1 Feb

Besondere Geschenkideen: anders denken, anders schenken

Ob an Weihnachten, zu Geburtstagen oder sonstigen speziellen Anlässen, die Suche nach einem passenden Mitbringsel oder einer besonderen Geschenkidee kostet jedes Mal Kraft. Nicht, dass ich nicht gerne ein Geschenk mitbringen würde, es liegt vielmehr an der Herausforderung, was ich aussuchen soll.

Männer: Wein oder Schokolade – Frauen: Blumen

Ich denke darüber nach, welches Geschenk mich freuen würde. Einen Treffer landet man bei mir immer mit einer guten Flasche Wein oder einer Pralinenschachtel mit feiner Schokolade. Meine Frau freut sich über Blumen. Besonders Amaryllis‘. Im Moment ist unser Wohnzimmer voll davon. Kein Wunder, so kurz nach Weihnachten. Das sind alles Geschenkideen, die auf der Hand liegen. Mit ihnen ist man auf der so genannt sicheren Seite. Das ändert sich, wenn die zu beschenkende Person zum Beispiel einen eigenen Weinkeller hat. Oder einen Garten voller eigener Blumen. Dann wäre mein Geschenk so etwas wie «Wasser den Rhein geschüttet».

Die Herausforderung heisst anders, praktisch, brauchbar

Auf ein Neues. Was könnte man mir sonst noch schenken? Zum Beispiel ein Eintrittsticket zu einem Fussballspiel vom SC Freiburg oder von der Borussia Dortmund. Das fände ich dann wiederum übertrieben. Anreise, Übernachtung und 90 Minuten Fussball. Lohnt sich das? Nur damit ich einmal dabei gewesen bin? Das Gleiche kann ich mir zu Hause im Fernsehen ansehen. Nicht gerade 90 Minuten, nicht live, dafür alle Rosinen für mich herausgepickt. Gemütlichkeit geht vor. Die Vernunft siegt.

Eigentlich habe ich ja schon alles

Der Blick in den Kleiderschrank, in das Bücherregal, ja überall hin zeigt mir, ich besitze vieles, müsste eigentlich eher wieder mal einiges entsorgen. Wohin also mit all den Geschenken, wenn es nicht Verbrauchswaren sind? Wein und Schokolade. Vielleicht auch noch Kaffee? Weniger ist mehr. Geniessen ist angesagt. Anhalten und sich auf den Moment konzentrieren. Das gefällt mir. Vielleicht mit guten Freunden. Wer gibt, wird beschenkt. Guter Wein wird mit guten Freunden noch besser. Und es entsteht das eine oder andere gute Gespräch. Weniger Materielles im Raum, dafür mehr Beziehung. Wo mehr Leerraum ist, kann kann sich freier bewegen. Beziehungen bewegen auch. Anders. Sie füllen die innere Leere aus. Anderer Ansatz. Andere Wirkung.

Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu
Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu

Fairtrade Produkte, die Steigerung

Dieser Ansatz gefällt mir. Wein, Kaffee, Schokolade und vieles andere sind nicht nur Genussmittel. Sie fördern auch Beziehungen. Ich schenke also jemanden mit diesen Produkten mehr als nur einen kurzen Moment Genuss. Mehr als Kalorien oder Motivation. Kaufe ich diese Produkte zum Beispiel bei Claro fair trade ein, dann unterstütze ich zusätzlich Menschen auf anderen Kontinenten. In deren Existenz. Damit sie leben können. Ihre Familien ernähren und die Kinder zur Schule schicken wie wir auch. Cool! Warum sind wir uns dessen so wenig bewusst? Durch mein Umdenken, durch mein anders Handeln unterstütze ich also Existenz und fördere Beziehung. Das ist definitiv eine besondere Geschenkidee!

21 Nov

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat

Das Thema Weihnachten habe ich schon in einigen Blogs aufgegriffen. Ich finde, es lässt sich gut in unseren Alltag adaptieren, deshalb greife ich immer mal wieder auf dieses besondere Thema zu.

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat
Hund Aslan und Weihnachten? Was für Gemeinsamkeiten könnte es geben?

«Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat»

Mein Hund Aslan ist vor einigen Jahren in Budapest geboren und dort, wie wir vermuten, alsbald als Wächter eingesetzt worden. Man sagte uns, dass Hunde in Ungarn Mittel zum Zweck sind. Ein Leben vor irgendeinem Haus, angebunden an einer Kette. Auftrag klar: Wachen. Bewegungsfreiheit so gross wie es diese Kette erlaubt. So die Legende. Ich habe sie nie überprüft, aber diese Perspektiven wünsche ich niemandem, auch keinem Tier.

Nur Aslan ist anders. Er hat in Sachen Freiheit so seine eigenen Vorstellungen. Daher hatte er sich losgerissen und zog samt Kette los, in die wilde Freiheit der Metropole dieser neuntgrössten Millionenstadt der Europäischen Union. Mitten drin begegnet ihm ein Engel in Menschengestalt, der sofort wusste, dieser Hund an der Kette muss gerettet werden. Dieser Mensch nahm ihn in seine Obhut und mit in die Schweiz. Dort landete er via Freunde letztendlich bei uns. Damit ist er kein Einzelfall. Mir begegnen viele Menschen, die Hunde aus den europäischen «Hunde-Slums» haben. Alle diese Tiere haben besondere Geschichten. Sie nehmen sich mit. Weil sie schliesslich auch nur Hunde sind … Darum brauchen sie viel Geduld und Liebe. Das Gefühl, im richtigen Rudel zu sein.

Wer hat hier wen adoptiert?

Meine Frau und ich wussten am Anfang nicht so recht, ob wir diesen Hund adoptieren wollen. Diese Frage ist berechtigt und muss gut abgeklärt werden. Denn Hunde brauchen Zeit, brauchen Beziehung. Haben wir diese Zeit? Wollen wir sie für ein Tier investieren? Also machten wir mit unseren Freunden eine dreiwöchige Testphase ab. Ich will ganz ehrlich sein.

Ich bin heute noch der Meinung, dass dieser aussergewöhnliche Hund uns adoptiert hat und nicht umgekehrt.

Das beeindruckt mich auch. Er ist ein Lebensgestalter. Hat sich aus der Gefangenschaft befreit und sich ein neues soziales Umfeld geschaffen. Wo man sich neu kennenlernt, wo sich verschiedene Persönlichkeiten mit verschiedenen Hintergründen begegnen und einen gemeinsamen Weg einschlagen, entstehen Fragen und Spannungen. Wir sind ihn gegangen. Vieles ist selbstverständlich geworden, einiges bleibt eine Herausforderung.

Hunde sind ein gelebtes Symbol für Treue

Rückblickend muss ich sagen: Ich möchte ihn nicht mehr missen. Denn er hat etwas gemacht, was viele Menschen nicht schaffen. Er setzt seine Stärken konsequent ein, übernimmt (manchmal zu viel) Verantwortung und hat seinen Platz bei uns eingenommen, ist Teil einer Gruppe geworden. Seine Stärken sind Einfühlsamkeit und Treue. Geht es jemandem in der Familie schlecht, spürt diese putzige Stück Fell das sofort und legt sich daneben. Stundenlang. Er empfängt uns jeweils mit einer riesigen Freude, die ganz einfach beeindruckt. Er fängt viele Spannung ab, allein dadurch, dass er sich knuddeln lässt und einfach da ist. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Hunde das Symbol für gelebte Treue sind. Der Nebeneffekt für uns, wir sind mehr an der frischen Luft, haben mehr Bewegung und das bei jedem Wetter. So kann man Neues entdecken. Natur lebt. Statt Frust im Regen eine natürliche Entdeckungstour. Schönheit hat viele Facetten.

Und Weihnachten?

Was mein Hund mit Weihnachten gemeinsam hat, so lautet der Titel dieses Blogs. Bis jetzt ging es nur um Aslan. Oder etwa nicht? Zu der Geschichte von Weihnachten gibt es Parallelen. Und Gegensätze.

Während sich mein Hund von Gefangenschaft und Kette befreit hatte, ist Christus laut biblischem Bericht in die «irdische Gefangenschaft» gekommen.

Der eine wurde gerettet, der andere hat gerettet. Christus ist der, der da ist. Der treu ist. Der sich freut, wenn wir ihn finden, uns finden lassen und zu ihm kommen. Der von Beziehung und Aufmerksamkeit lebt. Vorstellbar? Hmm. Christus können wir nicht sehen, den Hund schon. Doch den Wind sehen wir auch nicht, seine Auswirkungen schon. Wir können ihn nicht er-, aber begreifen. So ist es auch bei Christus.

Aslan wurde ein Teil unseres Lebens. Ja, das kostet einen etwas. Beziehung lebt von Investitionen. Nur sie gibt eben auch viel.

Wenn ein Hund schon so viel geben kann, Leben positiv verändern, was erwartet uns dann erst von Weihnachten bzw. von einer bewussten Beziehung zu Christus?

Lust auf mehr Weihnachten?

Hinweis: Oben aufgeführte Blogs sind Artikel vom gleichen Autor, ausgenommen der Hinweis auf Lifechannel.ch

13 Nov

Adventskalender: Wartezeiten sinnvoll füllen und erleben

Suche ich in Google nach «Adventskalender 2014», werden mir etwa eine halbe Million Suchanfragen unterbreitet. Advent ist ein Geschäft. Google nennt Suchbegriffe wie «Advent» oder «Adventskalender» Money-Keywords. Begriffe, mit denen man normalerweise Umsatz generieren kann. Der eigentliche Sinn eines Adventskalenders ist, die Vorweihnachtszeit für Kinder oder je nach dem auch für Erwachsene, zu verkürzen. Eine Art Beschäftigungs-Konzept, das hilft, abzulenken oder den Weg und die Dauer zu einem besonderen Ereignis in Etappen zu portionieren.

Nicht nur im Advent warten wir, sondern auch im Leben.
Nicht nur im Advent warten wir, sondern auch im Leben.

Warten gehört zum Leben

Warten auf etwas, ein Ziel in Sicht haben. Das ist nicht nur an Weihnachten so. So ist das Leben. Warten auf eine Geburt, auf eine Lehrstelle, auf einen Termin. Warten an der Kasse. Wir warten nicht gerne (lange). Das Internet mit all seinen Vorteilen hat uns ermöglicht, unsere Neugier und unsere Bedürfnisse schnellstmöglich befriedigen zu können. Google gibt uns innert weniger als einer Sekunde eine Anzahl von Webseiten an, so wie oben beschrieben. Bestellen wir etwas, möchten wir es möglichst am anderen Tag schon haben. Die moderne Technologie hat vieles ermöglicht. Keine Frage. Das Warten haben wir erfolgreich verkürzt, teilweise haben wir es sogar verlernt. Problematisch wird es, wenn wir jeden Moment füllen oder nutzen wollen, im Sinne von quantitativem Carpe Diem.

Warten bedeutet Qualität

Den Moment sinnvoll füllen. Beschäftigungstherapie? Ja und nein. Möglichkeiten, uns zu zerstreuen, gibt es viele. Fernsehen, Lesen, Spielen etc. Die Qualität des Moments bestimmen wir selbst. Aushalten können, warten oder sein können, auch wenn Hektik uns prägt und umgibt. Das ist lernbar – und es ermöglicht Gelassenheit. Weniger Stress. Anhalten, stoppen, herunterfahren. Warten ist ein Teil unseres Lebens. Es ist wie der Leerraum in einer Grafik, die sonst überfüllt wirken würde. Eine überfüllte Grafik hat zur Folge, dass wir die eigentliche Botschaft nicht mehr wahrnehmen. Lücken, Weissraum, Warten dienen dazu, die Achtsamkeit zu schärfen, anderes besser wahrnehmen zu können. Das ist eine Voraussetzung, um die Botschaften des Lebens überhaupt begreifen zu können.

Die Geschichte von Weihnachten

Zurück zu Advent und Weihnachten. Der biblische Bericht erzählt von Menschen, die zu der damaligen Zeit auf Gott gewartet hatten. Ihre Propheten kündigten den Messias in den heiligen Schriften an. Dieses Warten erstreckte sich über Hunderte von Jahren. Anhaltspunkt waren schriftlich festgehaltene Aussagen, die nicht beweisbar waren. Nur der Glaube an die Wahrheit, das Wissen und die Überzeugung, dass Gott kommen wird, hat sie begleitet. Warten auf überdimensionale Art und Weise. Warten heisst akzeptieren, ertragen und sich auf bevorstehenden Ereignisse freuen können.

Daran erinnert Advent. Warten auf etwas, das wir letztendlich nur via Glauben erfassen können.

Für Sie ausgesucht: Tipps aus dem www zum Thema Advent:

6 Nov

Christliche Feiertage im Telegramm-Stil

Wir begehen sie jährlich, die christlichen Feiertage. Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Auffahrt, Pfingsten. Geburt, Sterben, Auferstehung, Entrückung und himmlische Lebenshilfe. So ungefähr könnte man ihren Sinn umschreiben. Hier ein Versuch, die christlichen Feiertage nachfolgend im Telegramm-Stil zu beschreiben.

Christliche Feiertage im Telegramm-Stil - Achtung, fertig, los!
Christliche Feiertage im Telegramm-Stil – Achtung, fertig, los!

 

Weihnachten: Die Geburt, der Anfang einer konkreten Handlung

Wir feiern Weihnachten. Wir beschenken uns. Treffen Freunde, Verwandte und Bekannte. Gemeinschaft mit Wertschätzung. Hintergrund dieses bekanntesten Festes: Die Geburt von Jesus Christus. In unserer christlichen Kultur gilt er als Sohn von Gott. Als jemand mit besonderem Auftrag. Menschen zu erlösen. Ihnen Leben bis über den Tod hinaus zu ermöglichen. Ein besonderes Geschenk.

Karfreitag: Sterben, um Leben zu ermöglichen

Wer sich als übernatürlich angekündigt und vor «unseren» Augen gelebt hatte, wird gekreuzigt. Der Sohn von Gott könnte sich vom Kreuz befreien – und macht es nicht. Haben wir etwas falsch verstanden? Ist Christus überhaupt glaubhaft? Zweifel vor Glauben. Ausharren! Damit leben können, dass klare Antworten (noch) nicht möglich sind. Das ging schon den damaligen Menschen so. Ein besonderer Tod, unglaublich hart. Obwohl unschuldig, wird er gekreuzigt. Schon am Ende, oder gar Anfang einer neuen Welt? Ist das nicht möglich oder uns einfach fremd, weil wir es noch nie erlebt haben? Weil wir es für unmöglich halten?

Ostern: Glaubensbeweis mit Timelag

Zurück. Sichtbar. Greifbar. Zumindest bei seinen engsten Freunden. Christus ist wieder da. Auferstanden? War er wirklich tot? Niemand war bisher auferstanden. Ist es ein running Gag aus der damaligen Zeit? Nach 3 Tagen wieder im echten Leben? Verspätung. Timelag. Langsames Begreifen, was Glaube bedeuten könnte. Verstehen seiner Aussagen im Leben vor dem Tod. Christus überrascht. Definitiv. Wo ist der rote Faden für Geburt, Tod und Auferstehung? Oder ist Ostern ein erster Beweis der neuen, anderen Welt?

Auffahrt: Der andere Abgang

Kaum wieder zurück, geht es weiter. Unbegreifbar, die Ankündigung der Entrückung. Wohin des Weges, Gottes Sohn? «Ich bin dann mal weg» auf christliche Art? Return to sender, address i know? Zu dem, der ihn gesandt hat? Transport auf Wolken. Und tschüss … Trotzdem. «Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.» Schon wieder so eine Aussage. Schon wieder so ein ungewöhnlicher Abgang. Spannungsfelder. Was gilt jetzt? Einsamkeit. Nicht Verstehen. Himmlische Logik oder himmlisches Konzept?

Pfingsten: Jetzt schon da

Da war doch etwas. Jünger, Menschen, die in fremden Sprachen sprachen, scheinbar verwirrt. Unverständlich. War das Brausen Wind oder ganz einfach Wahnsinn? Stimmengewirr. Neue Sprache, antiker Google Translator oder gar Auswirkung einer neuen Beziehung; einer besonderen Dimension? Heiliger Geist: Lebensberatung, konkrete Stellvertretung? Auswirkungen sichtbar, aber nicht nachvollziehbar. Neues unter der Sonne? Greift Gottes Geist ein? Als Vermittler anderer Lebens- und Sichtweisen? Andere Welt, andere Gesetze? Statt einsam, neu gemeinsam? Massstab: göttliche Liebe? Tod überwindbar?! Beziehung mit Tiefgang? Gemeinschaft mit Wertschätzung – für immer. Leben unendlich?

Christliche Feiertage im Telegramm-Stil
Christliche Feiertage im Telegramm-Stil

 

Christliche Feiertage, da steckt viel dahinter!

Das Thema christliche Feiertage auf Raeber-Leben-Blog:

Weiterführende Tipps aus dem Internet, für Sie ausgesucht:

 

14 Nov

Advent, die Zeit neue Sichtweisen zu entdecken.

Advent, die Zeit neue Sichtweisen zu entdecken.
Advent, die Zeit neue Sichtweisen zu entdecken.

Mit Advent verbinden wir nicht nur die Vorweihnachtszeit, sondern auch den legendären Adventskalender. Verschiedene Bilder sind hinter den verschieden grossen Fensterchen versteckt. Ich erinnere mich noch gut daran, dass die Grösse des Fensterchens auch Einfluss auf die Grösse meiner Erwartung und Vorfreude genommen hat. Ich ging davon aus, dass ein grösseres Fenster auch etwas Grösseres beinhaltet, was für mich automatisch mehr Wert hatte. Ähnlich war es bei den Weihnachtsgeschenken. Heute muss ich darüber lächeln, wie ich mich so einfach habe irritieren lassen.

Unsere Täuschungen: Gross = mehr Wert, vornehm gekleidet = mehr akzeptiert

Sich täuschen oder irritieren zu lassen, das ist ganz einfach menschlich. Das ist nicht nur bei den Weihnachtsgeschenken so, sondern auch bei der Beurteilung von Menschen. Ich achte auf das Äussere, auf das Gepflegte, auf den Umgang, das Verhalten und beurteile mein Gegenüber entsprechend. Unbewusst – aber mit entsprechend gelebten Auswirkungen. Dass diese Kriterien etwas über den Menschen aussagen, lässt sich nicht abstreiten. Wer sich selbst als wertvoll einstuft, sorgt besser für sich. Wer sich verachtet, signalisiert dies entsprechend durch Körperhaltung und Kleidung.

Doch aufgepasst: Unser Kriterienraster ist durch unsere eigene Erziehung geprägt. Wir gehen automatisch davon aus, dass dieser richtig ist. Nur muss hinter einem «ungepflegten» Menschen nicht unbedingt jemand sein, der es nicht verdient, neu entdeckt zu werden. Daher sollten wir unseren Raster anzupassen versuchen. Jesus Christus war auch König und kam doch als einfaches Baby in einem Stall zur Welt.

Advent = neu entdecken können

Machen wir uns unseren eigenen einzigartigen Adventskalender und nehmen uns vor, 24-mal Sichtweisen zu ändern. Geben wir unseren Mitmenschen die Chance, sich entdecken zu lassen. Diese Vorweihnachtszeit soll uns bekanntlich auf Weihnachten vorbereiten, auf die Geburt von Jesus Christus. Diesem König, der als Baby zur Welt kam. Das können wir ganz praktisch üben, in dem wir diese Zeit nutzen um auf Menschen zuzugehen, die aufgrund unseres Kriterienrasters aus unserem angelernten Wertesystem heraus gefallen sind. Wir müssen Sie ja nicht gleich zu Königen erheben. Es geht darum, unsere eigene Sicht der Welt zu verlassen, denn dies macht das Teilnehmen an Lebensgeschichten von einzigartigen Menschen möglich.

Seine Welt verlassen hat auch Jesus Christus. Er lebte unter uns, nahm an unseren Lebensgeschichten teil und starb laut Bibel für unsere Schuld am Kreuz. Das ist einzigartige Teilnahme. Das macht ihn zum einzigartigen König. Advent, Zeit, auch ihn zu entdecken. Advent, die Zeit für neue Sichtweisen.