5 Jun

Ferien, Reisen – ja, gerne, doch wann und wohin?

Wohin in die Ferien gehen? Diese Frage stellt sich auch mir immer wieder. Mir, das bin ich 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von 3 Teenies. Damit ist das Spannungsfeld bereits definiert. Denn Ferien mit Teenies sind aus meiner Erfahrung sehr schwierig zu planen. Die Interessen gehen sehr weit auseinander.

Ferien in der Ferne, in der Nähe oder im www

Reisen, Ferien, ja gerne, aber wohin?Die einen reisen in ferne Länder wie Thailand, Vietnam etc. und leben den Abenteuer-Geist aus. Alleine der Gedanke an unbekannte Länder löst bei mir gemischte Gefühle aus. Natürlich könnten wir auch eher traditionell Ferien machen und in der Schweiz bleiben. Ferien im Tessin, oder Wandern im Kanton Graubünden? Das ist schon eher etwas, das mich anspricht. Auch das löst Gefühle aus. Bei denen, die die Ferne anpeilen. Die 3. Gruppe möchte Ferien im WWW machen. Da gibt es schliesslich auch viel zu entdecken.

Unterschiedliche Interessen, ein Zeichen von Entwicklung

Ferien, Reisen. Ja. Gerne. Doch die Auswahl ist nicht immer so einfach. Besonders dann nicht, wenn die Interessen in der Familie weit auseinander gehen. Das ist für eine Familie eigentlich eine gute Nachricht. Nicht bezogen auf die Ferien, aber auf die Entwicklung der Kinder. Dass Kids selbstständig, und erwachsen werden wollen gehört dazu, wird in Fragen der Ferienplanung jedoch zur Herausforderung. Es ist durchaus möglich, dass man später wieder gemeinsam Ferien verbringen kann. Und das erst noch entspannter.

Der Mut, die Kids alleine zuhause zu lassen

«Wir möchten versuchen alleine zu leben, wenn ihr weg seid.»

Diese Aussage machte ein Teenager gegenüber seinem Vater. Letzterer hatte den Verdacht, dass sein Sohn dann vor allem ungestört gamen will. Trotzdem brauchen er und seine Geschwister eine Chance. Die benötigen sie immer wieder. Und auch das Verständnis und das Vertrauen der Eltern. Das ist die eine Seite.

Den Mut, die Eltern ständig zu «beleben»

Die andere Sicht ist die der Teenies. Denn Eltern brauchen auch Verständnis. Vielleicht ist Thailand oder Vietnam ja tatsächlich eine Reise wert. Und den Umgang mit dem WWW müssen die Kids ja auch lernen können.

Lieber zuhause auch mal über die Stränge schlagen und anschliessend mit den Eltern darüber reden können, als zuhause nett und brav sein und sich dafür auswärts nicht im Griff haben.

Man weiss das Resultat erst, wenn man einen Versuch unternommen hat. Und eine Garantie, dass nichts passiert, wenn alles beim Alten bleibt, die hat man auch nicht.

«Sometimes Love Is Letting Go» lautet der Titel eines Liedes der Rockröhre Suzie Quatro. Manchmal heisst Liebe loslassen, das gilt für beide Parteien. Und jemanden loslassen bedeutet, jemanden zu respektieren und ihn vielleicht auf eine neue, ganz andere Art zu gewinnen. So gesehen bekommen Ferien ein neues Gesicht. Eine neue Perspektive. Das relativiert die eigenen Bedürfnisse und damit auch die Destination.

Ferien, Reisen mit der Familie – ja, gerne, doch wann und wohin? Egal. Denn der Weg ist das Ziel!


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