21 Jan

Berufliche Neuorientierung – welchen Weg soll ich einschlagen?

Welcher Beruf ist der richtige für mich? Vielleicht stellen Sie sich diese Frage auch dann und wann. Vor allem aber kommt sie auf, wenn sich tief in uns ein Gefühl entwickelt, dass etwas nicht mehr stimmt. Die Anzeichen: Fehlende Motivation, vermehrte Fehler und selbst Routinearbeiten kosten immer mehr Kraft. Zeit für eine berufliche Neuorientierung?

Berufe verschwinden, neue entstehen. Unsere Welt hat sich seit der Digitalisierung enorm verändert. Wie wissen wir, ob unser aktueller Beruf in ein paar Jahren noch gefragt ist oder still und heimlich verschwindet? Manchmal ist es einfach gut und richtig, sich zu fragen, wo man in fünf Jahren sein könnte oder möchte.

Berufliche Neuorientierung – welchen Weg soll ich einschlagen?
Berufliche Neuorientierung – welchen Weg soll ich einschlagen?

Mein Tagesablauf in fünf Jahren

Wenn Sie sich vorstellen, wie Sie in fünf Jahren morgens aufstehen und den Tag verbringen, was wäre anders?

  • Welche Arbeiten möchten Sie vom jetzigen Job noch machen?
  • Mit welcher Art Menschen möchten Sie mehr zusammenarbeiten?
  • Gibt es fachliche Themen, in die Sie sich einarbeiten möchten? Oder Themen, die Sie nicht mehr interessieren?
  • Welche Ziele Ihres Arbeitgebers würden Sie nicht mehr unterstützen?
  • Welchen Einfluss haben Umwelt und Digitalisierung auf Ihren Job? Gibt es andere Einflüsse (z. B. Mitbewerber aus dem Ausland)?
  • Würden Sie mehr in einem Team arbeiten oder lieber mehr Home-Office?

Obige Liste ist natürlich beliebig weiter ausbaubar. Sie soll helfen, sich mit Ihrer beruflichen und vielleicht auch privaten Zukunft auseinanderzusetzen.

Berufliche Neuorientierung: erste Schritte wagen

Es wird sich in unserem Leben wenig verändern, wenn wir selbst nichts unternehmen.

Das gilt auch bei einer beruflichen Neuorientierung. Gäbe es aus obiger Liste mögliche Handlungen, die Sie einfach mal testweise angehen könnten? Zum Beispiel:

  • Einen Blick auf die Unternehmensziele werfen und überprüfen, mit welchen Zielen Sie sich identifizieren können und mit welchen nicht.
  • Ein Abgleich Ihrer aktuellen Arbeit mit dem Stellenprofil, das seinerzeit erstellt, aber nie ergänzt wurde oder
  • die Frage, wie Ihr Unternehmen einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

Manchmal müssen wir uns zuerst gedanklich auf etwas einlassen. Am Anfang steht eine Erkenntnis, die unsere Denk- und Sichtweise verändert und vielleicht zur nächsten Erkenntnis führt. Am Ende haben wir ein konkretes Bild vor uns, welche Werte, welche Kompetenzen uns bei einer allfälligen beruflichen Neuorientierung wichtig sind.

Dieses Entdecken und diese Entwicklung brauchen ihre Zeit. Daraus formen sich Ziele. Diese gilt es konsequent vor Augen zu halten, damit sie Schritt für Schritt erreicht werden können.

Wichtig: Oft hat Entmutigung am Arbeitsplatz auch zwischenmenschliche Gründe. Diese gilt es zu klären. Es kann durchaus sein, dass in einem neuen Beruf dasselbe geschieht. Vorgesetzte wie Mitarbeitende und auch Sie selbst haben einen Einfluss auf die Stimmung am Arbeitsplatz. Eine berufliche Veränderung schliesst die zwischenmenschliche Herausforderung nicht grundsätzlich aus!

Bewältigungstrategien: geziehlt und mutig vorgehen
Bewältigungstrategien: geziehlt und mutig vorgehen

Die Folgen von Neuorientierung und Veränderung

Wer sich aufmacht um «neues Land» zu entdecken, braucht begleitende Stabilität.

Das können gute Freunde sein, Hobbys wie Lesen, Wandern, Fotografieren (Eintauchen in eine andere Welt) etc. Unter Umständen empfiehlt sich auch eine professionelle Begleitung. Berufliche oder private Neuorientierung erfordern ein bewusstes Loslassen von Bisherigem.

Neuorientierung bedeutet, die Komfortzone zu verlassen und in die Entwicklung-, vielleicht sogar zwischendurch mal in die Panikzone zu gelangen.

Das kann Folgen haben.

  • Unsere psychische Kraft wird stärker gefordert. Vielleicht sind wir gereizter als sonst.
  • Wer sich auf Neuland begibt, muss mit gewissen Unsicherheiten leben können.
  • Unsere Psyche meldet uns laufend, dass etwas nicht mehr ist wie bis anhin. Man kann dieses Phänomen mit Muskelkater vergleichen. Wer untrainiert joggen geht, wird dies am andern Tag vielleicht schmerzhaft spüren. Mit der Psyche verhält sich das ganz ähnlich.

Übergangsweise gegen die eigenen Gefühle zu handeln, ist herausfordernd. Dabei ist eine gute Portion Selbstmitgefühl zu empfehlen. Die Bereitschaft Fehler, zu machen und dadurch verletzlich zu sein, hilft, trotzdem weiterzugehen.

Neuorientierung ist ein Prozess, der sich über eine längere Zeit hinziehen kann. Diese Tatsache hat jedoch durchaus auch seine Vorteile. Man erarbeitet sich dabei Kompetenzen, die ihre Früchte tragen werden.

Autor: Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon

Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon - Begleitende Berufliche Neuorientierung

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17 Jun

Sich beruflich neu orientieren

Sich neu orientieren, neue Perspektiven, ob privat oder beruflich, suchen und finden, ist oft ein langwieriger Prozess. Mit einem Coaching kann dieser gefördert werden uns die Qualität des ganzen Prozesses kann gesteigert werden. Doch was ist Coaching genau?

Coaching: Ein Wort in aller Munde

Coaching – Dieser omnipräsente Begriff begegnet uns in allen Medien. Doch Coaching umfasst längst nicht mehr nur das berufliche Umfeld. Auch in privaten Bereichen lassen sich Herr und Frau Schweizer «coachen».

Der Begriff «Coaching» entstammt dem englischen «to coach», was «betreuen, trainieren» bedeutet. Ein Begriff, der Emotionen und auch Erwartungen weckt. Warum ist das so? Es geht um Perspektiven, um Veränderungen und um Verbesserungen der aktuell unbefriedigenden Lebenssituation.

Lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen

Unter «Coaching» versteht man eine lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen. Das heisst: Der Coach begleitet während einer befristeten Zeit eine Person. Dabei präsentiert er seinem Klienten keine Patentlösungen. Lösungswege werden gemeinsam gesucht und erarbeitet.

Oft nimmt man die Hilfe eines Coaches erst dann in Anspruch, wenn man in einer Krise steckt, alleine nicht mehr weiter kommt und Hilfe benötigt. Diesem Entschluss geht meist ein längerer mühevoller Prozess voraus. Denn wer gibt schon gerne zu, dass er Hilfe benötigt?

Mit einem begleitenden Coaching neue Wege gehen
Mit einem begleitenden Coaching neue Wege gehen

Gefahr Altagstrott

Durch den vorprogrammierten Alltagstrott besteht die Gefahr, manches, das vielleicht auch wichtig wäre, nicht mehr zu sehen. Mögliche Folgen können Frustration, Stagnation, aber auch Ermüdungserscheinungen und Orientierungslosigkeit sein. Man ist festgefahren und findet nicht mehr aus der Misere heraus! Eine Auszeit von den alltäglichen Abläufen und Sorgen kann deshalb nützlich sein und sich zur Chance entwickeln.

Sichtweisen ändern

Die eigene Sichtweise ändern. Ist das möglich und wenn ja, wie? Durch ein Coachingseminar wird diese eigene Sichtweise trainiert. Der Coach macht es auch so. Als neutraler Betrachter kann er auf  Dinge und Sachverhalte aufmerksam machen, die man selber gar nicht (mehr) sieht.

Die Sichtweise kann sich vom Röhrenblick zum Weitblick wandeln.

KursteilnehmerInnen lernen, sich und das Leben besser zu verstehen, vernetzt zu denken und zu handeln, ungenutztes Potenzial zu erkennen und dieses zu nutzen. Durch Coaching und Weiterbildung verbessert sich auch die eigene Sozialkompetenz. Dieser Umstand wiederum steigert zwangsläufig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Nicht nur für Führungskräfte

In vielen Firmen sind Weiterbildungen im Coachingbereich für Führungskräfte ein Muss. Dabei geht es aber nicht nur darum, zu lernen, wie andere Menschen «ticken», oder wie man seine MitarbeiterInnen am besten führt. Es gilt auch, deren Potenzial zu erkennen und diese für die Firma nutzbar zu machen, so dass schlussendlich alle davon profitieren können.

Auch Mitarbeiter ohne spezifische Führungsfunktionen profitieren von einer solchen Weiterbildung. Weil Coaching in jedem Fall hilfreich ist, wo es um ein Miteinander zwischen Menschen geht. Wer einmal an einem Coachingsemiar teilgenommen hat, weiss um den Wert der erworbenen Kenntnisse.

Ausbildung oder Neuorientierung: ein Coaching hilft
Ausbildung oder Neuorientierung: ein Coaching hilft

Coaching nützt allen

Durch Coaching lernt man, zwischenmenschliche Probleme frühzeitig zu erkennen und diese auf konstruktive Weise zu lösen. Im Beruf wie privat. Statt zwanghaft immer gewinnen zu müssen, übt man sich darin, Gemeinsamkeiten zu entdecken und miteinander Ziele anzustreben.

Dies verhilft zu einem entspannteren Verhältnis, das sich positiv im beruflichen wie auch privaten Umfeld auswirkt.

Gast-Autor: Alex Mörgeli

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