13 Nov

Adventskalender: Wartezeiten sinnvoll füllen und erleben

Suche ich in Google nach «Adventskalender 2014», werden mir etwa eine halbe Million Suchanfragen unterbreitet. Advent ist ein Geschäft. Google nennt Suchbegriffe wie «Advent» oder «Adventskalender» Money-Keywords. Begriffe, mit denen man normalerweise Umsatz generieren kann. Der eigentliche Sinn eines Adventskalenders ist, die Vorweihnachtszeit für Kinder oder je nach dem auch für Erwachsene, zu verkürzen. Eine Art Beschäftigungs-Konzept, das hilft, abzulenken oder den Weg und die Dauer zu einem besonderen Ereignis in Etappen zu portionieren.

Nicht nur im Advent warten wir, sondern auch im Leben.
Nicht nur im Advent warten wir, sondern auch im Leben.

Warten gehört zum Leben

Warten auf etwas, ein Ziel in Sicht haben. Das ist nicht nur an Weihnachten so. So ist das Leben. Warten auf eine Geburt, auf eine Lehrstelle, auf einen Termin. Warten an der Kasse. Wir warten nicht gerne (lange). Das Internet mit all seinen Vorteilen hat uns ermöglicht, unsere Neugier und unsere Bedürfnisse schnellstmöglich befriedigen zu können. Google gibt uns innert weniger als einer Sekunde eine Anzahl von Webseiten an, so wie oben beschrieben. Bestellen wir etwas, möchten wir es möglichst am anderen Tag schon haben. Die moderne Technologie hat vieles ermöglicht. Keine Frage. Das Warten haben wir erfolgreich verkürzt, teilweise haben wir es sogar verlernt. Problematisch wird es, wenn wir jeden Moment füllen oder nutzen wollen, im Sinne von quantitativem Carpe Diem.

Warten bedeutet Qualität

Den Moment sinnvoll füllen. Beschäftigungstherapie? Ja und nein. Möglichkeiten, uns zu zerstreuen, gibt es viele. Fernsehen, Lesen, Spielen etc. Die Qualität des Moments bestimmen wir selbst. Aushalten können, warten oder sein können, auch wenn Hektik uns prägt und umgibt. Das ist lernbar – und es ermöglicht Gelassenheit. Weniger Stress. Anhalten, stoppen, herunterfahren. Warten ist ein Teil unseres Lebens. Es ist wie der Leerraum in einer Grafik, die sonst überfüllt wirken würde. Eine überfüllte Grafik hat zur Folge, dass wir die eigentliche Botschaft nicht mehr wahrnehmen. Lücken, Weissraum, Warten dienen dazu, die Achtsamkeit zu schärfen, anderes besser wahrnehmen zu können. Das ist eine Voraussetzung, um die Botschaften des Lebens überhaupt begreifen zu können.

Die Geschichte von Weihnachten

Zurück zu Advent und Weihnachten. Der biblische Bericht erzählt von Menschen, die zu der damaligen Zeit auf Gott gewartet hatten. Ihre Propheten kündigten den Messias in den heiligen Schriften an. Dieses Warten erstreckte sich über Hunderte von Jahren. Anhaltspunkt waren schriftlich festgehaltene Aussagen, die nicht beweisbar waren. Nur der Glaube an die Wahrheit, das Wissen und die Überzeugung, dass Gott kommen wird, hat sie begleitet. Warten auf überdimensionale Art und Weise. Warten heisst akzeptieren, ertragen und sich auf bevorstehenden Ereignisse freuen können.

Daran erinnert Advent. Warten auf etwas, das wir letztendlich nur via Glauben erfassen können.

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13 Nov

Überwachung ist, was man daraus macht …

Wir werden überwacht. Nicht erst seit dem Start des Internets. Doch seit da ist, ist es uns bewusst. Wir hinterlassen Spuren. Mehr als wir denken. Eine Studie hat sich mit den Datenspuren des Internets beschäftigt ist auf Heise.de nachzulesen. Jeder Bürger produziere Datenspuren. Bei Einkäufen, im Web und auch bei der Nutzung des Smartphones. Diese Daten sind festgehaltene Zeugen unserer Handlung. Unsere Handlung sagt viel über unsere Ziele aus. Das zeigt auch das Beispiel aus dem Artikel auf Heise.de: Die Supermarktkette Target konnte aus dem Einkaufsverhalten schwangerer Frauen deren Geburtstermine vorhersagen – ohne dabei typische Käufe wie Babykleidung oder Kinderwagen berücksichtigen zu müssen.

Überwachung: Wir hinterlassen überall Spuren
Überwachung: Wir hinterlassen überall Spuren.

Überwachung: Wie viel braucht es? Wie viel sollen wir zulassen?

Mit einem Personenzähler, auch Peoplecounter genannt, kann man Daten im Verkaufsladen erfassen. Zum Beispiel: Zu welchen Zeiten mehr Kunden im Laden sind (= mehr Personal). Eigentlich eine gute Sache. Wenn mir im Internet nur das beworben wird, was mich wirklich interessiert, ist das eigentlich wünschenswert. Statt nerviger Werbung weiterführende Infos. Wenn da nicht dieser Groove des überwacht Werdens wäre. Das Aufheben der Privatsphäre.

Wir hinterlassen Spuren

Wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, begegnen mir oft die gleichen Menschen auf den gleichen Touren zur gleichen Zeit. Wenn es früh eindunkelt, verliert sich die Aussenfassade der Häuser in der Dunkelheit. Dafür wird die Wohnungseinrichtung dank der Innenbeleuchtung gut sichtbar. Modernes Wohnen, traditionelles Wohnen, man sieht es von aussen, ohne es gross bewusst zu suchen. Wir haben unseren Ablauf und leben unseren Lebensstil. Seit unserer Kindheit. Wir hinterlassen Spuren.

Überwachung dient auch zum Schutz

Vandalen wüten. An Halloween, in Fussball Stadien, da und dort. Menschen werden tätlich angegriffen, ausgeraubt, Diebe brechen ein und räumen aus. Eine Videoüberwachung hilft bei der Abschreckung und bei der Aufklärung. Sie hilft, Verursacher zu finden. Sie zu bestrafen. Im Grunde genommen eine gute Sache. Das Fazit zur Studie auf Heise.de lautet:

«Die Studie analysiert die gesellschaftlichen Folgen der Datensammelwut, konstatiert den Übergang in die Überwachungsgesellschaft und macht auf das Risiko von Datenmissbrauch oder -verlust aufmerksam. Ganzen Bevölkerungsgruppen drohe Diskriminierung oder Ausschluss von bestimmten Dienstleistungen; die Chancen und Wahlmöglichkeiten Einzelner würden dadurch eingeschränkt, etwa durch höhere Preise oder Versicherungsprämien. Die Studie leitet daraus Handlungsempfehlungen ab, etwa Transparenz zu schaffen, die dezentrale Techniken zu unterstützen, die digitale Zivilgesellschaft zu stärken oder die Algorithmen zur Datenverarbeitung transparenter zu halten.»

Es ist wie bei vielen Dingen, die wir erfinden. Ob sie gut für die Menschen sind, entscheiden wir selbst. Ein korrektes Mass an Überwachung zu finden, scheint mir äusserst wichtig. Die Lust nach mehr Daten ist letztendlich die Lust nach mehr Gewinn und mehr Macht, verbunden mit enormen Risiken zu bewusstem Missbrauch! Überwachung ist so, wie wir sie einsetzen. Ist letztendlich das, was man daraus macht.

Das Thema Überwachung im Internet

14 Nov

Advent, die Zeit neue Sichtweisen zu entdecken.

Advent, die Zeit neue Sichtweisen zu entdecken.
Advent, die Zeit neue Sichtweisen zu entdecken.

Mit Advent verbinden wir nicht nur die Vorweihnachtszeit, sondern auch den legendären Adventskalender. Verschiedene Bilder sind hinter den verschieden grossen Fensterchen versteckt. Ich erinnere mich noch gut daran, dass die Grösse des Fensterchens auch Einfluss auf die Grösse meiner Erwartung und Vorfreude genommen hat. Ich ging davon aus, dass ein grösseres Fenster auch etwas Grösseres beinhaltet, was für mich automatisch mehr Wert hatte. Ähnlich war es bei den Weihnachtsgeschenken. Heute muss ich darüber lächeln, wie ich mich so einfach habe irritieren lassen.

Unsere Täuschungen: Gross = mehr Wert, vornehm gekleidet = mehr akzeptiert

Sich täuschen oder irritieren zu lassen, das ist ganz einfach menschlich. Das ist nicht nur bei den Weihnachtsgeschenken so, sondern auch bei der Beurteilung von Menschen. Ich achte auf das Äussere, auf das Gepflegte, auf den Umgang, das Verhalten und beurteile mein Gegenüber entsprechend. Unbewusst – aber mit entsprechend gelebten Auswirkungen. Dass diese Kriterien etwas über den Menschen aussagen, lässt sich nicht abstreiten. Wer sich selbst als wertvoll einstuft, sorgt besser für sich. Wer sich verachtet, signalisiert dies entsprechend durch Körperhaltung und Kleidung.

Doch aufgepasst: Unser Kriterienraster ist durch unsere eigene Erziehung geprägt. Wir gehen automatisch davon aus, dass dieser richtig ist. Nur muss hinter einem «ungepflegten» Menschen nicht unbedingt jemand sein, der es nicht verdient, neu entdeckt zu werden. Daher sollten wir unseren Raster anzupassen versuchen. Jesus Christus war auch König und kam doch als einfaches Baby in einem Stall zur Welt.

Advent = neu entdecken können

Machen wir uns unseren eigenen einzigartigen Adventskalender und nehmen uns vor, 24-mal Sichtweisen zu ändern. Geben wir unseren Mitmenschen die Chance, sich entdecken zu lassen. Diese Vorweihnachtszeit soll uns bekanntlich auf Weihnachten vorbereiten, auf die Geburt von Jesus Christus. Diesem König, der als Baby zur Welt kam. Das können wir ganz praktisch üben, in dem wir diese Zeit nutzen um auf Menschen zuzugehen, die aufgrund unseres Kriterienrasters aus unserem angelernten Wertesystem heraus gefallen sind. Wir müssen Sie ja nicht gleich zu Königen erheben. Es geht darum, unsere eigene Sicht der Welt zu verlassen, denn dies macht das Teilnehmen an Lebensgeschichten von einzigartigen Menschen möglich.

Seine Welt verlassen hat auch Jesus Christus. Er lebte unter uns, nahm an unseren Lebensgeschichten teil und starb laut Bibel für unsere Schuld am Kreuz. Das ist einzigartige Teilnahme. Das macht ihn zum einzigartigen König. Advent, Zeit, auch ihn zu entdecken. Advent, die Zeit für neue Sichtweisen.