (siehe 20min.ch). Schnelles Geld. Geld, das beunruhigt.

Reich werden tut man wohl am besten langsam. Schritt für Schritt. Mit harter Arbeit. Weil wir es so mehr schätzen. Das liebe Geld. Das uns beeinflusst, wenn wir es haben oder nicht haben.

Inkasso und Pfändung

Jeder kann mal in einen finanziellen Engpass geraten. Meistens erkennen wir dies zu spät, haben falsch entschieden und müssen dann die Konsequenzen tragen. Ob bewusst oder unbewusst, spielt keine Rolle. Eine offene Rechnung muss beglichen werden. Wenn sie nicht bezahlt worden ist, kann ein Teil des Lohnes gepfändet werden. Dann kommt Inkasso zum Einsatz. Das kommt nicht überall gut an. Im Blog «Inkasso Forderungen – Kratzen an Existenz-Sicherheit» gehe ich näher darauf ein. Je nach Inkasso-Unternehmen ist das Ziel, eine Lösung mit dem Schuldner zu finden und die Kundenbeziehung langfristig zu erhalten (Beispiel dieinkasso.ch). Eine guter Ansatz und eine Denk- und Sichtweise, die es zu unterstützen gilt. Eine die Zukunft hat.

Macht denn Geld nun glücklich oder nicht?

Geld beeinflusst. Ob man viel oder keines davon hat. Fehlt es, löst es Existenzängste aus. Kann sogar kriminelle Handlungen provozieren. Geld macht glücklich, wenn es unsere Grundbedürfnisse deckt. Wenn wir es nicht nur für uns behalten, sondern sinnvoll einsetzen. Wenn die Wirtschaft angekurbelt wird.

Die wohl wichtigste Tatsache bleibt die, dass Geld einen gezielten Umgang erfordert. Ob reich oder arm, spielt dabei keine Rolle.

19 Jun

Inkasso: Von finanziellen Engpässen profitieren!

Wenn es finanziell eng wird im Leben, gerät so manches durcheinander. Geldsorgen bereiten existenzielle Not, sie lähmen die Kreativität, mindern die Lebensfreude und beeinflussen private Beziehungen. Die Arbeitskollegen, Partner, Kinder und Freunde – alle bekommen es zu spüren, wenn man finanziell unter Druck steht. Und wenn dann noch die eine oder andere Mahnung ins Haus fliegt und das Inkassobüro droht, wird es ganz unangenehm.

Die gute Nachricht für alle Betroffenen lautet: Es gibt gangbare Wege hinaus aus der Krise!

Inkasso: Selbst proaktiv werden. Handlen und offen kommunizieren.
Inkasso: Selbst proaktiv werden. Schritt für Schritt Schulden abbauen.

Den finanziellen Engpass als Chance begreifen

Wie vieles im Leben bietet auch ein finanzieller Engpass eine Chance. Das ist kein Zynismus, kein Schönreden und keine Verharmlosung des Problems – sondern tausendfach erlebte Tatsache: Wem es gelingt, während einer finanziellen Notlage den Kopf nicht in den Sand zu stecken, vermag sich daraus auch langfristig zu befreien. Wer nicht zu stolz ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen, der kann gemäss dem Motto «Was mich nicht umbringt, macht mich stark», daran wachsen. Grundsätzlich gilt: Krisen sollten gezielt angegangen und keinesfalls verschleiert werden.

Eine Mahnung oder ein Inkasso ist kein Weltuntergang!

Den Weg aus der Krise antreten

Eine Möglichkeit zum Weg aus der persönlichen Finanzkrise, ist von sich aus direkt mit dem entsprechenden Gläubiger Kontakt aufzunehmen. So kann in offen geführten bilateralen Gesprächen ein Abzahlungsplan vorgeschlagen und ausgehandelt werden.

Eine faire konstante Monatsrate ist in vielen Fällen machbar und für den Schuldner ohne (finanziellen) Genickbruch zu bewältigen.

Proaktives Engagement beruhigt die Gemüter auf beiden Seiten und macht aus dem Opfer einen Handelnden. Letztendlich ist für jedes Unternehmen das Ziel, den Kunden behalten zu können – trotz der Zahlungsverzögerungen.

Bei einer offenen Kommunikation des privaten Finanzengpasses, trifft man vielleicht auf offene Türen seitens der Gläubiger.

Eine Mahnung ist kein Weltuntergang

Einen anderen Weg stellen die zahlreichen Fachstellen dar, die überall in der Schweiz genau für dieses Problem existieren. Ausgebildetes Personal steht telefonisch oder in einem zu vereinbarenden Gespräch zur Verfügung, um finanzielle Probleme systematisch und gemeinsam an der Wurzel zu packen und so Wege aus der Krise freizulegen. Das verschafft einem die nötige Luft und eröffnet einen freien Blick auf eine sorgenfreie Zukunft, ohne Geldsorgen.

Beispiel Schweizer Inkasso-Unternehmen: dieinkasso.ch

18 Dez

Die einzigartige Lebensqualität «Gesundheit»

Gesundheit ist ein sehr wichtiges Gut. Wie wertvoll sie ist, merken wir erst, wenn wir angeschlagen sind. So geschehen bei mir, als ich einen Nerv im Rücken eingeklemmt hatte. Meine Bewegungsfreiheit war stark eingeschränkt und in der Nacht bin ich immer wieder aufgewacht, wenn ich eine dumme Bewegung gemacht hatte. Wie sehnte ich mich nach meiner vollen Funktionalität zurück!

Auswirkungen und Betroffenheit lösen Umdenken aus

Der eingeklemmte Nerv ist nur ein Beispiel. Dort spüren wir die Auswirkungen sofort. Das ist zum Beispiel bei Stress nicht immer der Fall. Wir leben im Alltagstrott, treffen Entscheidung oder verschieben sie, wir kaufen und verkaufen, wir sind dauernd dran. Von morgens früh bis spät in den Abend hinein. Das Gefährliche dabei ist: An Stress kann man sich schnell gewöhnen. Er kommt in der Regel nicht Schlag auf Schlag. Es ist wie ein Fass voll Wasser (Stress), das sich langsam füllt und plötzlich zum Überlaufen kommt. Die Folgen von Stress können frappant sein. Nervenzusammenbruch, Burn-Out, Herzinfarkt etc. Anzeichen gäbe es viele, doch wir leben oft mit dem Irrtum, dass so etwas nur anderen passiert.

Zuverlässige Partner (Beispiele Inkassounternehmen, Buchhaltungsprogramm) entlasten
Zuverlässige Partner entlasten und steigern die Lebensqualität!

Loslassen und kompetenten Partner suchen

Paradebeispiele sind Inkasso und Buchhaltung

Es gibt Menschen, die arbeiten rund um die Uhr. Solche Menschen sind nur noch am Geld verdienen. Geld, für das sie gar keine Zeit mehr haben, es auszugeben. Als selbstständiger Unternehmer weiss ich, dass eine solche Arbeitsweise nur als kurzfristige Ausnahme verfolgt werden darf. Spitzenzeiten und flaue Zeiten gehören zum Unternehmensalltag. Ist dieses Arbeiten rund um die Uhr aber ein Dauerzustand, verlieren alle beteiligten Parteien. Statt unverhältnismässigen Gewinn, ist es an der Zeit, sich Partner oder Hilfsmittel zu suchen, welche einen kurz- und mittelfristig entlasten können. Ein paar Beispiele aus dem beruflichen Umfeld:

  • Das bewusste Auslagern der Buchhaltung oder die Beschaffung einer einfachen Buchhaltungssoftware.
  • Statt Nerven aufreibende Mahnungen zu versenden, ein seriöses Inkassobüro für das Forderungsmanagement beauftragen.
  • Statt selbst Texte zu schreiben, den professionellen Werbetexter beauftragen.
  • Statt sich im Streitfall in Bezug auf das Arbeitsrecht mühsam  informieren zu müssen, lieber einen Anwalt für das Arbeitsrecht beauftragen.

Diese Beispiele sind aus dem Alltag eines Unternehmers. Wer selbst Unternehmer ist, weiss, alle Beispiele beinhalten Stressmomente, die Nerven fordern.

Die Buchhaltung zum Beispiel muss dauernd verändernden gesetzlichen Richtlinien entsprechen.

Der Unternehmer muss sich aber in erster Priorität auf den Verkauf seiner Produkte und die Führung und Motivation seiner Mitarbeiter konzentrieren können.

Einen Werbetext für die firmeneigene Webseite oder für eine Broschüre zu schreiben, kann einen enormen Aufwand bedeuten. Vor allem, wenn man selten schreibt. Das ist beim Werbetexter anders. Er liefert einen überzeugenden Text in kurzer Zeit. Sich Partner zu suchen gilt nicht nur im beruflichen Umfeld. Auch im privaten kann externe Hilfe ein echter Gewinn sein!

Die nachfolgende Liste zeigt Firmen, die unter anderem auch zu den oben aufgeführten Themen gehören. Sie sind Spezialisten auf Ihrem Gebiet.

Andere den Job besser machen lassen.

Das kostet zwar, aber es macht auch Sinn. Weil unser wertvollstes Gut, nämlich die Gesundheit und die Lebensqualität, geschützt werden. Ist es nicht schön, am Abend abschalten zu können, die Familie wahrzunehmen, sich selbst noch zu spüren – und dabei auch noch Zeit haben, sich etwas zu leisten und den Erfolg zu geniessen?

Überarbeitet am 12.11.2019 (ar)