29 Jul

Mit Verpackungsmaterialien auf Du und Du

Immer dienstags ist bei uns Kehrichtabfuhr. Das ist der Moment, wo wir nochmals mit dem Abfallsack durch alle Zimmer gehen und die Papierkörbe leeren. Das ist auch der Moment, wo ich mir immer wieder bewusst werde, wieviel Abfall entsteht, um Produkte zu präsentieren und zu transportieren. Und das kommt uns so selbstverständlich vor. Bekanntlich gewöhnen wir uns Menschen sehr schnell an Abläufe, an Luxus. Wegsehen ist dann einfach, wenn man selbst profitieren kann. Das Gegenteil wäre hinsehen. Und das möchte ich mit diesem Blog zum Thema Verpackungsmaterial.

Verpackung präsentiert

Nehmen wir eine Verpackung, die uns ganz nahe liegt. Die Lebensmittelverpackung. Auf Buch-Tipps.ch habe ich mich bereits vor einiger Zeit mit dieser Thematik befasst und das Buch «Sachbuch: Marktanalyse für eine Lebensmittelverpackung – von Michaela Teufner» vorgestellt. Laut der Autorin nehmen Verpackungen nahezu unbemerkt immer grösseren Einfluss auf unsere Kaufentscheidungen. Preisdruck, logistische Anforderungen und auch Ästhetik spielen dabei eine tragende Rolle. Es entstehe ein Spagat zwischen gesetzlichen Regelwerken und Kundenansprüchen. Da wir uns sehr aufs Äussere verlassen, um den Inhalt zu beurteilen, braucht ein Produkt aus der Lebensmittelindustrie ein überzeugendes Design. Doch nicht nur das.

Verpackungen müssen äusseren Bedingungen standhalten
Verpackungen müssen äusseren Bedingungen standhalten

 

Stabilität und Tempo, Tempo

Niemand kauft ein Produkt, das schnell mal kaputt gehen kann. Stabilität muss sein. Das verlangt auch die Post. Automatisierung hat ihre Vor- und Nachteile. Es geht alles schneller. Verpackung muss mal eben auch Schläge und Spannungen aushalten. Das zu einem günstigen Preis. Verschiedene Interessen. Verschiedene Anforderungen.

Der Blick in meinen Abfallsack macht mich nachdenklich. Mir fällt auf, wie zeitlich beschränkt die Aufgabe von Verpackung ist. Nach dem Verbrauch ist in der Regel das Ende angesagt, wenn nicht schon vorher. Besonders bei Lebensmittelverpackungen. Bei mehrfach benutzbaren, wie den gelben Kunststoffboxen der Post, sieht es schon anders aus. Dass sich eine solche Idee am Markt durchsetzen kann, brauch Zeit, Kommunikationsaufwand und viel Bereitschaft seitens der Nutzer. Die Boxen haben Ihren Preis.

Wie kann der Verpackungsaufwand reduziert werden?

Auf bafu.admin.ch lese ich, dass die Schweiz bereits seit über 20 Jahren eine Strategie zur Optimierung von Verpackungen verfolgt. Dabei sollen Zitat: «Verpackungen über den ganzen Lebensweg, von der Herstellung über den Gebrauch bis zur Entsorgung, eine möglichst geringe Umweltbelastung verursachen.» Die Schweiz habe zum Beurteilen von konkreten Verpackungslösungen erstmals 1984 Ökobilanzen von Packstoffen erarbeitet. Laut bafu.admin.ch wurde  dieses Instrument für Handel und Hersteller seither in mehreren Schritten aktualisiert.

Von der Produktion bis zur Entsorgung Umweltbelastung senken.
Von der Produktion bis zur Entsorgung Umweltbelastung senken.

 

Sensibilisierung als wirksamer Ansatz

bafu.admin.ch schreibt, dass dank dieser früh begonnenen Sensibilisierung die Grossverteiler heute für die gebräuchlichen Konsumgüter in der Regel optimierte Verpackungen einsetzen. Diese seien leicht und für das Recycling oder zumindest für eine problemlose Entsorgung mit den Siedlungsabfällen konzipiert.

Sensibilisierung als Ansatz. Ist aus meiner Sicht ein guter Weg zur Veränderung. Bleiben wir alle dran, um diesen sinnlosen Abfallberg mit den zahlreichen Verpackungen, ob aus Karton oder aus Kunststoff, zu reduzieren!

Quellenangaben und weiterführende Links zum Thema:

 

5 Jun

Umweltbelastung: Statt zusehen handeln – erneuerbare Ressourcen fördern

Folgen der Umweltbelastung

Laut dem Artikel «Chemikalie ändert Verhalten späterer Generationen» vom Nachrichtenmagazin Spiegel, haben US-amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass Nachkommen von Umweltbelastung und Giftstoffen beeinflusst werden können.

«Eine Dosis eines Pflanzenschutzmittels beeinträchtigt nicht nur trächtige Ratten» schreibt Spiegel.de in der Ausgabe vom 22. Mai 2012. Es betreffe auch deren Urenkel. «Ein Experiment mit den Nagern zeigt, was für weitreichende Folgen giftige Chemikalien haben können.» Aus dem Leben (gemeint sind unsere Gedanken), ist eben nicht aus dem Sinn (Realität). Es geht darum erneuerbare Energien zu nutzen und mit Erd- und Rückbau, giftige Stoffe fachgerecht zu entsorgen. Unserer Umwelt zuliebe. Auch wenn Ratten nicht Menschen sind, so sind sie doch Lebenwesen.

Auswirkungen beim Menschen bleiben offen

Die Nachkommen dieser Ratten reagierten noch nach drei Generationen sensibler auf Stress und hatten ein höheres Körpergewicht als Ratten mit unbelasteten Vorfahren. Die Aktivität zahlreicher Gene im Gehirn sei bei diesen Ratten ebenfalls verändert gewesen, schreiben die Forscher um Michael Skinner von der University of Texas in Austin. Der Spiegel schreibt weiter, dass die Studie nicht klärt, ob beim Menschen Ähnliches passiert. Fact ist, dass sich die Umweltbedingungen stark verändert haben und die Lebensqualität negativ beeinflussen können.

Die Zeichen sind deutlich! Was können wir tun?

Muss ein Einfluss auf unsere Nachkommen erst bewiesen werden, damit wir umdenken? Die Signale sind deutlich. Laut swissworld.org werden im Lauf dieses Jahrhunderts 50 bis 90 % der Schweizer Gletscher bei gleichbleibenden Umweltverhältnissen ganz verschwinden. Wir aber leben vom Wasser der Gletscher. Die Welt hat genug Krisenherde, die aufgrund von fatalem Handeln durch den Menschen Natur und Umwelt zerstört haben (Beispiel Fukushima).

Rückgang der Gletscher - ein sichtbares Zeichen der Umweltveränderungen
Foto © swisshippo – Fotolia.com – Rückgang der Gletscher – ein sichtbares Zeichen der Umweltveränderungen

 

Zahlreiche Branchen bieten heute natürliche Alternativen an, oder solche, die die Umwelt schonen. Nachfolgend drei Beispiele:

Photovoltaik Anlage

Die Sonne liefert uns täglich Energie. Wenn wir diese mehr nutzen (können), sinkt die Abhängigkeit durch Atomenergie. Mag sein, dass es noch nicht die grosse Veränderung ist, aber es ist ein Anfang. Jeder Schritt auf natürlich erneuerbare Energie zu, ist auch wie ein Ja zu den nachfolgenden Generationen.

Photovoltaik Anlage: Solarenergie nutzen
Foto © Marina Lohrbach, Fotolia.de – Photovoltaik Anlage: Solarenergie nutzen

Erdbau – Rückbau: schonen und fachgerecht entsorgen

Im Erbau, Rückbau (komplettes oder teilweises Zerstören und Entsorgen von Hoch- und Tiefbauten aller Art) werden verschiedene Baustoffe an der Quelle getrennt. Diese werden geordnet, damit auch die fachgerechte Entsorgung gewährleistet und Wiederverwertbares in den Materialkreislauf zurückgeführt werden kann. Zum Erdbau gehören laut der Internet Enzyklopädie Wikipedia Baumassnahmen, bei denen der Boden in seiner Lage, in seiner Form und in seiner Lagerungsbeschaffenheit verändert wird. Im Erdbau sind starke und sanfte Kräfte gefragt, um den Untergrund zu schonen. Mehr Infos zu Erdbau und Rückbau.

Erdbau und Rückbau: Umwelt schonen und Ressourcen neu verwerten
Foto © Stefan Merkle – Fotolia.de – Erdbau und Rückbau: Umwelt schonen und Ressourcen neu verwerten

Haus bauen mit Holz

Wer sein Haus mit Holz baut, setzt auf einen nachwachsenden Rohstoff. Nicht nur das: Ein Haus aus Holz setzt Akzente und fällt durch einen einzigartigen Stil auf. Holz lässt sich mit vielen anderen Materialien ideal ergänzen. Es vermittelt Behaglichkeit und ein gesundes Wohnklima sowie isolierende, schall- und wärmedämmende Eigenschaften. Ein Haus mit Holz bauen ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll. Mehr Infos zu Haus bauen mit Holz.

Haus bauen mit Holz: nachwachsende Ressourcen nutzen
Haus bauen mit Holz: nachwachsende Ressourcen nutzen

 

Tipp zum Thema Garten: