6 Nov

Soziale Aussenseiter und Helfer

Sozialarbeiter und Sozialpädagogen helfen in verschiedenen Bereichen und übernehmen pädagogische, konzeptionelle und organisatorische Aufgaben. Der Beruf als Sozialpädagoge im Überblick (von Jasmin Taher).

Nachdem unser Sohn in einem grossartigen Kindergarten mit wunderbaren SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen und PraktikantInnen eine unbeschwerte Kindergarten- und Vorschulzeit verbringen durfte, wurde er in diesem Jahr eingeschult. Seine Klassenkameraden an der öffentlichen Primarschule in unserem Quartier stammen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Da gibt es Mädchen und Buben aus gebildeten Akademikerfamilien ebenso wie einen Jungen mit drogenabhängigen, arbeitslosen Eltern. Da gibt es Kinder, die von 7:30 bis 17:00 Uhr im Hort betreut werden und Kinder, deren Mütter sich als Hausfrauen in Vollzeit um die schulischen, körperlichen und sozialen Bedürfnisse ihrer Kleinen kümmern.

Obwohl es kleine Menschen sind, sieht man sofort die Unterschiede in der sozialen Kompetenz der Schulanfänger, erkennt auch bereits soziale Aussenseiter. Da gibt es Kinder, die sich nicht verbal zur Wehr setzen können sondern stattdessen auf die Stärke ihrer Fäuste setzen, da gibt es Aufschneider, Lügner und Mobbing-Opfer und da gibt es Kinder, die sich liebevoll helfend um die anderen kümmern.

Handeln statt zusehen

Betrachtet man in der grossen Pause auf dem Schulhof das Miteinander der Kleinen, erkennt man deutliche Unterschiede in deren Umgang miteinander. Die einen spielen harmonisch zusammen, die anderen tendieren dazu, schnell mit Mitschülern in Streit zu geraten. Und wenn von den Kindern zwei in Streit geraten, dann gibt es diejenigen, die neugierig gaffend zusehen und die anderen, die couragiert in den Streit eingreifen und dabei helfen wollen, ihn rasch beizulegen.

Wer braucht die Hilfe eines Sozialpädagogen?

Viele Menschen in unserem Umfeld haben sozialen Probleme. Sie brauchen Hilfe, damit sie sich (wieder) als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft fühlen und im sozialen Alltag sowie im Umgang mit anderen bestehen können, beispielsweise:

  • Kinder oder Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien
  • Menschen, die straffällig geworden sind
  • Menschen, die Opfer von Straftaten geworden sind
  • Schüler, die Probleme in der Schule oder mit den Mitschülern haben
  • Langzeitarbeitslose
  • Drogenabhängige
  • Obdachlose
  • Flüchtlinge

Sozialpädagogen: Soziale Aussenseiter und Helfer

Welche Aufgaben erfüllen Sozialpädagogen und Sozialarbeiter?

Sozialarbeiter und Sozialpädagogen helfen in verschiedenen Bereichen und übernehmen pädagogische, konzeptionelle und organisatorische Aufgaben.

Schulsozialarbeiter kümmern sich um die Probleme von Schülern. Im Strafvollzug und in der Rehabilitation arbeiten Sozialarbeiter, um straffällige Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren und weitere Straftaten zu verhindern. In der Opferberatung betreuen Sozialpädagogen Opfer von Straftaten, Gewalt- und Sexualdelikten. Job-Coaches kümmern sich um Arbeitslose, zeigen ihnen neue Perspektiven auf und motivieren sie. In Kinder- und Jugendheimen werden Kinder oder Jugendliche ohne Familie oder aus sozial benachteiligten Familien von Sozialarbeiteren betreut. Oft wohnen die Sozialpädagogen auch als Betreuer in stationären Wohngruppen und kümmern sich dort um ihre Schützlinge. Auch ambulante oder temporäre Angebote werden von ihnen betreut, so arbeiten sie in Familien- und Suchberatungsstellen, bei ambulanten sozialen Diensten oder als Streetworker und in Obdachloseneinrichtungen.

Welche Kompetenzen braucht ein Sozialpädagoge?

Als Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge sollte man integer und seriös sein, in der Lage, auf Menschen zuzugehen und einzugehen. Man sollte über eine solide soziale Kompetenz verfügen und keine Angst vor engem persönlichem Kontakt haben. Man sollte mit Nähe distanziert umgehen können, die Probleme der anderen nicht zu nah an sich rankommen lassen.

Man muss klare Grenzen setzen und anderen Menschen Orientierung geben können. Und man braucht eine hohe Frustrationstoleranz.

Denn bei der Arbeit mit anderen Menschen gelingen viele Dinge nicht, dessen muss man sich im Vorfeld bewusst sein. Auch wenn man als Sozialpädagoge helfen möchte; gewisse Menschen wollen sich nicht helfen lassen.

Eingreifen statt daneben stehen

Kürzlich schimpfte ich mit erhobener Stimme mit meiner Tochter, da mischt sich mein Sohn ein und sagt in seiner ruhigen, bedächtigen Art zu mir: «Mama, sprich bitte leise. Ich mag nicht, wenn du schreist.»

Links und Quellen:

23 Feb

Sozialhilfe: Was aus dem Sinn ist, ist nicht aus dem Leben.

Das Leben ist sehr direkt. Etliche Krisen können nicht verhindert oder abgewendet werden. Not kommt oft unerwartet und man ist, ehe man sich’s versieht, mitten drin. Krisen können dann verhindert bzw. reduziert werden, wenn es bereits ähnliche Ereignisse gab und man daraus gelernt hat. Jeder Mensch definiert und erlebt eine Krise anders. Was die einen als tragisch empfinden, stört andere nicht mal so sehr.

Wir können Krisen auch ganz einfach verdrängen. Aus dem Leben, aus dem Sinn… Wirklich?

Sozialarbeit bedeutet hinsehen.

Alleinerziehende Mütter oder bildungsferne Menschen

Wer viel hat, hat auch viele Möglichkeiten. Gebildete Menschen finden schneller eine Arbeitsstelle. Auch Erfahrung und Vermögen können einen Einfluss auf das Leben haben. Wie aber ist es, wenn Menschen es verpasst haben, sich genügend zu bilden? Wenn sie kein Geld besitzen und ihre Geschichte ihnen nur im Weg steht? Weil sie aus einer anderen Kultur kommen oder schlechte Startbedingungen im Leben hatten? Weil sie unsere Sprache nicht (gut genug) beherrschen?

Es gibt viele Einflüsse, die zu einem Einbruch des Selbstwerts führen können. Grosse Last muss getragen werden, wird schwerer und lähmt. Das kann einzelne Personen und auch ganze Familien treffen. Gemäss «Kampf um Sozialhilfe, ein Leben mit wenig Geld» (Swissinfo – 02.2014) sind vor allem alleinerziehende Mütter oder bildungsferne Menschen Sozialhilfeempfänger. In der Schweiz erhalten etwa 250’000 Personen Sozialhilfe. Das sind laut Swissinfo gut 3% der Bevölkerung.

Selbstwert im Sturzflug

Von der Sozialhilfe zu leben, ist eine Herausforderung. Jeder Mensch möchte sich selbst ernähren, möchte für sich selbst sorgen können. Kann man dies nicht, ist der Selbstwert im Sturzflug. Vielleicht müssten wir wieder etwas mehr zusammenrücken. Mitzutragen ist langfristig für alle besser, als fallenzulassen.

Auch Grauzone existiert. Was aus dem Sinn ist, ist nicht unbedingt aus dem Leben.

Aus den Augen und doch noch da!
Aus den Augen und doch noch da!

 

Auffangen als Lösungsansatz. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Sozialhilfe leisten: mittragen

Manchmal braucht es einfach Beziehung. Sozial schwächere Menschen in Gemeinschaften integrieren. Begegnungen ermöglichen. Dabei sein können. Teil sein. Beziehungen pflegen. Persönlichkeitsentwicklung am Gegenüber ermöglichen. Das fängt mit einer guten Wahrnehmung im eigenen Umfeld an. Eine Begrüssung ist ausgedrückte Wertschätzung. Den Menschen als Original an- und mitnehmen, in den Verein, oder auf eine Wanderung. Immer ohne eine Opferrolle zu unterstützen.

Ausbildung zum Sozialarbeiter

Der zunehmende Flüchtlingsstrom wird Hilfe zur Integration erfordern. Von einer Kultur in eine andere gehen, von einer Not verdrängt zu werden und völlig neu anfangen müssen, das können nicht alle. Die Chancen auf eine Arbeitsstelle sind gering. Viele werden professionelle Hilfe und Begleitung brauchen. Wer als Sozialarbeiter arbeitet oder es zukünftig tut, gehört zu diesen professionellen Hilfspersonen. Sozialarbeiter sind darum auf Weiterbildung angewiesen, in der er oder sie Menschen fördern können.Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu gehört auch die Abgrenzung zu der Not. Da sein. Teil sein. Tragen und gleichzeitig Verantwortung übergeben. Weiterbildung ist ein Schritt von vielen. Wir müssen dran bleiben. Was aus unserem Sinn ist, ist eben nicht aus dem Leben.

Verdrängen geht nicht. Das haben uns die Geschehnisse 2015 sehr eindrücklich gezeigt …

Tipp für Weiterbildung

Sozialarbeiter-Ausbildung.ch: Krisen sind Chancen. Dank einer Coaching-Weiterbildung!

29 Okt

Ohne fundierte Theorie keine erfolgreiche Praxis

Wer ins Berufsleben einsteigt, macht dies dank unserem bewährten Bildungssystem Dual. Das heisst, Theorie und Praxis, Schule und Arbeitsalltag im Lehrbetrieb. Warum diese zweistufige System? Eine fundierte Basis wird mit sorgfältig erarbeitetem Wissen, sprich mit Theorie, aufgebaut. Erfahrung, die schriftlich festgehalten wurde. Mögliches Fehlverhalten, Gefahren sind erfasst. Schüler werden mit Lerntheorie möglichst frühzeitig darauf sensibilisiert. Die Praxis hilft, Theorie anzuwenden, sie zu verinnerlichen. Aus Theorie und Praxis entsteht Kompetenz. Nehmen wir ein Beispiel aus unserem Alltag.

Theorieprüfung fürs Auto, den LKW oder für das Motorrad online lernen
Theorieprüfung fürs Auto, den LKW oder für das Motorrad

Theorieprüfung fürs Auto, den LKW oder für das Motorrad

Schon beim Schreiben fällt mir auf, dass sich das Auto, der LKW und das Motorrad nicht in den gleichen Topf werfen lassen. Zumindest der LKW hat im Strassenverkehr zusätzliche Regeln zu beachten. Zum Beispiel das Überholverbot für den Schwertransport. Oder die maximale Geschwindigkeit, das maximale Gewicht bei Brücken. Da ist es von Vorteil, wenn man sich im Vorfeld bereits ein umfangreiches Wissen angeeignet hat. Die meisten Verkehrsregeln sind für alle Fahrzeuge gleich. Einbahnstrassen. Stopp-Schilder. Kein Vortritt, um einige Beispiele zu nennen. Mir fällt auf, dass Lernfahrer gerne möglichst schnell die Theorie- und Autoprüfung bestehen möchten. Das hat mit Freiheit zu. Wer mobil ist, ist freier. Ist er das? Ist er das wirklich?

Eingliedern in den Strassenverkehr

Wer die Autoprüfung besteht, kann zwar zu jeder Zeit herumfahren, aber er muss sich in ein organisiertes System einordnen. Es gilt beim Auto-, LKW-, wie beim Motorradfahren die Rücksicht auf andere. Ein Fehlverhalten kann zu dramatischem Personenschaden führen. Der Blick auf das Bundesamt für Statistik zeigt es deutlich: Im Jahr 2014 ereigneten sich in der Schweiz gemäss BfS etwa 17’900 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Dabei verloren mehr als 250 Menschen ihr Leben. Davon 243 bei Strassenverkehrsunfällen. Der TCS nennt auf tcs.ch/de/testberichte-rat/unfallursachen/ verschiedene Unfallursachen. Zum Beispiel Ablenkung, Aggression im Strassenverkehr, Geschwindigkeit, Alkohol und anderes. Alles Dinge, die wir beeinflussen können.

Ohne Lernbereitschaft geht es nicht

Eine Auto-, LKW- und Motorrad-Prüfung zu bestehen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen. 243 Menschen, die ihr Leben bei Unfällen im Strassenverkehr verloren haben, sind 243 zu viel. Ohne Wenn und Aber. Verhindert oder wenigstens vermindert werden kann dies nur, wenn alle Teilnehmer im Strassenverkehr sich an die Regeln halten und Rücksicht nehmen. Dazu braucht es eine fundierte Schule mit einer anspruchsvollen Theorie-, und Fahrprüfung. Am meisten Einfluss hat unsere eigene Lernbereitschaft. Diese darf mit dem Erwerb des Fahrausweises nicht aufhören. Jeder noch so kleine Fehler, wird er ernst genommen, kann später schwere Unfälle verhindern. Lernen, dranbleiben und ernst nehmen – ganzheitlich dabei sein. Es lohnt sich.

Tipp: e.driver Theorieprüfung, das gemäss eigenen Angaben erste und einzige Lernprogramm, umfasst für die Theorieprüfung drei Komponenten Hören, Sehen und praktische Anwendung.

17 Jun

Sich beruflich neu orientieren

Sich neu orientieren, neue Perspektiven, ob privat oder beruflich, suchen und finden, ist oft ein langwieriger Prozess. Mit einem Coaching kann dieser gefördert werden uns die Qualität des ganzen Prozesses kann gesteigert werden. Doch was ist Coaching genau?

Coaching: Ein Wort in aller Munde

Coaching – Dieser omnipräsente Begriff begegnet uns in allen Medien. Doch Coaching umfasst längst nicht mehr nur das berufliche Umfeld. Auch in privaten Bereichen lassen sich Herr und Frau Schweizer «coachen».

Der Begriff «Coaching» entstammt dem englischen «to coach», was «betreuen, trainieren» bedeutet. Ein Begriff, der Emotionen und auch Erwartungen weckt. Warum ist das so? Es geht um Perspektiven, um Veränderungen und um Verbesserungen der aktuell unbefriedigenden Lebenssituation.

Lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen

Unter «Coaching» versteht man eine lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen. Das heisst: Der Coach begleitet während einer befristeten Zeit eine Person. Dabei präsentiert er seinem Klienten keine Patentlösungen. Lösungswege werden gemeinsam gesucht und erarbeitet.

Oft nimmt man die Hilfe eines Coaches erst dann in Anspruch, wenn man in einer Krise steckt, alleine nicht mehr weiter kommt und Hilfe benötigt. Diesem Entschluss geht meist ein längerer mühevoller Prozess voraus. Denn wer gibt schon gerne zu, dass er Hilfe benötigt?

Mit einem begleitenden Coaching neue Wege gehen
Mit einem begleitenden Coaching neue Wege gehen

Gefahr Altagstrott

Durch den vorprogrammierten Alltagstrott besteht die Gefahr, manches, das vielleicht auch wichtig wäre, nicht mehr zu sehen. Mögliche Folgen können Frustration, Stagnation, aber auch Ermüdungserscheinungen und Orientierungslosigkeit sein. Man ist festgefahren und findet nicht mehr aus der Misere heraus! Eine Auszeit von den alltäglichen Abläufen und Sorgen kann deshalb nützlich sein und sich zur Chance entwickeln.

Sichtweisen ändern

Die eigene Sichtweise ändern. Ist das möglich und wenn ja, wie? Durch ein Coachingseminar wird diese eigene Sichtweise trainiert. Der Coach macht es auch so. Als neutraler Betrachter kann er auf  Dinge und Sachverhalte aufmerksam machen, die man selber gar nicht (mehr) sieht.

Die Sichtweise kann sich vom Röhrenblick zum Weitblick wandeln.

KursteilnehmerInnen lernen, sich und das Leben besser zu verstehen, vernetzt zu denken und zu handeln, ungenutztes Potenzial zu erkennen und dieses zu nutzen. Durch Coaching und Weiterbildung verbessert sich auch die eigene Sozialkompetenz. Dieser Umstand wiederum steigert zwangsläufig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Nicht nur für Führungskräfte

In vielen Firmen sind Weiterbildungen im Coachingbereich für Führungskräfte ein Muss. Dabei geht es aber nicht nur darum, zu lernen, wie andere Menschen «ticken», oder wie man seine MitarbeiterInnen am besten führt. Es gilt auch, deren Potenzial zu erkennen und diese für die Firma nutzbar zu machen, so dass schlussendlich alle davon profitieren können.

Auch Mitarbeiter ohne spezifische Führungsfunktionen profitieren von einer solchen Weiterbildung. Weil Coaching in jedem Fall hilfreich ist, wo es um ein Miteinander zwischen Menschen geht. Wer einmal an einem Coachingsemiar teilgenommen hat, weiss um den Wert der erworbenen Kenntnisse.

Ausbildung oder Neuorientierung: ein Coaching hilft
Ausbildung oder Neuorientierung: ein Coaching hilft

Coaching nützt allen

Durch Coaching lernt man, zwischenmenschliche Probleme frühzeitig zu erkennen und diese auf konstruktive Weise zu lösen. Im Beruf wie privat. Statt zwanghaft immer gewinnen zu müssen, übt man sich darin, Gemeinsamkeiten zu entdecken und miteinander Ziele anzustreben.

Dies verhilft zu einem entspannteren Verhältnis, das sich positiv im beruflichen wie auch privaten Umfeld auswirkt.

Gast-Autor: Alex Mörgeli

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10 Mai

Sprachaufenthalt: Time-out mit Ausbildung

Die Welt wird dank des Internets immer kleiner. Think global ist ein Spruch, den man oft hört. Kulturen nähern sich einander, Menschen sprechen in Social Medias wie Facebook über ihre persönlichen Vorlieben. Sie liken, sie bewerten, sie posten. Der Weltmarkt ist offen und bietet viele berufliche Möglichkeiten. Ein Direktkontakt, zum Beispiel zu einem Kunden in den USA, ist mit Skype möglich, ohne dass schon hohe Reisekosten entstehen.

Die Welt wird dank des Internets kleiner
Die Welt wird dank des Internets kleiner

Voraussetzungen für Vertrauen schaffen

Persönlicher Kontakt ohne persönliche Anwesenheit bedingt, dass Kultur und Sprache bekannt sind und einwandfrei gesprochen werden können. So kann Vertrauen zwischen Schweizer und Amerikaner, oder anders gesagt, zwischen Anbieter und Kunde geschaffen werden. Am besten lernt man Sprache und Kultur mit einem Sprachaufenthalt im Land selbst kennen. Eine Sprache hier in der Schweiz zu lernen, hat nicht den gleichen Lerneffekt, wie beispielsweise ein Sprachaufenthalt in den USA.

Sprache ändert sich

Neue Worte entstehen. Worte bekommen eine neue Bedeutung. Beispiele dafür gibt es auch interkantonal. Wenn der Appenzeller von «Goofe» spricht, meint er ganz normal Kinder. Der Berner verwendet dieses Wort nur im negativen Zusammenhang. Sprache ist Kultur. Um sie besser zu verstehen, braucht es den Willen, Neues zu entdecken.

Sprachaufenthalt in den USA - bei der Sprachausbildung auch die Kultur berücksichtigen
Sprachaufenthalt in den USA - bei der Sprachausbildung auch die Kultur berücksichtigen

Mit Fun Sprache lernen – höchster Nutzen

Nehmen wir das Beispiel USA. Ein Land mit unbegrenzten Möglichkeiten. Bei einem Sprachaufenthalt in den USA  kann man den «American Way of Life» entdecken. Man erlebt die amerikanische Kultur hautnah und ist in dem Land, das auch gleichzeitig die grösste Wirtschaftsmacht ist. Ein Sprachaufenthalt in den USA ist deshalb der richtige Schritt, wenn man Karriere machen will. Selbstverständlich kommt auch der Spass nicht zu kurz. Auch da hat die USA einiges zu bieten. New York, Los Angeles, Chicago, San Franzisco etc. Mitten drin und voll dabei.

24 Sep

Sozialkompetenz und Empathie – Reichtum der besonderen Art

Sozialkompetenz ist eine Eigenschaft, die gesucht ist. So zumindest habe ich es oft genug gehört, als meine Kids in der Oberstufe mit dem Begriff «Lehrstellen» konfrontiert wurden. Gebe ich den Begriff «Sozialkompetenz» bei Activepersonal.ch ein, finden sich gerade mal 3 Stellenangebote. Acitvepersonal hat sich auf die Stellenvermittlung von Bau- und Handwerkerstellen konzentriert. In diesem Bereich ist soziale Kompetenz nicht zwingend gefragt.

Anders beim Jobportal Jobs.ch. Dort ergab meine Suche nach eben diesem Begriff 676 mögliche Jobs, wo Sozialkompetenz im Anforderungsprofil verlangt wird. Darunter sind Jobs wie Hauswart, Stv. Leiter Rechnungswesen, technisch versierte Betriebsmitarbeiter Industrie, GeschäftsführerInnen mit Beteiligung, dipl. Pflegefachpersonen für Einsätze am Abend, TV Panel Manager etc. Sozialkompetenz wird (ausser offensichtlich im Baubereich …) in vielen Berufen gefordert, überall dort, wo Menschen in einem Team arbeiten, insbesondere in Pflegeberufen.

Klicke ich weiter auf die einzelnen Jobprofile, so zeigt sich, dass nicht einfach normale Sozialkompetenz verlangt wird, sondern in der Regel eine «hohe»: «Teamfähig mit hoher Sozialkompetenz» (Hauswart), «angewiesen auf hohe Sozialkompetenz (absolute Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit!)» (Betriebsmitarbeiter Industrie), «ausgeprägte Sozialkompetenz» (GeschäftsführerInnen mit Beteiligung). Fazit: Sozialkompetenz ist eine gesuchte Eigenschaft! Oft wird im gleichen Atemzug mit Sozialkompetenz auch Empathie erwähnt. Der Grund liegt darin, dass mit Selbstständigkeit auch Führungsverantwortung gekoppelt ist. Mitarbeiter und ihre Gefühle müssten wahrgenommen und verstanden werden. Denn so entsteht Motivation, so wächst ein Team zusammen und … über sich hinaus.

Doch hier überrascht die Suche von Jobs.ch. Denn hier finden sich «nur» 76 Jobs, die meisten aus dem Pflegebereich. Gesucht werden eine «empathische Grundhaltung», «überzeugen durch gute Umgangsformen, Empathie und innere Ressourcen für die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenslagen» oder «Empathische und verständnisvolle Betreuung im Umgang mit intensivpflichtigen Patienten und deren Angehörigen».

Sozialkompetenz und Empathie sind im Plegeberuf sehr gesucht

Dass Empathie vorwiegend im Pflegeberuf gefragt ist, überrascht nicht. Dass es in Führungsjobs nur weniger Thema ist, betont die Gewichtung im Berufsleben: Arbeit vor Beziehung, Leistung vor Motivation.

Was ist Sozialkompetenz, was ist Empathie?

Meine erste Quelle für die Bedeutung von Wörtern ist meistens der Duden. Der versteht unter Sozialkompetenz die Fähigkeit einer Person, in ihrer sozialen Umwelt selbstständig zu handeln. Empathie bedeutet die psychologische Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, was im Pflegeberuf sehr wichtig ist.

Sozialkompetenz fördert laut Psychologie-Studieren.ch die Kommunikationsfähigkeit, hilft offen und aktiv auf andere Menschen zuzugehen und in einem Team konstruktiv mitzuarbeiten. Sie sei ein wichtiger Faktor zur Förderung der Teamarbeit, helfe Konflikte auszutragen und das auf einer fairen und sachlichen Basis. Sozialkompetenz sei wie Vitamin C für das soziale Zusammenleben, die gemeinsame Erarbeitung von Visionen und die Massnahmen, um diese zu erreichen. Sozialkompetenz diene allen! (Quelle: Psychologie-Studieren.ch).

Die TV-Sendung «Empathie – das Gefühl für den Anderen» (Quelle: 3sat.de) behandelt die Thematik: «Über Entstehung und Verlust des Mitgefühls». Die Entwicklungspsychologin Doris Bischof-Köhler hat verschiedene Versuche mit Kindern durchgeführt und dabei festgestellt, dass sich Empathie zwischen dem 18. Monat und dem vierten Lebensjahr entwickelt. Das Gefühl für seine Mitmenschen ist in der heutigen Zeit mit der zunehmenden Einsamkeit enorm wichtig.

Empathie, sich in den andern einfühlen können.

Reichtum der besonderen Art

Selbstständig sein und andere wahrnehmen können, das sind Eigenschaften, die nicht nur dem Einzelnen dienen, sondern der gesamten Gesellschaft. Etwas, das beides fördert und vereint ist Coaching. Lernen, dem anderen zuzuhören, lernen, sich im richtigen Moment zu distanzieren. Eine Möglichkeit, Sozialkompetenz und Empathie  zu entdecken und zu fördern ist der Studiengang für angewandtes Coaching. 10 Tage in neue Denk- und Sichtweisen zu investieren hat auf einen selbst und sein Umfeld äusserst positiven Einfluss. Man lernt, statt in einem Streit um jeden Preis gewinnen zu wollen, gelassen bleiben, andere verstehen können, gemeinsame Wege entdecken, dank Hilfe von Sozialkompetenz und Empathie – das ist  Reichtum der besonderen Art!

14 Mai

Lebenslanges Lernen hat Vorteile

Ich erinnere mich noch gut, wie es früher eine unausgesprochene Tatsache war, dass man ein Leben lang im erlernten Beruf arbeitete. Als ich meinen Freunden und Kollegen erzählte, dass ich vom Lebensmittel- in den Inserate-Verkauf wechseln würde, wurde ich dann und wann mit einem kritischen Blick bedacht. «Wofür hast du eine Lehre für den Lebensmittelverkauf gemacht?» Heute denkt man anders.

Leben ist in Bewegung

Als in den 1990er Jahren das Internet einen regelrechten E-Boom auslöste, wurde die Welt und manche ihrer bisherigen Regeln und Gesetze auf den Kopf gestellt. Die moderne Technik überrollte diverse Branchen. Aus Langspielplatten wurden zum Beispiel Compact Discs und daraus wurden MP3 Files. Neue Branchen und Firmen entstanden, andere verschwanden.

Das Leben ist in Bewegung, und das immer mehr und dank Internet immer schneller.

Im Jahr 2004 war die Geburtsstunde von Facebook – eine weitere technische Entwicklung, die Bisheriges neu definierte. Diese Veränderungen hatten unweigerlich auch Auswirkungen auf die Ausbildung und Weiterbildung, aber auch auf Privatleben und Gesundheit (teilweise Überforderung durch rasante Entwicklung, Burnout). Neue Berufe erforderten neue  Weiterbildungsangebote und neue Schulungsformen. Die Folge: Weiterbildung wird zum Dauerthema.

Lebenslanges Lernen, sich weiterentwickeln
Lebenslanges Lernen, sich weiterentwickeln

Lebenslanges Lernen

Wenn unsere Väter Weiterbildungen besuchten, geschah dies alle paar Jahre oder eher alle paar Jahrzehnte einmal. Dies hat sich mit dem Siegeszug des Internet drastisch verändert. Durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten und der Anforderung, überall erreichbar zu sein, wurde die Trennung zwischen Privatleben und Geschäft immer mehr fliessender und die Anforderungen seitens der Wirtschaft stiegen aufgrund von Wirtschaftskrisen markant an. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer mehr ge- und überfordert. Lebenslanges Lernen wird zur Pflicht. Die Frage ist nur, wo und wie viel.

Denn auch Erholung und die Fähigkeit Beruf- und Privatleben zu trennen gehören zu lebenslangem Lernen.

Work-Life-Balance wird zur notwendigen Kompetenz.

Lebenslanges Lernen: Schwerpunkte steigern die Lebensqualität
Foto: © Michael Nivelet – Fotolia.de

Lebenslanges Lernen: Schwerpunkte steigern die Lebensqualität

Fazit lebenslanger Prozess

Neue technische Entwicklungen schaffen neue Möglichkeiten in einem immer dynamischeren Markt, der durch das Internet regional wird. Neue Tools, neue Entwicklungen, neue Software machen die Welt kontrollierbarer. Entscheidend ist aber trotz allem die Zielgruppe. Nicht alles, was möglich wäre, kann sich durchsetzen. Inzwischen sind Gegentrends wie Entschleunigung, Selbstmitgefühl etc, entstanden. Die Menschen wollen statt Dauerstress und Überforderung Qualität. Eine Haltung mit Vorbildcharakter.

Denn ein Leben mit wenigen Schwerpunkten steigert die Lebensqualität. Das muss zuerst gelernt sein und ist vermutlich ein lebenslanger Prozess.

Paradebeispiel Theologie

Theologie: Hören, welche Bedürfnisse heute in der Gesellschaft vorhanden sind
Theologie: Hören, welche Bedürfnisse heute in der Gesellschaft vorhanden sind

Theologie hat die Aufgabe, alte Botschaft ins Heute zu übersetzen. Die Frage, was im Jahre Null galt, welche Kulturen, welchen Einfluss hatten und was unser Menschsein heute fördert und braucht, muss zeitgemäss übersetzt werden. In einer dynamischen Welt braucht es in einem gewissen Masse auch der Wille und die Flexibilität, sich an gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen.

Lebenslanges Lernen gilt darum nicht nur im Beruf, sondern bei allen persönlichen Denk- und Sichtweisen.