8 Nov

Tägliche Andacht: Weil Perspektiven gut tun!

Jeder von uns kennt es: Der Wecker klingelt, Morgentoilette, Kaffee und Frühstück oder auch nicht, ein Check, ob wir alles dabei haben und anschliessend ab auf den Arbeitsweg. Das alles sind Rituale, die ganz selbstverständlich ablaufen. Eine tägliche Andacht und/oder ein wöchentlicher Impuls können ebenso zu einem wertvollen Ritual werden.

Die Themen in diesem Artikel:

Tägliche Andachten, Inputs verändern Sichtweisen
Tägliche Andachten / Inputs verändern Sichtweisen

Tägliche Andacht = Ritual?

Was ist ein Ritual? Die Online-Enzyklopädie Wikipedia schreibt dazu folgendes: «Ein Ritual ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein.»

Hoher Symbolgehalt

Ja, mein morgendlicher Kaffee ist mir sehr wichtig. Er kurbelt mein Denken an und hilft mir, mich auf den Tag einzustellen. Das Gleiche gilt für das Frühstück. Die Morgentoilette motiviert mich dann, wenn ich sie erledigt habe. Das ist beim Kaffee anders. Er ist unter anderem für mein Innenleben zuständig. Kaffee hat für mich einen hohen Symbolgehalt. Das fällt mir dann auf, wenn er entweder zu schwach war, oder es keinen (mehr) hat…

Kaffee steigert meine Motivation. Für mich ist er unersetzlich. Gibt es denn auch noch andere Massnahmen, die anregend wirken?

Andacht oder Impulse als Gedankenanstoss

Ein guter Gedankenanstoss löst bei mir ähnliche Gefühle aus. Und doch scheint mir der Impuls, den ich dabei verspüre, anders.

Während mich Kaffee vorantreibt, zieht mich ein Impuls mit Perspektiven mit. Letzteres steigert meine Motivation nachhaltiger.

Kaffee erleichtert mir den Alltag meistens für kurze Zeit, Impulse relativieren Herausforderungen und lassen sie leichter erscheinen. Es ist erstaunlich, welche Wirkung mentale Impulse haben können!

Laut Wikipedia kann ein Ritual auch religiöser Art (Andacht) sein. Glaube bringt eine Dimension mehr ins Leben: Einen Gott, der mit uns ist. Und die Aussicht auf ein Leben nach dem Tod. Glaubenssache, klar.

Eine tägliche Andacht

Eine tägliche Andacht hat das Ziel, den persönlichen Glauben regelmässig zu stärken. Den unsichtbaren Gott besser kennenzulernen. Fünf Minuten als Ritual in den täglichen Ablauf einplanen und sich auf Gott konzentrieren.

Sich loslösen vom Jetzt und abtauchen in eine ganz andere Welt. Dabei geht es nie um die Dauer, sondern um die Qualität der Aufmerksamkeit.

Nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung geschieht in kleinen Schritten.

Dank Impulsen oder einer täglichen Andacht die eigene Persönichkeit entwickeln.
Dank regelmässigen Impulsen oder einer täglichen Andacht, die eigene Persönichkeit entwickeln.

Gibt es ein Zuviel an Inputs und Andachten ?

Beim Kaffee auf jeden Fall. Zuviel des Guten kann das Gegenteil bewirken. Und bei einer Andacht? Aus meiner Sicht sind Ähnlichkeiten zu beobachten. Mir begegnen Menschen, die sich nur noch mit geistlichen Fragen auseinandersetzen. Die übersteigerte Suche nach Gott und nach seinen Antworten wird zum Dauerlauf. Nichts genügt mehr.

Das Geheimnis eines Rituals ist seine Regelmässigkeit. Doch gerade bei christlichen Werten, sollte man sich bewusst sein, dass unsere Vorstellungskraft und das Aufnahmevermögen Grenzen haben. Der Mensch kann sich nichts vorstellen, was er nicht schon mal gesehen oder erlebt hat. Andachten beziehen sich auf historische Geschichten. Was heisst das?

Je komplexer ein Inhalt ist, desto länger braucht es, um ihn zu verarbeiten. Werden diese Grenzen respektiert, werden Impulse und Andachten zu einem echten Mehrwert in unserem Leben.

© raeber-leben-blog.ch -8.11.2019

Autor und redaktionelle Leitung

Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon - Begleitende Berufliche NeuorientierungAndreas Räber ist GPI®-Coach und fundierter Querdenker. Er ist Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikeln, Inputs und Kurzgeschichten rund um Beruf und Leben. Er begleitet seit über 10 Jahren Menschen zu Themen wie berufliche Neuorientierung, Standortbestimmung, berufliche Selbstständigkeit wagen, Persönlichkeitsentwicklung etc. Er ist Mitglied der reformierten Landeskirche und Inhaber der christlichen Webseiten christliche-werte.ch, christliche-lebensberatung.ch und christliche-feiertage.ch und Initiant der wöchentlichen Inputs Newsletters «Anstubser». Die Coachings finden persönlich (Wetzikon) oder online statt. Mehr über Andreas Räber erfahren.

 

23 Mai

Wege aus der Krise: Lebenskrisen bewältigen oder damit umgehen können

Wege aus der Krise

Was ist eine Krise und wie entsteht sie? Kann man sie verhindern? Der Begriff Krise ist in sich sehr allgemein gehalten. Er beinhaltet Wörter wie Lebenskrise, psychische Krise, Finanzkrise, Ehekrise, Identitätskrise etc. Krise bedeutet, etwas läuft nicht rund und wir sind direkt und sehr intensiv davon betroffen. «Es» geschieht mit uns. Wir fühlen uns in einem bestimmten Moment oder während einer Zeitdauer überfordert oder ausgeliefert und können wenig bis gar keinen Einfluss nehmen. Es ist, als ob uns der Boden unter den Füssen weggezogen würde. Widerstand zwecklos.

Wege aus der Krises mit seelsorgerlicher Begleitung

«Weil wir es noch nie erlebt haben…»

Krisen bergen viel Unbekanntes in sich. Man kann sie – je nach Thema und bisher gemachten Erfahrungen – vielleicht im Voraus erahnen und doch sind wir nie zu 100 Prozent vorbereitet – zumindest, wenn ein schweres Ereignis uns trifft, das wir nicht kennen. Wenn wir überrascht werden. Die meisten Menschen sind gerne so gut wie möglich abgesichert. Dafür gibt es Versicherungen. Versichern kann man nur das, was man sich vorstellen kann oder wo die Geschichte uns darauf aufmerksam macht (z. B. Erdbeben).

Wie verstärkt sich eine Krise?

Zum einen sind es Gerüchte oder äussere Einflussfaktoren (zum Beispiel Hungersnot als Folge von Klimaveränderung) und zum andern die immer stärker vernetzte Welt, die eine Krise fördern können. Was verbunden ist, ist im Gesamten betroffen.

Eine Krise kann sich ausweiten. Zum Beispiel in eine Humanitäre Krise, die plötzlich einen grossen Teil der Welt betrifft. Oder wir von Schicksalsschlägen überfordert werden und nichts mehr ist wie vorher. Wenn wir uns neu orientieren müssen. Dann verlassen wir Altes und suchen neuen Halt und Sinn.

Ein prägender und oft sehr hartnäckiger Begleiter in einer Krise ist die Angst. Hilfe ist dann angesagt, wenn wir uns von den Geschehnissen und vielleicht sogar von Mitmenschen überfordert fühlen.

Wie können wir Krisen beeinflussen oder damit besser umgehen?

Angst ist ein bekanntlich ein schlechter Berater. Angst – niemand liebt sie – nimmt einen grossen Einfluss auf unsere Gedanken und auf unser Handeln. Gedanken und Gefühle beeinflussen unser ganzes Leben, lehrt uns bereits die Bibel (im Buch der Sprüche). Sie sind nicht greifbar und doch haben sie einen grossen Einfluss auf unser Leben.

Gedanken haben weder Leitplanken noch Bremsen

Sind sie einmal losgelassen, können wir sie oft nicht mehr stoppen. Unsere Angst wird grösser und grösser und kann bis ins Uferlose anwachsen. Angst hat eine ganz bestimmte Eigenschaft: In den meisten Fällen übertreibt sie. Ihre Chance liegt im Verborgenen. Dort kann sie wachsen. In der nüchternen Auseinandersetzung zieht sie oft den Kürzeren.

Krisen überwinden…

… hat mit Hinsehen zu tun. Mit dem Zusammenführen von Gedanken, Gefühlen und der Realität. Von der gefühlten Wahrheit hin zur Wirklichkeit. Ähnlich ist es mit unseren Plänen. Sobald sie umgesetzt werden sollen, lösen sich viele in Luft auf.

Nicht immer können wir Lebenskrisen zu 100 Prozent meistern, nicht immer haben wir einen Rundumerfolg. Doch oft können wir mit genauem Hinsehen und Relativieren Druck wegnehmen. Mit der Entschärfung erhalten wir neuen Mut und neue Motivation.

Weiterführende Tipps:

25 Nov

Dank Patenschaften präventiv mithelfen und aufbauen

Die Flüchtlingskrise 2015 hat es aufgezeigt, die Welt ist kleiner als wir denken, Afrika ist näher als wir glauben. Wer seine Heimat verlässt und derartige Reisestrapazen auf sich nimmt, muss in einer unglaublichen Notlage sein. Während die Regierung Massnahmen zur Soforthilfe lanciert und darum ringt, wie diese Flüchtlingsströme zukünftig verhindert werden sollen,, wird Überforderung ab all der Tragik zur Tagesordnung. Diese Überforderung ist auch in sozialen Medien spürbar. Angst ist und bleibt ein schlechter Berater.

Patenschaft - zum Beispiel in Afrika - Hilfe zur Selbsthilfe

Soforthilfe

Wo Menschen in Not sind, dort ist Soforthilfe Pflicht. Kurzfristig Lebensmittel und Unterkünfte zur Verfügung stellen, damit diese Menschen wieder so etwas wie Ruhe finden können. Ein Grundauftrag. Ohne Diskussion. Helfen ohne Ansehen der Person. Zumindest bis die Gründe der Einreise geprüft sind. Helfen und klären. Entscheiden und Handeln.

Vorausdenken

In all den Diskussionen, die derzeit geführt werden, geht es schwerpunktmässig um Sofortmassnahmen. Dabei dürfen die mittel- und langfristigen Massnahmen nicht aus dem Blickfeld verschwinden. Hilfe zur Selbsthilfe. Sind wir bereit, darin zu investieren? In die Basis vor Ort, damit zum Beispiel Jugendliche, Frauen und Männer einer Arbeit nachgehen können. Damit Kinder eine Ausbildung absolvieren können. Zum Beispiel mithilfe von Patenschaften. Mit Organisationen, die direkt im betreffenden Land tätig sind. Aufbau braucht Zeit. Und Menschen, die bereit sind, Zeit und Geld zu investieren.

Nachhaltig

Um Gewohnheiten zu verändern, braucht es Zeit. Bei Einzelpersonen vielleicht schneller als in der Gruppe, je nachdem. Oft braucht es einen Generationenwechsel (rund 25 Jahre, bis eine Gesellschaft umdenkt). Vielleicht haben wir uns in den letzten Jahren zu wenig Gedanken über die Welt gemacht. Weil Afrika so weit weg liegt und wir uns auf unsere Herausforderungen konzentrieren müssen. Wir haben das eine getan und das andere gelassen. Oder zumindest unterschätzt. Einen Aufbau in Krisengebieten kann es nur geben, wenn alle mitmachen. Das eine tun und das andere nicht lassen. Teilen. Patenschaften. Wenn jede Familie in Europa eine Person in Afrika unterstützt, dann … Ja klar: Eine Milchbüechli-Rechnung, die nicht überzeugt. Oder doch? Wäre es tatsächlich so einfach? Oder geht es darum, dass wir einfach mal damit anfangen?

Tipp: TearFund.ch: Patenschaften in Afrika

 

21 Aug

Sterbebegleitung: Teilnehmen am Finale des Lebens

Während Sterbebegleitung in den Medien eher ein Randthema ist, wird zum Thema Sterbehilfe viel geschrieben. Jüngstes Beispiel ist eine 75-jährige Engländerin, die sich bei einer Schweizer Sterbehilfe-Organisation in den Tod hat führen lassen. Dies, obwohl sie kerngesund war und keine Medikamente nehmen musste. Ihre Aussage: «Ich sterbe lieber, als alt zu werden». Eine Aussage, die Neugier weckt und natürlich auch die Leserzahlen steigert. Und wo bleiben all die, die sich auf den letzten, vielleicht schmerzvollen Lebensweg einlassen? Sie verdienen eigentlich Respekt! Denn Altwerden bedeutet körperlich und seelisch eine grosse Herausforderung.

Sterbebegleitung: Teilnehmen am Finale des Lebens
Leben ist einzigartig, aber auch vergänglich. Sterben gehört auch zum Leben.

Alt werden. Chance oder Gefahr?

Welche Vorstellungen haben wir vom Altwerden? Nicht mehr richtig gehen zu können, immer weniger zu sehen? Den Lebensabend horizontal zu verbringen? Nicht mehr gefragt zu sein? Da ist einiges. Unsere besten Tage sind vorüber. Zumindest, wenn man das Alter auf die Gesundheit bezieht. Nur, Leben kann noch mehr beinhalten. Der Mensch lebt von Beziehungen. Und die werden mit zunehmendem Alter wichtiger. Kann es sein, dass wir die Perspektiven verloren haben? Warum begleitet eine Sterbehilfe-Organisation eine kerngesunde Frau in den Tod? Braucht sie Publicity? Umsatzsteigerung? Wird Älterwerden zum Business-Modell?

Sterben ist keine Krankheit, sondern ein Lebensprozess

Früher starben die meisten Menschen zuhause. Kranke Familienmitglieder wurden gepflegt und begleitet. Alle konnten Abschied nehmen. Gemeinsam ist man diesen Weg gegangen. Damals lebten mehrere Generationen im gleichen Haushalt. Heute ist dies selten der Fall. Die Angst vor Einsamkeit, vor der Tatsache, vergessen zu werden, ist nachvollziehbar. Vielleicht müssten wir als Gesellschaft wieder mehr zusammenrücken. Für Kinder ist es sehr wertvoll, von den Grosseltern noch ein Stück weit begleitet zu werden. Umgekehrt auch. Sterbebegleitung kann, so komisch es klingt, für alle Parteien zu einem nachhaltigen und wertvollen Ereignis werden.

Abschieben ans Pflegepersonal reicht mittelfristig nicht

Klar werden sterbende Menschen durch Pflegepersonal begleitet. Professionell. Es gibt aber noch andere Bereiche. Sterben wirft viele Fragen auf, die nach einer Antwort verlangen. Sterbebegleitung geschieht auch im Präsentsein (soweit dies möglich ist). Teilnehmen. Zuhören. Mit Empathie mittragen. Den letzten Lebensabschnitt erträglich machen. Das ist eine Aufgabe, die von Freunden und Familienmitgliedern wahrgenommen werden kann. Mit den Möglichkeiten, die man hat. Mithelfen bereichert …

Mehr Infos zum Thema Sterbebegleitung?

Siehe dazu auch die Radiosendung «Kompass Basics: Sterbebegleitung und Menschenwürde»

Kompass Basics: Sterbebegleitung und Menschenwürde
Weiterführende Informationen in der Radiosendung von Life Channel

 

3 Aug

Leid ist eine leidige Sache …

Warum lässt Gott Leid zu? Das ist eine der oft gestellten Fragen. Wenn es uns schlecht geht oder wenn wir mit Schicksalsschlägen konfrontiert werden. Warum lässt Gott dieses Leid zu? Dieser Frage werde ich in diesem Blog genauer nachgehen.

Warum Leid?

Leid hat die Eigenschaft, dass es uns überrumpelt und wir oft nicht darauf vorbereitet sind. Im schlimmsten Fall endet es mit dem Tod und bringt uns in eine neue, bisher nicht gekannte Lebenssituation. Ja, es kann sogar grossen Einfluss auf unsere Persönlichkeit haben und massive Veränderungen bewirken. Wir könnten gut darauf verzichten. Leid ist unangenehm. Ist schmerzlich. In dem Sinn ein überflüssiges Übel.

Warum lässt Gott Leid zu?
Leid verhindern, ein frommer Wunsch?

Die Gefahr der Selbstverständlichkeit

Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir nehmen in der Regel alles, was wir bekommen und was uns das Leben erleichtert. Beispiele sind Smartphones. Durch sie sind wir mit der ganzen Welt online verbunden. Sind jederzeit erreichbar und können uns dank diverser Apps innert kurzer Zeit orientieren und informieren. Das Leben wird dank neuester Technologie einfacher und bequemer. Und wir gewöhnen uns sehr schnell daran.

Leid ist ein Weckruf

Ich wünsche niemandem Leid! Doch es gehört zu unserem endlichen Leben. Liegt es nicht in unserer Natur, dass wir uns oft gegenseitig (hoffentlich unbewusst) Leid zufügen? Es ist da. Präsent. Gehört zu unserem Leben und weckt Wünsche und Bedürfnisse. Wir wollen es verhindern. Viele Ideen, viele Entwicklungen sind positiv, weil wir Leid verhindern wollen. Es hält uns auf Trab. Hat Leid einen pauschalen Sinn? Wohl kaum. Es wäre sehr einfach, es pauschalisieren zu wollen. Leid ist persönlich und jeder Mensch erlebt es individuell, muss es auf seine Art und Weise verarbeiten.

Und Gott?

An ihn wenden wir uns meistens dann, wenn wir in Not sind. Warum hat er dieses Leid nicht verhindert? Er könnte doch, wenn er wollte. Oder nicht? Insbesondere Christen gehen davon aus, dass Gott sie in allem bewahren kann. Wer treu seinen Glauben lebt, werde mehr bewahrt. Ein Gottesbild, das in meinen Augen sehr heikel ist. Natürlich gibt es in der Bibel Aussagen, die in die Richtung «Gott als Versicherung» ausgelegt werden können. Nur geht das Prinzip Ursache und Wirkung in der Realität selten so einfach auf. Am allerwenigsten im Glauben. Und dann wäre die Beziehung zu Gott nicht geschenkte Gnade sondern machbare Religion …

Was können wir daraus lernen?

Ich greife den Gedanken von den Entwicklungen und Ideen nochmals auf. Pfarrer Peter Schulthess erzählt in der Radio Sendung «Glaubensfragen: Warum eigentlich? – Warum lässt Gott Leid zu?», wie er in Zeiten des Leides versucht, bewusst für andere da zu sein. Für sie zu beten. Nachdenken über all das, was bisher gut gelaufen ist. Dankbarkeit üben. Bewusster Umgang mit den Situationen.

Leid zulassen können. Als Teil unseres Lebens akzeptieren. Das ist nicht einfach. Doch auch hier gilt: Leben ist das, was wir daraus machen. Das ist im Leid nicht anders.

Weiterführender Tipp für Sie ausgesuchtRadio Life Channel: Warum lässt Gott leid zu?

1 Feb

Besondere Geschenkideen: anders denken, anders schenken

Ob an Weihnachten, zu Geburtstagen oder sonstigen speziellen Anlässen, die Suche nach einem passenden Mitbringsel oder einer besonderen Geschenkidee kostet jedes Mal Kraft. Nicht, dass ich nicht gerne ein Geschenk mitbringen würde, es liegt vielmehr an der Herausforderung, was ich aussuchen soll.

Männer: Wein oder Schokolade – Frauen: Blumen

Ich denke darüber nach, welches Geschenk mich freuen würde. Einen Treffer landet man bei mir immer mit einer guten Flasche Wein oder einer Pralinenschachtel mit feiner Schokolade. Meine Frau freut sich über Blumen. Besonders Amaryllis‘. Im Moment ist unser Wohnzimmer voll davon. Kein Wunder, so kurz nach Weihnachten. Das sind alles Geschenkideen, die auf der Hand liegen. Mit ihnen ist man auf der so genannt sicheren Seite. Das ändert sich, wenn die zu beschenkende Person zum Beispiel einen eigenen Weinkeller hat. Oder einen Garten voller eigener Blumen. Dann wäre mein Geschenk so etwas wie «Wasser den Rhein geschüttet».

Die Herausforderung heisst anders, praktisch, brauchbar

Auf ein Neues. Was könnte man mir sonst noch schenken? Zum Beispiel ein Eintrittsticket zu einem Fussballspiel vom SC Freiburg oder von der Borussia Dortmund. Das fände ich dann wiederum übertrieben. Anreise, Übernachtung und 90 Minuten Fussball. Lohnt sich das? Nur damit ich einmal dabei gewesen bin? Das Gleiche kann ich mir zu Hause im Fernsehen ansehen. Nicht gerade 90 Minuten, nicht live, dafür alle Rosinen für mich herausgepickt. Gemütlichkeit geht vor. Die Vernunft siegt.

Eigentlich habe ich ja schon alles

Der Blick in den Kleiderschrank, in das Bücherregal, ja überall hin zeigt mir, ich besitze vieles, müsste eigentlich eher wieder mal einiges entsorgen. Wohin also mit all den Geschenken, wenn es nicht Verbrauchswaren sind? Wein und Schokolade. Vielleicht auch noch Kaffee? Weniger ist mehr. Geniessen ist angesagt. Anhalten und sich auf den Moment konzentrieren. Das gefällt mir. Vielleicht mit guten Freunden. Wer gibt, wird beschenkt. Guter Wein wird mit guten Freunden noch besser. Und es entsteht das eine oder andere gute Gespräch. Weniger Materielles im Raum, dafür mehr Beziehung. Wo mehr Leerraum ist, kann kann sich freier bewegen. Beziehungen bewegen auch. Anders. Sie füllen die innere Leere aus. Anderer Ansatz. Andere Wirkung.

Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu
Fairtrade Schokolade: Das Angebot nimmt zu

Fairtrade Produkte, die Steigerung

Dieser Ansatz gefällt mir. Wein, Kaffee, Schokolade und vieles andere sind nicht nur Genussmittel. Sie fördern auch Beziehungen. Ich schenke also jemanden mit diesen Produkten mehr als nur einen kurzen Moment Genuss. Mehr als Kalorien oder Motivation. Kaufe ich diese Produkte zum Beispiel bei Claro fair trade ein, dann unterstütze ich zusätzlich Menschen auf anderen Kontinenten. In deren Existenz. Damit sie leben können. Ihre Familien ernähren und die Kinder zur Schule schicken wie wir auch. Cool! Warum sind wir uns dessen so wenig bewusst? Durch mein Umdenken, durch mein anders Handeln unterstütze ich also Existenz und fördere Beziehung. Das ist definitiv eine besondere Geschenkidee!

7 Jan

Was weit weg scheint, ist doch näher als wir glauben

Ich erinnere mich an meine Jugendzeit. Damals, wenn auf der Welt eine Katastrophe geschah, hatte ich mich dann und wann ertappt, wie ich in Gedanken die Distanz von mir zum Katastrophen-Herd eingeschätzt habe. Je weiter weg, desto beruhigter war ich. Ist es nicht so, dass, je weiter weg, desto weniger Betroffenheit da ist? Oder anders gesagt, je näher, desto schlimmer? Was wir nicht sehen, was wir verdrängen, ist jedoch nicht weg. Es ist ganz konkret da und näher als wir meinen!

Was weit weg scheint, ist doch näher als wir glauben
Was weit weg scheint, ist doch näher als wir glauben

Das Internet macht die Welt zum Dorf

Die letzten Jahre haben die Welt auf den Kopf gestellt. Täusche ich mich, oder ist die Welt, zumindest gefühlt, kleiner geworden? Wir posten im Internet, wir machen Selfies und versenden diese in alle Welt, beziehungsweise alle Welt kann sie sehen. In Facebook, via Google, Xing, Linkedin – wir sind überall dabei und einander doch so unbekannt … Während Meldungen aus Amerika früher ein paar Stunden brauchten, um es bei uns in die Newsmeldungen zu schaffen, sind es heute via Internet nur noch Sekunden. Waren es früher die wichtigsten Ereignisse, sind es heute auch Randschauplätze und –Ereignisse. Mehr und schneller. Dank Leserreporter, Videokameras, moderner und immer günstig werdender Technik. Es gibt Zeiten, wo ich mein Smartphone links liegen lasse, keine TV-Sendung ansehe und keine Zeitung lese. Grund: Ich bin ab all den zunehmenden Schreckensmeldungen oft einfach überfordert, gelähmt.

«Wir kommen nach Europa und wollen arbeiten»

Verdrängen, verschieben, wegsehen – all das nützt uns nichts. Es kommt. Früher oder später. Das zeigen die zahlreichen Flüchtlinge aus Afrika, die ihr Heil in Europa suchen. Flucht unter unwürdigen Umständen, ausgenutzt, entwürdigt. Unglaublich. «Wir kommen nach Europa und wollen arbeiten.» So sagte es ein Flüchtling in einer Dok-Sendung im Fernsehen. Europa als Heil. Während wir auf Kosten des Schwarzen Kontinents jahrelang, wenn auch unbewusst, gelebt haben, kommen diese Menschen nun zu uns. Verschiedene Kulturen, verschiedene Denkweisen, Erwartungen und Werte prallen aufeinander. Wir können nicht mehr wegsehen. Die Konfrontation findet statt.

Und die Lösung?

Als Menschen haben wir die Pflicht zu helfen, zumindest da, wo es uns möglich ist. Doch pauschal zu sagen, dass Europa das Heil für Flüchtlinge ist, wäre wohl zu einfach. Die Starken werden durchhalten und sich unter enorm schwierigen Herausforderungen durchsetzen können. Die Schwachen … So lebt es uns die Natur vor. Gibt es überhaupt eine Lösung? Ich bin der Meinung, dass es Ansätze gibt. Eine der aus meiner Sicht besten, ist Hilfe zur Selbsthilfe. Von unserem Reichtum etwas abzweigen und Menschen, zum Beispiel im Südsudan, unterstützen. Diese müssen vor Ort begleitet und unterstützt werden. Denn wer im eigenen Land eine Lebensgrundlage hat, muss und will nicht flüchten (ausser im Kriegsfall).

TearFund – Spenden für Südsudan

Das Hilfswerk TearFund schreibt dazu auf seiner Webseite: «Für CHF 30.- kann einer Familie im Südsudan Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglicht werden. Für CHF 65.- erhält eine Familie in Zentralafrika eine Monatsration Lebensmittel (Reis, Speiseöl, Trockenfisch, Bohnen, Zucker).» Fr. 30 und Fr. 60.-, das ist in etwa so viel, wie wir hier für ein Essen im Restaurant bezahlen. Einmalig. Im Südsudan reicht es für einen ganzen Monat. Das Partnerhilfswerk Across rüstet in der Region Boma Menschen aus, damit Getreide ausgesät werden kann. Aktiv, präventiv, aufbauend. Kein Wunder lautet der Slogan von TearFund: Hinsehen. Handeln. Uns kostet es wenig, im Südsudan aber hilft es viel.

Weiterführende Infos zu TearFund und Südsudan

13 Nov

Adventskalender: Wartezeiten sinnvoll füllen und erleben

Suche ich in Google nach «Adventskalender 2014», werden mir etwa eine halbe Million Suchanfragen unterbreitet. Advent ist ein Geschäft. Google nennt Suchbegriffe wie «Advent» oder «Adventskalender» Money-Keywords. Begriffe, mit denen man normalerweise Umsatz generieren kann. Der eigentliche Sinn eines Adventskalenders ist, die Vorweihnachtszeit für Kinder oder je nach dem auch für Erwachsene, zu verkürzen. Eine Art Beschäftigungs-Konzept, das hilft, abzulenken oder den Weg und die Dauer zu einem besonderen Ereignis in Etappen zu portionieren.

Nicht nur im Advent warten wir, sondern auch im Leben.
Nicht nur im Advent warten wir, sondern auch im Leben.

Warten gehört zum Leben

Warten auf etwas, ein Ziel in Sicht haben. Das ist nicht nur an Weihnachten so. So ist das Leben. Warten auf eine Geburt, auf eine Lehrstelle, auf einen Termin. Warten an der Kasse. Wir warten nicht gerne (lange). Das Internet mit all seinen Vorteilen hat uns ermöglicht, unsere Neugier und unsere Bedürfnisse schnellstmöglich befriedigen zu können. Google gibt uns innert weniger als einer Sekunde eine Anzahl von Webseiten an, so wie oben beschrieben. Bestellen wir etwas, möchten wir es möglichst am anderen Tag schon haben. Die moderne Technologie hat vieles ermöglicht. Keine Frage. Das Warten haben wir erfolgreich verkürzt, teilweise haben wir es sogar verlernt. Problematisch wird es, wenn wir jeden Moment füllen oder nutzen wollen, im Sinne von quantitativem Carpe Diem.

Warten bedeutet Qualität

Den Moment sinnvoll füllen. Beschäftigungstherapie? Ja und nein. Möglichkeiten, uns zu zerstreuen, gibt es viele. Fernsehen, Lesen, Spielen etc. Die Qualität des Moments bestimmen wir selbst. Aushalten können, warten oder sein können, auch wenn Hektik uns prägt und umgibt. Das ist lernbar – und es ermöglicht Gelassenheit. Weniger Stress. Anhalten, stoppen, herunterfahren. Warten ist ein Teil unseres Lebens. Es ist wie der Leerraum in einer Grafik, die sonst überfüllt wirken würde. Eine überfüllte Grafik hat zur Folge, dass wir die eigentliche Botschaft nicht mehr wahrnehmen. Lücken, Weissraum, Warten dienen dazu, die Achtsamkeit zu schärfen, anderes besser wahrnehmen zu können. Das ist eine Voraussetzung, um die Botschaften des Lebens überhaupt begreifen zu können.

Die Geschichte von Weihnachten

Zurück zu Advent und Weihnachten. Der biblische Bericht erzählt von Menschen, die zu der damaligen Zeit auf Gott gewartet hatten. Ihre Propheten kündigten den Messias in den heiligen Schriften an. Dieses Warten erstreckte sich über Hunderte von Jahren. Anhaltspunkt waren schriftlich festgehaltene Aussagen, die nicht beweisbar waren. Nur der Glaube an die Wahrheit, das Wissen und die Überzeugung, dass Gott kommen wird, hat sie begleitet. Warten auf überdimensionale Art und Weise. Warten heisst akzeptieren, ertragen und sich auf bevorstehenden Ereignisse freuen können.

Daran erinnert Advent. Warten auf etwas, das wir letztendlich nur via Glauben erfassen können.

Für Sie ausgesucht: Tipps aus dem www zum Thema Advent:

9 Jul

Nothilfe: hinsehen und handeln – dank Partner

Es ist schon lange her. Wir waren im WK und als Zugsanitäter an einer Ausbildung und mit unseren Fahrzeugen unterwegs, als wir an einen Unfall heranfuhren. Als Sanitäter hatten wir eine Grundausbildung genossen, ausgerichtet auf Fälle innerhalb des Militärs. Der Unfall sah krass aus. Ein Motorrad und ein Auto waren zusammengestossen. Verletzte lagen am Boden. Die einen brüllten laut, die anderen lagen einfach nur still da. Nothilfe war angesagt.

Nothilfe: Dem Nächsten helfen. Direkt oder im Hintergrund.
Nothilfe: Dem Nächsten helfen. Direkt oder im Hintergrund.

Angst und Überforderung

Es war krass. Wir hatten Angst und wussten trotz Kurzausbildung nicht, wie wir uns verhalten mussten. Wirklichkeit sieht manchmal ganz anders aus. Nach einiger Zeit realisierten wir, dass dieser Unfall nur gestellt war. Die Erleichterung, die uns durch den Körper ging, ist nicht zu beschreiben. Und doch. Ich bin heute noch überzeugt, dass wir auf der ganzen Ebene versagt hatten. Ein Unfall bringt dich an Grenzen, die du nie für möglich gehalten hättest.

Helfen ist Pflicht

So verlangt es das Gesetz. Das ist auch richtig. Nothilfe darf nicht unterlassen werden. Als Verletzter ist man auf Soforthilfe angewiesen. Helfen als Pflicht, das sehe ich auch so. Das habe ich damals so gesehen. Nur: Wissen und Handeln kann sich bei Angst unterscheiden. Ob man will oder nicht. Die Konfrontation mit Ausnahmesituationen, mit Leben und Tod – ich kann jeden verstehen, der sich restlos überfordert fühlt. Daher bin ich dankbar, dass dies bis dato der einzige Unfall war, wo meine Hilfe angesagt war. Und ich hoffe, dass dies weiterhin so bleiben wird. Helfen kann ich trotzdem. Auf eine andere Art.

Nothilfe mit Spenden

Nicht nur wir sind mobil. Nicht nur uns passieren Unfälle. Die ganze Welt ist in Bewegung. Not kennt keine Grenzen. Darum sollte es bei Nothilfe auch keine geben. Dauernd hören wir von Naturkatastrophen. Von Überschwemmungen, Erdrutschen und -beben etc. tearfund, die christliche Entwicklungs- und Nothilfeorganisation aus Zürich, arbeitet seit 30 Jahren mit weltweiten Partnern vor Ort zusammen. Zum Beispiel in Zentralafrika, im Südsudan – dort wo Nothilfe am dringendsten ist. Hilfswerke wie tearfund sehe ich nicht nur als notwendig an, sondern als Chance, dass ich konkret helfen kann. Nothilfe dank eines professionellen Partners. Dafür bin ich dankbar. Meine Spende wird sinnvoll eingesetzt. Aus Geld erfolgt konkrete Hilfe vor Ort – dort, wo sie angebracht ist.

Link zum Thema Nothilfe

tearfund.ch: Nothilfe -Zeichen der Hoffnung in Krisensituationen

29 Apr

Logo: sehen, hören, leben, vertrauen

Was wir kennen, bevorzugen wir. Was wir nicht kennen, betrachten wir eher kritisch. So ist das sehr oft auch beim Kauf von Produkten der Fall. Ist es ein Markenartikel, gewinnt das Produkt sofort an gefühltem Wert. Um ein Produkt zu einem Markenartikel zu führen, geht es um sehen, hören, leben und vertrauen.

Logodesign - sehen, hören, leben, vertrauen!

Sehen. Hören. Leben. Vertrauen. Der Aufbau von Kundenvertrauen.

Ich habe mir kürzlich ein Tamrom Zoom-Objektiv bestellt. Warum habe ich diese Marke bevorzugt? Weil sie immer wieder gute Bewertungen bei Tests in Fachzeitschriften erhält und weil sie regelmässig, auffallend und überzeugend wirbt. Dazu kommt die überzeugende Bedienerfreundlichkeit. Mit diesen erwähnten Massnahmen aus der Kommunikation wird in mir ein «Bild» von Tamron geprägt. Das Bild heisst: Gute Testbewertungen, regelmässig dabei (Werbung, Neuheiten, Kommunikation) und ich kann es relativ einfach bedienen (Anwendung). Sehe ich heute ein Logo von Tamrom, fallen mir diese Vorteile ein und ich fühle mich bestätigt, etwas Gutes gekauft zu haben. Ich habe gesehen, gehört, gelebt und das hat Vertrauen in mir aufgebaut.

Die ersten Logos hatten eine andere Zielgruppe

Die ersten Logos (Marken, Warenzeichen oder Firmenzeichen genannt) hatten das Ziel, dass Postkutschenfahrer, Händler, Gastwirte und Hafenarbeiter wussten, wem der Inhalt der Produkte gehörte. In dieser Zeit waren nicht Kunden die Zielgruppe, sondern Händler und Lieferanten. (Quelle: Logo-Design – Über 300 internationale Logos in der Analyse, Matthew Healey). Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts änderte sich dies.

Den Anfang macht das Logodesign

Ein Logo ohne wie bereits beschriebene Werte kann keine Erinnerungen wecken. Ihm fehlt die Geschichte. Etwas ist neu, aber auch unbekannt. Daher ist keine Vertrauensbasis da. Um nachhaltig zu wirken, braucht es ein überzeugendes, einprägsames und kommunikatives Logodesign. Das heisst, das Logo, bzw. die Firma wird einheitlich erkennbar. Das kann visuell oder akustisch sein (Beispiel Migrosspots oder Somfy mit eigener Erkennungsmelodie). Eine Firma fällt durch das Konstante auf. So wird sie identifiziert. Alle weiteren Kommunikationsmassnahmen, aber auch die Firmenphilosophie, müssen diese Konstanten unterstützen. Das soll auch visuell im Logodesign erkennbar sein. Und zwar auf die Schnelle. Denn Logos werden nicht studiert, sie bilden lediglich den Einstieg in eine mögliche kommerzielle Beziehung (Beispiel). Sie lösen etwas aus. Sehen, hören, leben, vertrauen.

Das menschliche Logo

Wenn ich es mir überlege, so ist auch mein Verhalten so etwas wie ein Logo – ein gelebtes. Man erwartet etwas von mir. Das hat mit meinem Alter, meinem Aussehen und meiner Ausbildung zu tun. Im Sinne «meines Logodesigns». Logisch, dass ich als 50-Jähriger Erwartungen bei meinen Mitmenschen auslöse, die sich von denen an Jüngere unterscheidet. Graue Haare sollen bekanntlich ein Zeichen von Weisheit sein. Was ich tue und wie ich es tue, bestätigt den Eindruck, mein Image oder eben mein menschliches Logo. Wenn mich Menschen sehen, löse ich bei ihnen Gedanken aus. Hoffentlich gute. So geht es mir auch bei anderen Menschen. Wie ich mich kleide und wie ich mich verhalte, das ist dann wohl Selbstmarketing oder Selbstcoaching. Und es hat grossen Einfluss darauf, ob ich vertrauenswürdig erscheine oder eben nicht. Sehen, hören, leben, vertrauen.

Weiterführende Links zum Thema Logo